Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans Series ( LMS )
Das erste der beiden Road to Le Mans Rennen des Michelin Le Mans Cup ist dieses jahr mit einem Sieg des Nielsen Racing Ligiers von Anthony Wells und Colin Noble zu Ende gegangen Die britische Crew siegte am Donnerstag nach 12 absolvierten Runden mit 7 Sekunden Vorsprung vor dem Rinaldi Racing Duqueine M30-D08 LMP3 von Alexander Mattschull und Nicolas Varonne und weiteren 3,5s vor dem Cool Racing Ligier von Matt Bell und Maurice Smith.
In der GT3-Klasse siegten Rory Penttinen und Logan Seargent im Iron Lynx Ferrari 6s vor dem Oman Racing Aston Martin von Ahmed AlHarthy und M.Dinan die Rang 2 1s vor dem zweiten Iron Lynx Ferrari von Manuela Gostner und Doriane Pin ins Ziel retten konnten.
Das Rennen wurde gleich nach der ersten Runde von einer langen SC-Phase unterbrochen die nach der Kollision eines AF Corse Ferraris mit einem AMG GT3 in der Ford Schikane fällig wurde. Als das Safetycar nach 20 Minuten wieder in die Box zurück kehrte verloren alle Teams das Rennen die bis dato noch nicht gestoppt hatten. Ausfälle umfassten unter anderem den TFT Porsche von Leutwiler/Andlauer, den Wochenspiegel Team Monschau-Duqueine und – mal wieder - den einzigen Adess im Feld.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans ( WEC )
Auf der Pressekonferenz in Le Mans hat die FIA Langstrecken Weltmeisterschaft ihren Kalender 2022 bekannt gegeben. Dieser wird angesichts der weiterhin bestehenden Belastungen durch die COVID-19 Pandemie wie bereits vor einigen Wochen vermeldet wieder nur aus 6 Meetings bestehen. Im Vergleich zur laufenden Saison kehren Sebring und Fuji nach diesem Plan in den Kalender zurück. Hingegen wird das in diesem Jahr erstmals abgehaltene Rennen in Portimao nicht wiederholt.
Nach 2 abgesagten Auftritten 2020 und 21 will die WM die Saison mit dem dann zum 2.Male abgehaltenen „Super-Sebring“-Doubleheader in Sebring am Vortag der 12h auf dem Flugplatzkurs in Florida beginnen. Eine Woche davon soll bereits der Saisonauftakttest – der Prolog – an selber Stelle abgehalten werden. Ob bei dieser Gelegenheit einige Teams auch gleich 24h-Tests in Vorbereitung auf den Klassiker an der Sarthe absolvieren werden, oder ob diese wieder nach dem Rennwochenende anstehen, wird abzuwarten sein.
Während das 24 Stunden Rennen von Le Mans wieder seinen traditionellen Juni-Termin einnimmt, findet als einziger Termin davor das traditionelle 6h-Rennen in Spa-Francorchamps statt. Der als Le Mans Vorbereitung besser geeignete High-Speed-Kurs von Monza rutscht dagegen auf den Monat nach dem Klassiker und wird nun eine Rolle als Le Mans Revanche-Rennen bekommen. Schliesslich soll nach dem Abklingen der Covid-Pandemie in Asien und dem voraussichtlichen Ende der Einreisebeschränkungen in Japan auch die Runde in Fuji in den Kalender zurück kehren. Die Saison endet dann am 12.November mit dem erneuten 8h-Rennen in Bahrain, die 2022 neben Sebring das zweite etwas längere Rennen im Kalender markieren.
Mit nur 6 Rennen scheint erneut ein volles Feld ins Haus zu stehen das sogar noch die Nennung in diesem Jahr übertreffen könnte. Denn ein kurzer Kalender ist in der Regel dem Privatiers-Feld zuträglich, bei dem die Privat-Piloten eine überschaubare Anzahl an Urlaubstagen für ihr Rennhobby aufwenden müssen. Dem entgegen steht allerdings die erhöhte Reisetätigkeit die nun auch Nordamerika und Japan umfasst. Angesichts eines auch im nächsten Jahr überschaubaren Hypercar-Feldes (lediglich Peugeot kommt wohlmöglich im Laufe der Saison für einige Testauftritte hinzu) und einer weiterhin am Porsche- und Ferrari-Tropf hängenden GTE-Pro-Klasse ist dieser Kalender wie gemacht für die LMP2 und GTE-Am-Klasse – zumindest bis 2023. Denn dann wird die durch explodierende Werksengagements befeuerte Top-Klasse den Organisatoren mindestens 2-3 zusätzliche Rennen abverlangen, was die Privatiers wieder zur Randerscheinung machen und das Feld auf deutlich unter 30 Wagen reduzieren könnte. Die letztendliche Feldgrösse wird viel davon abhängen inwieweit die LMDh auch in Kundenprogramme eingebunden werden kann – ein Fakt der sich derzeit bei allen beteiligten Werken noch stark in der Diskussion befindet.
Der Kalender der 10. FIA Langstrecken Weltmeisterschafts-Saison 2022 lautet demnach wie folgt:
12-13.3: Prolog Sebring
18.3: 1000 Meilen von Sebring
7.5: TotalEnergies 6 Stunden von Spa-Francorchamps
11-12.Juni: 90.tes 24 Stunden Rennen von Le Mans
10.7: 6h von Monza
11.9: 6h von Fuji
12.11: 8h von Bahrain
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Historische GT
Eine ganze Reihe von deutschen Piloten tritt ab morgen bei den Rennen der Endurance Racing Legends in Le Mans an. Einer davon ist Pierre Ehret der einen speziellen Ferrari einsetzen wird. Er wird den ex-Farnbacher Racing Ferrari F430-GTC pilotieren.
„Dies ist das selbe Auto mit dem ich 2008 in der ELMS mit Pierre Kaffer und Anthony Beltoise und in Le Mans mit Pierre Kaffer und Lars Erik Nielsen angetreten bin. Das war seinerzeit das letzte Mal das ich in Le Mans auf das GT2-Podium steigen konnte. Wir fahren in unserer GT2B-Klasse gegen eine Reihe von Konkurrenten aus der damaligen Zeit – unter anderem auch gegen die italienische Autorlando Mannschaft mit der ich 2007 auch auf das Podium in Le Mans gelangen konnte. Zwar bringen diese nicht unser damaliges Le Mans-Fahrzeug an den Start, aber hier habe ich zumindest einen Gegner gegen den ich mich bei dieser Gelegenheit messen will.“
19 verschiedene Marken sind im Feld der beiden Demoläufe vertreten. Das Gros des Kontingentes stellt Porsche mit 19 Fahrzeugen. Es folgen 7 Aston Martin, 6 Ferraris, und jeweils 3 Dodge Viper, Riley&Scott Mark III bzw. Dallara SP1-Prototypen. Mit jeweils 2 Fahrzeugen sind Morgan, Lola und Corvette im Feld vertreten. Je ein Auto findet man von Toyota (ein GT1-Supra), Pilbeam, Norma, Maserati, Marcos Keiler, Ford, Courage Bentley und BMW im Feld.
Im Vordergrund steht für Ehret beim Start in den beiden 45 minütigen Rennen der Rahmenveranstaltung aber nicht nur der Spass mit dem alten Einsatzgefährt. „Die Rennen und alle Sessions verschaffen mir die Chance auf zusätzliche 3 Stunden Tracktime. Das ist insbesonders unter dem Aspekt das sich einige Kurven auf dem Kurs seit meinem letzten Auftritt 2014 doch sehr geändert haben eine zusätzliche und wertvolle Trainingsgelegenheit. Und schliesslich kann ich meine Fitness kurz vor dem Klassiker so noch einmal auf Touren bringen.“