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Nachlese des zweiten Laufs der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft

Als Nachlese hier einige Fakten vom zweiten Lauf der BfGoodrich Langstreckenmeisterschaft:

Der ehemalige DTM Fahrer Pierre Kaffer fuhr am Wochenende auf dem Porsche Cayman von MSpeed. Nachdem man im ersten Rennen nur auf der 19. Position startete, konnte man sich dieses Mal um 11 Positionen steigern und startete von P8. Damit stand man immerhin vor dem Cayman von Jürgen Alzen Motorsport. Nachdem man während des Rennen nur in der Lage war, aufgrund mehrer Probleme nur Pierre Kaffer fahren zu lassen, war das Rennen eher enttäuschend. Aber trotzdem fühlte man sich in der Lage das Potential des Cayman zu zeigen.

Der BMW M3 GTS „Eifelblitz“ hat weiterhin Probleme mit der Zuverlässigkeit. Diesmal musste man nach 4 Runden aufgrund einer defekten Lichtmaschine an die Box kommen. Ob Georg Berlandy auch weiterhin in das Lenkrad des „Eifelblitz“ greifen wird, steht noch nicht fest. Er hat laut eigenem Bekunden sein Budget schon aufgebraucht.

Mühlner Motorsport hat dieses Jahr nicht weniger wie sieben 24 Stunden auf der Agenda. Man möchte natürlich die 24 Stunden auf dem Nürburgring bestreiten, dazu kommen noch die 24 Stunden Rennen in Tokachi (Japan), Spa-Francorchamps, Zolder, Silverstone, Dubai und Bahrain.

BMW Motorsport wird dieses Jahr nicht mehr auf der Nordschleife offiziell antreten. Beim 24 Stunden Rennen fährt vielleicht trotzdem der eine oder andere Werksfahrer in einem Kunden Z4.

Die zweite Zakspeed Dodge Viper GTS-R wurde am letzten Wochenende von Duncan Huismann und Tom Coronel gefahren. Hierbei handelte es sich um einen Start zur Vorbereitung auf das 24 Stunden Rennen.

Saisonauftakt beim Divinol-Cup Hockenheim

Bei unerwarteten sommerlichen Temperaturen zeigte sich die Formel-1-Rennstrecke von Hockenheim beim Divinol-Cup div1a Saisonauftakt von ihrer besten Seite. Bereits im Training gelang es dem Schweizer Pierre von Mentlen den  V8Star von Swissracing zweimal in die erste Reihe zu pilotieren. „Absolut keine technischen Probleme. So konnte ich hier unbeschert Gas geben“, so von Mentlen nach dem Training strahlend.

Rennen 1 nahm der Schweizer Geschäftsmann von der Pole in Angriff. Den fliegenden Start konnte Porschepilot Klaus Horn, von Platz 2 gestartet, knapp für sich entscheiden. Dahinter v. Mentlen im Sandwich von Thomas Probst und Chaouki Chikhani. Dann Audipilot Herold, Wallenborn im 996 GT2 und Ferraripilot Tony Ring (S). Vorne ging’s kräftig zur Sache. Aber auch im Feld der 50 GT’s und Tourenwagen herrschte beim von allen Fahrern ersehnten Saisonauftakt echte Aufbruchsstimmung, man schenkte sich nichts. In der vierten Runde war v. Mentlen vorn. Leichte Gedränge im Bereich des schnellen hinteren Teils der Strecke gingen zum Nachteil von Prost und Horn aus. Herold musste an die Box. verschiedene kleine Probleme zwingen den schnellen Hessen in Runde 8 ins Aus. Auch Jan Jez (CZ), Mike Holden (der schnellste der 7 Dänen) und Thomas Probst scheiden aus. Karl Knaus (A) rollt nach beherztem Kampf mit Peter Schaub, Chris Kunick, Chris Ehret  und Rene Keyselt mit Kraftstoffproblemen aus. Vorn wurde Pierre v. Mentlen von Robert Wallenborn bedrängt. Der Kerpener lässt sich die schnellste Runde notieren. Dann der Führungswechsel - Runde 9 - Horn geht an die Box, V. Mentlen führt. Wallenborn greift wieder an, ein Rennen der Extraklasse. In der Klasse bis 3,8L gewähren sich die Herren Bezack (CH), Dechent, Renz (CH), Herlitschka, „Dok. Henry“, Schwittay und Jo Kreuer keinen „Kredit“. Auch ein Fight der neuen 997er gegen die älteren GT3-Baureihen von Porsche. „Du kommst gegen die 997er nicht an“, so Reifeningenieur Jürgen Bender leicht skeptisch - er behielt Recht.

Robert Wallenborn konnte alle Angriffe von V8Star v. Mentlen abwehren und gewann. Und das nach durchschraubter Nacht der Crew. Dahinter ein bravouröser Chaouki Chikhani. Er musste verhalten agieren, war er doch erst kurz zuvor noch operiert worden. Perfekt auch was der vierte Mann, der Schwedische Eurosportkommentator Tony Ring auf einem Ferrari 430 von Luge Sportive ablieferte. Nicht übel mit 250 PS weniger im Auto. Als großartiger Gesamt-5. holte Milan Bezak (CH) auf einem Porsche 997 den Sieg in der Klasse bis 3,8L.

Rennen 2 wurde dann zur „one man show“ für Pierre von Mentlen. Der Schweizer führte vom Start weg und geriet über die volle Distanz nicht wirklich in Bedrängnis durch die Porschepiloten Klaus Horn und Chaouki Chikhani. Der Schweizer Marco Seefried mischte auf seinem 997er GT3 anfangs noch beherzt im Gefolge der GT2er mit. Wallenborn hatte alles optimiert. Der Start mit Funkunterstützung – Vollgas und Überholen ab dem Zeitpunkt wenn das Rennen an der Ziellinie gestartet war – das lief alles perfekt. Alle sahen Schwarz in diesem Rennen. Bis auf einen - der V8Star in Gelb. Der sah am Ende das schwarzweiße Tuch als erster und damit gehört v.Mentlen nun zum Kreis der Gesamtsieger in der UHSport-Meisterschaftsfamilie. „Und an einige weitere Gesamterfolge könnte ich mich gut gewöhnen", so der junge Mann, der an den nächsten Cup-Termin in Most durchaus gute Erinnerungen hat. Dort hätte er vor zwei Jahren um ein Haar auf einem Ferrari gewonnen. „Nicht auf meinem“, so v. Mentlen. Aber auch auf einem gelben Boliden damals.

Die weiteren Plätze gingen am Ende an Robert Wallenborn, Klaus Horn, Chaouki Chikhani (LIB), einem großartigen Marco Seefried, Martin Dechent, Milan Bezak, Jürgen Bender, Michael Holden (DK), Christer Bohlin (S) und GT3-Pilot Frank Schreiner.

2. LMP2-Sieg für den Horag-Lola

Nach derben Nackenschlägen Mitte März beim 12-Stunden-Rennen in Sebring, dem großem Tohuwabohu beim Rücktransport des Rennwagens nach Europa und Motorproblemen im Training zeigte sich das Horag-Team für das klassische 1000km Langstreckenrennen in Monza glänzend aufgestellt. Nach 5h platzierte sich der in schweizer Nationalfarben lackierte Lola-B05-40-Judd mit dem Niederteuffener Sportwagenroutinier Fredy Lienhard sowie den belgischen Piloten Didier Theys und Eric van de Poele am Steuer in der LMP2 mit einem klaren 4-Rundenvorsprung auf den britischen RML-Lola AER von Mike Newton/Thomas Erdos auf Platz in der kleinen Prototypenkategorie auf Platz eins.

horagmonzabox Große Genugtuung und riesige Freude herrschten beim Horag-Team, dass bereits vor 2 Jahren auf dem Nürburgring das traditionelle ADAC-1000-Kilometerrennen für sich entscheiden konnte. Teamchef Markus Hotz zeigte sich anlässlich Siegerehrung und anschließender Pressekonferenz sichtlich bewegt. Seine Mannschaft hatte noch in Sebring/USA wegen ärgerlicher Elektronikprobleme kurz vor Rennende den Ausfall des Lolas hinnehmen müssen und bis Dienstag abends letzter Woche noch regelrecht gebannt darauf gewartet, ob denn der Rennwagen rechtzeitig via New York nach Liverpool per Schiff und weiter per LKW in Monza eintreffen würde. Eine Woche verzögerte sich die Rückreise des Lola, so dass an der Sulgener Teambasis keine geplante Totalrevison mehr vorgenommen werden konnte. Alle Service- und Umarbeiten mussten am Donnerstag im Fahrerlager von Monza vorgenommen werden, so auch die Installation eines neuen 520-PS-Judd-Triebwerks.

Schon in den drei freien Trainingsessionen konnte sich der Horag-Lola in vorderen Rängen durch alle Piloten schnelle Zeiten notieren lassen. In der für die Startaufstellung entscheidenden Qualifkation fuhr der ehemalige F1-Pilot Eric van de Poele den Wagen mit der Startnummer 27 auf Platz vier - im Wissen, dass die Startposition selbst für den Ausgang des Langstreckenrennens eigentlich völlig irrelevant ist. Die Techniker des britischen Motorenherstellers Judd, welche die Horag-Crew an den Rennen begleiten, hatten mit der Telemetrie in der letzten Trainingssession festgestellt, dass sich ein Motorschaden am neuen Triebwerk abzeichnen würde. Somit gab es für die Mechaniker wiederum keine Chance auf ein frühen Feierabend: Das bereits in Sebring eingesetzte Achtzylinderaggregat wurde deshalb fürs Rennen wieder deinstalliert.

horagpilots Startfahrer van de Poele setzte sich schon zu Beginn des 173-Runden-Rennens an die zweite LMP2-Klasse und fuhr bereits in der Anfangsphase im 47 Wagenfeld in die Top-10 hinein. Zwei kleinere Kollisionen gab es im Überrundungsgetümmel gegen GT-Fahrzeuge, die am Fahrzeugbug jedoch nur kleinere Beschädigungen verursachten. Nach zwei Stints übernahm Lienhard das Cockpit, der das Tempo der Spitzenfahrzeuge mitgehen konnte. Theys übernahm nach dem dritten Boxenstopp, um in der Endphase wieder an van de Poele zu übergeben. Der Horag-Lola lief zuverlässig wie das sprichwörtliche Schweizer Uhrwerk, während die Konkurrenz strauchelte. Der RML-Lola als stärkster Rivale (Sieger 24 Stunden von Le Mans) mußte wegen Kühlerproblemen auf Grund aufgelesenen Reifengummis einen längeren Boxenstopp einlegen, was den Triumph der international aufgestellten Thurgautruppe endgültig zementierte.

Für Fahrzeugeigner Fredy Lienhard stellt der Erfolg einer seiner größten Erfolge seiner Karriere dar, die bereits 1968 bei lokalen Veranstaltungen auf einem Mini Cooper ihren Anfang genommen hatte. Lienhard relativierte eher bescheiden seine tolle fahrerische Leistung: „Es ging mir eigentlich nur darum, das Auto in gutem Zustand an Didier weiterzureichen.“ Komplimente gaben die drei Piloten an das Team, welches unter schwierigsten Bedingungen einfach eine tolle Arbeit geleistet habe. Der 14-fache Le Mans-Starter Didier Theys etwas flapsig: „Vielleicht sollten wir auch beim nächsten Rennen in Valencia mit dem Schiff anreisen.“ Markus Hotz sprach von einem sehr wichtigen Erfolg und brachte zum Ausdruck: „Heute war einfach ein großer Tag für uns. Es gab eigentlich gar keine Schwierigkeiten. Auf meine Fahrer und die Crew bin ich einfach sehr stolz.“

SCC - Vorschau auf den Auftakt in Hockenheim

Mit der Teilnahme am 3. Jim Clark Revival vom 26.-30. April auf dem Hockenheimring setzt der SCC-Promotor Walter Pedrazza ein erstes Highlight in der Sportscar Challenge Saison 2007. Speziell für dieses Rennen ging man eine Kooperation mit dem Radical Race Cup ein und sorgt so mit 31 Sportprototypen und 6 GT-Fahrzeugen für ein volles Starterfeld .

sccradical In den insgesamt vier Divisionen, je zwei für Sportprototypen und GT-Fahrzeuge,sieht die Teilnehmerliste für den Saisonstart bei den Div.1 Sportprototypen bis 2 Liter Hubraum wie folgt aus:

Nr.30  K.-H.Matzinger /A               PRC-Honda
Nr.31  Y.Haberkorn /F                    Norma-Honda
Nr.32  Th.Wolfert /D                      MRP-Opel
Nr.33  G.Hallau /D                         MRP-Honda
Nr.34  G.Münch /D                         Norma-Honda
Nr.35  H.Uhlig /D                           PRC-Opel
Nr.36  H.Hunziker /CH                  Norma-Honda
Nr.37  A.Bereiter /A                       PRC-Opel
Nr.38  M.Schultis /D                      PRC-Honda
Nr.39  M.Grulich /D                       PRC-Honda
Nr.45  Th.Meidinger /D                  Radical SR3 1.5
Nr.46  Ch.Droop /D                        Radical SR3  1.5
Nr.47  E.Kirchmayr /A                   Radical SR3  1.5
Nr.48  M.Neliubsys /LT                 Radical SR3  1.5
Nr.53  A.Konrad /Schmid /D         Radical SR3  1.3
Nr.54  H.Behler /D                         Radical SR3  1.3
Nr.55  J.Boyd /D                            Radical SR3  1.3
Nr.56  Z.Markovic /HR                  Radical SR3  1.3
Nr.57  T.Tulpe /D                          Radical SR3  1.3

sccmuench Die neun Radical SR3 Fahrzeuge werden wahlweise mit 1,3 oder 1,5 Liter Suzuki Hayabusa-Motoren angetrieben und leisten bei einem Fahrzeuggewicht von 450 kg zirka 205-260 PS.

Mit 19 Teilnehmern, davon zehn Fahrzeugen aus der SCC und sowie neun aus dem Radical Race Cup, bildet die Division 1 das größte Feld. Zum engeren Favoritenkreis zählt neben Mirco Schultis /D im Werks unterstützten PRC-Honda auch der Österreicher Karl-Heinz Matzinger, der ebenfalls einen PRC-Honda pilotiert. Das RWT Racing Team setzt in dieser Saison gleich zwei Norma-Honda ein. Neben dem amtierenden OSK-Meister Gerhard Münch /D (Foto) wird der schnelle Franzose Yvan Haberkorn den zweiten Norma steuern. In wie weit das ehrgeizige MRP-Projekt von Georg Hallau /D und Thomas Wolfert /D weiter entwickelt wurde, bleibt abzuwarten.

Monza 1000km Statistik-Nachlese

Peugeot 908 In bewährter Weise folgt nach den 1000km von Monza ein Statistik-Nachblick, der die Besonderheiten dieses Rennens unterstreicht: Es war das schnellste 1000km-Rennen der LMS-Geschichte. Zum ersten Mal (abgesehen von den „740km von Istanbul“ 2005) wurde trotz einer Safety-Car-Phase die 5h-Marke unterschritten Mit 4h 59min und 20 Sekunden überzeugten nicht nur die Sieger Marc Gene und „Quick Nic“ Minassian mit ihrem Speed – auch in allen anderen Klassen wurden die aus dem Rennen 2005 herrührenden Distanz- bzw. Zeitrekorde eingestellt. In der LMP2-Kategorie erreichte der Horag-Lola die 165 Runden 5min eher als der Belmondo-Courage 2005. Bei den GT1 wurden durch die Alphand-Corvette mit 160 Runden zwei Runden mehr erreicht als der BMS Scuderia Italia-Ferrari 2005 erzielte. Und der GPC-F430 steigerte den Distanzrekord mit 154 Runden gar um drei Runden gegenüber dem Sebah-Porsche 2005. Wer weiß, wie weit die Teams gar gekommen wären, wenn es kein SC gegeben hätte...

  • Mit dem Peugeot 908 FAP Hdi hat sich das erst vierte Fabrikat in die erlesene Liste der Gesamtsieger eingetragen. Das französische Werksteam beendete die Siegesserie des Pescarolo-Teams, das die vergangenen sechs Rennen in Folge gewonnen hatte.

  • Zum ersten Mal tauchen in der LMP1-Klasse und der GT2-Klasse je ein Spanier in den Siegerlisten auf - Marc Gene in der LMP1 und Sergio Hernandez in der GT2 waren die erfolgreichen Iberer.

  • Mit dem zweiten Sieg des aus dem Jahre 2005 stammenden Lola-Chassis des Horag-Teams ist der Lola B05/40 bzw. seine Evo-Versionen nun zum erfolgreichsten Chassis der LMP2-Klasse aufgestiegen. Da der Courage C60 nicht mehr antreten wird, wird diese Statistik für einige Zeit Bestand haben.  Die Schweizer Mannschaft holte in Monza den erst zweiten Sieg für den verbreiteten Judd 3,4l-Motor in dieser Klasse.

  • Ein neues Fahrzeug, Alphand Corvette C6Rein neues Team und drei neue Fahrer konnten sich am Sonntag in die Siegerlisten der GT1-Klasse eintragen. Der Sieg der Alphand-Mannschaft mag überfällig gewesen sein, angesichts des Feuerunfalls am Freitag gebührt der Mannschaft um so größere Anerkennung. Unfassbar, dass auch die am Freitag noch so spektakulär abgefackelte zweite Corvette des Teams auch rennfertig hergerichtet werden konnte und es sogar noch auf das Podium der Klasse in Monza schaffte.

  • In der Liste der erfolgreichsten Fahrernationen der GT1-Klasse haben die Franzosen nun mit den Italienern nach Fahrersiegen gleichgezogen - beide Nationen haben nun je 12 Siege zu Buche stehen.

  • In der GT2-Klasse fehlt dem Ferrari F430 nun nur noch ein Sieg, um mit dem Porsche 996 GT3 RSR als erfolgreichster Wagen der Klasse gleich zu ziehen. Mit nun neun Fahrersiegen ziehen die Italiener hier an der Spitze mit den Briten gleich.

British GT – Donington – Vorschau

07bgtc150Die Nennungen für die zweite Runde der Britischen GT-Meisterschaft am 21./22. April in Donington werden sich nur geringfügig von jenen des Saisonauftaktes unterscheiden. Lediglich das Team Lotus Sport Cadena, welches in Oulton Park nach vielen Problemen mit dem neuen Exige kurzfristig einen Porsche zum Einsatz brachte, soll wieder mit drei Lotus am Start sein.

Die Zahl der Sieganwärter ist heuer so groß wie selten zuvor - zum engeren GT3-Favoritenkreis darf man derzeit die Ferrari 430 von CiM und VRS, den Tech9-Porsche 997 und die Barwell-Aston Martin DBRS9 zählen. Auch die zuletzt vom Rennglück verlassenen Damax-Ascari sowie die RPM-Dodge Viper könnten für eine Überraschung gut sein, der Eclipse-Mosler GT3 hat vorerst wohl nur Außenseiter-Chancen.

International GT-Open – Vallelunga – Entry

07gtes101Das Entry für die GT-Open-Läufe am 21. und 22. April in Vallelunga umfasst 36 Fahrzeuge: In der Kategorie GTA (GT2 und National GT) sind 20 Mannschaften gemeldet - mehr als die Hälfte davon setzen Ferrari F430 ein. Weiters werden drei Porsche, die beiden „GT2-Dodge Viper“ von Racing Box, ein Mosler MT900R sowie drei Exoten von Sunred – zwei der neuen SR21 und ein Seat Toledo – das GTA-Feld komplettieren. An Piloten aus unseren Breiten sind Philipp Peter (GPC-F430) und Richard Lietz / Joel Camathias (Autorlando-997 RSR) zu erwähnen.

In der GTS-Klasse (= GT3) sollen zwei Lamborghini Gallardo des italienischen Teams Mik Corse sowie ein Ferrari F430 der französische Equipe Sport Garage auf insgesamt fünf Dodge Viper Coupes treffen. Die GTB-Kategorie wird mit sieben Challenge-Ferrari und einem Marcos Mantis besetzt sein.

Land-Motorsport gewinnt 2. Lauf der Langstreckenmeisterschaft

Strahlender Sonnenschein und 193 gestartete Fahrzeuge zogen beim 32. DMV 4-Stunden-Rennenland_motorsport_2._lauf der Renngemeinschaft Düren 30.000 Zuschauer an den Nürburgring. Die Fans sollten nicht enttäuscht werden, denn der zweite Lauf zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft war von Beginn an spannend. Die Entscheidung um den Rennsieg fiel erst zwei Runden vor Ende, als sich Marc Basseng, Marc Hennerici und Dirk Adorf im Porsche 911 GT3 RSR von Land-Motorsport gegen die bis dahin Führenden Michael Bäder, Tobias Hagenmeyer und Markus Gedlich durchsetzten. Im Ziel hatte das Trio im BMW M3 nach 27 Runden einen Rückstand von 41,120 Sekunden auf die Sieger. Platz drei ging an Claudia Hürtgen und Johannes Stuck, die im BMW Z4 M-Coupé von Schubert Motors zum zweiten Mal in Folge auf das Podium fuhren.

Schon nach dem Zeittraining war abzusehen, dass es im Kampf um den Gesamtsieg spannend werden würde. Christian und Peter Mamerow sicherten sich mit 8:16.505 Minuten die Pole-Position vor dem Land-Porsche. Die beiden Top-Teams trennten nur 1,404 Sekunden. „Ich war schon etwas überrascht, mit unserer Trainingszeit nur auf Platz zwei zu stehen“, gestand Basseng, der sich noch in der ersten Runde an die Spitze setzte. Was folgte, war ein spannender Zweikampf um die Führung, bei dem die beiden Porsche-Piloten im Abstand von weniger als einer Sekunde um 24,433 Kilometer lange Kombination aus Nürburgring Kurzanbindung und Nordschleife jagten.

getrag_lauf_2 Beide Top-Teams hatten im Verlauf des Rennens mit Problemen zu kämpfen. Während die Land-Truppe nach einer Kollision im Streckenabschnitt Brünnchen und einem Reifenschaden zwei Mal unplanmäßig die Box ansteuerte, erwischte es Peter Mamerow in Runde 15 schlimmer. Nach einer Berührung mit einem zu überrundenden Fahrzeug schlug der Routinier heftig in die Streckenbegrenzung ein, wobei der Porsche 911 GT3 RS stark beschädigt wurde. „Das war absolut unnötig“, ärgerte sich Peter Mamerow und Christian ergänzte: „Wir haben das Rennen an der Spitze kontrolliert und der zweite Sieg in Folge war für uns in Reichweite.“

Nach einer starken Leistung freute sich vor allem Marc Hennerici über seinen ersten Sieg: „Ich habe 2002 mein erstes Rennen in der Langstreckenmeisterschaft bestritten, heute stehe ich auf dem Podium ganz oben. Für mich, als Junge aus der Eifel, ist das ein ganz großer Moment.“ Zufrieden waren auch die Zweitplatzierten.schubert_lauf_2 „Das war ein perfektes Rennen“, sagte Gedlich. „Mit dem Land-Porsche können wir von der Leistung her nicht mithalten - Platz zwei ist für uns ein großer Erfolg.“ Die Drittplatzierten Hürtgen/Stuck haderten ebenfalls mit technischen Problemen, konnten sich aber mit konstanten Rundenzeiten in der Spitzengruppe behaupten. „Es war unerträglich heiß in unserem Fahrzeug, zudem ist die komplette Elektronik ausgefallen“, sagte Johannes Stuck im Ziel. „Die Hauptarbeit hat heute Claudia gemacht - ihre Leistung war unter den Bedingungen wirklich außergewöhnlich.“ Platz vier belegten Volker Strycek, Andreas und Ralf Schall im Opel Astra V8 Coupé. Ihre erste Zielankunft im neuen Porsche Cayman feierten Jürgen Alzen und Patrick Simon als Fünftplatzierte. Hinter den beiden von Manthey Racing eingesetzten Porsche mit Sabine Schmitz und Klaus Abbelen sowie Georg Weiss, Michael Jacobs und Dieter Schornstein fuhren Heinz-Josef Bermes und Jochen Krumbach zum zweiten Klassensieg bei den Porsche Cup-Fahrzeugen (Baureihe 997). 

Diese Informationen stammen von der Homepage der VLN, wo man noch weitere Infos zur Meisterschaft bekommt.

Feuerunfall bei Luc Alphand Aventures in Monza

feuermonza Zunächst die gute Nachricht: Dieses Inferno haben die beiden verletzten Mechaniker des Luc Alphand Teams überlebt und beide befinden sich nach Angaben des Teams ausser Lebensgefahr. Allerdings liegt Chefmechaniker Pierre Chaeller derzeit noch in einer Mailänder Spezialklinik, wo seine Verbrennungen 1.-2. Grades von Spezialisten versorgt werden. Man kann nur erleichtert sein, dass hier nichts Schlimmeres passiert ist, bei einem Unfall, der allen Beteiligten wieder einmal vor Augen geführt hat, welche Gefahren während eines Rennens in der Boxengasse lauern können.

Teammanager Phillipe Poincloux hatte noch keine Erkenntnisse, wie es genau zu dem Unfall gekommen ist „Das Feuer hat leider zu viel zerstört, als das wir das dann genau rekonstruieren konnten. Es scheint, dass der Schlauch von der Tankanlage plötzlich abgesprungen ist und sich dann etwa 10l Sprit unter den Wagen ergossen haben. Unsere beiden Leute die dem am Nahesten standen haben auch einige Liter abgekriegt.“ Das Benzin entzündete sich anschließend an dem heissen Wagen und sorgte für den schlimmsten Feuerunfall, den die LMS bislang erlebt hat.

Derzeit arbeitet das Team bis zur Stunde an der Wiederherstellung der C5R für das Rennen, auch wenn eine Rückkehr zur Tagesordnung der sympathischen französischen Truppe schwer fällt. Luc Alphand, der zeitgleich zu dem Unfall seines Teams mit der C6R die schnellste GT1-Runde bei den Freitags-Trainings drehte: „Wir werden das nächste Training auf jeden Fall auslassen. Einige unserer Jungs stehen noch unter Schock und der Ausfall unseres Chefmechanikers muß erst mal kompensiert werden. Für das Rennen hoffen wir beide Wagen wieder parat zu haben.“

In Le Mans hat der ACO in diesem Jahr erstmals für alle Journalisten und Fotographen, die in die Boxengasse wollen, feuerfeste Overalls vorgeschrieben. Seit gestern dürfte auch dem Letzten klar sein warum ...

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