Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in FIA-GT3 ( FIA-GT3 )
In der vergangenen Woche hat auch AMG-Mercedes seinen Fahrerkader für 2022 bekannt gegeben. Dieser wird für die kommende Saison fast auf den doppelten Umfang erweitert. Angesichts immer weiter wachsender Programme für die Intercontinental GT Challenge, die Fanatec GT World Challenge Europe powered by Amazon Web Services im ADAC GT-Masters auf der Nürburgring-Nordschleife und in der DTM wird dieser gegenüber dem Vorjahr fast auf die doppelte Grösse erweitert.

Statt 8 offizieller Werksfahrer und einem Piloten speziell für Sim-Racing Wettbewerbe werden nun 10 AMG-Fahrer als offizielle Performance-Piloten , 4 AMG-Junioren und 3 AMG-Expert-Piloten für Sonderaufgaben in der Werkspilotenliste des deutschen Herstellers für den GT-Bereich geführt.
Gegenüber dem Vorjahr wurden die Verträge aller dort vorgestellten 8 Piloten (der Link führt zur Vorstellung und den Portraits der Fahrer) – Maro Engel, Luca Stolz, Maximilian Buhk, DTM-Champion Maximilian Götz, Thomas Jäger, Raffaele Marciello, Daniel Juncadella und Jules Gounon – verlängert. Dieser „AMG-Performance-Fahrer“-Kader wird durch den bereits im letzten Jahr als Junior geführten 29-jährigen gebürtigen Briten Philip Ellis (Bild links) und seinen letztjährigen 27-jährigen österreichischen DTM-Teamkollegen Lucas Auer (rechts) auf 10 Fahrer aufgebohrt.



Hinzu kommen 4 AMG-Junioren von denen 3 bereits in der letzten Saison in AMG-Diensten standen. Patrick Assenheimer, Fabian Schiller und der indische Pilot Arjun Maini (Bild: v.l.n.r.) werden auch 2022 wieder in die Lenkräder diverser Mercedes AMG GT3 evo-Teams greifen. Neu hinzu zu diesem Kader stösst der 27 jährige Kanadier Mikael Greinier, der 2018 mit dem Emil Frey Racing-Team den Silver-Cup Titel der Blancpain Endurance auf einem Jaguar GT3 gewann und der seit 2020 in zunehmenden Masse diverse Mercedes GT4- und GT3-Einsätze bestritt.


Schon im letzten Jahr wurde Greiniers 31-jähriger Landsmann Daniel Morad (li) bereits als Spezialpilot für die Sim-Racing-Einsätze der Affalterbacher Rennfahrzeugschmiede des deutschen Herstellers angeworben - ungeachtet der Tatsache das er auch die GT3-Einsätze des Allegra-Teams in der IMSA-WeatherTech SportsCar Championship bestritt. Diese Position soll er als Expert-Fahrer weiterhin ausüben. Daneben wurden noch die beiden Nordschleifenspezialisten Adam Christodoulou und Manuel Metzger in die neu geschaffene Klasse der AMG Expert Piloten berufen. Daraus lässt sich schliessen das AMG auch in diesem Jahr ein durchgehendes Engagement auf der Nürburgring Nordschleife plant.
Daneben hat AMG mit dem österreichischen Wasseraufbereitungsanlagen-Hersteller BWT ein Sponsorabkommen geschlossen. 5 der Piloten – Engel, Stolz, Götz, Gounon und Marciello - werden in diesem Zusammenhang als Markenbotschafter des Sponsors besondere Unterstützung erhalten.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans Series ( LMS )
Der ACO hat heute die Nennliste der Europäischen Le Mans Serie 2022 veröffentlicht. Die 18.te Saison der europäischen ACO-Serie wird demnach mit einem Feld von 42 Wagen - 17 LMP2, 12 LMP3 und 13 GTE – an den Start gehen. Damit wird in etwa die Grösse des Vorjahresfeldes gehalten, das vor einem Jahr mit 43 Wagen vorgestellt wurde. Allerdings gibt es bezüglich des bereits im letzten Jahr auffälligen Problems der gegenüber den ersten Meisterschaftsjahren deutlich zurückgegangenen Markenvielfalt kaum Besserung zu vermelden.
Zu den Teams: Im Oreca-Cup (in den Vorjahren bekannt als LMP2-Klasse) steigt die Zahl der Mannschaften um eine auf 17 an. Die Zahl der Pro-Am Teams bleibt mit 7 Mannschaften konstant. Dabei geblieben sind die Mannschaften IDEC-Sport und United Autosports (beide allerdings nur noch mit einem Wagen), das Duqueine Team, das Racing Team Turkey, BHK Motorsport, Cool Racing, Graff Racing, die mit 2 Wagen antretende G-Drive Mannschaft und die französischen Panis Racing Mannschaft.
Neu in dieser Saison hinzu kommen die aus dem Formelsport bekannte Prema Racing Truppe, Mühlner Motorsport - die den Liechtensteiner Matthias Kaiser und Thomas Laurent auf ihrem Oreca genannt haben - die gerade in der Asiatischen Le Mans Serie äusserst erfolgreiche Nielsen Racing-Mannschaft, die wie Mühlner und das polnische Team Virage aus der LMP3-Szene aufsteigt, AF Corse und die Rückkehrer von TDS Racing und Inter-Europol Competition. Nicht mehr dabei sind demzufolge die Meistermannschaft des Team WRT, sowie die französischen Ultimate Racing Truppe, deren beider Wagen in die FIA Langstrecken Weltmeisterschaft gewechselt sind und das Dragonspeed Team.
Von 17 LMP3 2021 schrumpft das Feld nun auf 12 Wagen zusammen, wobei es sich hier nun streng genommen um einen reinen Ligier-Cup handelt. Der einzige Duqueine im Feld wird von der Meistermannschaft von DKR Engineering eingesetzt. Daneben starten auch wieder beide United Autosports und Inter-Europol Competition Ligiers sowie die Ligier JS P320 LMP3 von Eurointernational, sowie die Mannschaften von RLR Motorsport und Cool Racing die beide auf ein 2-Wagen-Programm aufrüsten.
Neu dabei ist ein G-Drive Racing Ligier der ebenfalls just seine Premiere bei der Asiatischen Le Mans Serie absolviert hat. Nicht mehr dabei sind die französische MV2S-Equipe, die beiden LMP3 von Graff Racing, der Luxemburger Racing Experience Duqueine sowie die Wagen des Team Virage, von Villorba Corse und BHK Motorsport.
In der GTE-Klasse steigt die Teilnehmerzahl um 3 Autos auf 13 Wagen an. Gegenüber dem letzten Jahr kommen die Hong Konger Truppe von Absolute Racing racing und die Rinaldi Racing Truppe mit 2 Ferraris neu in die Meisterschaft hinzu. Die Mendiger Mannschaft setzt unter anderem die beiden deutschen Privatiers Pierre Ehret und Christian Hook auf den beiden Autos ein. Die Iron Lynx Mannschaft fährt ihr Programm von 3 auf 2 Ferraris zurück. Dafür stockt die Aston Martin Truppe von TF Sport ihr Programm dank des Supports von Oman Racing auf 2 Wagen auf. 8 Ferraris 3 Porsche und 2 Aston werden sich hier um bis zu 3 Le Mans Wildcards für den Klassiker 2023 schlagen.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Asiatische Le Mans Serie
Auch das zweite Rennen des Asiatischen Le Mans Serie in Dubai ist mit einem Sieg des Nielsen Racing Trios Matthew Bell, Ben Hanley und Rodrigo Sales zu Ende gegangen. Die einzige LMP2-Pro-Mannschaft im Feld gewann am Sonntag nach 119 absolvierten Runden den 2.Lauf mit einem Vorsprung von einer Runde auf die am Vortag noch drittplatzierte High Class Racing Crew Andersen/Fjördbach/Weeda, die dieses mal den Pro-Am-Klassensieg einfahren konnte. Mit dem dritten Platz musste sich das Graff Racing Trio Droux/Troulliet/Page begnügen, denen eine weitere Runde auf die Sieger fehlten. Wie am Vortag belegte der ARC Bratislava Ligier JS P217 LMP2 Platz 4. Der slovakischen Mannschaft fehlte am Ende eine weitere Runde auf die Sieger, obwohl man zwischenzeitlich Rang 2 im Gesamtklassement belegte.
In der LMP3-Klasse konnte die britische Nielsen Mannschaft ebenfalls triumphieren. Das altbekannte Stammfahrer Duo Colin Noble und Anthony Wells hatte dieses Mal das bessere Ende gegenüber den beiden CD-Sport Ligier Trios Cresp/Doquin/Palette und Jensen/Adcock/Cauhaupe. Erneut verpasste der Rinaldi Racing Duqueine M30-D08 LMP3 des deutschen Trios Kratz/Weiss/Still mit Platz 4 knapp einen podiumsrang. 30,8s fehlten der deutschen mannschaft am Ende auf P3. Erneut Probleme hatten die wieder lange führende DKR Engineering Duqueine M30-D08 LMP3-Truppe, die nach einem zwischenzeitlichen Stopp auf der Strecke die Fahrt allerdings fortsetzen konnte und die Konrad Motorsport Ginetta, die nach 36 Runden das Rennen ohne Vortrieb aufgeben musste.
Dafür hielt sich Rinaldi Racing dieses Mal in der GT3-Klasse schadlos. Das Ferrari F488 GT3-Trio Davide Rigon, David Perel und Rino Mastronardi gewann den 2-Lauf in Dubai, der eine Stunde später wie am Samstag gestartet wurde und somit eine noch längere Nachtphase aufwies. Bis kurz vor Rennende sah der am Vortag erfolgreiche AF Corse Ferrari noch wie der sichere Klassensieger aus, doch dann kassierte Vincent Abril eine Durchfahrtsstrafe wegen wiederholter Verletzung von Tracklimits im Zweikampf mit Rinaldi-Pilot Rigon. Die Starfe warf die AF Corse Crew auf Platz 3 noch hinter dem Inception Racing McLaren 720 S GT3 des Trios Iribe/Barnicoat/Millroy zurück.
Am nächsten Wochenende finden auf dem in der Nähe gelegenen Yas Marina Circuit die Läufe 3 und 4 der Serie statt.