Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in DMV-GTC
Am vergangenen Samstag erfolgte der Saisonstart des Goodyear 60 in Oschersleben. Am Ende wurden die Ergebnisse bei den GT3 und GT4 noch einmal durcheinander gewürfelt. Tim Heinemann im Space Drive Racing Mercedes AMG GT3 und Salman Owega im Phoenix Racing Audi R8 LMS GT3 starteten aus der ersten Reihe, gefolgt von Carrie Schreiner (Audi R8 LMS GT3) und Heiko Neumann (Mercedes-AMG GT3). Bei den GT4 teilten sich Leon Kosloswki im Eastside Motorsport Mercedes AMG GT4 und Luca Arnold im WS-Motorsport Cayman GT4 die erste Startreihe und tauschten ganz am Ende dann ihre Plätze.
An der Spitze des 60-Minuten-Rennens setzte sich Tim Heinemann von Beginn an ab und übergab zur Rennhalbzeit an seinen Teamkollegen Patrick Assenheimer. Bei den GT4 sortierte sich das Feld mit Luca Arnold (nach dem Boxenstop Marvin Dienst), Leo Pichler (Rick Bouthoorn) und Leon Koslowski (später Denis Bulatov.)
Kurz vor Ende überschlugen sich die Ereignisse: Da Leo Pichler im Kies landete, schickte die Rennleitung um Sven Stoppe und Ralph Bohnhorst das Safety Car auf die Strecke. Der KTM X-BOW KTM mit Rick Bouthoorn hatte in der 55. Minuten einen technischen Defekt und landete im Kiesbett. Zur gleichen Zeit mussten Jannes Fittje und Salman Owega nach Anordnung der Rennleiter die Plätze tauschen, da Fittje im KÜS Team 75 Bernhard Porsche den Audi-Pilot abgedrängt haben sollte. Davon profitierten auf jedenfall Marvin Kirchhöfer & Heiko Neumann im NRT Mercedes AMG GT3, deren Wagen hinter Assenheimer und Phoenix-Pilot Winkelhock auf P3 lag. Owega und Fittje folgen.
Nach dem Restart konnte sich Assenheimer absetzen, da Winkelhock den führenden GT4 von Marvin Dienst vor sich hatte, der ihn aufhielt. Doch Winkelhock hatte kaum Spielraum, denn Kirchhöfer lauerte auf seinen letzten Konter in der finalen Runde. Und das sollte Auswirkung haben. „Ich musste Tempo aufnehmen und habe dabei den Fehler gemacht, dass ich während der Safety-Car-Phase um 0,1 Sekunden Marvin Dienst überholt habe“, so Winkelhock. Es gab eine Strafe von 30s, die das Audi-Duo Schreiner/Winkelhock auf P6 zurück warf.
Hinter den Siegern Heinemann/Assenheimer im Space drive Racing AMG holten sich Neumann/Kirchhöfer im NRT-AMG den zweiten Platz. Auf Platz drei kam der 16-jährige Salman Owega im Phoenix Racing Audi R8 LMS GT3 ins Ziel, der ein hervorragendes Renndebüt ablieferte.
Bei den GT4-Piloten gewannen Luca Arnold/Marvin Dienst mit dem WS Motorsport Porsche 718 Cayman GT4 das Rennen vor Leon Koslowski/Denis Bulatov im eastside Racing Mercedes AMG GT4 , die vom Ausfall des KTM profitierten. Und fast in der letzten Kurve setzten sich Rohrscheid/Sartingen in einem weiteren Cayman durch und holten noch den Podestplatz.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans ( WEC )
United Autosports hat mittlerweile den zweiten von 3 LMP2 Oreca für das 24 Stunden Rennen von Le Mans vollständig besetzen können. Neben dem FIA Langstrecken Weltmeisterschafts-Auto #22 von Phil Hanson, Filipe Albuquerque und dem Schweizer Fabio Scherer, der just ein Gastspiel im Porsche Mobil1 Supercup mit Fach Auto Tech gab, ist nun auch der #32 Wagen besetzt worden. Dort werden Jonathan Aberdein, Nicolas Jamin und Manuel Maldonardo ins Lenkrad greifen.
Alle 3 Piloten starten auch regulär in der Europäischen Le Mans Serie für das angloamerikanische Team, wobei Maldonardo und Jamin dort schon auf der #32 starten und Aberdein aus der #22 hinzukommt. Nun ist lediglich seitens des Teams noch ein Cockpitplatz in der #23 zu vergeben, wobei hier noch ein Teamkollege für Paul di Resta und Alex Lynn gesucht wird.
Verfasst von Annette Laqua. Veröffentlicht in Sonstige GT (D/A)
In der Motorsport Arena Oschersleben legte Tim Reiter beim Saisonauftakt des Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup den Grundstein für seinen Erfolg bereits am Start, als er den von der Pole Position losgefahrenen Robin Rogalski hinter sich ließ. In der Folge stritten Rogalski und Tom Spitzenberger um die Plätze 2 & 3 mit dem besseren Ende für Spitzenberger, während Holger Harmsen erst auf den letzten Metern Rang eins der Am-Wertung für Fahrer mit wenig Motorsport-Erfahrung eroberte.
Schon im Qualifying begeisterte der Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup mit einem extrem knappen Ausgang. Robin Rogalski war nur 0,058s schneller als Tim Reiter, der sich als Zweiter einen Vorsprung von gerade einmal 0,021s auf Tom Spitzenberger gutschreiben ließ. Somit trennte die besten drei Piloten weniger als eine Zehntelsekunde.
Rogalski konnte seinen Vorteil am Start nicht nutzen, er kam nur als Dritter hinter Reiter und Spitzenberger aus der ersten Runde zurück. Doch der Champion des Jahres 2019 wollte sich die verlorenen Plätze schnell wieder zurückholen, machte sofort Druck auf Spitzenberger und presste sich Ende der dritten Runde mit einer Berührung an seinem Rivalen vorbei. Unterdessen hatte der führende Reiter seinen Vorsprung auf fast 3s ausgebaut. In der Folge gelang es Rogalski nicht, Spitzenberger abzuschütteln. Im Gegenteil: In Umlauf acht startete dieser erste Attacken, eine Runde später zog er an seinem Kontrahenten vorbei. Das Duell der beiden nutzte Reiter: der amtierenden Champion des Cups konnte bis auf fast 5s enteilen. In der zweiten Rennhälfte knabberte Spitzenberger zwar mehr und mehr von diesem Rückstand ab und kam letztendlich bis auf 2,515s an den Leader ran. Zu einer echten Gefahr für Reiters Triumph wurde er aber nicht mehr. Hinter Sieger Reiter und dem zweitplatzierten Spitzenberger wurde Rogalski als Dritter abgewinkt.
Ähnlich spannend wie um die Podestplätze war es auch um die Positionen hinter den Top 3. Am-Pilot Guido Heinrich wurde zu Beginn des Rennens auf einem starken vierten Platz notiert, bis er diesen an Max Zschuppe verlor. Rund zehn Minuten vor Schluss unterlief Heinrich dann ein Fahrfehler, so dass das Am-Trio Holger Harmsen, Christian Wicht und Tobias Erdmann den Anschluss fand. Erst im 20. und letzten Umlauf zogen Harmsen und Wicht an Heinrich vorbei und belegten hinter Zschuppe die Ränge fünf (Harmsen) und sechs (Wicht). Heinrich, Tobias Erdmann, Moritz Wurm und Richard Bäther komplettierten die Top Ten.