Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Britische GT
Zufrieden mit dem Kundeninteresse an seinem GT3-Mosler zeigte sich Martin Short nach Beendigung der Professional Motorsport World Expo in Köln. Nun ist auf DailySportscar gemeldet worden, dass das Showcar, welches in Köln ausgestellt wurde, mittlerweile veräussert worden ist. Ein britisches Team wird den Wagen im kommenden Jahr in der Britischen GT–Meisterschaft einsetzen.
Auch deutsche Kunden waren in Köln stark am Mosler MT900R GT3 interessiert, obwohl Short bislang noch keine konkreten Verkaufserfolge des neuen Modells in die anstehende neue deutsche GT-Meisterschaft vermelden konnte.
Bis zu 10 Wagen der GT3-Version könnten laut Angaben des LMS-Teamchefs und Mosler-Europavertriebspartners Short im nächsten Jahr in der britischen Schmiede neu aufgebaut werden. 6 sollen in der FIA-GT3-EM laufen während der Rest nach Deutschland, England und Belgien in die dortigen GT3-kompatiblen Serien geliefert werden könnten. Als Haupttrumpf der neuen Version sieht Short den 7l Corvette-Motor LS7, der just auf der Messe in Köln von einem britischen Fachmagazin zum Serienrennmotor des Jahres ausgezeichnet wurde. 12.000 britische Pfund, umgerechnet 17.000 Euro, kostet ein rennfertiger Block. Der Preis des kompletten Autos soll bei 200.000 Euro liegen.
Auf der Motorshow in Essen werden die einheimischen Fans noch einmal eine Gelegenheit bekommen, den Wagen zu sehen. Die nächste Chance ergibt sich dann wahrscheinlich erst beim Start des ADAC GT3-Masters.
Verfasst von Harald Musileck. Veröffentlicht in VdeV Serien
Zum Saisonabschluss der beiden VdeV-Langstreckenserien kam in Estoril je ein 6-Stunden-Rennen zur Austragung. Die 32 Autos der Historic Endurance gingen bereits am Samstag-Nachmittag an den Start. Nach 175 Runden sorgten die Besatzungen von drei Chevron B16 der Baujahre 1969 bzw. 1970 für einen spannenden Zieleinlauf: Michel Quiniou / Philippe Bermudes siegten mit rund 57 Sekunden Vorsprung auf J. Nicolet / F. Nicolet / Faggionato. Nur eine halbe Sekunde dahinter wurden P. France / E. France / Chateaux Dritte.
Der Gesamtsieg in der VdeV-Historic Challenge ging an das diesmal elfplazierte GT-Team Bernard Moreau / Miguel Langin (Porsche 911, Bild). Im Punkteklassement stärkste Mannschaft aus den Prototypen-Kategorien blieben die Briten Allan Lloyd / Gerry Wainwright (Ford GT40), die in Estoril nicht teilnahmen.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans ( WEC )
Der ACO hat das Reglement für die 24 Stunden von Le Mans und die damit verbundene LMS & die ALMS weiter angepasst.
Performance Adjustment: Wie schon gemeldet behält der ACO sich vor, weitere Anpassungen bezüglich der LMP1 und 2 vorzunehmen wenn bei einigen Rennen während der Saison der Rundenschnitt der 30 besten LMP1 und LMP2-Runden unter eine Distanz von 1,5s fallen sollte. Diese „Lex-Porsche“ soll verhindern, dass ein großer Hersteller mit seinen Ressourcen ein Wettrüsten in der kleinen Prototypenklasse in Gang setzt. Inwieweit dies auch die speziell angepassten Verhältnisse in der ALMS betrifft, bleibt abzuwarten. In einem neuen Artikel 19 des Reglements hat der ACO diese Anpassungs-Option nun schriftlich verankert.
Tankgrößen: wie angekündigt hat der ACO die Tankgrößen auf 81l für Diesel-Fahrzeuge und 90l für alle restlichen LMP, GT1 und GT2 angepasst (die GT hatten vorher 100l zur Verfügung).
Sprit: Es ist nur noch eine vom ACO vorgegebene Spritsorte für Diesel und Benzin erlaubt, die käuflich erwerbbar sein muß.
Bodywork mit flügelähnlichen Elementen: Der ACO hat im Artikel 3.6.1 eine Reglementslücke geschlossen bzw. genauer präzisiert, die zu einigen Diskussionen bezüglich der Audi bzw. der neuen Porsche RS Spyder geführt haben. Als verbotene Flügelprofile gelten demnach nicht Bodywork-Elemente die eine konstante Dicke, ein absolut symmetrisches Profil und vertikale Elemente haben. Ferner wird geregelt dass ein Wagen in die Boxen beordert werden kann, wenn er die Flügelendplatten während eines Rennens verliert.
Lärm: Die maximale Lautstärke eines Fahrzeuges wird auf 113dbA begrenzt. Diese werden in 15m Abstand vom Streckenrand gemessen.
Temperatur im Cockpit: Der ACO hat die Details bezüglich der Leistungsfähigkeit der Klimaanlage bei geschlossenen Wagen definiert. So soll diese auch mit auf Anfrage anzubringenden Sensoren überprüft werden können. Wird dabei festgestellt, dass die Klimaanlage nicht funktioniert oder liefert der Sensor kein Signal, können die Stewards den Wagen bis zur Behebung des Defekts aus dem Verkehr ziehen. Wird ein Fahrer gar mit Anzeichen einer hitze-bedingten Erschöpfung aus dem Fahrzeug gezogen, ergeht nach einer entsprechenden ärztlichen Untersuchung ein Fahrverbot an ihn für den Rest der Veranstaltung.
Das komplette ACO-Reglement ist hier zu finden.