DTM setzt auf GT3

dtm gtmWie mehrere Quellen übereinstimmend melden versucht die vor dem Aus stehende DTM nun doch für die kommende Saison den Umstieg auf eine GT3-Plattform zu bewerkstelligen. Dabei will man allerdings einen Sonderweg gehen und ein „GT-plus“ Reglement mit einer eigenen Balance of Performance auf höherem Leistungslevel (600+ PS) und einem serienmässig installierten Push to Pass-System einführen. Die Bemühungen der Organisation um Gerhard Berger gehen dabei in die Richtung das man die neue Serie unabhängig von der SRO und dem ADAC auf die Beine stellen, aber gleichwohl vom DMSB auf Grundlage eines neuen technischen Reglements homologieren lassen will. Dafür sollen nun 2 Reglementsgrundlagen eingereicht werden – zum einen (pro Forma) das bisher geplante Class1-Tourenwagen Reglement, das man unabhängig von der TCR aufgestellt hat und zum anderen ein auf der GT3 basierendes GT-Plus-Reglement.

Zum Problem könnte allerdings nun werden das die DTM nach dem Ausstieg von Audi und auch BMW dabei auf Privatteams setzen will. Für 2 Privatmeisterschaften (DTM und ADAC GT-Masters) könnte angesichts der zu erwartenden wirtschaftlichen Einschnitte aufgrund der Corona-Krise in 2021 die Luft selbst in Deutschland etwas zu dünn werden. Wenig hilfreich war dabei auch eine versuchte Charme-Offensive in Richtung der deutschen GT3-Teams von Gerhard Berger, der mutmasste das viele professionelle Teams doch lieber in der DTM antreten würden statt in einer „Hobby-Meisterschaft“ wie dem Masters – eine Aussage die beim ADAC und dessen Sportchef Tomczyk eher suboptimal ankam.

Mal abgesehen von dem Fakt, das die Zeiten der DTM, in denen im Qualifying ähnlich wie im Masters 27 Piloten innerhalb einer Sekunde lagen, schon etwas her sein dürfen (wann dies je der Fall war entzieht sich der zugegebenermassen beschränkten Tourenwagen-Kompetenz des Autors dieser Zeilen) fehlt der veranstaltenden ITR zudem ein wichtiger wirtschaftlicher Fakt. Mit dem Verlust der letzten beiden Hersteller muss man die Finanzierung des Serien-Pakets ab dem kommenden Jahr alleine aus den Einnahmen der Teams und Seriensponsoren stemmen. Erst in diesem Jahr hatte man mit der GTC-Serie und der erst dieses Jahr neu aufgelegten GT4-Serie der DTM-Trophy (mit der man bereits die SRO und den ADAC vergrätzte) eine Art neues Rahmenprogramm aufgestellt, nachdem man vor 2 Jahren bereits den Porsche Carrera Cup Deutschland durch stiefmütterliche Behandlung an das ADAC-Paket verloren hatte. Wie man nun angesichts der in Aussicht stehenden Konfrontation mit allen wichtigen GT3-Stakeholdern – sowohl Stephane Ratel als auch der ADAC warnen vor dem geplanten Konzept – sowohl den technischen als auch finanziellen Umbruch bewerkstelligen will, dürfte noch interessante Schlagzeilen in den nächsten Wochen und Monaten liefern.

Hyraze-League - die Zukunft des Motorsports?

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Schon in der vergangenen Woche hatte der ADAC eine wichtige Bekanntmachung für ein neues innovatives Motorsportkonzept angekündigt. Gestern nun wurde die sogenannte Hyraze-League als neues Fahrzeugkonzept gemeinsam vom ADAC, dem Deutsche Motorsport Bund , der Dekra, sowie den Technikkooperationspartnern HWA, Schaeffler und Wesa vorgestellt. Das Konzept der Wasserstoffbrennstoffzellen-Rennwagen klingt in der Tat innovativ und interessant - ob es als wirklich wie vollmundig angekündigt als Zukunftskonzept für den Motorsport taugt, ist jedoch nach Ansicht des Autors dieser Zeilen mit einigen gewichtigen Fragezeichen behaftet.

Zu den Fakten. Mit der für das Debüt in 2023 geplanten Hyraze League soll ab 2023 ein gänzlich neuer Motorsport-Wettbewerb mit Wasserstoff-Brennstoffzellen-Rennfahrzeugen starten. Die mit umweltfreundlich produzierten Wasserstoff als Energieträger betriebenen Wagen werden von 4 Elektromotoren mit insgesamt 800 projektierten PS befeuert. Die Energie für den emissionsfreien Antrieb liefert grüner Wasserstoff, der in den beiden Brennstoffzellen der Rennfahrzeuge in Strom für den Allradantrieb umgewandelt wird. Die Wagen selber werden auf einer auf einer Einheits-Carbonzelle aufgebaut, sollen aber teamspezifische Designfeatures gestatten. Dies wird derart realisiert, das die Karosserieteile aus einem Naturfaser-Verbundwerkstoff hergestellt werden und von den Teams frei nach ihren Vorstellungen gestaltet werden können. Damit ist sichergestellt, dass individuelle Designs und Karosserieformen - unabhängig von einem Serienbezug – ermöglicht werden können. Klare Regeln im Bereich der Aerodynamik sollen dafür sorgen, dass trotz freier Karosseriegestaltung kein kostenintensiver Aerodynamik-Wettbewerb entsteht. Unter der Außenhaut basiert die Technik der ersten Fahrzeuggeneration im Wesentlichen auf Einheitsbauteilen, die von den an dem Projekt beteiligten Technologiepartnern entwickelt werden.

HWA HYRAZE A004Zusätzlich zum Antriebskonzept sollen weitere „grüne“ Features - wie etwa Steer-by-wire, Bremsstaub-Filter und abriebsreduzierte Reifen aus nachwachsenden Rohstoffen - der Serie einen nachhaltigen Touch geben. Obendrein wird die Serie von vorneherein mit einem E-Sports-Feature verknüpft: Die Teams haben für jedes Auto zwei Fahrer - einen für die realen Wertungsläufe und einen, der an den gleichfalls zur Meisterschaft zählenden Sim-Racing-Events teilnimmt. Die Ergebnisse beider Rennen fließen zu gleichen Teilen in die Meisterschaftswertung ein, sodass am Ende ein Team als Gesamtsieger beider Disziplinen gekürt wird. Zwar sollen Sprintrennen im Vordergrund stehen, jedoch wird angesicht der Schnelltank-Fähigkeit mit Wasserstoff auch ein Langstreckenkonzept für die fernere Zukunft nicht ausgeschlossen.

Wenngleich das gesamte ambitionierte Konzept auf den ersten Blick zukunftsträchtig klingt, scheinen doch einige Zweifel an der Realisierbarkeit angebracht. Schon die technischen Rahmenbedingungen machen klar das den Machern hier kein ausbaufähiges Sport- oder Serienwagenkonzept sondern eher eine DTM 4.0 vorschwebt. Angesichts der involvierten Partner – HWA, Schäffler und der Deutsche Motorsport Bund - und des Siechtums der aktuellen DTM die sich nach dem angekündigten Abgang des 3. Herstellers in Folge Ende dieses Jahres bereits im Zombiestatus befindet und nun offen, unverholen und einen Tick zu überheblich mit dem Wechsel auf die GT3-Plattform liebäugelt, liegt zumindest für Technik-Ausstatter HWA die Suche nach einem weiteren neuen Profitcenter nahe.

HWA HYRAZE A006Die genannten Features lassen – obschon noch keine Preise genannt wurden – erahnen das diese Autos nicht so preiswert wie ein alter DTM-Wagen (= >2Mio€/Saison) - geschweige denn wie ein etwa halb so teurer GT3 - betrieben werden kann. Hier dürfte eher von Kosten auf LMDh-Niveau, wenn nicht sogar Hypercar-Level, ausgegangen werden. Angesichts der vor uns stehenden corona-bedingten Wirtschaftsumwälzungen und deren noch nicht abzusehenden Budgetkürzungen bei Teams und Sponsoren, dürfte den mit der Materie und den Kosten vertrauten Lesern (von denen es auf unseren Seiten einige gibt) sicher schnell klar werden wieviele Teams sich hier enthusiastisch für die Auftaktsaison melden werden.

Zur Beruhigung für die Macher des Konzepts: der Autor dieser Zeilen ist angesichts seiner langjährigen journalistischen Tätigkeit und der kritischen Selbsteinschätzung der Bilanz seiner bisherigen Voraussagen demütig genug, sich auch mitzufreuen wenn 2023 wirklich 18-25 Mannschaften zum Auftaktrennen der neuen Meisterschaft antreten werden – allerdings sieht er zu diesem Datum derzeit lediglich den Sim-Race-Teil des Konzepts am Start. Denn wie schwierig es ist ein zuverlässiges und gleichermassen sicheres Brennstoffzellen-Fahrzeug für den relen Rennbetrieb aufzubauen, musste schon das Green-GT-Le Mans Projekt für die Garage 56 erfahren. Aber auch im Technik-Bereich hat sich seitdem einiges getan...

Ist also das vorgestellte Projekt etwas was der Zukunft des Motorsports weiterhelfen wird? Die nur vage zu vermutenden Kosten, zu denen die Pressemitteilungen der verschiedenen Partner sich bislang ausschweigen, lassen dies nicht erahnen. Was dem Motorsport eher weiterhelfen würde, wären preiswertere, realisierbarere und seriennähere Konzepte, die auf bereits existierenden oder kommenden Elektro-, Hybrid- und vielleicht auch Brennstoffzellen-Fahrzeugen für die Strasse basieren. Hier gibt es bereits Ansätze, mit denen auch Leser und Aktive auf unseren Seiten schon Erfahrungen sammeln konnten. Ein ambitioniertes Leuchtturmprojekt wie das nun vorgestellte, wird ohne massivem Werksengagement a la DTM – also mindestens mit den Konzernen von VAG, Daimler, BMW und Toyota - recht schnell an seine sport-wirtschaftlichen Grenzen stossen.

PSC Barcelona

psc6Larry ten Voorde hat den 6.Lauf zum Porsche Mobil1 Supercup in Barcelona gewonnen. Der niederländische Team GP Elite-Pilot löste mit seinem zweiten Saisonsieg Lechner-Pilot Dylan Pereira als Tabellenführer ab. Pereira wurde auf der Formel-1-Rennstrecke Circuit de Catalunya Dritter hinter seinem Teamkollegen und Porsche-Junior Jaxon Evans . Der Neuseeländer ist bei zwei noch ausstehenden Rennen weiterhin Tabellenvierter hinter dem zweiten Porsche-Junior Ayhancan Güven.

Am Anfang sah es so aus, als könnte Evans dem von der Pole-Position gestarteten Ten Voorde den Sieg entreißen: Er erwischte den besseren Start und überholte den Niederländer in der ersten Kurve. Allerdings wurde das Rennen schon nach wenigen Sekunden unterbrochen. Einem Fahrer war der Motor beim Start ausgegangen. Die Ausweichmanöver der weiter hinten startenden Piloten führten zu einer Kettenreaktion, bei der vier Fahrzeuge miteinander kollidierten. In diesen Unfall verwickelt war auch Schauspieler Michael Fassbender. Der deutsch-irische Hollywood-Star absolvierte einen Gaststart im Porsche Mobil 1 Supercup und zählte zu jenen Fahrern, für die das Rennen bereits nach wenigen Metern zu Ende war.

Beim Neustart drehte Ten Voorde den Spieß um: Er überholte seinerseits den jetzt von Platz eins losgefahrenen Evans und setzte sich in den verbleibenden Runden leicht ab. Hinter Florian Latorre belegte Max van Splunteren Rang fünf und siegte damit in der Rookie-Wertung. Der Niederländer verteidigte seine Position während des gesamten Rennens gegen Rookie-Kollege Leon Köhler und Fach Auto Tech-Pilot Jaap van Lagen. Auf Rang acht kam Porsche-Junior Ayhancan Güven ins Ziel, gefolgt von Rookie Marvin Klein und Marius Nakken (N).

Die ProAm-Wertung gewann Roar Lindland (Pierre Martinet by Alméras) vor Teamkollege Clément Mateu und Philipp Sager. Lindland baute damit seine Führung in der ProAm-Wertung aus.

Nächste Station für den Porsche Mobil 1 Supercup ist die Formel-1-Rennstrecke im belgischen Spa-Francorchamps. Dort findet in zwei Wochen der siebte Saisonlauf im Rahmen des Großen Preis von Belgien statt.

Luzich Racing doch in Le Mans

Das Luzich Racing Team hat nun doch eine Besatzung für das 24 Stunden Rennen von Le Mans benannt. Auf dem F488 GTE der letztjährigen Europäischen Le Mans Serie-Meistermannschaft werden Come Ledogar, Oswaldo Negri und Francesco Piovanetti den auf September verschobenen Klassiker bestreiten. Der Wagen des ursprünglich mit einer Schweizer Nennung versehenen Teams wird dabei unter amerikanischer Flagge starten. Dies ist ein Hinweis das AF Corse, die den Einsatz als ausführende Mannschaft betreuen, den Entry vom eingestellten Luzich Racing Projekt aufgekauft und an Kundenpilot Negri weiter vermittelt haben.

Audis N24h-Crews 2020

Audi hat heute die 3 Werkspiloten Crews für die Titelverteidigung beim 24 Stunden Rennen am Nürburgring vorgestellt. Wie im Vorjahr werden 3 Einsatzteams mit jeweils einem Werkswagen (und ggf. zusätzlichen privat eingesetzten Zweitautos) für die Ingolstädter auf die Jagd nach dem sechsten Gesamtsieg beim Klassiker auf der Nürburgring-Nordschleife gehen. In diesem Jahr kommen dazu 12 Fahrer aus dem Werksaufgebot zum Einsatz. Die 2019´err Sieger von Phoenix Racing, die 2017´er Sieger von Land Motorsport und die Car-Collection-Mannschaft betreuen jeweils eines der Werks-Autos.

Phoenix setzt mit Frank Stippler , Dries Vanthoor und Frederic Vervisch gleich 3 der 4 Sieger-Piloten aus dem Vorjahr zur Titelverteidigung ein. Aus dem DTM-Kader stösst Nico Müller als vierter Pilot hinzu. Bei Land-Motorsport werden mit Christopher Mies , René Rast und Kelvin van der Linde ebenfalls 3 Piloten aus dem Vorjahr eingesetzt. Dem Trio, das im Vorjahr wegen eines Reifenschadens 2h vor dem Ende die Segel streichen musste, wird Mattia Drudi als vierter Pilot zur Seite gestellt. Für die Car-Collection-Mannschaft, die im letzten Jahr nach der Disqualifikation des Manthey-Porsches nachträglich noch auf das Podium rutschte, werden Markus Winkelhock und Christiopher Haase in diesem Jahr von Mirko Bortolotti und Robin Frijns unterstützt.

Nicht mehr im Werks-Aufgebot aus dem Vorjahr werden Pierre Kaffer - 2019 vierter Sieger-Pilot auf dem Phoenix-Audi – und Marcel Fässler geführt. Das schliesst aber nicht aus das beide auf einem der Zweitwagen oder in einem der zusätzlichen Kunden-Audis an den Start gehen werden. Im vergangenen Jahr hatte Audi noch auf einen Kader aus 10 Piloten gesetzt, wobei René Rast und Christopher Haase sowohl bei Land als auch Car-Collection zum Einsatz kamen. Mit Winkelhock, Mies, Haase, Rast, Stippler, van der Linde, Frijns, Vanthoor und Vervisch kommen heuer zudem 9 ehemalige 24h-Sieger im diesjährigen Werkskader zum Einsatz.

Teichmann stockt DTM-Trophy Engagement auf

teichmann trophy ktm

Teichmann Racing stockt das DTM-Trophy Feld um 2 weitere KTM X-Bow GT4 auf. Die Adenauer Mannschaft hatte kurz vor dem Saisonbeginn der Serie einen KTM für Pilot Kevin Strohschänk genannt. Nachdem der erste Einsatz die Truppe um Teamchef ... überzeugt hat werden schon bei der nächsten Runde am Lausitzring 2 weitere X-Bow des Teams an den Start gehen. Für den bisher in der Formelszene und seit dieser Saison auch in der Nürburgring Langstrecken Serie an Bord des Schnitzelalm-BMW M240i in Erscheinung getretenen Yves Volte wird ein weiterer X-Bow im im "Creditreform"-Design an den Start gebracht. Zudem startet mit der 29-jährigen Salzburgerin Laura Kraihamer eine ausgewiesene KTM-Kennerin auf einem dritten X-Bow. Dieser wird im „Schreckenskammer Kölsch"-Design ausrücken.

Das erste Rennen in Spa-Francorchamps hatte die Trophy noch mit 17 Wagen absolviert. Da neben den beiden KTM auch Ring-Racing beim nächsten Rennen mit 2 Toyota Supra GT4 anrückt könnte die Trophy am Eurospeedway Lausitzring mit erstmals über 20 Autos starten.

Christodoulou & Co siegen beim 7. DNLS-Lauf

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Mit einer gewagten aber am Ende erfolgreichen Strategie hat das Team Heukinsveld-Trio Adam Christodoulou, Mats-Thorge Huthsfeldt und Jan Sentkowski am Samstag das NIMEX 3h-Rennen , die 7.Runde der DNLS für sich entscheiden können: Das virtuelle Mercedes AMG GT3 Trio setzte von Beginn an auf Spritsparen und absolvierte so einen Stopp weniger als die Konkurrenz. Nach 22 Runden ging die Strategie des Rollenlassens auf; der Vorsprung auf das Team BMW Bank mit Kay Kaschube und Nils Koch die das Rennen im BMW Z4 GT3 über weite Strecken dominierten, betrug im Ziel 6,56s.Das Podium komplettierten Sindre Setsaas und Jack Sedgwick im Mercedes-AMG GT3 des Mann-Filter Team HTP-Motorsport-Winward.

dnls7 BMW Bank„Wahnsinn, dass unsere Strategie aufgegangen ist“, freute sich Sentkowski. „Von Beginn an habe ich alles darangesetzt, Treibstoff zu sparen und die Reifen zu schonen. Zwei Runden vor Schluss lag ich dann deutlich im Soll und konnte noch etwas Gas geben und den Sieg nach Hause fahren.“ Trotz Pole-Position und schnellster Rennrunde mussten sich die zweifachen Saisonsieger des Team BMW Bank am Ende mit Rang 2 begnügen.

Hinter dem Spitzentrio fuhr das MAHLE Racing Team mit dem Audi R8 LMS GT3 auf Rang vier vor dem AMG-Team von GetSpeed Performance. Beitske Visser – die am selben Tag auch ihr FIA Langstrecken Weltmeisterschaft-Debüt im Oreca LMP2 des Richard Mille Racing Teams gegeben hatte - beendete ihre digitale Premiere auf der virtuellen Nürburgring Nordschleife im BMW Z4 GT3 von BS+COMPETITION auf Rang sechs vor einem weiteren GT3-Audi, eingesetzt von Phoenix Racing.

dnls7sp3THart umkämpft waren beim siebten DNLS-Rennen wiederholt die weiteren Klassen. Der Sieg in der Porsche Cup 2 Klasse ging an Claudius Wied und Simon Grossmann von SimRC. Zum zweiten Mal in Folge setzte sich das Duo gegen Ascher Racing durch. Rang drei ging an Weiland‐Racing powered by Eco Kart E‐Sports Team. Das Project GT-Eins-Duo Ziebell/Lippert kam am Ende auf Platz 5 ins Ziel.

Das CoRe-Sim Racing Duo Matti Sipilä und Pascal Stix setzte sich in der GT4-Klasse SP10 mit dem Porsche Cayman GT4 CS gegen Marcel Fassbender im BMW M4-GT4 von SimRC durch. Im Ziel betrug der Vorsprung gerade einmal 1,1s. „Auch in unserer Klasse war die Strategie entscheidend. Marcel hat überraschenderweise einen Stopp weniger gemacht als wir. So wurde es am Ende noch einmal richtig spannend“, so Stix.

Zum gewohnten Showdown kam es in der SP3T: SimRC und CoRe SimRacing jagten – wie schon bei den vergangenen Rennen – im Paarflug durch die Grüne Hölle. Nur wenige Zentimeter trennten beide Audi RS3 LMS, als sie zum letzten Mal auf die Döttinger Höhe einbogen.

Das achte Rennen der Digitalen Nürburgring Langstrecken-Serie findet am 17. Oktober statt.

GT4-Sieg für die "Baby-Mamba"

startr2Der Mann-Filter HTP-Winward Mercedes AMG GT4 von Luca-Sandro Trefz und Julian Apotheloz hat das zweite ADAC GT4 Germany Rennen am Nürburgring gewonnen. Die beiden in der junior-Wertung startenden AMG-Piloten erzielten beim  vorzeitig mit der roten Flagge hinter dem Safetycar abgebrochenen Rennen den vierten AMG GT4-Sieg in der noch jungen deutschen Meisterschaft. Für die „Baby-Mamba“ des seit diesem Jahr unter dem Namen HTP-Winward firmierenden Teams war es der zweite Sieg – im vergangenen Jahr war der Wagen, den ebenfalls Trefz und der Österreicher Morgan Haber pilotierten, bereits unter Betreuung des Leipert Motorsport Teams im zweiten Rennen am Hockenheimring zum Erfolg gefahren.

babymambaUm Platz 2 gab es eine Neuauflage des Duells um den Sieg vom Vortag. Zunächst hatten sich der Hofor Racing by Bonk Motorsport BMW M4-GT4 von Gabriele Piana und der Allied Racing Porsche von Nicolas Moeller-Madsen noch um die Spitze duelliert. Doch nach dem frühen Stop beider Protagonisten gab der drittplazierte Trefz im HTP-AMG noch mächtig Gas und die HTP-Crew schaffte es - anders als ihre Konkurrenten – mit einem entscheidenden schnellen Stop die Grundlage für die Führung zu legen , die Apotheloz dann nur noch verwalten musste. Gabriele Piana und Michael Schrey blieb der zweite Platz den sie dieses Mal vor Moeller-Madsen und Jan Kasperlik ins Ziel retten konnten. Dahinter erzielte der Dupré Motorsport AMG ein erstes vorzeigbares Resultat.

2 SC-Phasen unterbrachen auch dieses Rennen: zum einen kollidierte in Runde 3 der von Cedric Piro pilotierte Ginetta GT4 im Haug-Haken mit dem #21 Allied Racing Cayman. Der dahinter liegende Hendrik Still im Avia-Sorg-BMW konnte den beiden kreiselnden Wagen nicht mehr ausweichen und fuhr dem britischen Gefährt die Fronthaube in Stücke, wodurch die Piro-Sports Mannschaft auch das 2.Rennen mit einem Ausfall beenden musste. 10 Minuten vor dem Rennende öffneten die Wolken über dem Nürbugrring dann ihre Schleusen. Die folgende Ausrutscher-Orgie an der Querspange endete mit einem vehementen Einschlag von Dörr Motorsport-McLaren Pilotin Patricia Stalidzane, was 10 Minuten vor dem Ende das 2 und letzte SC ins Spiel brachte.

In 4 Wochen geht es mit der nächsten Runde in Hockenheim weiter.

Toyota gewinnt 6h von Spa

toyotaspasiegerToyota hat die 6h von Spa-Francorchamps 2020 nach Wetterkapriolen zu Beginn des Rennens mit einem Doppelsieg abschliessen können. Das #7 TS050 Trio Kamui Kobayashi, José Maria Lopez und Mike Convay gewann das Rennen am Samstag nach 143 absolvierten Runden mit einem Vorsprung von 34s auf ihre Teamkollegen Sebastian Buemi, Kazuki Nakajima und Bendon Hartley, nachdem diese trotz anfänglicher Führung durch ein Sensorproblem zwischenzeitlich um eine halbe Runde zurück geworfen worden waren, und am Ende noch einen zusätzlichen Splash & Dash aufgrund des höheren Verbrauchs einlegen mussten. Somit gewann am Ende der Toyota mit dem höchsten Handicap-Balast der LMP1-Wagen im Feld.

Das von der Pole gestartete Rebellion Racing Trio Gustavo Menezes, Norman Nato und Bruno Senna musste sich schon kurz nach der Freigabe des hinter dem Safetycar gestarteten Rennens mit mangelnder Traktion auf der feuchten Strecke den Toyota-Hybrid-Wagen mit ihrem Allradkonzept geschlagen geben. spastartAm Ende fehlte dennoch lediglich eine Runde zum Sieg. Der ByKolles Racing Enso CLM P1 des Trios Webb, Spengler und Dillmann handelte sich durch technische Probleme und damit verbundene Stopps einiges an Rückstand ein und beendete das Rennen mit 17 Runden Rückstand auf die späteren Sieger.

In der LMP2-Klasse setzte sich das United Autosports Trio Phil Hanson, Filipe Alburquerque und Paul di Resta nach 140 absolvierten Umläufen mit einer Runde Vorsprung vor dem Cool Racing Trio Lapiere/Borga/Coigny durch die sich mit 10s Vorspung vor dem alpineunfallRacing Team Nederland Trio van Eerd/ van der Garde/ van Uitert behaupten konnten. Alle 3 Teams waren auf Oreca 07 LMP2´s unterwegs.

Einen Schreckmoment gab es, als in der 106´ten Runde der Signatech Alpine von Thomas Laurent in Blanchimot bei Vollgas im Zweikampf aufs Gras kam und dann in Richtung der Reifenstapel abbog. Der Franzose überstand den Crash gottlob unverletzt. Ein Dreher des eigentlich dritplzierten High-Class Orecas in der letzten Rennstunde ermöglichte dann der niederländischen Mannschaft den Sprung auf das Treppchen.

Erster Porsche Cayman-Sieg in der ADAC GT4 Germany

allied siegernringMit einem Quasi-Last Minute Sieg des Allied Racing Duos Jan Kasperlik und Nicolas Moeller-Madsen ist der erste Lauf der ADAC GT4 Germany am Nürburgring zu ende gegangen. Das Porsche Cayman-Duo errang damit den ersten Porsche-Sieg in der Meisterschaft. Möller-Madsen setzte sich kurz vor der Ausrufung des dritten und letzten Safety-cars - hinter dem dann auch das Rennen mit der roten Flagge abgebrochen wurde – gegen das Hofor Racing by Bonk Motorsport BMW M4-GT4 Duo Michael Schrey und dem im M4 sitzenden Gabriele Piana durch. Platz 3 und der Sieg in der Junior-Wertung ging an das Dörr Motorsport McLaren 570S GT4-Duo Phil Dörr und Fred Martin Dye.

20 Wagen waren am Samstag nachmittag in das erste Rennen der 2. Saison der Serie gestartet , wobei Hofor-Bonk-Pilot Schrey das Rennen von der Pole aus startete und diese Position bis zu seinem Boxenstop hielt. Der Lauf wurde von insgesamt 3 Safetycar-Phasen unterbrochen. Die erste wurd fällig als in Runde 2 nach einem Dreher des team lillestoff BMW´s von Stefan Grotstollen der dahinter liegende RTR Projects KTM X-Bow GT4 und der Dupré Motorsport Mercedes AMG GT4 kollidierten. SC2 wurde nach dem Boxenstopfenster geschaltet um den in der Conti spange nache inem technischen Defekt gestrandeten Schütz Motorsport Mercedes AMG GT4 zu bergen.

Für die dritte und zum Abbruch führende SC Phase sorgte dann der bereits eine Runde tzurückliegende Hendrik Still im Team Avia Sorg Rennsport BMW M4-GT4 als er beim misslungenen Versuch sich am True Racing KTM X-Bow GT4 in der Coca-Cola-Kurve zurück zu runden, diesen umdrehte und die Ginetta G55 GT4 des Piro Sport Teams dem BMW auch noch ins Heck krachte. Für den M4 und den britischen Boliden endete die Aktion im Kies. Um das Rennen aufgrund der langwierigen Bergung nicht über Gebühr zu verlängern wurde dieses von der Rennleitung nicht hinter dem SC sondern unter rot beendet. Kaum 1 Minute vor dem herauskommen des SC hatte sich währenddessen Möller-Madsen im #22 Cayman am BMW von Piana vorbei gekämpft, eine Reihung die das Safetycar dann für das Rennende zementierte.

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