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Oreca-908 - die alten Piloten, aber neue Farben

Oreca deco_oreca3.jpgwird 2011 seinen Peugeot 908 Hdi-FAP mit einer neuen Farbgebung auf die Strecke schicken. Die französische Mannschaft bleibt nach wie vor das einzige Kundenteam das von den Löwen einen Werkswagen gestellt bekommt. Wie bereits berichtet wird man im Gegensatz zur Werksmannschaft nicht einen der gemäß dem neuen Reglement von einem neuen 3,7l-Motor befeuerten 908 sondern den schon 2010 eingesetzten, von einem 5,5l V12 befeuerten Vorjahreswagen an den Start bringen.

Bei der Besatzung vertraut man wieder auf das Trio Olivier Panis, Nicolas Lapierre und Loic Duval. Dabei wird Panis das für den Intercontinental Le Mans Cup genannte Duo Lapiere/Duval bei den längeren Rennen und beim Klassiker an der Sarthe unterstützen. Schon letztes Jahr war das Trio auf dem 908 bis kurz vor Schluss aussichtsreich unterwegs. Als letzter überlebender 908 hatte man einen Podiumsplatz vor Augen – bis 2h vor dem Ende auch der V12 im Heck des Oreca-Autos dekorativ verglühte. 2011 hofft die Mannschaft auf eine ähnlich starke Vorstellung an der Sarthe.

Peugeot 908 HYbrid4

908hybrid.jpgEbenfalls auf der Motorshow in Genf hat Peugeot den 908 HYbrid4 vorgestellt. Noch in diesem Jahr wollen die Löwen den Wagen zum Einsatz bringen. Allerdings hängt über diesem Einsatz, der zunächst noch kein Renneinsatz sein soll, noch ein kleines Fragezeichen.

Der 908 HYbrid4 ist die Weiterentwicklung des 2008 in Silverstone vorgestellten Demonstrationsautos, das nun auch mit dem selben 3,7l Diesel wie die neuen 908 läuft. Wie gehabt, wird die beim Bremsen gewonnene Energie in Lithium-Ionen Akkus gespeichert um dann bis zu 80 zusätzliche PS beim Beschleunigen an die Hinterachse weitergeben zu können. Mit dann 630PS verspricht man sich einen Vorteil beim ersten Einsatz, der beim derzeitigen Stand beim Testtag für die 24 Stunden von Le Mans erfolgen soll. Allerdings macht Peugeot einen Einsatz am diesem Termin vom Ergebnis des ersten Rollouts Ende März und dem plangemässem Fortkommen mit dem 908-Programm in Vorbereitung auf den Klassiker abhängig. Im Klartext: schrotten die Piloten noch ein Chassis (2 der Autos sollen mittlerweile nach Unterluftabflügen in Aragon (Gene) und Le Castellet (Minassian) einer Grundüberholung bedürftig sein), dann wird es nichts mit dem Schaulaufen beim Testtag.

Die Vorstellung hat vornehmlich Marketinggründe. Peugeot wird 2011 den 3008 HYbrid4 auf den Markt bringen, der weltweit das erste serienmässige Diesel-Hybridauto sein wird. Zudem will man an der Sarthe Konkurrent Audi zuvorkommen, die ebenfalls schon angekündigt haben sich die Hybrid-Option für den R18 in Zukunft offen zu halten. Nach der Vorstellung beim Testtag wird man präzisieren können, ob auch Renneinsätze des Technologieträgers in diesem Jahr zu erwarten sind.

Abt Fahrerkader fürs GT-Masters

0722_abt2.jpgMit drei bekannten und einem neuen Gesicht geht Abt Sportsline in die neue Saison des ADAC GT-Masters. Die beiden Vizemeister Christopher Mies, 21 und Luca Ludwig, 22 werden sich erneut einen der beiden R8 LMS teilen, während Christer Jöns, 23 den in den Formelsport abgewanderten Kuba Giermaziak als Partner von Jens Klingmann, 20 ersetzen wird. Auch für Jöns ist der Audi allerdings keineswegs Neuland, schon im Vorjahr pilotierte der Wiesbadener VLN-Gesamtmeister des Jahres 2009 einen R8 für das Black Falcon Team auf der Nürburgring-Nordschleife und in der FIA-GT3-Europameisterschaft, wenn zum Teil auch mit nicht ganz optimalen Ergebnissen. Teamchef Christian Abt ist von den Qualitäten seiner Neu-Verpflichtung dennoch überzeugt: „Seine Leistungen in dem GT3-Fahrzeug haben uns überzeugt, ihn für die kommende Saison zu verpflichten“, erklärt der ADAC GT-Masters-Champion von 2009. Abt geht weiterhin davon aus, dass beide Fahrerpaarungen trotz oder gerade wegen ihres jungen Durchschnittsalters in dieser Saison in den Titelkampf eingreifen können: "Unser Konzept ist es auch in dieser Saison, auf junge Fahrer zu setzen. Dies hat sich bereits 2010 als sehr erfolgreich erwiesen.“

Aston Martin AMR-One

Aston Martin amrone.jpghat auf der Motorshow in Genf die neue Einsatzwaffe für den Kampf um den Gesamtsieg bei den 24 Stunden von Le Mans vorgestellt. Der AMR-One weicht auf angenehme Weise von den beiden Hauptkonkurrenten Audi und Peugeot ab: im Gegensatz zu diesen ist der neue Aston ein offener Prototyp und er vertraut auf einen Benzinmotor, der zudem die neuen Motorenvorgaben des ACO für die LMP1 ausnutzt.

Der neue Treibsatz des Wagens ist ein selbstentwickelter 2l-6-Zylinder-Reihenturbo mit Direkteinspritzung. Damit macht man von der Tatsache Gebrauch das der ACO nicht einfach nur die LMP2-Motorengrössen aus 2010 zur Basis der neuen LMP1-Triebwerke gemacht hatte, sondern darüber hinaus das Limit von 4 Zylindern für die 2l-Turbomotoren in aller Stille eingestampft hatte um hier die Entwicklung effizienterer Motoren zu fördern. Der im Motor erzeugte Schub von 540 PS wird über ein pneumatisch geschaltetes 6-Gang Halbautomatikgetriebe von Xtrac auf die Hinterachse umgeleitet.

amroneb.jpgUmhüllt wird das Technikpaket von einer von Grund auf bei Prodrive neu gestalteten Carbon-Karosserie, die mit einer markanten Hochnase daher kommt. Erste Analysen auf Mulsannes Corner erkennen im Design einen mehr konservativen Ansatz, um auf einen niedrigeren Luftwiderstand abzuzielen. Der Heckflügel wird von einem zentralen Träger gehalten. Der Motor wird im AMR-One mit einem Stahlrahmen an das Karbonmonocoque angeflanscht. Die Motorsteuerung und die Elektronik des Autos wurde von Cosworth bezogen. Bei den Federelementen vertraut man im neuen Aston Martin auf Koni-Dämpfer. Die Bremsen kommen von Brembo.

Bei den Piloten für den Werkseinsatz in Le Mans hat man sich ebenfalls schon festgelegt. Den ersten Wagen werden Stefan Mücke, Darren Turner und ein noch zu benennender Pilot steuern. Beim 2.Auto werden Adrian Fernandez, Andy Meyrick und Harold Primat ins Lenkrad greifen. Zumindest ein Auto ist auch für den Intercontinental Le Mans Cup genannt worden, wobei man schon angekündigt hat die Auftaktrunde in Sebring in diesem Jahr auszulassen.

6 der neuen Prototypen will man in den kommenden 2 Jahren insgesamt auflegen. Dabei ist allerdings davon auszugehen das insgesamt mehr Monocoques gebacken werden. Denn nach Test- und Rennunfällen wurden auch vom Vorgänger Lola-Aston-Martin LMP1 mehr als die ursprünglich geplanten 3 Chassis gefertigt. Die „geknackten“ Havaristen fristen ihr Auskommen als Showcars. Lediglich in der ALMS beim Muscle Milk Team AMR und in Le Mans durch Kronos Racing sollen die alten, von einem GT1-7l-12-Zylinder-Motor befeuerten Boliden noch in diesem Jahr zum Einsatz kommen.

Ecurie Ecosse mit Aston Martin beim 24h-Rennen in Spa

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Das legendäre schottische Team Ecurie Ecosse kehrt 2011 zurück auf die Bühne des internationalen Motorsports. 25 Jahre nach dem Gewinn der C2 Sportwagenweltmeisterschaft wird man im Juli das 24 Stunden Rennen von Spa-Francorchamps bestreiten. Einsatzfahrzeug wird ein Aston Martin DBRS9 GT3 sein, den Alasdair McCaig, Andrew Smith, Joe Twyman und Oliver Bryant pilotieren werden. Alle Fahrer konnten bislang vor allem im historischen Motorsport Erfolge feiern, nur Oliver Bryant hat schon in der britischen GT auf sich aufmerksam gemacht. Das Auto wird vor Ort von der Mannschaft von Barwell Motorsport betreut, einem sehr erfahrenen englischen Aston Martin Team. Ecurie Ecosse Teamchef Hugh McCaig sieht den Einsatz in Spa als einen Schritt auf dem Weg zu höheren Zielen: „Ich habe lange auf die Möglichkeit gewartet, das Team wieder in den Sportwagensport zu bringen, aber das Paket musste stimmen. Jetzt, mit Aston Martin als Partner, bin ich sehr zuversichtlich. Letztendlich wollen wir aber unbedingt zurück nach Le Mans.“

Ein arabisches FLM-Team in der LMS?

DAMS2010Für die Le Mans Serie 2011 sind derzeit vier Formula Le Mans Teams fest genannt, darunter auch die von Pegasus Racing eingereichte Nennung für den Wagen des Deutschen Mirko Schultis, auf dem dieser mit Patrick Simon zusammen antreten wird. Allerdings meldeten nun unsere Kollegen von Endurance-Info.com, dass eventuell noch ein Gaststarter bei einigen der Rennen mit antreten wird. Dabei soll es sich um das Team FUA Racing aus dem arabischen Qatar handeln. Die Mannschaft hat in der Vergangenheit verschiedene Meisterschaften in den Vereinigten Arabischen Emiraten bestritten und erwägt nun den Schitt in die europäische Sportwagenszene. Langfristiges Ziel ist auch hier die Teilnahme an den 24 Stunden von Le Mans, nach Möglichkeit in der LMP1-Klasse.

Angesichts der übervollen Felder bei den kombinierten Le Mans Serie / Intercontinental Le Mans Cup-Runden in Imola, Spa-Francorchamps und Silverstone mit bis zu 58 Autos wird man wohl am ehesten bei den beiden Auftakt und Final-Runden in Paul Ricard und Estoril auf ein Antreten des Teams hoffen können. Zudem sickerte mittlerweile durch, dass die amerikanische Mannschaft von Genoa Racing nur die ersten drei Runden bestreiten könnte, was FUA-Racing die Übernahme des Entrys der Amerikaner ermöglichen könnte. Auf jeden Fall würde eine erste arabische Nennung die Le Mans Serie weiter aufwerten. Ob die Nennung in Kooperation mit einem schon genannten Team (wie z.B. JMB) oder als Extra-Auto im Feld erfolgt, steht zur Zeit noch nicht fest.

Fach Auto Tech verstärkt sich mit PSC-Piloten

dubaifach.jpgDas neu in das GT-Masters einsteigende schweizer Team Fach Auto Tech setzt auf zwei arrivierte Piloten aus dem Porsche Sports Cup. Swen Dolenc, 2009 Meister in der Porsche GT3 Cup Challenge im Rahmen des Porsche Sports Cups, startet in diesem Jahr in seine erste volle Saison im ADAC GT Masters. Nach einem Schnuppereinsatz beim Auftritt der Serie in Hockenheim im letzten Jahr tritt der Porsche-Spezialist in der am Osterwochenende beginnenden neuen Saison bei allen Läufen in einem Porsche 911 GT3 R der schweizer Truppe an. Den Porsche teilt sich Dolenc mit Daniel Dobitsch, einem früheren Gegner aus dem Porsche Sports Cup. "Wir verstehen uns menschlich sehr gut und haben seit Jahren ein sehr freundschaftliches Verhältnis", sagt Dolenc über seinen südtitroler Teamkollegen. "Vom Speed her sind wir eine sehr ausgeglichene Fahrerpaarung."

Beide werden mit dem Porsche in der Amateurwertung der deutschen GT-Serie starten. Den Markenpokal-Porsche Carrera, mit dem beide in den letzten Jahren unterwegs waren, tauscht der Maulbronner in diesem Jahr gegen den 480 PS starken Porsche 911 GT3 R ein. Erste Erfahrungen mit seinem neuen Einsatzauto und auch mit dem Team von Fach Auto Tech sammelte Dolenc im Januar bei den 24 Stunden von Dubai. "Der Porsche 911 GT3 R ist ein tolles Auto, man spürt die deutlich die Mehrleistung im Vergleich zum Cup-Auto. Für das Team war es nicht nur der erste Renneinsatz mit dem GT3-Porsche, sondern auch das erste 24-Stunden-Rennen. Zur Rennmitte lagen war auf dem großartigen zweiten Platz, leider mussten wir dann nach einem technischen Defekt einpacken."

Fach Auto Tech wird 2011 mit zwei Porsche ins GT-Masters ausrücken. Als Piloten des zweiten Porsche wurden mittlerweile Otto Klohs und Jens Richter genannt.

Swiss Racing wechselt zu Lamborghini

Swiss Racing Nissan 2010Nach einer enttäuschenden Saison als Nissan-Einsatzteam in der FIA-GT1 Weltmeisterschaft waren die Pläne des Swiss Racing Teams für 2011 lange Zeit ungewiss. Doch heute hat die Mannschaft um Teamchef Othmar Welti bestätigt, das man weiter in der WM involviert bleibt. Die Schweizer Truppe hat die beiden GT1-Lamborghini Murcielago von Reiter Engineering übernommen und wird damit neben All-inkl.com-Racing die zweite Einsatzmannschaft der Lambos 2011. Reiter Engineering wird sich damit auf die technische Betreuung der Kundenteams zurückziehen und seine Rennstall-Ressourcen auf den GT3-Bereich beschränken.

Othmar Welti freut sich auf die neue Partnerschaft „Wir haben in der Winterpause hart daran gearbeitet, um den Wechsel zu Lamborghini vollziehen zu können. Die Zeit war extrem knapp und ist uns davon gelaufen. Wir mussten unsere Sponsoren ja davon überzeugen, dass wir mit der neuen Marke erfolgreicher sein werden. Und deswegen möchten wir die noch offenen Fahrerplätze mit guten Fahrern besetzen. Auch hier ist der Zeitdruck, den wir haben, sehr hoch. Aber wir sind momentan in einer guten Ausgangsposition.“

Als erster Pilot der eidgenössischen Mannschaft wurde Karl Wendlinger bestätigt. Mit dem Rekordsieger aus der FIA-GT Meisterschaft war man schon in der letzten Saison mit den Nissan unterwegs. Weitere Fahrer sollen in Kürze bekannt gegeben werden. Am 11. März sollen die Murcielago per Flugzeug nach Abu Dhabi gebracht werden. Dann wird auch Blancpain als Hauptsponsor an Bord sein, die schon im vergangenen Jahr die Wagen von Reiter Engineering sponsorten.

Core Autosport - Le Mans vor Augen

Core Motorsport steigt, wie bereits berichtet, in der kommenden Saison von der IMSA-Lites Rahmenserie in die ALMS auf. Jedoch soll der Umstieg auf die LMPC-Kategorie, den man mit den beiden von Level 5 Motorsport erworbenen Formula Le Mans-Prototypen tätigt, auch nur ein Zwischenschritt von Teambesitzer Jonathan Bennett sein, wie die Kollegen von Speed-tv.com just vermeldeten.

coresebtest.jpgDer Rennsport-begeisterte Bennett war erst im letzten Jahr in die IMSA-Lites Serie eingestiegen und hatte bei der Gelegenheit gleich das ganze Team gekauft, das in der Folge den Titel überlegen gewann. Schon für 2011 erwog man den Einstieg in die renovierte LMP2-Klasse, was man aber zugunsten des Einstiegs in die noch günstigere LMPC-Klasse wieder verwarf. Während Bennett auf technischer Seite Personal aus anderen ALMS-Team um sich versammelte, kam auf Fahrerseite der LMPC-Vizemeister Gunnar Jeanette hinzu, der im kommenden Jahr aus Budgetgründen nicht mehr unter eigener Regie starten wird. Damit avancieren die Newscomer in der Klasse mit den Autos des Titelträgers Level 5 Motorsport und dem Vizemeister am Lenkrad prompt zu Titelkandidaten.

Den Aufstieg in die LMP2 soll dann in der kommenden Saison folgen. Zudem will man innerhalb der nächsten drei Jahre einen Start bei den 24 Stunden von Le Mans erreichen.

LMP-Motorsport mit 2 Astons in FIA-GT3 und FFSA-GT

lmp_motorsport_aston.jpgDas französische Team LMP Racing will zwei Aston Martin DBRS9 in der FFSA-GT und der FIA-GT3 Europa-Meisterschaft an den Start bringen. Die Mannschaft der beiden französischen Teambesitzer Yves Migeon und Guillaume Lecluse plant den Start mit Unterstützung der aus der FFSA-GT stammenden Truppe von Lompech Motor Sport.

Die Truppe wurde erst 2010 gegründet und absolvierte eine Saison in der FFSA-GT. Als erste Piloten wurden Frédéric Gabillon und Paul Lamic für die nationale Serie verpflichtet. Die sechs weiteren Sitze sollen in den nächsten Wochen belegt werden.

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