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Die Audi-Piloten für Sebring
Audi hat gestern für den Einsatz der 2 neuen R15 LMP1 in Sebring die Besatzungen offiziell bestätigt. Am Steuer der beiden neuen Prototypen werden Dindo Capello, Tom Kristensen und Allan McNish sitzen. Den zweiten R15 steuert eine rein deutsche Besatzung, die aus Lucas Luhr, Mike Rockenfeller und Marco Werner gebildet wird. In dieser Formation startete das Audi Sport Team Joest bereits im vergangenen Jahr in Sebring - äusserst erfolgreich wie man sieht.
Wie seit vorgestern feststeht, wird Audi sich in Sebring das Doppelduell mit den beiden Peugeot HDI-Fap um den Gesamtsieg liefern. Der Klassiker in Florida wird damit erneut die Feuertaufe für einen neuen Audi-Sportwagen bilden. Alle bisherigen LMP, der R8R, der R8 und der R10, haben ebenfalls beim Klassiker in Florida debütiert.
Die bisherigen von Audi bestens geheim gehaltenen Tests sind offensichtlich gut über die Bühne gegangen, wenn man den Äusserungen von Dr. Wolfgang Ullrich Glauben schenken darf: "Bisher hat der R15 TDI das gehalten, was wir uns von ihm versprochen haben. Nun muss er sich auch im Renneinsatz beweisen. Sebring ist ein besonders hartes Rennen und daher gut geeignet, kleinste Schwächen aufzudecken."
Noel del Bello plant Prodrive-F550 Einsatz
In der Nennliste der Le Mans Serie überraschte das französische Noel del Bello Team mit der Nennung eines Ferrari F550. Nun hat die gallische Equipe gegenüber unseren Kollegen von Endurance-Info.com erste Hintergründe erläutert. Demnach vertraut man nach wie vor auf die Zuverlässigkeit des von Prodrive entwickelten Boliden. Man wird die Unterstützung von Prodrive bei den Rennen bekommen und hat neben der Le Mans Serie auch das 24 Stunden Rennen von Le Mans im Auge, für das man eine Bewerbung mit dem GT1-Boliden eingereicht hat.
Die Pilotenmannschaft ist noch nicht entgültig fixiert, man verhandelt dem Team zufolge noch mit mehreren Kandidaten. Als Konkurrenten hat man in der Le Mans Serie die beiden Saleen von Full Speed und ARC Bratislava/Kaneko, sowie den Lamborghini von IPB Spartak/Reiter in der Klasse zur Verfügung. In der offiziellen Liste des ACO stehen für das Team acht Teilnahmen an den 24h zu Buche, wobei die Mannschaft 2002 und 2003 mit ihrem Reynard die LMP675-Klasse, den Vorläufer der heutigen LMP2-Klasse, gewann. Sollte der ACO heuer die Nennung der französischen Equipe akzeptieren, so wäre es das erste Antreten der Mannschaft in der GT1-Klasse. Zuletzt war in der Le Mans Serie 2006 der Ferrari des Convers-Menx-Teams (Foto) regelmässig angetreten.
Australische Porsche GT3 Cup Challenge – Saisonstart in Bathurst
Nach der Absage des Australischen Porsche Carrera Cups gibt es Spekulationen, daß als Überbrückung in der dortigen GT3 Cup Challenge eine eigene Kategorie für die Cup-997er eingeführt werden könnte. Die Zeit für eine ganz kurzfristige Lösung ist extrem knapp, zumal der Challenge-Saisonauftakt schon am 20.-21.02. in Bathurst erfolgt. Wahrscheinlicher wäre eine Variante mit den weiteren fünf 2009er-Events der GT3 Cup Challenge, die zwischen Mai und November angesetzt sind. Für die Challenge-Läufe auf dem Mount Panorama Raceway von Bathurst, wo man im Rahmenprogramm des „12 Hour Festival“ fahren wird, sollen 26 Nennungen vorliegen.
Peugeot - nur 3 Rennen bis Juni, dann ... ?
Peugeot hat gestern das offizielle LMP-Programm des Werksteams bekannt gegeben. 2009 baut man das Engagement mit der klaren Priorität Le Mans auf.
Drei Wagen sollen pilotiert von den neun Werkspiloten Sébastien Bourdais, David Brabham, Marc Gené, Christian Klien, Pedro Lamy, Nicolas Minassian, Franck Montagny, Stéphane Sarrazin und Alexander Wurz den Kampf mit Audi und Aston Martin um den Gesamtsieg an der Sarthe aufnehmen. Zur Vorbereitung sind derzeit nur zwei weitere Rennen von der Werksequipe fixiert worden. Bei den 12h von Sebring wollen die Löwen dieses Jahr mit zwei Wagen ein erstes Zusammentreffen mit Audi wagen. Die vollen drei Wagen wird man bei den 1000km von Spa, dem zweiten Lauf der Le Mans Serie 2009 an den Start bringen. Danach ist das Programm, das ursprünglich nur auf drei Jahre ausgelegt war, offen. Wahrscheinlich wird es vom Ergebnis an der Sarthe abhängen, ob die Werksmannschaft danach noch weitere Rennen vom Konzern genehmigt bekommt. Nach dem Fiasko im vergangenen Jahr, als man Le Mans und die Fahrer- und Teamtitel in der Le Mans Serie trotz eines überlegenen Wagens verlor, steht das Team nun mehr denn je unter Druck.
Fahrerseitig dürften Bourdais und Brabham sich gut in die Werksmannschaft einpassen. Dafür verzichten die Löwen auf eine erneute Verpflichtung von Jacques Villeneuve und Ricardo Zonta. In Sebring sollen Klien / Lamy / Minassian und Bourdais / Montagny / Sarrazin die beiden 908Hdi-FAP pilotieren. In Spa und an der Sarthe werden Brabham / Gené / Wurz den dritten Wagen pilotieren.
Full Speed-Saleens vor ersten Tests
Das britische Full Speed Racing Team bereitet die ersten Tests seiner beiden Saleen S7R vor. Wie bereits berichtet hatte die Einsatztruppe von Grahem Nash Motorsport den Einsatz von bis zu zwei der amerikanischen Boliden in der Le Mans Serie und FIA-GT Meisterschaft 2009 geplant. Bei einem Wagen handelt es sich um einen Saleen aus Nashs Beständen. Der zweite Wagen ist der letztjährige ex RBImmo-Saleen, ein ehemaliges Konrad-Auto, das nun aktuell umlackiert wurde. Das Team testet beide Fahrzeuge zuerst in Spanien, bevor man zum Testtag auf dem Paul Ricard antritt, wo das Team auch offiziell präsentiert wird.
Graham Nash hat auch eine Nennung für die 24 Stunden von Le Mans abgegeben und hofft nun auf eine Berücksichtigung durch den ACO. Als Fahrer für Le Mans sind nach Teamangaben Christophe Bouchut, der Amerikaner Emerson Newton John, Neffe der Sängerin Olivia Newton John, und Norbert Walchhofer im Gespräch.
FFSA-GT – DKR testete in Ledenon
Wie unsere Kollegen von Endurance-Info.com berichteten, absolvierte DKR Engineering zwei Testtage auf dem Circuit de Ledenon im Süden Frankreichs.
Bei eher schwierigen Wetterbedingungen kamen dort beide Corvettes des luxemburgischen Teams zum Einsatz: Olivier Panis und Eric Debard, die beiden neuen FFSA-GT-Piloten von DKR, hatten Gelegenheit, sich an die C6.R (Bild) zu gewöhnen, Jean-Claude Police bewegte die gelb lackierte C5-R. An beiden Fahrzeugen sollen einige Detail-Verbesserungen probiert worden sein.
BMW M3 GT4
Auch BMW bereitet für die kommenden Saison von offizieller Seite eine GT4-Version vor. Wie Friedrich Nohl, Leiter der Sport- und Tourenwagentechnik bei BMW Motorsport, nun dem BMW-eigenen Webmagazin M Power World gegenüber bekannt gab, ist man bei BMW seit Dezember damit beschäftigt, den M3 in einer Werksversion für die GT4-Serien aufbauen. Den Ausschlag für eine GT4-Version gaben Nohl zufolge die Kundenanfragen aus der VLN. „Auch beim Langstreckenpokal am Nürburgring gibt es 2009 eine GT4-Klasse. Entsprechend wurden die Anfragen an uns auch immer zahlreicher, immer drängender.“
120.000 Euro soll der M3 GT4 kosten. Dafür bietet man den Kunden zahlreiche werksgeprüfte Modifikationen in die Erfahrungen aus dem Aufbau der aktuellen WTCC und ALMS-Boliden einfliessen sollen. Während der Leistungszuwachs des M3 im überschaubaren Rahmen bleiben soll, erläutert Nohl im Detail die geplanten Änderungen: „Wir werden ein Einmassenschwungrad, eine Rennkupplung und ein Rennauspuffsystem verbauen. Es kommt ein manuelles 6-Ganggetriebe zum Einsatz. Das Hinterachsgetriebe wird gekühlt und mit einem mechanischen, einstellbaren Sperrdifferential versehen. Das serienmäßige leichte CFK-Dach wird in Details angepasst, das Glas der Seitenscheiben und des rückwärtigen Fensters tauschen wir gegen Makrolon. Das Fahrzeug erhält einen speziell entwickelten eingeschweißten Käfig und ein Feuerlöschsystem. Es kommt ein Recaro Rennsitz zum Einsatz, ein Lenkrad mit Schnellverschluss sowie ein 2D Display mit Laptimer. Für den Rennbetrieb sind ein ebenfalls eigens konstruierter 100l FT3-Tank und das Airjack-System vorgesehen - man kann aber gegen Preisnachlass auf diese Optionen verzichten. Das Fahrwerk wird modifiziert und erhält unter anderen einstellbaren Renndämpfer. Das ABS erfährt eine neue Abstimmung. Der M3 GT4 wird mit 18 Zoll Dunlop Slickreifen auf Rennfelgen ausgeliefert. Und es findet eine sehr leistungsfähige Rennbremsanlage Verwendung, wie wir sie ähnlich in unserem BMW Z4 M Rennfahrzeug einsetzen.“
Mit dem GT4 deckt BMW, in den vergangenen Jahren eher im Tourenwagensektor engagiert, nun 2009 werksmässig einen breiten Einstieg in die Sportwagenszene ab. Als Spitze des Programms werden in der ALMS und wahrscheinlich auch bei den 24 Stunden am Nürburgring die GT2 BMW M3 eingesetzt, deren Einsatz in Nordamerika das Rahal Letterman Racing Team übernimmt. In die weltweit prosperierende GT3-Szene wird Alpina wie berichtet den B6 GT3 in dieser Saison debütieren. Nun kommt das Breitensportgefährt für die GT4-Szene ebenfalls vom Werk. Neben Audi wird 2009 also auch BMW in die GT-Szene einsteigen – und damit Porsche und Ford in den verschiedenen Klassen Gesellschaft leisten. Nun fehlen lediglich noch Opel (hier soll ein GT4 eines privaten Projektes in Planung sein) sowie VW und Mercedes (derzeit keine konkreten GT-Pläne) auf Seiten der deutschen Volumenhersteller.
SCC-Termine 2009
2009 geht die österreichische Sportscar Challenge nun schon in ihre 14. Saison. In drei Klassen (zwei für Prototypen, eine für GT-Fahrzeuge aller Art) werden sich die Teilnehmer an der mitteleuropäischen Sportwagenserie 2009 wieder verschiedene Klassen- und Gesamtsieger-Pokale ausfahren. Es gilt, einen Nachfolger für Gerd Beisel zu ermitteln, der 2008 den Gesamttitel gewann und auch sicher 2009 wieder ein Wörtchen im Kampf um die Pokale in der grossen Division ein Wörtchen mitreden wird.
2009 wird man wieder bei allen Terminen der AvD 100 Meilen Rennserie am Start sein, was neben den Sprintrennen der SCC den Teilnehmern auch eine Gelegenheit zum Start bei den Mittelstreckenrennen des AvD ermöglicht. Derzeit stehen acht Veranstaltungen im Raum, deren Termine wie folgt lauten:
16.-17.05. Nürburgring
19.-20.06. Hockenheim
10.-12.07. Oschersleben
August TBA
04.-06.09. Dijon
19.-20.09. Brünn
25.-27.09. Monza
16.-18.10. Hockenheim
Australischer Porsche Carrera Cup findet 2009 nicht statt
Porsche Cars Australia (PCA) hat bekannt gegeben, dass der 2009er Carrera Cup down under nicht durchgeführt werden wird. Die Zahl jener Teams, für welche die gesamte Saison finanziell gesichert war, blieb heuer zu gering - angeblich seien nur neun Wagen fix genannt gewesen. Und allein auf die Hoffnung auf einen künftigen Zuwachs beim Starterfeld wollten die Verantwortlichen - vernünftigerweise - nicht aufbauen.
Diese Entscheidung trifft natürlich jene Mannschaften besonders hart, die bereits Investitionen für 2009 getätigt haben. PCA und der Motorsportverband CAMS wollen alles daran setzen, den Porsche-Teams eine Alternative anzubieten. Als Basis für eine solche Lösung kämen wohl die nationale GT3 Cup Challenge oder die Australische GT-Meisterschaft in Frage. Ein Bild wie oben - nämlich den Carrera Cup als Rahmenprogramm für den F1-GP in Melbourne - wird es somit zumindest vorübergehend nicht mehr geben.