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FIA GT3 - Monza - Rennen 2

gt3_046Erneut spielte das Wetter im Bezug auf den Ausgang des Rennens eine große Rolle. Der vierte Lauf der FIA-GT3 European Championship 2008 in Monza und der zweite des Wochenendes wurde auf nassem Asphalt, der im Laufe des Rennens trocknete und wieder nass wurde, gestartet. Dennoch wurde das Rennen nicht auf der Strecke, sondern im Büro der Stewards entschieden.

Die Rennleitung kam zu dem Entschluss die ersten zwei, Vannelet / Lunardi und Mutsch / Khan, eine Zeitstrafe zu verpassen, da ihre Stopps nicht im vorgegeben Zeitfenster absolviert wurden, sodass der #21 Matech GT Racing-Ford GT von Alex Mortimer und Bradley Ellis den Sieg erbte. Somit lief das Rennwochenende für Mortimer / Ellis und Matech perfekt und es bleibt nicht beim Wochenende, sondern alle bisherigen vier Läufe der Saison 2008 wurden von einem Ford GT gewonnen – die Teamkollegen Thomas Mutsch und Ian Khan im #20 Ford machten es mit einem Doppelsieg beim Auftakt in Silverstone vor.

Noch vor dem Start traf die erste schlechte Nachricht bei den Piloten des #20 Matech GT Racing-Ford GT ein: Aufgrund der Kollision am Vortag mit dem #36 Prospeed Competition Porsche 997 GT3-Cup S, bei der dieser schwer beschädigt wurde, bekamen Ian Khan und Thomas Mutsch eine Strafversetzung um fünf Startplätze nachhinten. Was nach der erzielten Pole-Position Rang 6 im Grid bedeutete.

Aber zum sportlichen Teil des Sonntags: Der Kurs war nass, als es in die Einführungsrunde ging - dementsprechend war die einzige Option, die zur Verfügung stand, Regenreifen aufzusetzen. Von der Pole-Position aus gestartet setzte sich der #11 JMB Racing-Ferrari F430 GT3 von Lorgere-Roux / Petit ab. Von hinten eilte jedoch ein schneller Thomas Mutsch herbei, der in Runde 7 in Variante Ascari die Führung übernahm – danach schnappten sich auch Ellis und das #43 La Torre Motorsport-Dodge Viper Competition Coupé von Lunardi / Vannelet den Ferrari.

gt3_042Nach 23 Minuten öffnete das Boxenfenster. Die Strecke war inzwischen größtenteils abgetrocknet, sodass ein Wechsel auf Slicks in Betracht gezogen werden konnte. Allerdings fing es an manchen Abschnitten der Strecke erneut an zu regnen und die meisten Teams wartete noch einige Runden – manche jedoch zu lange. Die beiden Ford GT mit den Startnummer 20 und 19 sowie die #43 Viper blieben zu lang auf der Piste - daraus resultierte, dass sie erst nach dem Schließen des Boxenfenster ihren Stopp beendeten, was eine Stop-and-Go-Strafe mit einer Dauer entsprechend der überschrittenen Zeit mit sich zog.

Unbeeindruckt von der erhaltenen Strafe führte Ian Khan, der den #20 Ford GT übernommen hatte, das Feld nach den Pit-Stops an. Auf Platz 2 wurde das #43 La Torre Motorsport-Dodge Viper Competition Coupé geführt. Gilles Vannelet konnte zuvor in Runde 24 den Ford von Alex Mortimer in der ersten Schikane überholen. Die Reihenfolge änderte sich bis zur Zieleinfahrt nicht mehr. Da die #20 und die #43 allerdings nicht ihre Strafen absaßen wurden 30 Sekunden zu ihrer Gesamtzeit addiert.

Demzufolge hießen die Sieger zum zweiten Mal an diesem Wochenende Alex Mortimer und Bradley Ellis. Den zweiten Platz belegte die #1 Martini Callaway-Corvette Z06R GT3 von Arnaud Peyroles und James Ruffier. Der #20 Ford GT von Khan / Mutsch fiel auf Rang 3 zurück. Vierter wurde der #10 Hexis Racing-Aston Martin DBRS9 von Makowiecki / Lagniez, während die #43 Viper bis auf den fünften Platz zurückversetzt wurde.

Nach diesem Wochenende führen Khan / Mutsch die Fahrerwertung mit 26 Punkten vor Ruffier / Peyroles, bei denen 24 Zähler auf der Habenseite stehen, an. Dritter ist Bradley Ellis mit 22 Punkten.

Australische GT – Zusammenarbeit mit Aston Martin Asia Cup

Nach dem Ausstieg der Porsche Drivers Challenge sind die Verantwortlichen der Australischen GT (AGTC) unter Zugzwang geraten. Wie der Sprecher der Australian GT Sportscar Group Martin Wagg nun ankündigte, wird man in den nächsten Wochen einige Initiativen setzen.

Als erste Maßnahme wurde eine Allianz mit dem Aston Martin Asia Cup (AMAC) vereinbart. Auf den Wagen von Mark Eddy und Marc Cini wird beim AMAC-Läufen in Shanghai jeweils das Logo der AGTC zu sehen sein. Einige der Aston Martin Vantage N24 könnten künftig auch bei den GT-Rennen in Australien zum Einsatz kommen. Weitere Details über die Zusammenarbeit der beiden Serien wurden bisher noch nicht bekannt gegeben.

International GT-Open – Runde 2 - Valencia – Lauf 2

08igto203Das GT-Open-Rennen am Sonntag in Valencia brachte einen Ferrari-Sechsfach-Erfolg: Michele Maceratesi / Andrea Montermini (Playteam-F430 GT2, Bild) gewannen nach 27 Runden vor Michele Rugolo / Salvatore Tavano (Advanced Engineering-F430 GT2) und Manuel Giao / Pedro Couceiro im zweiten Playteam-F430. Auf Rang 7 kam der Sunred SR21 von Fernandez / Aicart ins Ziel, gefolgt vom bestplatzierten Porsche, dem Drivex-997 RSR mit Chacon / De Castro. Für die aus der Box gestarteten Richard Lietz / Gianluca Roda (Autorlando-Porsche 997 RSR) gab es nach dem Sieg am Vortag nur Rang 12, unmittelbar hinter ihren Teamkollegen Bellicchi / Zonca. Stärkste Mannschaft aus der GTS-Kategorie waren Andrea Ceccato / Marco Visconti (Racing Box-Lamborghini Gallardo GT3) als Siebzehnte.

In der GT-Open-Gesamtwertung führen Maceratesi / Montermini mit 62 Punkten vor Giao / Couceiro (42), Bonetti / Pasini (Advanced Engineering-F430 GT2, 38) und Michele Rugolo (38). Die Spitze der GTS-Tabelle bilden vorerst Ceccato / Visconti (30), Cioci / Pellizzato (Twentytwo Motorsport-Corvette Z06R GT3, 24) sowie Max Wiser (Villois Racing-Aston Martin DBRS9, 19). Als nächste Runde der Serie stehen am 31.05./01.06. die Läufe in Spa auf dem Programm.

British GT – neue GT4-Konkurrenten für Ginetta und Aston Martin

08bgtc299In den beiden bisherigen Runden der Britischen Meisterschaft bestand die GT4-Kategorie aus sechs Ginetta G50 sowie zwei bzw. einem Aston Martin N24 (im Bildvordergrund der Wagen von Beechdean Motorsport). Bei den Läufen in Rockingham am 25./26.05. werden nun auch eine japanische und eine italienische Marke in dieser Klasse vertreten sein: Pro Motorsport bringt einen Nissan 350Z an den Start, Moore Racing will mit einem Maserati Trofeo antreten. Nachdem wegen der Dominanz der Ginettas auch eine Performance-Anpassung im Wege des Reglements erfolgt ist, darf nunmehr im GT4-Feld der British GT eine größere Ausgeglichenheit als zuletzt erwartet werden.

Timo Bernhard verhindert Acura-Durchmarsch im Utah-Qualifying

utah3 Für die anstehende vierte Runde der ALMS auf dem Millers Motorspeedway bei Salt Lake City hat Timo Bernhard im Porsche RS-Spyder des Penske Racing Teams die Pole Position für das heute abend um 21 Uhr MEZ stattfindende Rennen erzielt. Auf seiner letzten Runde hämmerte der deutsche Porsche-Werksfahrer eine 1:31,050 in die Bahn und vehinderte damit einen Durchmarsch der Acuras. Die stehen für den morgigen Lauf auf den drei folgenden Startpositionen dahinter, allen voran der neue ARX01b des Seriendebütanten Gil de Ferran, der sich bei seinem ersten Qualifying in der ALMS nur 0,139s hinter Bernhard einreihen musste. Es folgen die Crews von Lowes-Fernandez-Racing, Highcroft Racing sowie der zweite Penske Racing-Porsche von Maassen / Long. Erst auf Startplatz 6 konnte sich der schnellste Audi qualifizieren. Marco Werner hatte mit dem Phänomen zu kämpfen, dass die R10 hier dank einer Neuentwicklung mehr Abtrieb besassen, dieser aber lediglich die Reifen konsumierte. Da die vordersten neun Wagen auf der verkürzten Variante des Millers Motorspeedway alle innerhalb nur einer Sekunde lagen, stürzte man daher auf die Startpositionen 6 und 8 ab.

Eine Woche nach seinen beiden Podien beim ADAC-GT-Masters in Oschersleben hat Jörg Bergmeister in der GT2-Klasse zumindest schon mal einen Teilerfolg erzielen können. Gemeinsam mit Wolf Henzler startet er von der 15. Startposition als schnellster GT2, gefolgt vom Risi Competitione-F430, dem zweiten Flying Lizzard-Porsche 997 RSR GT2 von Pilet / van Overbeek und dem Farnbacher-Loles-Porsche von Marc Basseng / Alex Davison, denen Dominik Farnbacher und Dirk Müller im Tafel Racing-F430 und Friesacher / Brix im zweiten Risi Competitione-Wagen folgen. Somit stehen reichlich deutschsprachig Piloten bereit, um sich heute abend ab 21 Uhr MEZ einen Kampf um die GT2-Wertung zu liefern. Auf der ALMS-Website werden ein Zeitmonitor sowie der Radio Le Mans-Stream zur Verfolgung des Rennens bereitstehen.

International GT-Open – Runde 2 - Valencia – Lauf 1

08igto201Den samstäglichen Pro-Am-Lauf beim GT-Open in Valencia gewannen Richard Lietz / Gianluca Roda (Autorlando-Porsche 997 RSR, Bild), die nur aus der sechsten Reihe gestartet waren, nach einer makellosen Leistung vor den Edil Cris-Ferrari-Besatzungen Monfardini / Frezza sowie Cressoni / Bontempelli. Auf Rang 4 folgten Rugolo / Tavano (Advanced Engineering) in einem weiteren F430 GT2 vor den Siegern der GTS-Kategorie Marco Visconti / Andrea Ceccato (Racing Box-Lamborghini Gallardo GT3).

Von 32 gestarteten Autos erreichten nur 21 das Ziel. Vor allem die Startphase unter feuchten Streckenbedingungen verlief turbulent - bereits nach der ersten Rennrunde waren fünf Mannschaften ausgefallen.

JetAlliance in Monza auf Pole

gt_024Mit einer Zeit von 1:49.258 markierte Alex Müller im #36 JetAlliance Racing-Aston Martin die schnellste Runde und wird somit mit seinem Partner Lukas Lichtner-Hoyer im morgigen Rennen von der Pole-Position starten. Auf Rang 2 folgte Christophe Bouchut mit knapp drei Zehntelsekunden Rückstand auf der Corvette C6.R aus dem Hause SRT mit seinem Partner Sascha Maasen. Die Top-Drei komplettierte Alexandre Negrao im Maserati MC12 von Vitaphone Racing. Marcel Fässler erreichte im Regen mit der Corvette den fünften Platz, Allan Simonsen im Aston Martin Rang sieben.

Emmanuel Collard gelang es, durch die feuchte Strecke das Leistungsdefizit seines Porsche 997 GT3 RSR gegenüber den GT1-Boliden auszugleichen - er schaffte es, sich mit einer Rundenzeit von 1:50.140 auf der vierten Gesamtposition einzuordnen. Lediglich drei Zehntelsekunden langsamer war Christian Montanari im #51 AF Corse Ferrari F430 GT2 und erreichte somit den zweiten Rang im GT2-Klassement, was den sechsten Startplatz für das morgige Rennen bedeutet. Die Positionen acht bis 15 wurden allesamt von Ferraris F430 belegt.

Das Fahrzeug mit der Nummer eins von Michael Bartels und Andrea Bertolini startet morgen lediglich von Startplatz 16. Mit 1:52.000 durch Bertolini blieb man hinter den eigenen Erwartungen zurück und wird sich im Rennen zunächst mit der GT2-Meute beschäftigen dürfen.

FIA GT3 - Monza - Rennen 1

Allein das Qualifying zum ersten Rennen der FIA-GT3 European Championship in Monza war an Spannung kaum zu überbieten. Die Bedingungen änderten sich im Vergleich zu den freien Trainings nicht – es blieb nass, was zu Folge hatte, dass es auch im Qualifying viele Dreher auf der Strecke zu verzeichnen gab. Die Bestzeit an der Spitze wechselte stets, bis Michael Greenhalgh (#44 Gravity Racing-Ascari KZ1R GT3) der Konkurrenz gut 1,5 Sekunden abnahm und die absolut schnellste Rundenzeit der ersten Qualifying-Session markierte. Diese wurde jedoch gestrichen, da der Ascari-Pilot die zweite Schikane abkürzte. 

So stellte am Ende Johan Charpilienne die #28 Marc Sourd Racing-Corvette Z06R GT3 mit einer 2:08.818 auf die Pole-Position. David Loix komplettierte im #36 Prospeed Competition-Porsche 997 GT3-Cup S (2:09.740 / +0.922) die erste Startreihe. Dahinter ordnete sich ein Ford-GT-Dreier ein (#21/#19/#20).

Wie nicht anders zu erwarten, war die Fahrbahn - als das GT3-Feld in die Einführungsrunde startete -  eucht, wenn auch nicht mehr so schlimm wie zuvor. Wie schwierig die Bedingungen noch waren, zeigte der Dreher der #1 Corvette hinter dem Safety-Car. Als das Rennen freigegeben wurde, schossen Charpilienne und Loix vorne weg, aber der Porsche-Pilot konnte das Tempo nicht lang halten und fiel zurück.

0518_fiagt3_monza_rennen1bEs dauerte nicht lang und die beiden Ford GT mit den Startnummern 21 und 20 saugten sich ins Heck des Prospeed-Porsches. Ian Khan, der Letzte in dieser Dreierkampfgruppe, wagte in Variante Ascari ein Überholmanöver, mit dem der Ford-Pilot sich beide Konkurrenten krallen wollte. Khan wurde aber im Kurvenausgang zu weit nach außen getragen und kollidierte, als er zurück auf die Strecke kam, mit dem GT3-Porsche. Dieser knallte in die Leitplanke, was das Aus bedeutete, während der Ford in Richtung Parabolica humpelte.

Der Zwischenfall sorgte für eine Safety-Car-Phase, die pünktlich zur Öffnung des Boxenfensters beendet wurde. Der #21 Ford GT und der zu diesem Zeitpunkt drittplatzierte #47 Tech 9 Motorsport-Lamborghini Gallardo kamen als erste der Spitzengruppe zum Stopp rein. Charpilienne übergab fünf Runden später an seinen Kollegen Marc Sourd, der als Führender zurück auf die Strecke fuhr.

Innerhalb von zwei Runden schloss Bradley Ellis, der den verfolgenden Ford GT übernommen hatte, auf die in Führung liegende Corvette auf und zog dann auf der Start- und Zielgerade neben Sourd. Dabei wurde das Kampfduo beim Überqueren der Ziellinie mit einem Abstand von 0.000 Sekunden gemessen. In der Schikane schnappte sich Ellis dann die Corvette und war danach nicht mehr zu stoppen, so dass der Brite den Sieg souverän nach Hause fahren konnte.

Auf Rang 3 kamen Deverikos / Haase (#47 Tech 9 Motorsport-Lamborghini Gallardo / +18.037) vor Peyroles / Ruffier (#1 Martini Callaway-Corvette Z06R / +18.153) ins Ziel. Morgan setzte seinen Aufwärtstrend fort, das Fahrzeug mit Startnummer 29 von Lesoudier / Scheier belegte den vierten Platz.

Allerdings entschieden die Stewards vier Stunden nach dem Rennen, die #28 Marc Sourd Racing-Corvette zu disqualifizieren, sodass alle anderen Teilnehmer um eine Position nach vorne rückten. Grund für den Ausschluss war, dass die Mannschaft jene Reifen benutzt hatte, welche für den Sonntag vorgesehen waren.

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