Verfasst von Harald Gallinnis am . Veröffentlicht in Le Mans ( WEC )
Im Anschluss an die 59.ten 12h von Sebring 2011 hat Audi am Sonntag & Montag nach dem Rennen auf dem Kurs in Florida eine verbesserte Version des neuen R18 Tdi LMP1 getestet. In die sogenannte "Baustufe 2" des Audi R18 flossen die Erkenntnisse der bisherigen Testfahrten und Windkanalversuche ein, vor allem im Hinblick auf eine Optimierung der aerodynamischen Effizienz sowie der Kühlung des Innenraums und des V6-TDI-Motors.
Während des viertägigen Tests in Sebring kamen zwei R18 der "Baustufe 2" (Chassisnummern 101 und 102) zum Einsatz, zudem als Referenz ein R15 TDI. Am Steuer der drei Fahrzeuge lösten sich alle zehn Audi-Werkspiloten ab. Dabei wurden mehrere tausend Testkilometer absolviert, bei denen wichtige Erkenntnisse in den Bereichen Fahrzeugabstimmung, Aerodynamik, Reifen, Kühlung und Zuverlässigkeit gewonnen wurden.
Beide Fahrzeuge haben per Luftfracht wieder ihre Rückreise nach Europa angetreten. Ab Montag werden sie bei Audi Sport in Ingolstadt zerlegt und alle Bauteile genauestens analysiert. Zusammengeschraubt werden die Wagen dann erst wieder vor dem offiziellen Testtag in Le Mans am 24. April. Dann wird auch erst das endgültige Design für die 24 Stunden von Le Mans 2011 enthüllt. Das Renn-Debüt des R18 ist für das 6-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps am 7. Mai vorgesehen.
Der Saisonauftakt der FIA-GT1 Weltmeisterschaft in Abu Dhabi ist vom Hexis RacingAston Martin DBR9 von Clivio Picchione und Stef Dusseldorp gewonnen worden. Das italienisch/niederländische Duo widerstand in den letzten Rennminuten beim Nachtrennen auf dem arabischen Kurs den späten Attacken von James Rumsey Motorsport Nissan-Pilot Richard Westbrook, der mit seinem Partner Peter Dumbreck den 2. Platz erzielte. Nach einem sehr gemischten Wochenende erzielte der All-incl.com-Racing Lamborghini Murcielago von Marc Basseng und Markus Winkelhock letztlich den versöhnlichen 3. Platz im Hauptrennen.
Nach dem Qualifying war dem Schwesterauto der deutschen Lamborghini Mannschaft zunächst die gestern erzielte Pole wegen eines kleineren Vergehens im Qualifying aberkannt worden. Am Start wurde Lambo-Pilot Nicky Pastorelli dann zudem in eine Kollision mit dem sich im Feld drehenden Young Driver AMR-Aston und einer Corvette verwickelt. Das Qualirace gewann der Marc VDS Ford GT von Maxime Martin und Fred Markowiecki vor den beiden Nissan GT-R von Dumbreck/Westbrook und Luhr/Krumm.
Verfasst von Harald Gallinnis am . Veröffentlicht in ADAC GT Masters
Mercedes-Benz hat das Entwicklungs- und Testprogramm mit dem neuen Mercedes SLS AMG GT3 erfolgreich abgeschlossen und die Auslieferung von insgesamt 31 Fahrzeugen in der kommenden Saison gestartet. Neun Exemplare des spektakulären Flügeltürers nehmen in dieser Saison das ADAC GT Masters in Angriff. Eingesetzt werden die schwäbischen Supersportwagen im ADAC GT Masters von Heico Motorsport, Black Falcon Racing, Mamerow Racing und MS Racing. Bei einem gemeinsamen Test in Le Castellet in Südfrankreich konnten sich unter anderem Heico Motorsport und die GT-Masters-Neueinsteiger Black Falcon Team mit der Rennversion des SLS vertraut machen sowie erste Abstimmungsarbeiten für die Saison 2011 vornehmen. Im Fokus der Einstellfahrten in Le Castellet standen nicht nur verschiedene Fahrwerk- und Aerodynamik-Setups, die Ingenieure und Techniker hatten auch die Gelegenheit, Boxenstopps und Reifenwechsel zu üben.
Bernd Schneider, fünffacher DTM-Champion für Mercedes-Benz, und der letztjährige ADAC-GT-Masters-Pilot Thomas Jäger waren zusammen mit dem AMG Customer Sports Team als kompetente Unterstützung vor Ort. Bei dem von Mercedes-AMG veranstalteten Rollout-Event am HTTT in Le Castellet standen Bernd Schneider und Thomas Jäger den Teams und Rennfahrern mit Rat und Tat zur Seite. Die beiden ehemaligen DTM-Piloten haben das gesamte Entwicklungs- und Testprogramm mit dem Mercedes SLS AMG GT3 absolviert und sind im Herbst 2010 und im Januar 2011 bei vier Rennen an den Start gegangen. Mit einem Sieg und zwei dritten Plätzen konnte die Rennversion des Flügeltürers ihr Potenzial unter Beweis stellen.
Die Rennversion des Mercedes SLS AMG GT3 wird von AMG in enger Zusammenarbeit mit der HWA AG entwickelt und produziert. Gebaut wird der Retro-Sportwagen bei der HWA AG, der AMG 6,3-Liter-V8-Motor entsteht in der AMG Motorenmanufaktur.
Da deutet sich ein vielversprechender Renntag für das sächsische All-inkl.com-Racing-Team an. Die Mannschaft konnte nach den Bestzeiten in der freien Trainings nun auch die Qualifikationssitzungen für das morgige Qualifying-Race als schnellstes Team abschliessen. Allerdings erzielte dieses Mal nicht der Lamborghini Murcielago von Marc Basseng und Markus Winkelhock die Pole sondern das Schwesterauto von Dominik Schwager und Nicky Pastorelli mit einer 1:51.668. Neben dem Mucielago startet morgen der Young Driver AMRAston Martin von Stefan Mücke und Darren Turner in der ersten Startreihe. P3 ging an den Marc VDS-Ford GT von Fred Makowiecki und Maxim Martin, die den zweiten Young Driver AMR-Wagen von Müller / Enge neben sich stehen haben.
Das Qualifying-Rennen wird morgen ab 10:10 Uhr die zweite Saison der FIA-GT1 Weltmeisterschaft einläuten. Der Livestream wird auf GT1-TV übertragen. Parallel sendet Sport1 das Rennen mit deutschem Kommentar im Free-TV.
Wie einige unserer Leser schnell bemerkt haben, hatte sich in unsere Zeitangaben bezüglich der FIA-GT1 Weltmeisterschafts-Runde in Abu Dhabi ein Fehler eingeschlichen. Das Qualifying Race wird nicht etwa am Freitag um 16:45 sondern am Samstag um 10:10 ausgetragen und somit ebenfalls live von Sport1 übertragen. Freitag laufen lediglich die Qualifikationssitzungen fürs Qualifying Race ab. Das Hauptrennen findet wie bereits erwähnt am Samstag um um 16:42 Uhr statt.
Mittlerweile sind die ersten Tracksessions in Abu Dhabi gelaufen. Dabei gibt es aus deutscher Sicht die erfreuliche News zu vermelden, dass das All-incl.com-Racing Team mit dem Lamborghini Murcielago von Marc Basseng und Markus Winkelhock die Bestzeiten in den bisherigen beiden Sessions erzielen konnte. Das lässt für die im vergangenen Jahr so oft gebeutelte sächsische Mannschaft einiges erhoffen.
Christian Klien kehrt in die LMP-Szene zurück. Der österreichische F1-Pilot und ex-Peugeot-Werksfahrer komplettiert den Aston Martin-Werksfahrerkader für 2011. Klien wird gemeinsam mit Stefan Mücke und Darren Turner bei den 24 Stunden in Le Mans und der Le Mans Serie einen der neuen AMR-One steuern. Der zweite Werkswagen wird an der Sarthe von Adrian Fernandez, Andrew Meyrick und Harold Primat gesteuert werden.
Der 49-fache GP-Teilnehmer Klien kehrt somit in die Sportwagen-Szene zurück, die er 2008 als Mitglied des Peugeot Werksteams kennengelernt hatte. Klien gelang als erstem österreichischen Piloten in der Le Mans Serie ein Sieg bei den 1000km von Spa 2008. In Le Mans kletterte er im selben Jahr als Mitglied der drittplazierten Mannschaft auf das Podium Klien: “Nach 3 Rennen in der Formel 1 2010 wollte ich bei einem Team fahren, das mir durchgehende Renneinsätze auf höchstem Level ermöglichen konnte. Die beste Chance dafür habe ich bei Aston Martin gesehen. Ich war bei meinem ersten Besuch dort sehr beeindruckt von ihrem Wettbewerbsgeist und der fühlbaren Le Mans-Geschichte. Nun werde ich nach dem ersten Lauf des Wagens im kommenden Monat auch in die Entwicklung des Autos eingebunden werden."
Der AMR-One hat unterdessen seine ersten Testläufe im britischen Snetterton erfolgreich absolviert. Ein Debüteinsatz beim Le Mans Serie-Auftakt am HTTT in der kommenden Woche wurde mittlerweile auch bestätigt. Dort wird man mit Stefan Mücke, Harold Primat und Darren Turner antreten. Klien’s erster Renneinsatz soll am 7. Mai beim Intercontinental Le Mans Cup-Lauf in Spa-Francorchamps erfolgen.
Erstmals seit acht Jahren sass der Schweizer Pilot Benjamin Leuenberger am Wochenende wieder hinter dem Steuer eines Panoz. Bei den 59.ten 12h von Sebring 2011 konnte der neue Panoz Abruzzi „Spirit of Le Mans“ nach langen Anlaufschwierigkeiten endlich seine Rennpremiere feiern. Neben Leuenberger startete der Amerikaner Ian James im vom Team PTG betreuten V8-Boliden. Die Tatsache, dass kein dritter Pilot auf dem Wagen gemeldet war, mag als Indiz gelten dass der Einsatz von vornherein als Entwicklungseinsatz angelegt war. Im Rennen sah der Panoz dann auch zwar keine Zielflagge, aber das Fazit des 28-jährigen Solothurners war dennoch positiv.
Dabei hatten die Tests und Trainings in der Rennwoche erste ermutigende Resultate geliefert. In den sechs Sessions vor dem Rennen absolvierte das Schweizer/amerikanische Duo insgesamt 85 Runden - mehr als der Wagen je zuvor gelaufen hatte - und ereichte beim Qualifying eine Bestzeit von 2:04,372. Streckenweise war man sogar schneller als die RSR Jaguars unterwegs. Den West Racing-Lamborghini hatte man zumindest voll im Griff. „Unser Auto war sehr gut fahrbar“, so Leuenberger. „Die Zeiten waren auf Anhieb vielversprechend. In der hart umkämpften GTE-Klasse waren wir recht zügig unterwegs und lagen im Mittelfeld. Für das gesamte Team war das Rennen in Sebring vielmehr ein Test- und Lerneinsatz. Von da her war der Auftakt nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass das Auto von Grund auf neu und noch nahezu ungetestet ist.“
Im Rennen kam Leuenberger dann aber nicht mehr zum Einsatz. Teamkollege Ian James musste den Panoz bereits nach 19 Runden vorzeitig abstellen. „Wir hatten ein Problem mit der Wippenschaltung und anschliessend gab es ein Defekt im Motorumfeld, daher mussten wir das Rennen vorzeitig aufgeben. Das war sehr schade, denn in den Trainings lief das neue Auto nahezu problemlos. Wir haben aber bewiesen, dass der Panoz durchaus grosses Potenzial hat, das Auto braucht nun noch Entwicklungsarbeit.“
Hochgerechnet lässt sich extrapolieren, dass der Panoz zumindest das Potential gehabt hätte bei einem defektfreien Rennverlauf P8 der GTE-Pro Klasse zu erreichen.
„Es steht momentan zur Diskussion, ob wir das nächste ALMS-Rennen in Long Beach im April auslassen, um uns ganz auf die Entwicklungsarbeit und Tests zu konzentrieren. Die Eindrücke, die wir in Sebring vom Auto bekommen haben, sind jedenfalls sehr ermutigend.“
18 Autos sind es am Ende, die am kommenden Wochenende bei der ersten Runde der FIA-GT1 Weltmeisterschaft in Abu Dhabi an den Start gehen. Den beiden neu hinzugekommenen Corvette-Teams droht schon bei der ersten Runde des Jahres Ungemach, da man jeweils nur ein Auto an den Start bringt. Das Exim Bank Team China ist mit einer C6R und – ungeachtet des Teamnamens – mit zwei niederländischen Piloten (Hezemans / Catsburg) unterwegs. DKR Engineering hat zwei französische Fahrer verpflichtet.
Auch heuer startet wieder ein starkes deutschsprachiges Kontingent in der Meisterschaft. Mit Young Driver AMR (Aston Martin/D), dem Swiss Racing Team (Lamborghini/CH) und All-inkl.com-Racing (Lamborghini/D) hat sich die Zahl der einheimischen Mannschaften zwar im Vergleich zum Vorjahr halbiert, jedoch findet sich mit neun Deutschen und einem Österreichischen Piloten ein starkes deutschsprachiges Fahrerkontingent ein. Auf Seiten der Alpenrepublik sitzt mit Karl Wendlinger sicherlich der kompetenteste GT-Pilot des Landes auf einem der Swiss Racing-Lamborghinis, der mit Peter Kox zudem einen vielversprechenden Partner an seiner Seite hat.
Da wir uns im arabischen Raum befinden werden die Rennen am Freitag und Samstag ausgetragen. Das Qualifying Race startet um 10:10 Uhr MEZ am Samstag und das Championship Race um 16:42 Uhr am Samstag. Auf der Website der FIA-GT1 Weltmeisterschaft wird ein Live-Stream vom Rennen zur Verfügung stehen. Sport1 überträgt das Championship-Race und das Qualifying Race live am Samstag.
Langjährige Leser unserer Seiten kennen sicherlich noch Jens Petersen. Der langjährige FIA-GT- und Le Mans Serie-Starter, der im letzten Jahr in der VdeV Endurance Serie engagiert war, startete am vergangenen Wochenende bei den 59.ten 12h von Sebring 2011 erstmals wieder bei einem Top-Rennen auf einem LMPC. Mit dem Ergebnis hätten er (auf dem Podiumfoto in der Bildmitte) und seine Teamkollegen Dane Cameron und Michael Guasch so wahrscheinlich vor dem Rennen am allerwenigsten gerechnet. Der rote Formula Le Mans des Genoa Teams stiess im Verlauf der 12h trotz technischer Probleme bis in die Top-10 vor, gelangte bis auf P9 und erzielte am Ende den Klassensieg in der LMPC-Klasse gegen sieben weitere Konkurrenten.
„Mein Start in die Rennwoche war zunächst eher schwierig. Eigentlich sollte ich am Montag ausgiebig Zeit bekommen, Strecke und Auto kennenzulernen, denn beides war komplett neu für mich. Leider gab es dann ein technisches Problem, sodass ich nicht fahren konnte. In den freien Trainings hatte ich immer wiedes das Pech, gerade dann im Auto zu sein, wenn wieder eine der zahlreichen roten Flaggen rauskamen. So hatte ich vor dem Rennen gerade mal 18 Runden gedreht, was angesichts der buckligen Strecke und dem durchaus speziellen Charakter des Autos nicht optimal war. Aber 12 Stunden sind eine unglaublich lange Distanz, insbesondere bei 60 Autos verteilt auf fünf verschiedene Kategorien und nur knapp 6km Streckenlänge. Zwar hatte ich stets ein positives Gefühl, aber wenn man realistisch genug ist, weiss man, dass es bis zur Zielflagge ein langer Weg ist, mit unendlich vielen Möglichkeiten das Rennen zu verlieren.
Fahrer und Team haben eine Strategie entwickelt, wie dieses Rennen zu fahren sei, und letzlich wurde diese von allen positiv umgesetzt. Nur in meinem letzten Stint hatte ich mit einem defekten Schaltsensor zu kämpfen, sodass sich das Getriebe grösstenteils nicht mehr runter schalten liess und ich rund 70% der Strecke im 5. und 6. Gang fahren musste. Dazu kam, dass auf der gesamten Strecke die reduzierte Gangauswahl mal zur Verfügung stand und im nächsten Moment wieder nicht. Das war schon sehr unangenehm im dichten Verkehr des Rennens, zumal ich natürlich mehrmals offline musste und die Reifentemperaturen auch nicht mehr optimal waren. Trotzdem haben wir uns entschieden, keinen extra Stopp einzulegen, und ich habe mich darauf konzentriert, so konstant wie möglich mit dem bestehenden Problem meinen Stint zu Ende zu fahren. Letzlich konnte ich noch auf P1 liegend in die Box einbiegen, wo das Team beim Routinestopp das Lenkrad gewechselt hat. Danach lief das Auto wieder ohne Probleme. Glücklicherweise, denn das sind genau die Probleme, bei denen Du einen Rennen verlierst.
Letztlich hat es aber gelangt und wenn ich genauer darüber nachdenke, finde ich es immer noch sensationell bei den 12H Sebring die Klasse zu gewinnen - und Platz 9 gesamt mit einem privat eingesetzten LMPC-Auto kann sich ebenfalls sehen lassen. Nach dem Rennen dann nachts auf dem Siegerpodest im Konfettiregen zu stehen, mit dem Siegerpokal in der Hand war ein sehr schöner, unvergesslicher Moment. Die 12HSebring sind definitiv zu Recht ein ganz spezielles Rennen und die Atmosphere ist wirklich grossartig. Ein grosses Dankeschön geht an Genoa Racing, die uns ein zuverlässiges Auto hingestellt haben und mir die Möglichkeit gegebenhaben, dieses Rennen zu gewinnen und an meine Teamkollegen Dane Cameron und Mike Guasch. Ein Sieg bei den 12H Sebring ist schon ein ganz spezieller, einmaliger Moment, schliesslich zählen die 12H Sebring zusammen mit Le Mans zu den beiden bedeutesten Langstreckenklassikern weltweit. Entsprechend sensationell war dieses Jahr das Teilnehmerfeld mit den Werksteams von Audi, Peugeot und BMW und den werksunterstützten Teams von Porsche und Ferrari und einem Fahrerfeld, das absolut dem who is who der internationalen Sportwagenszene entsprach.“
Sebring wird 2011 nicht der einzige LMPC-Auftritt von Petersen gewesen sein, der in zwei Wochen schon sein Le Mans Serie-Comeback plant. „Ich freue mich hier mitteilen zu können, dass ich mit Genoa Racing weiter fahren werde. Geplant sind die Le Mans Series 6H Rennen in Le Castellet, Spa und Imola sowie der 24H Le Mans Testtag, dann zusammen mit meinen Teamkollegen Christian Zugel und Elton Julian.“ Damit startet 2011 neben dem Pegasus Racing-FLM von Mirko Schultis und Patrick Simon ein weiteres Team mit starker deutscher Beteiligung in der Klasse.
Der Wagen, der letztes Jahr überraschend sogar das Rennen stundenlang anführte wurde durch gezielte Optimierung der Hybrid-Komponenten verbessert. Der 911 GT3 R Hybrid in der Version 2.0 soll bei reduziertem Verbrauch die gleichen Rundenzeiten erreichen wie sein Vorgänger. Das generelle Hybrid-Layout wurde vom 2010er-Modell übernommen. Die Leistung der beiden Elektromaschinen stieg jedoch von jeweils 60 auf 75 Kilowatt, was eine Zusatzleistung von rund 200 PS zur Verfügung stellt. Der elektrische Schwungradspeicher, dessen Rotor mit bis zu 40.000 Umdrehungen pro Minute rotiert und die Energie mechanisch in Form von Rotationsenergie speichert, ist nun zusammen mit den übrigen Hybridkomponenten in einer Kohlefasersicherheitszelle im Beifahrerraum untergebracht.
Das Gewicht der Hybridkomponenten wurde um 20% gesenkt. Die großen Kühlöffnungen vor den hinteren Kotflügeln konnten durch Optimierungen am Kühlsystem der Hochvoltkomponenten des Hybridsystems entfallen. Dadurch verringern sich Luftwiderstandund Verbrauch. Insgesamt konnte das Fahrzeuggewicht um 50 Kilogramm reduziert werden. Ebenfalls komplett überarbeitet wurde das Cockpit des 911 GT3 R Hybrid. So wanderte eine Großteil der Anzeigen und Bedienelemente in das Lenkrad. Die restlichen Funktionen werden über hinterleuchtete Tasten auf der dem Fahrer zugewandten Mittelkonsole bedient.
„Wir haben bei den Renneinsätzen am Nürburgring, beim ALMS-Rennen in Road Atlanta in den USA, sowie beim ILMC-Rennen im chinesischen Zhuhai sehr viele Daten gesammelt, die für die Weiterentwicklung unseres Rennlabors sehr wertvoll waren“, sagt Porsche-Motorsportchef Hartmut Kristen. „Der Fokus der Arbeit lag auf Effizienzsteigerung. Das heißt, wir wollen bei ähnlichen Rundenzeiten wie 2010 nochmals weniger Energie von außen zuführen, also weniger Kraftstoff verbrauchen. Damit unterstützen wir die künftige Serienentwicklung von sportlichen Hybridfahrzeugen.“