Verfasst von Andreas Lutz. Veröffentlicht in Britische GT
Im vierten Teil unserer Serie zu den kleinen GT-Klassen in Europa befassen wir uns mit der britischen GT-Meisterschaft.
Wie in der Italienischen GT-Meisterschaft, mit der wir uns vergangene Woche beschäftigt haben, findet sich auch in den Regularien der British GT eine GT-Cup-Klasse. Allerdings fanden sich für diese in den vergangenen Jahren meist nur wenige oder gar keine Interessenten. Einen regelrechten Boom gibt es dafür aber bei den GT4-Fahrzeugen. Ersten Meldungen nach, war sogar davon auszugehen, dass in diesem Jahr erstmalig mehr GT4 als GT3-Autos im Grid stehen würden. Letztlich haben die GT3 den Kampf der Klassen nun doch noch einmal knapp für sich entschieden und machen mit 18 Autos etwas mehr als die Hälfte des fest eingeschriebenen Starterfeldes aus. Die GT4 kommt immerhin auf respektable 17 Starter und damit das größte GT4-Feld in Europa.
Die Zusammensetzung des Starterfeldes ist dabei eine gänzlich andere als etwa in der GT4-European Series und hat – wie auch im Foto links (Quelle: Academy Motorsports/Purple M Photgraphy) ersichtlich – einen starken britischen Einschlag: Die Mehrzahl der Teams setzt auf Fabrikate aus dem eigenen Heimatland, vornehmlich auf Aston Martin und Ginetta, daneben auch Lotus Evora. Außerdem kann die Serie auch mit dem aktuell einzigen Toyota GT86 in GT4-Spezifikation aufwarten. Abgerundet wird das Feld schließlich durch einen Porsche 997 GT4.
Ausgeschrieben ist die GT4 in der britischen Meisterschaft seit dem Jahr 2008 und trug in den Krisenjahren 2009 und 2010 in erheblichem Maße zum Überleben der Serie bei, indem sie dafür sorgte, dass die Starterzahlen zumindest im zweistelligen Bereich blieben. Als es dann ab 2011 wieder aufwärts ging, wirkte sich dieser Trend jedoch zunächst nicht auf die GT4 aus. Wie in den Vorjahren kam man lediglich auf 5 – 7 Starter, während die GT3 – unterstützt von einer neuen, strikten Pro/Am-Regelung und der allgemeinen Erholung nach der Weltfinanzkrise – förmlich zu explodieren schien. Die abermalige Trendwende setzte dann im Vorjahr ein und in der aktuellen Saison dürfte die britische GT-Meisterschaft nicht zuletzt auf Grund ihrer starken GT4-Klasse, die einen echten Mehrklassen-Wettkampf in bester GT-Tradition über Distanzen von bis zu drei Stunden erlaubt, die stärkste und interessanteste nationale GT-Serie Europas sein.
Bisher sind in dieser Reihe erschienen:
A) Einleitung
B) Teil 1 Frankreich
C) Teil 2 Italien
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Nürburgring Nordschleife (24h & VLN)
Die SP8-Klasse wird von uns seit Jahren lapidar als „Nürburgring-GT1-Klasse“ bezeichnet. Auch wenn ein GT1 rein formell nun in der SP-Pro-Klasse an den Start gehen würde hat die Kategorie meist einen attraktiven Mix an grossvolumigen Hubraum-Boliden zu bieten. Beim 43. 24 Stunden Rennen am Nürburgring starten in diesem Jahr nun 9 Autos (im Vorjahr waren es 8) in den beiden Kategorien SP8 und SP8T: 5 BMW, 3 Aston Martin und 1 Lexus ISF streiten hier um die Klasssensiege.
In der BMW-Fraktion bietet das Team Coach Racing 3 Autos auf: 2 M3 E92 die in der SP8 startet und einen E82 in der SP8T. Dabei ist die #46 mit den beiden ex-Dörr-McLaren-Piloten Arno Klasen und Rudi Adams sowie deren Teamkollegen Dierk Möller-Sonntag und Tom Moran am Besten besetzt. In der SP8T-Sub-Klasse starten zusätzlich ein BMW 335i E92 von Adrenalin Motorsport und ein M235i von Walkenhorst Motorsport auf dem neben Ring-Routinier Harald Grohs auch der schweizer Kollege Peter Wyss am Start ist.
Stärkster
Konkurrent der Nordschleifenroutiniers in der #46 dürften die 3 Aston Martin-Vantage des Aston-Martin Testcenters, sein, in denen die offiziellen Aston-Testfahrer sich mit Racern und Privatiers verstärkt an den Start machen. 2 V12 Vantage und einen V8 Vantage schickt die Aston Martin-Mannschaft zusätzlich zu den beiden GT3-Vantage in der SP9-Klasse an den Start.
Die Klasse rundet die vom Einsatzteam von Ring Racing verstärkte Lexus Racing Mannschaft ab, auf der neben den VLN-Stammfahrern Helmut und Horst Baumann auch Lorenz Frey und Fredy Barth an den Start gehen. Die beiden Piloten der Emil Frey Racing-Equipe stimmen sich mit dem Einsatz auf dem Lexus ISF schon mal auf die Premiere des R-CF GT3 ein, den Emil Frey Racing wie vermeldet ab VLN3 offiziell zum Entwicklungseinsatz an den Start bringen wird.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Nürburgring Nordschleife (24h & VLN)
Wie schon im letzten Jahr kollidieren die 2. ELMS-Runde in Imola und das 24 Stunden Rennen am Nürburgring terminlich miteinander. Abgesehen davon das dies nicht gerade zur Beliebtheit der europäischen Vorstufe zur FIA Langstrecken Weltmeisterschaft unter den deutschen Teams und Teilnehmern beiträgt, ist auch die Nennliste gegenüber der Auftaktrunde in Silverstone noch einmal ein wenig geschrumpft. Nur 30 Mannschaften haben sich für die Runde in der Emilia Romagna angekündigt. Der Einfachheit haben wir in der Folge lediglich die Änderungen gegenüber dem Feld der Auftaktrunde in England zusammengefasst:
11 LMP2, 6 LMP3, 8 GTE und 5 GTC stehen auf der Liste der Teilnehmer. Die grosse Neuigkeit ist das Debüt der beiden BR01-Nissan-LMP2 der russischen SMP Racing Mannschaft. Die beiden neuen Autos ersetzen die noch in Silverstone eingesetzten alten Oreca-Nissan der Mannschaft die unter der Nennung von AF Corse an den Start gingen. Bei Pegasus Racing ist Teammanager Julian Schell anstelle des Briten Jonathan Coleman ins Auto gewechselt. Pierre Ragues fehlt im #44 Ibanez Racing Oreca, der nur mit dem Duo La Rosa/Yamagishi besetzt ist. Ansonsten bleibt es bei den selben 11 Teilnehmern wie in Silverstone.
Das LMP3-Feld
wächst in Imola um den Juno-Ginetta-Nissan der Scuderia Villorba Corse an, der mit den beiden Italienern Roberto Lacorte und Giorgio Sernagiotto besetzt ist. An Bord des University of Bolton Juno-Ginettas ersetzt der Däne Morten Dons an der Seite von Rob Garrofall den noch in Silverstone mit einem Podiumsrang erfolgreichen Jens Petersen. Der Rest der Teilnehmer ist unverändert.
In der GTE-Klasse fehlt der AF Corse Ferrari von Wyatt/Rugolo/Aguas. Auf dem Proton Competition Porsche sind neben Christian Ried der Italiener Mauro mapelli und Richard Lietz gemeldet, der per Luftbrücke von den 24 Stunden am Nürburgring für den Gastauftritt eingeflogen wird. Der Rest des Starterfeldes bleibt wie gehabt.
Die GTC reduzieren sich um den Gulf Racing UK-Lamborghini auf 5 Autos. Hier gibt es keine Änderung im Lineup der Ferrari, des TDS Racing-BMW Z4 GT3 und der Massive Motorsport Aston Martin Vantage GT3-Crew.
Die Action startet am Samstag um 10.30 Uhr mit dem ersten freien Training. Der komplett ohne Rahmenrennen laufende Event (die gesamte Sportwagenszene pausiert wegen der 24h am Nürburgring) wird mit dem Qualifying am Sonntag um 10 Uhr und dem Rennen von 14-18 Uhr fortgesetzt. Bei Bedarf sind Live-Timing und Stream auf der Website der Europäischen Le Mans Serie zu verfolgen.