Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in FIA-GT3 ( FIA-GT3 )
Dies ist also der Audi GT3-Sportwagen. Mit dem Titel R8 LMS GT3 weckt die GT3-Rennversion des R8 Strassensportwagens Assoziationen an den erfolgreichen LMP-Technologieträger der Ingolstädter.
Gestern wurde auf der Motorshow Essen der erste Rennwagen im Beisein von Sportchef Dr. Wolfgang Ullrich und den drei Entwicklungsfahrern Frank Biela, Emanuele Pirro und Christian Abt enthüllt.
Interessant für potentielle Kunden dürfte der gestern veröffentlichte Marktpreis sein: Der Audi R8 LMS wird ab Herbst 2009 für einen angepeilten Preis von 262.000 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer angeboten. Damit liegt man z.B. deutlich unter dem Preis eines GT3-Astons, aber etwa auf dem Level der Konkurrenten Porsche und Lamborghini.
Bis dahin werden maximal vier Teams schon vorab in den Genuss des neuen GT3-Renners kommen. Bis zu acht Kunden-Fahrzeuge starten in der FIA-GT3 Europa-Meisterschaft,
beim ADAC-GT-Masters und auch beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring, für das Audi Sport eine Langstrecken-Variante des R8 LMS entwickelt. Beim Marahon auf der Nordschleife sollen maximal zwei Autos einen Entwicklungseinsatz absolvieren. Weitere Details zu den Einsatzteams wurden gestern nicht bekannt gegeben. Derzeit steht erst Abt als offiziell gehandeltes Einsatzteam fest.
Mit dem Kundensport-Programm erweitert Audi sein Motorsport-Engagement um eine weitere Säule, die sich mittelfristig selbst tragen soll. Das neue Kundensport-Zentrum in Ingolstadt ist als Profit-Center konzipiert. Wie auch Konkurrent Porsche strebt man eine langfristig profitable Massenfertigung von Sportwagen an, die das mittlerweile durch die Serienerfolge beim 24 Stunden Rennen von Le Mans und der ALMS erlangte sportliche Image von Audi auf Jahrzehnte hinaus durch den Kundensport absichern soll.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans Series ( LMS )
Das ist nun wirklich eine negative Überraschung: Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich hatte in einem Interview vor einer Woche mit dem Ingolstädter Donaukurier angedeutet, dass der Vorstand von Audi das LMP-Programm für Audi aufgrund der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Gegebenheiten eventuell kürzen könnte. Das aber ausgerechnet das erfolgreiche Le Mans Serie-Engagement, wo Audi mit einem unterlegenen Wagen trotzdem den Titel holte, und nun möglicherweise auch das ALMS-Programm über die Klinge springen könnten, hätten die wenigsten erwartet. Genau dies scheint nun aber einzutreten.
Michael Dick, im Audi Vorstand für die technische Entwicklung zuständig, erläuterte auf der Audi-Pressekonferenz zur Eröffnung der Essen Motorshow den Entschluss. "Wir wären weiter gerne in der Le Mans Serie angetreten, besonders weil wir wir 2008 in der Serie auch Aufbauarbeit geleistet haben, doch schweren Herzens mussten wir das Engagement streichen. Das Motorsport-Budget 2009 ist aktuell reduziert worden und dies hat dann die Serienengagements der LMP zuerst getroffen." Weiter Fortbestand haben jedoch DTM – wegen des europäischen Marketing-ROI´s - und das neue GT3-Programm, das auf lange Sicht hinweg Geld in die Kassen der Motorsportabteilung einbringen soll. Für die LMP bleibt immerhin Le Mans als Kernpunkt, wo drei neue R15 in der kommenden Saison antreten sollen. Auch ist über den Einsatz in der ALMS, wo Audi einen höhere Marketingeffekt als in der Le Mans Serie analysiert hat, noch nicht abschliessend beschieden worden.
Dennoch soll zumindest in der Le Mans Serie Audi nicht alle Brücken abbrechen. Die Ingolstädter haben angedeutet, dass ähnlich wie in 2007 ein LMP-Kundenteam mit einem R8-Motor im Heck in der Serie antreten könnte. Die Spekulationen, welches Team dies sein könnte, werden sicherlich in den nächsten Wochen aufgelöst werden. Der Prototyp des R15 soll erst später präsentiert werden und schon in diesem Jahr erste Testfahrten absolvieren. Angeblich soll er sich erheblich vom R10 unterscheiden.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in ADAC GT Masters
Das Butzbacher Team Schnabl Engineering plant eine Erweiterung seines Engagements 2009. In der abgelaufenen Saison hatte die Carrera Cup Mannschaft sich erstmals mit dem ADAC-GT-Masters ein Spielfeld abseits der Porsche Markenpokalserien gesucht. Allerdings lagen mit der VIP-Fahrerpaarung Hannawald / Langen Podestpläze ausserhalb der Reichweite des Teams. Dies besserte sich erst, als Piloten wie Thomas Jäger, Ronny Melkus oder Roland Rehfeld zur Unterstützung mit ins Cockpit geholt wurden. Nun möchte Teamchef Sven Schnabl das Motorsport-Engagement ausweiten - vorausgesetzt, es lassen sich Kunden für die anvisierten Serien finden ...
"Es kommen verschiedene Serien in Frage, die wir in Angriff nehmen könnten. Das wären z.B. die ADAC-GT-Masters, die FIA-GT3 Europa-Meisterschaft oder auch der Porsche Sports Cup, der mittlerweile ein richtig hohes Niveau erreicht hat. Auch die BF-Goodrich Langstreckenmeisterschaft auf der Nürburgring Nordschleife kommt für uns sicherlich in Betracht", so Sven Schnabl.
Fix sind für die hessische Truppe bislang nur Einsätze im Porsche Carrera Cup und im Mobil 1 Supercup 2009. Ausserdem ist der Start bei den 24 Stunden von Dubai Anfang Januar angedacht. Dafür werden noch Co-Piloten neben Schnabl-Carrera-Pilot Hannes Plesse gesucht.