Verfasst von Porsche Pressetext. Veröffentlicht in Porsche diverse (PSC etc.)
Pole-Position am Samstag, Start-Ziel-Sieg am Sonntag: Der Niederländische Team GP Elite-Pilot Larry ten Voorde konnte den zweiten Lauf zum Porsche Mobil1 Supercup Porsche Mobil 1 Supercup in Spielberg scheinbar nach Belieben dominieren. Während der türkische Porsche Junior und Lechner Racing-Pilot Ayhancan Güven seinen zweiten Startplatz verteidigen konnte, schob sich Leon Köhler vom Nebulus Racing by Huber-Team noch in der ersten Runde am Franzosen Dorian Boccolacci vorbei. In dieser Reihenfolge fuhr das Spitzenquartett auch nach 18 Runden auf dem Red Bull Ring über die Ziellinie. Titelverteidiger Ten Voorde baute mit seinem zweiten Saisonerfolg die Tabellenführung deutlich aus. Neuer Tabellenzweiter ist Boccolacci.
Während die ersten vier Positionen früh bezogen waren, tobte das gesamte Rennen ein heißer Dreikampf um Rang fünf. Dabei widerstand ten Voordes Teamkollege Max van Splunteren zahllosen Attacken von Jaxon Evans. Der Neuseeländer seinerseits konnte alle Überholversuche von Christopher Zöchling im Fach Auto Tech Porsche abwehren.
Bei bisher zwei Saisonrennen war Dorian Boccolacci in der Rookie-Wertung nicht zu schlagen. In Spielberg gewann der frühere Formel-2-Pilot als Gesamtvierter klar vor dem Deutschen Laurin Heinrich (Nebulus Racing by Huber), der Neunter wurde, und dem auf Rang 15 ins Ziel gekommenen Lodovico Laurini (Dinamic Motorsport) aus Italien. In der ProAm-Wertung hatte erstmals in dieser Saison der Norweger Huber-Pilot Roar Lindland die Front seines rund 375 kW (510 PS) starken Porsche 911 GT3 Cup vorn. Der amtierende ProAm-Champion gewann die Klasse vor dem Monegassen Nicolas Misslin von Lechner Racing-Middle East und Philipp Sager im Dinamic Motorsport-Porsche, für den das Rennen auf dem Red-Bull-Ring ein Heimspiel war.
Der Porsche Mobil1 Supercup bleibt eine weitere Woche in Spielberg. Der Red Bull Ring ist schon am nächsten Wochenende (2. bis 4. Juli 2021) Schauplatz des dritten Saisonrennens, dann im Rahmen des Großen Preis von Österreich.
Verfasst von Patrick Holzer. Veröffentlicht in Spezial Tourenwagen Trophy ( STT )
Corvette-Pilot Jürgen Bender entschied die beiden Auftaktrennen der Spezial Tourenwagen Trophy für sich. In Oschersleben siegte der Neckarsulmer in beiden Rennen vor Ulrich Becker im Porsche 991 GT3 R . Pechvogel beider Rennen war Uwe Alzen.
Besser hätte der Saisonstart für Jürgen Bender nicht laufen können. Gleich in beiden Rennen fuhr der Corvette-Pilot den Gesamtsieg ein. Durchaus überraschend, denn wie erwartet drückte Uwe Alzen dem Wochenende seinen Stempel auf. Der Titelverteidiger war zwar klar schnellster Mann auf der Strecke, hatte aber nicht unbedingt das Glück auf seiner Seite. Von der Pole aus führte Alzen das Feld im ersten Rennen souverän an, als kurz nach Rennhalbzeit das Safety-Car ausrückte. Plötzlich lief der Audi nicht mehr rund. Ein loser Stecker hatte für Probleme gesorgt. Dadurch lag Jürgen Bender in Front, der sich zu Rennbeginn gegen Ulrich Becker durchgesetzt hatte. Die Safety-Car Phase schob zwar alles wieder zusammen, doch am Ende siegte Bender mit 0,727s Vorsprung auf Becker.
„Am Schluss war es ein glücklicher Sieg. Wir hatten das Fahrwerk vom freien Training zum ersten Rennen nochmals umgestellt. Das hat viel gebracht. Vor der Safety Car Phase hatte ich zu Uli schon etwas Vorsprung herausgefahren. Nach dem Safety Car wurde es nochmals ein wenig spannend“, berichtet Bender.
Durch den Ausfall von Uwe Alzen landete Michael Golz (Lamborghini Huracan Trofeo) noch auf dem letzten verbliebenen Platz auf dem Treppchen. Der Lamborghini-Pilot setzte sich nach einigen Runden gegenüber Josef Klüber und Marc Gassner (Ferrari 458 Challenge) durch. Lange Zeit lag Golz vor Klüber, der in der vorletzten Runde den Lamborghini von der dritten Position verdrängte. Doch im letzten Umlauf konterte Golz noch einmal und schnappte sich Rang drei.
Im zweiten Durchgang am Sonntag wiederholte sich das Spielchen vom Samstag. Wiederum zog Alzen schnell davon, während Bender dahinter den Porsche von Becker im Griff hatte. In der zwölften Runde tauchte der Führende in der Box auf. Eine Radmutter hatte sich gelöst. Damit übernahm Bender erneut die Spitze. Im Gegensatz zum ersten Rennen war der Abstand noch einmal größer, so dass der Neckarsulmer ohne Schwierigkeiten seinem zweiten Sieg entgegenfuhr. Uwe Alzen erkämpfte sich in der wenig verbliebenen Zeit 3 Runden vor Schluss noch an Josef Klüber (Mercedes AMG GT3) vorbei und betrieb als Gesamtdritter zumindest Schadensbegrenzung. Im zweiten Durchgang hatte Klüber die Konkurrenz besser im Griff. Souverän fuhr der Mercedes-Pilot auf einen vierten Platz. Dahinter setzte sich Michael Golz gegen Marc Gassner und STT Rückkehrer Rupert Atzberger im KTM X-Bow GTX durch. Bis zur zehnten Runde hatte sich Atzberger gegen Marc Gassner, der auch einige Jahre im ADAC GT-Masters am Start war, zur Wehr gesetzt. Dann zog der 30jährige am KTM vorbei. Zweimal in die Top 10 kamen Berthold Gruhn (Audi R8 LMS) und Uwe Lauer (Ferrari 488 Challenge). Während sich Gruhn im ersten Rennen vor Lauer auf Rang neun hielt, konnte Lauer im zweiten Durchgang auf die achte Position nach vorne fahren. Für Berthold Gruhn hieß es am Ende Rang zehn.
Stärkster Division 2 Fahrer war im ersten Rennen Ralf Ott, der erstmals im KTM X-Bow GT4 in der STT antrat. Der KTM-Pilot hatte die Division 2 fest im Griff und sah als starker Gesamtsiebter das schwarz-weiß karierte Tuch. Damit ließ er Max Frederik Gruhn (Audi RS3 LMS TCR) und Stefan Schäfer (VW Golf GTI Cup) hinter sich. Das zweite Rennen fing ähnlich gut an und der GT4 mischte mit den stärkeren Fahrzeugen mit. Als Öldruckprobleme auftraten, musste der X-Bow an die Box. Das Rennen war damit gelaufen. Davon profitierten Max Frederik Gruhn und Stefan Schäfer. Anfangs hielt Schäfer den Titelverteidiger der Division 2 noch hinter sich. Doch am Ende war der schnelle Audi-Pilot nicht zu halten. Gruhn fuhr seinen ersten Divisions-Sieg in der noch jungen Saison ein.
Einen optimalen Saisonstart erwischte Ralf Glatzel (Ford Fiesta ST). Der Titelverteidiger siegte in beiden Rennen souverän und ließ keine Zweifel aufkommen, dass er seinen Titel verteidigen möchte. Rang zwei holte sich im ersten Rennen Dominik Gruhn (Ford Fiesta ST), der sich gegenüber Lucas Baude im Mini Cooper S durchsetzte. Nach seinem Ausfall im ersten Rennen eroberte Nick Deissler im zweiten Durchgang den zweiten Rang. Dahinter setzte sich Gruhn erneut gegen Baude durch.
In rund einem Monat geht es für die Spezial Tourenwagen Trophy auf dem Nürburgring weiter. Vom 30.7.-1.8. wird in der Eifel das zweite ADAC Racing Weekend ausgetragen.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Nürburgring Nordschleife (24h & VLN)
Mit einem Sieg des BMW Junior Teams um die Piloten Daniel Harper (GB), Max Hesse (D) und Niel Verhagen (USA) ist der 4-Lauf der Nürburgring Langstrecken Serie, die 52. Adenauer ADAC Rundstrecken Trophy (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) am Samstag zu Ende gegangen. Das unter optimalen Bedingungen bei bestem Wetter absolvierte Rennen gewann die bis dato im Schnitt jüngste Siegercrew der VLN-Geschichte nach einem packenden Duell in der Endphase mit dem Phoenix Racing Duo Vincent Kolb und Frank Stippler nach 28 Rennrunden mit gerade einmal 2,5s auf der Ziellinie. Zwar bekam die #5 wegen eines Überholvorgangs unter gelb noch einmal eine 35s Zeitstrafe aufgerückt, jedoch behielt das Audi-Duo am Ende dank des herausgefahrenen Vorsprungs auf die Konkurrenz ihren 2. Rang.
Eine weitere Zeitstrafe entschied den Kampf um den letzten Podiumsplatz. Zwar querte das erstmals im SP9-Mercedes AMG GT3 der Getspeed-Mannschaft auf der Nordschliefe antretende ex-GT-Masters-Duo Kuba Giermaziak und Frank Kechele trotz eines Drehers zu Rennbeginn (Giermaziak war in der ersten Kurve von einem der Walkenhorst M6 umgedreht worden) den Sprint zur Ziellinie für sich, allerdings war zuvor ein Verstoss in einer Code60-Phase für den gelben AMG verzeichnet worde.
Dies zog eine 185s-Zeitstafe nach sich die das Duo auf Gesamtrang 6 zurück katapultierte. P3 erbte deshalb das Konrad Motorsport Lamborghini Huracán GT3 evo Duo Axcil Jeffries und Michele Di Martino die trotz zwischenzeitlicher Rennführung wieder einmal das Pech für sich gepachtet zu haben schienen und durch einen Reifenschaden nach einem Überrundungskontakt aus dem Kampf um die Rennspitze fielen.
Die Pole hatte zuvor mit einem neuen Qualifying-Rekord Patric Niederhauser im Lionspeed by Car-Collection Audi R8 LMS GT3 erzielt, der mit einer 7:52,347 den 3 Jahre alten Rekord von Walkenhorst Motorsport Pilot Christian Krognes gleich zu Beginn eingestellt hatte. Eine potentiell noch schnellere Zeit verhinderten dann Gelb- und Code60-Phasen im weiteren Verlauf des Qualifyings. Auch im Rennen – in dem lediglich Niederhauser lange die Führung verteidigte während seine Teamkollegen den Speed des Schweizers später nicht mitgehen konnten - bleib trotz eines ausgedünnten Starterfeldes – trotz 129 Nennungen starteten am Ende nur 111 Mannschaften in den 4. Saisonlauf – und demzufolge eingeschränktem Verkehr der Rundenschnitt moderat. Nur 2 Wagen - das Siegerauto und Giermaziak im Getspeed-AMG – schafften Rundenzeiten unterhalb der 8-Minuten Schallmauer.
Hinter dem Podium plazierten sich mit dem erstmals auf der Nordschleife antretenden italienischen Dinamic Motorsport Team und dem Huber Motorsport Porsche 2 911´er Mannschaften die das Podium nur knapp verpassten. Die Top 10 komplettierten am Ende der Lionspeed-Audi, der #35 Walkenhorst BMW, der #9 J2-Racing Getspeed-AMG auf dem Moritz Kranz in der Startphase die Spitzengruppe mit aufmischte, und der Wochenspiegel Team Monschau-Ferrari, dem ein Kontakt in der Startrunde mit anschliessendem Boxenbesuch eine bessere Position kostete.
Ein Getriebeschaden zu Rennmitte kostete dem besten Walkenhorst Motorsport BMW M6-GT3, dem #34 Wagen von Krognes/Pittard/Tuck, einen potentiellen Podiumsplatz. Lediglich der équipe vitesse Audi wurde daneben noch als Ausfall aus der Top-Klasse notiert. Mit 18 Ausfällen im 111 Wagen starken Feld hielt sich die Rate der Ausfälle im moderaten Bereich. Gar nicht erst ins Rennen schaffte es der neue SP-X BMW M4 GT3, der nach einem technisch bedingten Abflug im Training am Freitag vom Rennen zurück gezogen werden musste. Nach einem Unfall gegen Ende des Qualifyings musste zudem auch die lediglich mit einem 911´er gemeldete Frikadelli-Mannschaft für das Rennens passen.
Das nächste Rennen steigt in 2 Wochen mit dem Doppellauf des 61. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennens und des 44. RCM DMV Grenzlandrennens, die nach gegenwärtigen Planungen in der kommenden Saison zu einem gemeinsamen 12h-Lauf zusammengefasst werden sollen. Der Rennbericht zur Adenauer Runddstreckentrophy kann unter diesem Link auf unseren Seiten eingesehen werden.