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Italian GT Open - Racing Box-Dodge Viper GT3

Racing Box - Dodge Viper GT3Auch zur ersten Runde der International GT Open-Serie noch ein Nachtrag: Die Überraschung schlechthin waren die drei von Racing Box eingesetzten GT3-Dodge Viper Competition Coupes. Trotz der wegen noch fehlender FIA-Einstufung um zehn Sekunden verlängerten Boxenstopps konnten alle drei Fahrerbesatzungen mit den meisten GT2-Teams mithalten. Der Doppelsieg in Lauf 1 war zwar vom Regen begünstigt, was aber die Leistungen von Zonca / Bellicchi und Perazzini / Cioci keineswegs schmälern soll. Doch auch für Racing Box verlief das Wochenende nicht ohne technische Probleme: Zonca / Bellicchi mussten gegen Ende von Lauf 1 wegen eines angeschlagenen Getriebes um den Sieg bangen. Weniger Glück hatten Perazzini / Cioci, die auf Grund eines vor dem sonntäglichen Warmup festgestellten Motorschadens zum zweiten Lauf nicht mehr antreten konnten.

Italian GT Open – Siege für GT3-Viper und F430

Die neue „International GT Open“-Serie gab in Monza ihr Debut: Immerhin 27 Autos nahmen das Training für die beiden einstündigen Läufe im Rahmen der WTCC-Veranstaltung auf. In den Qualifyings liessen die drei Racing Box-Dodge Viper-GT3 aufhorchen, als diese sich mitten unter den GT2-Autos locker in die Top Ten der Startaufstellung fuhren.
Playteam-Ferrari 430Kurz vor dem ersten Rennen am späten Nachmittag des Samtags setzte starker Regen ein – und die Fahrer der GT3-Vipern nutzten die Gunst der Stunde: Stefano Zonca / Andrea Bellicchi gewannen sowohl die Gesamtwertung des Laufes als auch die GTB-Kategorie vor ihren Teamkollegen Cioci / Perazzini. Rang 3 auf der Strecke und somit auch der Sieg in der GTA-Klasse ging an Guerrero / Aicart (Mosler MT900R) vor Pier Guidi / Bartyan (Playteam-Ferrari 430, Bild) sowie Euser / Cristoval (Marcos LM600). Wolfgang Kaufmann / Luca Moro erreichten im Renauer-Porsche GT3 RSR den respektablen neunten Rang.
Beim sonntäglichen zweiten Lauf 2 unter trockenen Bedingungen machten die Piloten der GTA-Kategorie die Podestplätze unter sich aus: Pier Guidi / Bartyan siegten vor Guerrero / Aicart und Cressoni / Ruberti (Ferrari 360 GTC). Zwei der Racing Box-Viper Coupes konnten abermals gut mithalten : Lancelotti / Cappellari sowie Zonca / Bellicchi belegten die Ränge 5 und 6. Toni Seiler / Franco Groppi im BMS-Aston Martin DBRS9 wurden trotz eines Ausrutscher zwei Runden vor Schluss noch Zehnte.
Der Punktestand wird aus den Gesamtplacierungen (12-10-8-6-5-4-3-2-1) und dem Klassenrang (10-8-6-4-3) pro Lauf errechnet und lautet nach dem Italian GT Open: Aicart / Guerrero und Pier Guidi / Bartyan (je 36) vor Zonca / Bellicchi (34) und Lancelotti / Cappellari (25). Die nächste Runde der Serie - das French GT Open in Magny Cours - wird Ende April stattfinden.

Matteo Bobbi: GT2

Matteo Bobbi hat beim Team AF Corse unterschrieben und fährt 2006 einen Ferrari 430 in der FIA-GT-Meisterschaft. Seine Kollegen sind Mika Salo, Rui Aguas und Jaime Melo. Der FIA-Champion von 2003 und vorjährige GrandAm-Fahrer Bobbi äußert sich "zufrieden, für ein so wichtiges Team wie AF Corse zu fahren. Der F430 hat mich beeindruckt, es ist ein Auto mit großem Potential. Ich bin mir sicher, daß wir sehr konkurrenzfähig sein werden." - Seinen Speed hat der F430 GTC bereits im ersten Rennen des International GT Open bewiesen.

Erste Bekanntschaft mit dem Auto werden die Fahrer am 11. und 12. April in Dijon schließen.

B-Racing in Istanbul

Für das erste 1000-Kilometer-Rennen der Le Mans Series in Istanbul hat das Team B-Racing RSLine eine interne Umstellung vorgenommen: Michele Bartyan verstärkt das Fahrerteam Benjamin Leuenberger und Norbert Walchhofer am Steuer des Lamborghini Murcielago R-GT. Bartyan ist an sich gemeinsam mit Christophe Bouchut für die FIA-GT-Kampagne von B-Racing verpflichtet.

Wer wird wiederum mit Bartyan gemeinsam in Silverstone beim FIA-GT-Lauf für B-Racing starten? Dort fährt Christophe Bouchut nämlich einen Aston Martin für Cirtek.

Belmondo nun mit Mecachrome & Pirelli

htttbelmondo.jpgBelmondo Racing wird in der kommenden Saison ebenfalls mit neuer Motorisierung ausrücken. Die französische Truppe die in der vergangenen Saison 2 Courage C65-AER einsetzte und die Plätze 3 und 5 im Endklassement mit den beiden Wagen belegte wechselt nun auf Mecachrome-Aggregate. Auch 2006 werden diese ein Ford-Branding tragen, obwohl Ford mit der Vorbereitung der Motoren nicht involviert ist sondern nur Teamsponsor ist. Als Fahrer stehen im Wesentlichen die selben Piloten wie 2005 am Start: Paul Belmondo, Claude- Yves Gosselin, Didier André & Karim Ojjeh werden von Yann Clairay (22 Jahre - 3. des Formel Renault-Eurocup 2005)  und Pierre Ragues (22 Jahre - französischer Formel Campus Champion 2003) unterstützt. Neben Mecachrome hat man sich auch die Werksunterstützung von Pirelli auf der Reifenseite gesichert. Die Italiener warten noch auf ihren ersten LMP2-Sieg in der LMS-Serie. Bei den Teamfarben bleibt es für 2006 weiterhin beim Gulf-Blau – nun aber in einem ansprechenderem Design.

 

Rhino´s GT Series

Der Name der Euro GT-Serie ist Geschichte. Im Rahmen der Genehmigung des Kalenders der von Pierre von Mentlen, sowie Anja & Hein Hartmann organisierten Serie hat die FIA den Organisatoren die Auflage erteilt, die Serie umzubenennen. Da in diesem Jahr die FIA-GT3 Europameisterschaft und die Euro GT Open im südeuropäischen Raum mit ähnlichem Etikett auftreten, sah die FIA hier wohl eine Verwechslungsgefahr vor allem mit der GT3-EM gegeben. Lediglich unter der Vergabe eines vollen FIA-Status (statt einem „FIA-approved“) mit entsprechenden Reglementsänderungen hätte die FIA die Weiterbenutzung des Namens gestattet. Nachdem die Serie in den '90ern als Ferrari-Porsche-Challenge startete und 2001 den Namen in Euro-GT änderte, ist dies nun schon die 2. Umbenennung.

Pierre von Mentlen konnte dem erzwungenen Namenswechsel auch gute Seiten abgewinnen. „Klar sind wir enttäuscht dass die FIA uns nun den Namen entzieht nachdem wir kurz vor dem Start stehen. Aber mit Rhino´s (einem Energydrink-Hersteller, der in der Vergangenheit u.A, als Sponsor am Wieth-Ferrari auftrat) haben wir nun einen langjährigen Sponsordeal abschließen können der uns langjährige Planungssicherheit gibt und mit dem wir unser Eventkonzept realisieren können."

 

Kruse Motorsport 2006 mit Kumho?

krusedesign2006.jpgMit dem ersten Testtag auf dem HTTT war Kai Kruse fast vollends zufrieden. „Es ist nur schade dass uns am Ende noch ein Stabilisator gebrochen ist, sonst hätten wir den Pilbeam in der Zeitenliste auch noch gekriegt. Amsonsten lief fast alles rund – die 3 Fahrer lagen in den Zeiten gut beieinander und wir haben sehr viele Runden zusammen bekommen.“

In diesem Jahr könnte ein besonderer Fokus auf dem deutschen Team liegen. Nachdem man im vergangenen Jahr auf Pirelli-Reifen setzte und zwischenzeitlich mit Dunlop liebäugelte, setzt man bei den Tests in Paul Ricard als einzige Mannschaft auf Kumho-Reifen. „Die Verbesserung die Kumho in diesem Jahr bei Miracle in Sebring erreicht hat, als das Team 3s pro Runde schneller war, hat mich überzeugt. Wir haben dann bei Kumho angerufen und innerhalb weniger Tage waren die Reifen da. Dies sind zwar bislang noch Reifen mit der Vorjahres-Spezifikation aber wir könnten bald neue bekommen“. Neben Miracle würde so Kruse zum weltweit 2. Sportwagenteam werden welches sich mit den Pneus des koreanischen Herstellers in den Wettbewerb stürzen würde.

Allerdings gibt Kai Kuse zu dass der Deal mit Kumho noch nicht 100% in trockenen Tüchern ist, genauso wie der Einsatz von Frank Diefenbacher, der bei den Tests als 3. Pilot am Steuer sitzt. Am Montag wird man sich an der ersten Hälfte des Testtags beteiligen ehe das Team sich auf den Rückweg machen wird.

 

1000km Monza abgesagt!

 Was sich lange abzeichnete ist nun offiziell von der LMS bestätigt worden – die 1000km von Monza sind abgesagt worden. Grund sind die Lärmbeschränkungen die Bürgerinitiativen dem Kurs im Stadtpark von Monza aufgebürdet haben. Der Strecke sind nur noch eine handvoll Events ohne Lärmbeschränkungen zugestanden worden. Die 1000km von Monza hatten wohl wegen ihrer dauer und dem damit verbundenen Lärmpegel ganz oben auf der Streichliste gestanden.

Während der Traditionsevent nun einer ungewissen Zukunft entgegensieht ist die LMS-Organisation bemüht einen Ersatz-Event zu finden. Dies gestaltet sich zu einem so späten Zeitpunkt im Jahr als sehr schwieriges Unterfangen, da fast alle Circuits ihre Planung und die Zuteilung entsprechender Wochenenden schon abgeschlossen haben. Man hofft spätestens zu den 1000km von Istanbul die Ersatzlocation bekannt geben zu können.

 

HTTT Tag 2 - Creation wieder vorne

htttclola.jpgAuch am 2. Tag der Vorsaisontests hat Creation Autosportive die Session auf dem High Tech Testtrack Paul Ricard dominiert. Mit einer 1:44.240 drehte das Team die schnellste Zeit aller 26 noch verbliebenen Teams. Racing for Holland komplettierte die gute Vorstellung dieses Wochenendes mit der 2.schnellsten Zeit am Montag. Hugh Chamberlains Truppe (Foto) konnte mit der 3.schnellsten Zeit das Debüt des neuen LMP1-Lola zur allgemeinen Zufriedenheit abrunden. Endlich in Form präsentierte sich nun auch das Swiss Spirit Racing Team in dem Harold Primat und Marcel Fässler mit der 8.schnellsten Zeit die Getriebeprobleme von gestern vergessen machten konnten.

Schnellster LMP2 war wieder der Meisterwagen von Chamberlain aus dem vergangenen Jahr, der gerade mal 1,5s auf das LMP1-Pendant liegen ließ. Wieder war RML der schnellste Verfolger, doch mit dem nun endlich laufenden Rollcenter-Radical präsentierte sich das neue Projekt von Martin Short beim Roll-out gleich als konkurrenzfähige Konstruktion. Weniger Glück hatte leider die Mannschaft von Kruse-Motorsport: ein Motorschaden beendete die Session des Teams vorzeitig nach nur 17 Runden am Vormittag.

htttlacovette.jpgIn der GT1-Klasse war es wieder die Mannschaft von Labre die mit dem neuen Aston Martin mit einer 1:52.293 die Bestzeit setzte. Endlich bei der Musik präsentierte sich die Mannschaft von Luc Alphand, die sich mit ihrem gelb-blau-weissen Boliden auf Platz 2 der zeitenliste setzen konnte. Oreca war mit dem noch in schwarz gehaltenen Saleen fleissig mit dabei und drehte fast 130 Runden die das Team wie gestern wieder auf Platz 3 der Zeitenliste führte.

Autoorlando setzte die erfolgreichen Tests für Pirelli weiter fort und war abermals fast 2s schneller als der schnellste Verfolger. Dies war am Montag der Ferrari F430 des spanischen Icer Brakes-Teams, gefolgt vom Porsche des IMSA Performance Teams.

Neben Kruse hatten auch die Teams von G-Force, Lister (Motorwechsel) und Racesport Peninsula am Ende wenige Runden auf dem Tableau stehen.  Für einen ersten Eindruck vom Speed den neuen Boliden reichten die 2 Tage allemal. Zusammenfassungen der einzelnen Klassen folgen in den nächsten Tagen.

JLMC - eine Bestandsaufnahme

Nachdem sich im Land der aufgehenden Sonne bereits eine Rennserie für historische Le Mans- Fahrzeuge entwickelt hatte, entschied man sich im Herbst des Jahres 2005 zur Gründung der Japan Le Mans Challenge (JLMC). Diese soll das asiatische Pendant zu den bereits in Amerika (ALMS) und Europa (LMS) bestehenden Serien darstellen. Somit besteht nun rund um den Globus die Möglichkeit die spektakulären Le Mans Renner sehen zu können. Ein weiterer Aspekt, der bei der Gründung der Serie sicherlich eine Rolle gespielt hatte, war, dass man die in den achtziger und neunziger Jahren in Le Mans agierenden japanischen Hersteller wieder für den Le Mans Gedanken interessieren will. Mit der JLMC bietet sich diesen nun eine perfekte Spielwiese  um Le Mans Fahrzeuge auf dem heimischen Markt präsentieren zu können.

In der ersten Saison werden drei Rennwochenenden veranstaltet. Diese sind Sugo am 14. Mai, Motegi am 2. Juli sowie Okayama am 29. Oktober. Die in ALMS und LMS heiß begehrten Le Mans Starplätze werden zumindest in der ersten Saison nicht verteilt.

Bis zum jetzigen Zeitpunkt haben sich erst weinige Teams öffentlich zur Teilnahme an der Serie bekannt:

Bei einem handelt es sich um das aus der Super GT bekannte Team Hitotsuyama Racing, welches seinen Prodrive Ferrari 550 Maranello wieder auf ACO Spezifikationen zurückgerüstet hat. Dies stellt sicherlich eine logische Entscheidung dar, hatte man sich doch mit dem Ferrari in der Super GT Serie sehr schwer getan. Zusätzlich zum Ferrari setzt das Team noch einen Prototypen ein. Man orderte ein Chassis von Zytek aus England. Hierbei handelt es sich um den ehemaligen Zytek Werkswagen (Chassis Nr. 003) mit dem der englische Konstrukteur 2005 zwei Siege in der LMES (Spa und Nürburgring) einfuhr. Bereits 2004 kam der Wagen schon zu Rennehren. In Le Mans zum Beispiel. startete der Wagen vom dritten Startplatz, was den damals nur „Black-Rocket“ genannten Prototypen zum größten Audi Herausforderer für die 24h machte.

Zwei weitere Fahrzeuge, die in der JLMC antreten werden sind die JLOC- Lamborghini. Hinter der Abkürzung JLOC verbirgt sich der 1994 gegründete Japanese Lamborghini Owners Club. Bereits 2005 beim LMES Rennen in Monza gab man mit den vom Hans Reiter vorbereiteten italienischen Stieren ein viel versprechendes Debüt in der Le Mans Szene. Lange Zeit kämpfte man um den Klassensieg mit. Auch eine Startberechtigung für Le Mans 2006 hat man bereits in der Tasche.

Für die GT 2 Klasse haben bisher zwei Porsche Teams gemeldet. Zum einen handelt es sich hier um das Team Kawamura , das einen 911 GT3 RSR einsetzen wird sowie Team Takamizawa, welche auf einen Dunlop bereiften Porsche 911 GT3 RS aus dem Jahr 2001 vertraut.

Bleibt zu hoffen, dass weitere Teams auf den JLMC Zug aufspringen. Gerüchten zufolge ist ein neuer Courage LC70 bereits nach Japan ausgeliefert worden. Auch seitens Aston Martin hat man verlauten lassen, dass man einem Einsatzteam Unterstützung zukommen lassen würde.

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