ELMS Imola: 30 Starter erwartet

Wie schon im letzten Jahr kollidieren die 2. ELMS-Runde in Imola und das 24 Stunden Rennen am Nürburgring terminlich miteinander. Abgesehen davon das dies nicht gerade zur Beliebtheit der europäischen Vorstufe zur FIA Langstrecken Weltmeisterschaft unter den deutschen Teams und Teilnehmern beiträgt, ist auch die Nennliste gegenüber der Auftaktrunde in Silverstone noch einmal ein wenig geschrumpft. Nur 30 Mannschaften haben sich für die Runde in der Emilia Romagna angekündigt. Der Einfachheit haben wir in der Folge lediglich die Änderungen gegenüber dem Feld der Auftaktrunde in England zusammengefasst:

br01test.jpg11 LMP2, 6 LMP3, 8 GTE und 5 GTC stehen auf der Liste der Teilnehmer. Die grosse Neuigkeit ist das Debüt der beiden BR01-Nissan-LMP2 der russischen SMP Racing Mannschaft. Die beiden neuen Autos ersetzen die noch in Silverstone eingesetzten alten Oreca-Nissan der Mannschaft die unter der Nennung von AF Corse an den Start gingen. Bei Pegasus Racing ist Teammanager Julian Schell anstelle des Briten Jonathan Coleman ins Auto gewechselt. Pierre Ragues fehlt im #44 Ibanez Racing Oreca, der nur mit dem Duo La Rosa/Yamagishi besetzt ist. Ansonsten bleibt es bei den selben 11 Teilnehmern wie in Silverstone.

Das LMP3-Feld wächst in Imola um den Juno-Ginetta-Nissan der Scuderia Villorba Corse an, der mit den beiden Italienern Roberto Lacorte und Giorgio Sernagiotto besetzt ist. An Bord des University of Bolton Juno-Ginettas ersetzt der Däne Morten Dons an der Seite von Rob Garrofall den noch in Silverstone mit einem Podiumsrang erfolgreichen Jens Petersen. Der Rest der Teilnehmer ist unverändert.

In der GTE-Klasse fehlt der AF Corse Ferrari von Wyatt/Rugolo/Aguas. Auf dem Proton Competition Porsche sind neben Christian Ried der Italiener Mauro mapelli und Richard Lietz gemeldet, der per Luftbrücke von den 24 Stunden am Nürburgring für den Gastauftritt eingeflogen wird. Der Rest des Starterfeldes bleibt wie gehabt.

Die GTC reduzieren sich um den Gulf Racing UK-Lamborghini auf 5 Autos. Hier gibt es keine Änderung im Lineup der Ferrari, des TDS Racing-BMW Z4 GT3 und der Massive Motorsport Aston Martin Vantage GT3-Crew.

Die Action startet am Samstag um 10.30 Uhr mit dem ersten freien Training. Der komplett ohne Rahmenrennen laufende Event (die gesamte Sportwagenszene pausiert wegen der 24h am Nürburgring) wird mit dem Qualifying am Sonntag um 10 Uhr und dem Rennen von 14-18 Uhr fortgesetzt. Bei Bedarf sind Live-Timing und Stream auf der Website der Europäischen Le Mans Serie zu verfolgen.

Vorschau auf die SP7 Klasse beim 24h Rennen

sexbomb2014.jpgIn der SP7 Klasse starten beim diesjährigen 24h Rennen auf dem Nürburgring 21 Fahrzeuge. Damit genau so viele wie im vergangenen Jahr. Dieses Jahr stehen neben den üblichen diversen GT3 Cup Modellen aus dem Hause Porsche auch Wagen der Modellreihe 991 GT America am Start. Wagen anderer Herstellen sind dieses Jahr nicht mit von der Partie. Dabei setzt sich die SP7 aus Teams zusammen, die zum einen schon Lange mit Porsche Cup Fahrzeugen beim 24h Stunden Rennen zu finden sind, wie etwa Moore Motorsport mit Bill Cameron und Willie Moore, die dieses Jahr von Peter Bonk unterstützt werden, oder auch das Click vers.de Team, mit Wolfgang Destree, Kersten Jodexnis, Edgar Salewsky und Robin Chrzanowski (Foto). Auf der anderen Seite stehen mittlerweile immer mehr große Teams, die weitere Fahrzeuge in dieser Klasse an den Start stellen. Wie etwa das Team Black Falcon, Frikadelli Racing oder das Team Manthey Racing.

24hsp7bf.jpgDie Favoriten haben sich in diesem Jahr durch die Ergebnisse der ersten beiden VLN Läufe, aber auch aus den Ergebnislisten des letztjährigen 24h Rennens herauskristallisiert.

Allen voran dabei der Wagen aus dem Hause Black Falcon, der mit der Startnummer #61 an den Start gehen wird. Darauf sind mit Gerwin”, Manuel Metzger, Philipp Eng und Hannes Plesse die Sieger der ersten beiden VLN Läufe, sowie des 24h Rennens 2014 in dieser Klasse. Ebenfalls vorne zu erwarten ist die #68, Platz 3. in VLN1, die von Frikadelli Racing eingesetzt wird. Mit Frank Kräling, Marc Gindorf, Connor de Phillippi, Klaus Abbelen sitzen vier sehr erfahrene Piloten auf dem GT Cup America. Auch das Teichmann Racing Team, welches insgesamt mit drei Fahrzeugen am Start steht, kann sich mit der #70 auch zu den Favoriten in der SP7 zählen. Dafür sprechen der 2. Platz in der Klasse beim letztjährigen Rennen, sowie der 3. Platz bei VLN2 vor einigen Wochen. Mit Mark Hennerici und Dominik Brinkmann, sowie „Don Stephano“ und „Alex Autumn“ ist das Fahrzeug außerdem stark besetzt.

Auch die Manthey Mannschaft aus Meuspath schickt in diesem Jahr drei Fahrzeuge mit dem speziellen „MR“ Kit aus dem eigenen Hause an den Start für die 24 Stunden. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Fahrzeug mit der Startnummer #92. Mit den beiden Porsche Junioren Matteo Cairoli, Michael Christensen, sowie Christoph Breuer hat das Team ein Fahrzeug mit einer ganz starken Fahrerpaarung am Start. Aber auch die #91 und #90 sind mit Fahrern wie Marco Schelp oder Reinhold Renger stark besetzt.

24hsp7gs.jpgSicherlich mit Außenseiterchancen geht das Auto mit der Nummer #75 an den Start. Das Fahrzeug von GetSpeed Performance hat mit Adam Osienka und Dieter Schornstein zwei sehr erfahrene Piloten am Start, die je nach Rennverlauf ihre Erfahrung sicherlich nutzen könnten. Die übrigen Fahrzeuge werden eingesetzt vom Weiland Racing Team #67 mit Andreas Weiland am Steuer, Kurt Ecke Motorsport auf der #66, sowie zwei Fahrzeugen von Huber Motorsport #65 und #64. Einer von zwei ausländischen Startern ist das italienische Team von GDL Racing, die auch in den vergangenen Jahren schon am Start standen.

Ein Fahrzeug, welches ebenfalls ein Geheimfavorit sein könnte, ist das Fahrzeug rund um Christian Engelhardt. Dem Doppelsieger des Porsche Carrera Cup Auftaktlaufes vom Hockenheimring. Er startet mit drei amerikanischen Fahrerkollegen auf der #60, eingesetzt von Prosport Performance.

Das Feld wird komplettiert mit der #56 von 9 und 11 Racing, sowie zwei Fahrzeugen #58 und #59, die von Michael Funke und unter anderem Christopher Zoechling pilotiert werden.

Die Gulf 12h bekommen ein Schwesterrennen

Die britische Driving Force Events Ltd. Gruppe, Veranstalter der Gulf 12 hours, hat den Termin für die 5. Ausgabe des Rennens für GT3, Porsche-Cup- und Prototypenfahrzeuge bekannt gegeben. Diese soll am Freitag dem 11. Dezember über die Bühne gehen. Man wechselt damit wieder auf den Freitag als Veranstaltungstag, nachdem man letztes Jahr den Samstag als Renntag benutzt hatte. Details zu dem Event, dessen Nennfrist am 2.6. beginnt, und das in diesem Jahr mit den 12h von Sepang kollidiert, sollen in den nächsten Tagen bekannt gemacht werden.

Zudem plant die Gruppe um Promotor Andrea Ficarelli noch in diesem Jahr ein zweites Rennen mit einem ähnlichen Format von 2*6h an einem Tag zu veranstalten: die 12h von Istanbul sollen schon im kommenden August, also in 3 Monaten, am 9.8, auf der Rennstrecke von Istanbul Park stattfinden. Die Strecke wurde von 2005-2011 für die F1 benutzt und war 2005 und 2006 vorübergehend Austragungsort für die Le Mans Serie (Foto). Ähnlich den Gulf 12 hours sollen die Istanbul 12 Hours für einen Mix an GT, Prototypen und Tourenwagen zugelassen sein. Die Nennfrist für dieses Rennen, das als eines der heissesten Langstreckenrennen der Sportwagenszene charakterisiert wird, beginnt am kommenden Wochenende. Ob sich allerdings in der Kürze der Zeit noch Teams finden lassen, die ein Antreten auf dem Kurs in Istanbul realisieren können, darf zumindest hinterfragt werden.

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