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Italienische GT – Runde 1 – Adria

07gtit181Zwanzig Fahrzeuge (7 GT2, 10 GT3 und 3 Cup-Autos) nahmen das freie Training zur ersten Veranstaltung der Italienischen GT-Meisterschaft auf. Obwohl dies eine deutlich größere Teilnehmeranzahl als im Vorjahr bedeutete, ist man weit von den Dimensionen anderer nationaler Meisterschaften entfernt - die Spanische Meisterschaft konnte beispielsweise am selben Wochenende mehr als doppelt so viele Starter aufbieten. Wie erwartet holten sich Ferrari-Mannschaften die beiden Gesamtsiege: Lauf 1 gewannen Case / Livio (Advanced Engineering-F430 GT2), das zweite Rennen ging an Mugelli / Linos (Edil Cris-F430 GT2). Die weiteren Klassensiege errangen je zweimal Berton / Picchini (Mik Corse-Lamborghini Gallardo) in der Kategorie GT3A, Coldani / Capelli (Kessel Racing-F430 GT3, Bild) bei den GT3B sowie Merzario / Proietti (Star Service-Porsche 997 Cup) bei den Cup-Fahrzeugen. Im Punkteklassement der GT2 führen Case / Livio mit 27 Zählern vor Mugelli / Linos (24) und Castellaneta / Formilli-Fendi (Autorlando-Porsche 997 RSR, 19). Die nächste Station der Italienischen GT wird Anfang Mai Misano sein.

Erster offizieller JLMC-Test in Sugo

jlmszytekMit einer ersten Testsession hat auch die dritte ACO-sanktionierte Serie, die Japanese Le Mans Challenge, ihre 2007´er Saison begonnen. Nur acht Wagen waren für die Sitzungen auf dem Kurs von Sugo gemeldet worden, allerdings dürfte für die Rennen wieder mit einem deutlich größeren Feld gerechnet werden.

Die Bestzeit erzielte der Hitotsuyama-Racing Zytek, der allerdings nur 3 Tausendstel Sekunden vor dem M-Tec Courage LC70 notiert wurde. Hitotsuyama-Racing setzte neben dem Zytek und dem Ferrari F550, der in der vorigen Saison den Titel in der Meisterschaft einfahren konnte, mit einem Porsche 997 RSR einen dritten Wagen in der GT2-Klasse ein. Geklärt wurde nun auch endlich das Rätsel um den nach Japan exportierten F430. Das Team Kawamura Racing ist von Porsche auf Ferrari gewechselt und erzielte mit dem F430 gleich mal die Bestzeit in der Klasse. Zumindest in der GT2-Klasse treten somit in diesem Jahr zwei weitere ACO-konforme Wagen an.

Porsche-LMP2 Doppelsieg in St.Petersburg

briscoemaassen Nach einer unterhaltsamen Aufholjagd feierten die beiden Penske Racing-Porsche RS Spyder bei der Premiere der ALMS auf dem Stadtkurs in St. Petersburg (hier der Link zum Rennbericht) einen Doppelsieg in der Klasse LMP2. Im bis zum Schluss spannenden zweiten Saisonrennen setzten sich Titelverteidiger Sascha Maassen und Ryan Briscoe mit der Startnummer 6 gegen ihre Teamkollegen Timo Bernhard und Romain Dumas durch, die im RS Spyder mit der Startnummer 7 von der Pole Position ins Rennen gegangen waren. Nach abwechslungsreichen 2:45 Stunden trennten die beiden LMP2 im Ziel nur 0,116 Sekunden. Für Sascha Maassen war es bereits sein 27. Sieg in der American Le Mans Series, für Ryan Briscoe sein erster Erfolg. Die Führung in der LMP2-Meisterschaft übernahmen allerdings Timo Bernhard und Romain Dumas.

„Das ist ein schöner und verdienter Erfolg für das ganze Team, vor allem nach den Problemen, die wir beim Auftaktrennen in Sebring hatten“, sagte Sascha Maassen, der von diesem Ergebnis selbst etwas überrascht war: „Nach der turbulenten Startphase mit dem Boxenstopp und den zwei Stop-and-Go-Strafen gegen uns habe ich nicht mehr mit dem Klassensieg gerechnet. Jetzt geht die Saison für uns erst richtig los.“ Ryan Briscoe meinte: „Wir hatten ein schnelles Auto und in den entscheidenden Augenblicken das Glück auf unserer Seite. So gewinnt man Rennen.“

Beim Start des Rennens, das in der Schlussphase immer wieder durch Gelbphasen unterbrochen wurde, konnten die Beiden in der vordersten Startreihe befindlichen Penske Racing-Wagen aus dieser guten Ausgangsposition zunächst kein Kapital schlagen. Vor allem Romain Dumas hatte Pech: Nachdem ihm Allan Mc Nish mit dem Audi R10 Tdi  ins Heck gefahren war, musste er kurz darauf wegen eines Reifenschadens an die Box und fiel auf den 22. Platz zurück. Ryan Briscoe konnte zunächst noch mit der Spitzengruppe mitfahren, bevor auch er durch einen Boxenstopp viel Zeit verlor: Ein von Dumas Kollision herrührendes Spoilerteil hatte unter dem Auto den Lufteinlass verstopft und dadurch die Öltemperatur ansteigen und die Bremsen heiß werden lassen.

penskestpeteMit einer Aufholjagd kämpften sich die RS Spyder im Verlauf des Rennens immer weiter nach vorne. In den letzten Runden profitierten sie dann von der Rennstrategie von Penske Motorsports und dem Pech der Konkurrenten: Ohne zusätzlichen Boxenstopp konnten sie durchfahren und Porsche den ersten Klassendoppelsieg in dieser Saison sichern.

Die RS Spyder von Dyson Racing kamen auf genau denselben Position ins Ziel wie schon beim Saisonauftakt in Sebring. Andy Wallace & Butch Leitzinger, die lange Zeit auf Podiumskurs gefahren waren und erst durch einen langen letzten Boxenstopp zurückfielen, belegten mit der Startnummer 16 den fünften Platz in der Klasse. Im RS Spyder mit der Startnummer 20 wurden Chris Dyson und Guy Smith trotz zwei Drehern und einer unverschuldeten Kollision noch Klassensechste.

Embassy ab Monza mit Radical unterwegs

Radical SR9 in LMEmbassy Racing, das neue britische LMS-Team, welches die Saison in der LMP2 eigentlich mit einem Pilbeam MP93–Judd beginnen wollte, setzt ab Monza den Ex-Rollcentre Racing-Radical SR9 als alleiniges Fahrzeug ein.  Damit zieht das Team von Jonathan France die Konsequenzen aus einem Aufhängungsschaden den man bei den Tests am HTTT erlitten hatte und der strukturelle Schwächen des neuen Chassis offenbarte. Nach nur wenigen Runden hatte man in Frankreich den angeplanten 24h-Test deswegen abschreiben müssen. Der Pilbeam des Teams bleibt allerdings weiterhin in dessen Besitz. Man will zusammen mit der britischen Manufaktur das bestehende Konstruktionsproblem bei der Aufhängung lösen und beide Chassis über die Saison parallel zueinander entwickeln.

France zu den Kollegen von DailySportscar: „Die Lösung der bestehenden Probleme am MP93 hätte womöglich bis nach Valencia gedauert. Das wäre nicht die Art gewesen, wie wir uns den Einstieg in die Serie gewünscht hatten. Der Rollcentre-Radical war auf dem Markt erhältlich und bot uns eine ideale Lösung. Nun können wir ohne Druck die Dinge am MP93 aussortieren, die getan werden müssen und ihn dann später einsetzen. Wir glauben immer noch, dass der Wagen ein hohes Potential hat.“ In einer ersten Konsequenz hat Martin Short nun den 24 Stunden von Le Mans LMP2-Entry für Rollcentre Racing zurückgegeben, da Embassy keine Pläne für den 24h-Klassiker in diesem Jahr hegte. Damit rutscht die GT1-Corvette von PSI in das Feld für die Ausgabe in diesem Jahr. Short hatte den SR9 eigentlich schon an das britische DAMAX-Team verkauft, diesen Deal aber wieder rückgängig machen müssen, nachdem DAMAX seine Pläne überraschen geändert hatte.

Britische GT – Entry für den Saisonstart in Oulton Park

07bgtc001Die aktuelle Nennliste für die Läufe der Britischen GT-Meisterschaft in Oulton Park enthält nunmehr 19 GT3- und 6 GTC-Fahrzeuge. Gegenüber dem vor rund zwei Wochen veröffentlichten provisorischen Entry fallen vor allem zwei Änderungen auf: Damax bringt einen zusätzlichen Ascari KZ1R für Tomas Erdos / Stephen Keating an den Start, Brookspeed hat ein Dodge Viper Competition Coupe gemeldet. Für einen der drei Aston Martin DBRS9 von Barwell Motorsport (Bild) soll übrigens heuer ein Bio-Ethanol-Treibstoff verwendet werden. Zum Auftakt der neuen Saison ist  am Ostersamstag sowie am Ostermontag je ein 60-Minuten-Rennen angesetzt.

Endurance GT Serie – Runde 1 – Vallelunga

07egts100Die Debut-Veranstaltung der EGTS in Vallelunga brachte zwei Dodge Viper-Siege: Am Samstag trug sich Marco Cioci (Racing Box-Viper, in der sogenannten GT2-Version) als erster in die Siegerliste der Endurance GT Serie ein, den sonntäglichen zweiten Lauf gewann Fabrizio Armetta (Scuderia La Torre-Viper). Gleich zwei Podestplätze konnte Fabio Valle mit seinem Audi TT-R, der im großzügigen EGTS-Reglement Platz findet, herausfahren.

Auch wenn die in den letzten Monaten vom Promotor angekündigten, etwas optimistischen Teilnehmerzahlen diesmal noch nicht erreicht werden konnten, war es ein passabler Auftakt für die neue Serie, deren zweite Runde Ende April in Brno auf dem Programm steht.

Spanische GT – Sun Red SR21 erstmals am Start

07gtes110In Jarama kam der neue SR21 von Sun Race Engineering Development zu seinem ersten Renneinsatz. Dieser Sportwagen aus spanischer Fertigung, der angeblich in einer Kleinstserie von sechs Stück gefertigt werden soll, ist dem Vernehmen nach mit einem 5-Liter-V10-Judd-Motor bestückt.

Das erfahrene Sun Red-Pilotenduo Gines Vivancos / Jordi Gene ließ im Qualifying mit Bestzeit aufhorchen, zählbare Rennergebnisse waren für den SR21 (Bild) diesmal noch nicht in Reichweite - nach einem frühen Ausfall in ersten Lauf sah man im zweiten Rennen mit sechs Runden Rückstand zumindest die Zielflagge.

LMS - 50 Wagen in Monza

50 Wagen stehen derzeit auf der offiziellen Entry-Liste für die kommende Ausgabe der 1000km von Monza (nach unbestätigten Aufzeichnungen des Autors dieser Zeilen ist es schon die 25. seit 1961). Mit diesem Rekordfeld startet die LMS in 2 Wochen in eine Saison die den vorläufigen Höhepunkt der seit 2003 geschriebenen Seriengeschichte markieren soll. 13 LMP1, 11 LMP2, 7 GT1 und 19 GT2 werden auf dem Hochgeschwindigkeitskurs im königlichen Park von Monza erwartet. 

Charouz-Lola Bei den LMP1 treten drei Pescarolo, drei Lola, je zwei Courages und Peugeot sowie je ein Lavaggi, Zytek und der Dome des Racing for Holland-Teams an. Die Hoffnungen der deutschsprachigen Fans dürften auf dem Charouz-Lola mit Stefan Mücke am Steuer sowie auf dem Swiss Spirit-Lola von Marcel Fässler liegen. In der LMP2 sind noch nicht alle Teams von der offiziellen Nennliste präsent. Hier sollen vier Lola, zwei Radical, zwei Courages sowie je ein Pilbeam, Zytek und der Kruse-Pescarolo das Feld bilden.

Drei Aston Martin und je zwei Saleen bzw. Corvettes bilden die zahlenmäßig kleinste Klasse. Während die FIA-GT-Meisterschaft sich derzeit vor GT1-Nennungen kaum retten kann, schwächelt diese Klasse bei den ACO-Serien weltweit ein Wenig. Mit den Teams von Larbre-Competition, Oreca, Luc Alphand und Team Modena sowie dem neuen Racing Box-Saleen präsentiert sich die Kategorie allerdings hochklassig besetzt. Auffällig: alle Teams setzen hier ohne Ausnahme auf eine Michelin-Bereifung.

In der GT2 treffen 6 Porsche 997 RSR, 6 Ferrari F430, drei Panoz Esperante, zwei Spyker C8 Spyder, ein Porsche 996 RSR und eine Corvette C6 Z06 aufeinander. Mit vier deutschsprachigen Mannschaften (drei Proton-Felbermayr-Porsche und der Farnbacher Racing-Porsche)  tritt hier das stärkste deutschsprachige Kontingent an. Mit der Fahrerpaarung Lieb/Pompidou  geht das  Proton-Felbermayr-Team mit Titelambitionen in die Saison. Zudem wird der Österreicher Richard Lietz auf dem IMSA Performance-Porsche mit Michelin-Bereifung in der Klasse für gute Resultate sorgen.

Mit dem ersten offiziellen Auftritt der Werks-Peugeots tritt erstmals eine Werksmannschaft in der 1000km-Serie an. Bei den Tests auf dem HTTT konnte die Mannschaft noch die Bestzeiten markieren – allerdings nur mit knappen Vorsprung. Nun wird es in Monza ernst.

Platz 11 für Dominik Schwager bei der Nordschleifen-Premiere

schwager1Einen elften Platz kann Dominik Schwager bei seinem ersten Nordschleifen-Einsatz des Jahres für sich verbuchen. Gemeinsam mit seinem neuen Teamkollegen Alexander Roloff war der „Japan-Legionär“ für das Team von Jörg van Ommen mit einem Porsche 997 Cup unterwegs – allerdings nicht in der Cup-Klasse. 

„Die ersten Runden am Freitag waren genau so wie ich mir die Nordschleife vorgestellt habe, nämlich schwierig“, meint Schwager zu seiner Leistung bei der Westfahlenfahrt, „mit einigen Runden auf der Playstation hatte ich mir zwar den Streckenverlauf etwas eingeprägt, aber mit dem Rennauto in Wirklichkeit ist das natürlich nicht zu vergleichen. Die extrem vielen Bodenwellen erfordern Konzentration zu jeder Zeit, sogar auf den Geraden und die vielen Kuppen, die teilweise im vierten oder fünften Gang gefahren werden, machen es schwierig sich die Ideallinie einzuprägen.“ 

„Mit unserem Porsche GT3 Cup fahren wir leider aufgrund anderer Reifenwahl (Matador) in der Klasse der stärksten Fahrzeuge und nicht in der Cup-Klasse, wo ausschließlich Michelin gefahren werden darf. Startplatz 23 war für uns in Ordnung, da dieses Wochenende für uns alles neu  war und mit einer Teilnehmerzahl von 120 muß auch immer etwas Glück dazu kommen, um nicht zuviel Verkehr auf den über 24 Kilometern inklusive GP-Kurs zu haben. Da wir vorher nicht testen konnten, standen wir auch bezüglich Setup und Reifenwahl etwas verloren da.“ 

Andere Länder, andere Strecken, andere Sitten: „Im Qualifying gab es auch schon sehr viele unfallbedingte Ausfälle, was für mich ein Novum darstellte, aber man versicherte mir, dass dies hier auf der Nordschleife normal sei…“ „Das Rennen lief dann für uns ohne Zwischenfälle und wir konnten Elfte im Gesamtklassement und Vierte in unserer Klasse werden. Dabei muß man auch berücksichtigen, dass wir in dem vier Stunden dauernden Rennen drei Boxenstopps zum Nachtanken machen mussten, da der größere Langstreckentank noch nicht installiert war. Unser Ziel, beim ersten Einsatz keine Fehler zu machen und die Zielflagge zu sehen, haben wir also mehr als erreicht, und ich habe nun insgesamt ungefähr 20 Runden Nordschleifen-Erfahrung. Jedes Mal als ich im Auto saß, ging es schneller vorwärts, und ich denke dass ich beim nächsten Lauf in 2 Wochen das Auto schon sehr gut im Grenzbereich um die Nordschleife zirkeln kann.“ 

Das Hauptaugenmerk liegt heuer aber wieder auf der japanischen Meisterschaft: „Jetzt steht erst mal kommendes Wochenende der 2. Lauf zu Super GT in Okayama auf dem Programm, wo ich und mein Team nach dem verpatzten Podium in Suzuka auf ein starkes Resultat hoffen.“

Weitere Z4 M Coupe in der VLN

Neben den beiden Z4 M Coupe von Schubert Motors und BMW Motorsport stand am Wochenende auch ein weiteres Z4 M 2007-03-31-041_copyCoupe von ORMS Racing in der Startaufstellung. Hierbei handelt es sich auch um ein Z4 M Coupe Werkskit. In der letzten Saison setzte das Team von ORMS noch einen Porsche GT3 ein. Der Z4 wird in dieser Saison von Marko Hartung und Stefan Neuberger pilotiert.

Ein weiteres Z4 M Coupe wird man zur Mitte der Saison erwarten können. Das Team GETRAG wird dann seinen BMW M3 in die Garage stellen und hofft darauf, mit dem Z4 an die Erfolge der vergangenen Saison, als man das 6-Stunden-Rennen gewinnen konnte, anzuknüpfen. Das Auto wird auch weiterhin von Michael Bäder, Tobias Hagenmeyer und Markus Gedlich gefahren.

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