LS1 - Debüt mit kränkelndem Motor

Lavaggi LS1Ein unerwartet schwieriges Debüt hatte der Lavaggi LS1 zu verzeichnen. 27 Runden und 17 Boxenstopps im Rennen waren am Ende das kuriose und ernüchternde Resultat einer unangenehmen Überraschung, die man auf der Motorenseite hinnehmen musste.

Nachdem das erste PME-6l Ford V8-Aggregat, bei dem die Beseitigung eines Fehlzündungsproblems schon den ersten geplanten Einsatz in Donington verhindert hatte, am Samstag nach dem freien Training  begonnen hatte, sein Öl zu verlieren (eine 1:28.6 – 11. Rang – stand aus der 2. Session als schnellste Runde zu Buche), setzte das Team kurzerhand einen neuen Motor ein und verpasste dadurch das Qualifying. Dieser 2. Block kam jedoch mit dem mühsam erarbeiteten Mapping des ersten Motors nicht zurecht. Die Folge waren abermals Fehlzündungen, die so extrem waren, dass der Motor in langsamen Kurven teils Gas verlor und dann beim Gasgeben in den Kurven urplötzlich die volle Leistung wieder freisetzte. Dies führte zu mehreren Drehern in langsamen Kurven und sogar zumindest einem - glücklicherweise langsam erfolgenden - Einschlag in die Streckenbegrenzungen. Teamchef Giovanni Lavaggi war mehr mit dem Laptop als mit dem Lenkrad in der Hand in der Box unterwegs, während Pilot Pompidou auf der Boxenmauer nur frustriert die Konkurrenten Runde um Runde an sich vorüberziehen sah.

„Es scheint so zu sein, dass die Motoren sehr unterschiedlich ausgelegt sind und jeder Block ein eigenes Mapping braucht“, lautete Lavaggis Schnellanalyse. Das Team wird in den nächsten Wochen Zeit damit verbringen, die Probleme zu fixieren und sicherlich beim LMS-Saisonstart 2007 besser aussortiert sein.

2007 ALMS Terminkalender

Im Rahmen des Petit Le Mans wurde wie gewohnt der Rennkalender für die folgende Saison bekannt gegeben. Die Serie wird nächstes Jahr aus insgesamt 12 Rennen bestehen. Aus dem diesjährigen Kalender hat nur das Rennen in Portland keine Berücksichtigung mehr gefunden. Neu sind Veranstaltungen in St. Peterburg, Detroit und Long Beach. Gerade das traditionsreiche Stadtrennen in Long Beach wird eine absolute Bereicherung sein. Einige der Rennveranstaltungen werden in Kooperation mit den beiden großen amerikanischen Formelrennserien Champ Car und IRL durchgeführt. Außerdem ist festzustellen, dass man zunehmend auf Stadtrennen setzt, um den Zuschauern ein größeres Spektakel bieten zu können. Ob dies eine richtige Entscheidung ist, wird sich zeigen. Es fällt auf, dass man seitens der IMSA immer mehr versucht, die Rennen einigermaßen gleichmäßig über das Jahr zu verteilen. In früheren Jahren gab es meist nur 1-2 ALMS Rennen vor den großen 24 Stunden von Le Mans im Juni. Dieses Jahr waren es schon drei; nächstes Jahr sind es deren fünf.

Der Rennkalender lautet wie folgt:

17. März   Sebring
31. März   St. Petersburg
14. April   Long Beach
21. April   Houston
19. Mai   Salt Lake City
07. Juli   Lime Rock Park
21. Juli   Mid-Ohio
11. August   Road America
26. August   Mosport
01. September   Detroit
06. Oktober   Road Atlanta/Petit Le Mans
20. October   Laguna Seca

Meistgelesene Einzel-Artikel der letzten 2 Wochen