Zuschauer bei NLS5 !

Beim 5.Lauf der Nürburgring Langstrecken Serie kehrt ein kleines Stück Normalität zurück. Zum ersten Mal in der Corona-Saison sind Zuschauer am Grand-Prix-Kurs zugelassen. Der Nürburgring hat heute von der Kreisverwaltung Ahrweiler die Freigabe erhalten, einzelne Tribünen (T3, T4 und die Mercedes Tribüne T4a) ähnlich wie beim ADAC-GT-Lauf vorige Woche für Zuschauer zu öffnen. Zuschauer entlang der Nordschleife sind jedoch nach wie vor nicht erlaubt.

Die Tickets für das 41.te ROWE 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen sind ausschließlich online, personalisiert und platzgenau ab dem 26. August im Vorverkauf über die Nürburgring-Website erhältlich. Bei Anreise mit dem PKW muss ein Parkticket für dem der jeweiligen Tribüne zugeordneten Parkbereich gebucht werden. Tagestickets für Samstag kosten 18 Euro. Parktickets sind für 8 Euro erhältlich. Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt, für sie muss jedoch auch Online ein Ticket gelöst werden. Tickets für Schwerbehinderte sind ebenfalls online zu haben. Ein Nachweis für Schwerbehinderte sowie das Alter der Kinder muss jederzeit ausweisbar sein.

Interessierte Besucher müssen sich dabei den geltenden Hygiene-, Abstands- und Maskenstandards des Gesundheitskonzepts des Nürburgrings unterwerfen. Für eine vollumfängliche Nachverfolgbarkeit wurden die 3 geöffneten Tribünen in einzelne Sektionen und ausgewiesene Sitzblöcke unterteilt. Diese festgelegten Blöcke verfügen über jeweils 4 buchbare Sitzplätze und haben zueinander einen entsprechenden Abstand. Auf dem Weg von der Ticketkontrolle zum Sitzplatz herrscht Maskenpflicht. Sitzplatzanweiser garantieren, dass jeder seinen personalisierten Platz auch einnimmt. So ist eine Nachverfolgung im Infektionsfall gegeben. Jeder Tribüne wurde zudem eine feste Parkzone zugeteilt. Ein Besucherleitsystem sorgt anschließend dafür, dass sich Besucher von unterschiedlichen Tribünen nicht untereinander begegnen müssen. Das sonst zugängliche Fahrerlager ist für Besucher nicht geöffnet. An jeder Tribüne gibt es nur den Besuchern der Tribüne zugeordnete sanitäre Einrichtungen und Catering.

Saisonauftakt Supercar Challenge

Nach diversen Verschiebungen fand am Wochenende in Zandvoort der Saisonauftakt der Supercar Challenge statt. In Abwesenheit der GT & Prototype Challenge hatten sich gerade einmal 17 Fahrzeuge auf dem Dünenkurs an der Nordsee eingefunden. Im Qualifying erzielte Bob Herber im Lamborghini die Pole Position.

dsczandvoort1siegerDas erste Rennen am Samstag fand bei sonnigem und sehr windigem aber nach der Hitze der letzten Tage angenehmen Bedingungen statt. Nach dem Start übernahm Bob Herber auch gleich die Führung und konnte sich etwas absetzen. Ein Reifenschaden und ein daraus resultierender zusätzlicher Boxenstopp kostete ihn aber den Sieg. Am Ende wurde es der neunte Platz.

Nach 34 Runden siegte Huub van Eijndhoven im Porsche vor seinem Markenkollegen John de Wilde. Baart Arendsen gewann im BMW als gesamt dritter die Supersport Klasse. Mark Wieringa war im Silhouetten BMW in der Sport Division erfolgreich.

dsczandvoort2siegerVor dem 2. Rennen am Sonntag fielen ein paar Tropfen Regen aber die Strecke blieb weitestgehend trocken. Erneut übernahm Bob Herber mit seinem Lamborghini von der Pole aus die Führung. Aber erneut gab es Probleme an seinem Reifen. Diesmal verabschiedete sich eine Radmutter, was einen Boxenstopp nach sich zog. Glück im Unglück für Herber war, das eine SC-Phase während des Boxenstoppfensters das Feld kräftig durcheinander würfelte und er dadurch die Führung zurück erobern konnte. Am Ende siegte Herber nach 33 Runden vor den beiden Porsche von John de Wilde und Huub van Eijndoven. Baart Arendsen gewann erneut die Supersport Klasse und auch Mark Wieringa wiederholte seinen Klassensieg in der Sport Division.

Das nächste Supercar Challenge Rennen findet am 05/06 September in Assen im Rahmen der DTM statt.

Panis Racing benennt Le Mans Crew

panisracingDie französische Panis Racing Mannschaft hat die Besatzung ihres Le Mans-Engagements bekannt gegeben. Mit dem rein französischen Trio Matthieu Vaxivière, Julien Canal und Nicolas Jamin wird das französische Oreca-Team beim Klassiker antreten. Jamin ersetzt dabei den ELMS-Stammpiloten Will Stevens, der an der Sarthe im Oreca des Jackie Chan DC Teams engagiert ist. Canal tritt zum 11.Mal beim Klassiker an, Vaxiviere zum vierten Mal und Jamin zum 2.Male.

Doppelsieg für Heinemann am ESW

dtmtrophyr4siegerAuch beim 2.Lauf der DTM Trophy am Eurospeedway Lausitzring hat sich HP-Racing International Mercedes AMG GT4-Pilot Tim Heinemann nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. In einem spannenden Rennen, in dem am Ende die Reifen-Strategie ausschlag gebend war, verwies der 23-jährige Fichtenberger im Schlussspurt den Briten Ben Tuck im BMW M4-GT4 von Walkenhorst Motorsport auf den zweiten Platz. Das Podium komplettierte der polnische Leipert Motorsport-Pilot Jan Kisiel , der wie im Samstag-Rennen seinen Mercedes AMG GT4 auf Rang 3 ins Ziel brachte.

Die drei Erstplatzierten geben auch in der Meisterschaft den Ton an. Mit seinen beiden Siegen in der Lausitz hat Heinemann seine Führung in der DTM Trophy deutlich ausgebaut, mit 94 Punkten führt er nach 4 von 12 Saisonrennen vor Tuck (62) und Kisiel (55).

Nicht nach Wunsch lief es für José María López und Peter Terting. Dem dreimaligen Tourenwagen-Weltmeister wurde die Bestzeit aus dem Qualifying aberkannt, weil sein Team Ring-Racing gegen die Parc-Fermé-Bestimmungen verstoßen hatte. Somit wurde López auf den letzten Startplatz strafversetzt. Der ehemalige DTM-Pilot Terting, der von Platz 5 ins Rennen gegangen wäre, musste schon vor dem Start alle Hoffnungen begraben, als sein Prosport Racing Porsche Cayman Pro4 kurz vor dem Start Feuer fing.

dtmtrophyr4startFür López bedeutete die Strafversetzung eine zusätzliche Motivation. Mit dem erstmals eingesetzten Toyota Supra GT4 machte eine Position nach der anderen gut und kämpfte sich vom letzten Platz im 19 Wagen starken Starterfeld bis auf Rang 8 vor. An der Spitze taktierte Heinemann geschickt und erwischte kurz vor Rennende den goldenen Moment, als Tucks Reifen abbauten. Seite an Seite fuhren beide über die Start-Ziel-Geraden. Tuck wehrte sich mit Kräften, aber Heinemann nutzte die innere Linie und setzte sich in der ersten Kurve der letzten Runde an die Spitze, die er sich auch nicht mehr nehmen ließ.

21 Wagen – 5 Mercedes AMG GT4, 4 BMW M4-GT4, 4 Audi R8 LMS GT4, 3 Porsche, 3 KTM und 2 Toyota - waren am 2. Rennwochenende der neu gegründeten deutschen GT4-Serie engagiert. Das nächste Rennwochenende findet am 11-13.9 am Nürburgring statt.

Heinemann gewinnt 1 DTM-Trophy-Lauf auf dem Lausitzring

dtmtrophyr3startHP-Racing International Mercedes AMG GT4-Pilot Tim Heinemann hat das erste Rennen der DTM Trophy auf dem Lausitzring gewonnen. Der von P2 gestartete Tabellenführer bewies auch bei schwierigen Bedingungen die Übersicht, übernahm gegen Rennmitte die Führung und behauptete sie bis ins Ziel. Polesitter Felix Hirsiger gewann im Porsche Cayman GT4 von Allied Racing zunächst den Start, konnte dann aber gegen Heinemanns besseren Grip wenig ausrichten und musste den Deutschen vorbeiziehen lassen. Ein beherztes Rennen lieferte der drittplatzierte Jan Kisiel, der sich im Mercedes AMG GT4 von Leipert Motorsport buchstäblich in letzter Sekunde den verbleibenden Podiumsplatz schnappte. Dem Überholmanöver in der letzten Kurve vor der Ziellinie waren harte Duelle mit Jan-Phillip Springob im Bremotion Mercedes AMG GT4 vorausgegangen, der am Ende trotz innerer Linienwahl weniger Grip hatte und sich mit Rang vier begnügen musste.

Das verregnete Rennen bot reichlich Action im 20 Wagen starken Feld. KTM X-Bow GT4-Pilotin Laura Kraihamer leistete sich einen frühen Ausflug ins Grüne, schaffte es aber ohne nennenswerte Schäden zurück auf die Strecke. Die 3 KTM von Teichmann Racing kamen am Ende auf den Plätzen 16-18 ins Ziel. In der Schlussphase kollidierten ausgerechnet die beiden Ring-Racing Teamkollegen José María López und Heiko Hammel, wodurch López ausschied.

dtmtrophyr3siegerDie durch den Unfall ausgelöste Safety-Car-Phase dauerte bis zur vorletzten Runde, so dass es zu einem fulminanten Schlusssprint zur Zielflagge kam. Heinemann, der sich der Gefahr durch den hinter ihm lauernden Hirsiger bewusst war, verzögerte geschickt und erwischte einen perfekten Re-Start. Weiter hinten im Feld gab es erneut Blechkontakt, als der Schweizer Lucas Mauron im Audi R8 LMS GT4 von racing one mit Landsmann Rudolf Rhyn im Porsche von Phoenix Racing kollidierte. Beide schieden aus.

Nachtrag zu 2.Lauf des R8 Seyffarth-Cups

AudiR8Cup 2020 Nürburgring R1 2Den 2. Lauf zum Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup vor 2 Woche wurde ebenfalls zur Beute von Pilot Tim Reiter. Im 13 Wagen starken Feld hielt Patrick Schneider noch am Besten mit – er wurde am Ende nach 14 Runden als zweiter mit 5,2s Abstand abgewunken. Das Podium komplettierte Routinier Frank Biela der 7,8s hinter dem Sieger das Rennen beendete.

Der Sieg in der Am-Klasse ging an Christian Wicht.

Die nächste Runde der Meisterschaft findet nächste Woche im tschechischen Most statt.

Ring Racing mit Gaststart in der DTM Trophy

ringracingsupranringRing-Racing wird an diesem Wochenende 2 der 3 Toyota Supra GT4 des Teams erstmals in einer Serie ausserhalb der Nürburgring Langstrecken Serie einsetzen. Die Boxberger Mannschaft wird einen Gaststart in der DTM Trophy mit den neuen GT4-Boliden absolvieren. Als Piloten werden Heiko Hammel und Toyota LMP1-Werkspilot José Maria Lopez zum Einsatz kommen. Mit dem Einsatz der Toyota-Mannschaft steigt die Zahl der startenden Wagen bei der 2.Runde der neuen deutschen GT4-Serie am Eurospeedway Lausitzring vermutlich auf 20 Fahrzeuge an.

Der dreifache Tourenwagen-Weltmeister Lopez, der vor seinem Hattrick bereits 7 weitere Titel einfahren konnte, ist seit 2017 für Toyota Gazoo Racing in der LMP1-Kategorie der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft am Start. In den vergangenen Monaten war der Argentinier gemeinsam mit Stephane Ortelli maßgeblich an der Entwicklung des neuen Toyota GR Supra beteiligt.

Der Pilot des zweiten Autos ist Heiko Hammel. Der 32-Jährige ex ADAC Procar-Champion arbeitet eng mit Toyotas Fahrwerkspartner KW zusammen, was dem Team Hilfe für die nötige Abstimmungsarbeit beim Gaststart.

Le Castellet 240

Mit dem Le Castellet 240 (240min/4h von Le Castellet) startet am nächsten Wochenende die dritte Runde der Europäischen Le Mans Serie erneut auf dem Circuit Paul Ricard in Le Castellet, nachdem dort bereits der Saisonstart erfolgt war. Die Verlegung der ursprünglich geplanten Runde im katalanischen Barcelona war kurzfristig notwendig geworden nachdem einige Heimatländer der ELMS-Teams wegen der gestiegenen COVID-19 Infektionsrate in Katalonien mittlerweile Einreisebeschränkungen und Rückreise-Quarantänen angeordnet hatten, was angesichts der terminlichen Nähe zu Le Mans für den ACO nicht mehr tragbar war. Beschlossen wurde die Verlegung bereits anlässlich der letzten Runde in Spa (der Link führt zum immer noch in Arbeit befindlichen Rennbericht auf unseren Seiten).

Auch der ELMS-Kalender bleibt somit weiterhin mit Unsicherheiten behaftet. Dabei schliesst der ACO gemäß einer schon etwas zurückliegenden Meldung unserer britischen Kollegen von Dailysportscar.com eine weitere Kürzung des Kalenders und eine im Gegenzug von 4 auf 6h verlängerte Finalrunde in Portimao nicht aus. Dieser Vorschlag war allerdings bei den Teilnehmern bislang auf wenig Begeisterung gestoßen.

BMW enthüllt das Gesicht des M4-GT3

m4 gt3 spielberg aut 19th aBMW hat erstmals eine Frontansicht des BMW M4 GT3 vorgestelt. Der Wagen testete just gemeinsam mit dem Strassenpendant am Red Bull Ring in Spielberg. Bei dieser Gelegenheit wurde auch bekannt das der Wagen von einem neu entwickelten Bi-Turbo-Reihen-6-Zylinder befeuert werden wird. Die komplette Vorstellung des Wagens soll nächsten Monat erfolgen.

Rückblick aufs GT-Masters am Nürburgring

Die ADAC GT-Masters-Runde am Nürburgring (der Link führt zum gestern endlich komplettierten, vollständigen Rennbericht auf unseren Seiten) war ein gutes Pflaster für Porsche: sowohl das von Manthey unterstützte SSR-Performance-Team von Michael Ammermüller und Christian Engelhart als auch die ex-Meister-Mannschaft von Herberth Motorsport mit dem Duo Sven Müller und Robert Renauer holten sich jeweils einen Sieg und setzten sich dabei gegen starke Konkurrenz durch.

Tabellenführer bleiben nach diesem Wochenende die beiden Toksport-WRT Mercedes AMG GT3 Piloten Maro Engel und Luca Stolz , die nun mit 74 Punkten vor den beiden Siegern von Lauf 3, Michael Ammermüller und Christian Engelhart mit 59 Punkten führen. Robert Renauer und Sven Müller stehen mit 50 Punkten auf Platz 3. In der Trophywertung führt Elia Erhart mit 108 Punkten. Junior-Wertungs-Führender ist KÜS Team 75 Bernhard Pilot Jannes Fittje.

Wie die beiden erstmals wieder von uns angefertigten Pilotendiagramme nebenbei aufzeigen, tragen auch die neuen Pirelli-Reifen auf eine andere Weise zu den Wettbewerben bei. Der neue Pneu des Typs P Zero DHE, der in 2 Dimensionen ausgeliefert wird, ist eine Weiterentwicklung der Vorgängervariante. Diese zeichnete sich durch eine sehr enge und ausgeprägte Performancespitze aus, wie man z.B. aus dem Abfall der Rundenzeiten im Rennbericht des Saisonauftakts 2018 in Oschersleben ersehen kann. Dort machte der Performance-verlust bis zu 3s über die Renndistanz aus. Der neue Reifen verliert hingegen nur noch die Hälfte seiner Performance. Das macht auch den Kampf um die Spitzenpositionen wieder enger und nicht mehr zu einem Lotteriespiel wie noch in den vergangenen Saisons.

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