Verfasst von Harald Musileck am . Veröffentlicht in Britische GT
Mit zwei Lamborghini Gallardo GT3 werden Team Modena und team48 gemeinsam in die neue Saison der Britischen GT-Meisterschaft gehen. Dies ist der Beginn einer auf vorerst drei Jahre ausgelegten Zusammenarbeit, wobei die vom Ex-Fussballer Luther Blissett gegründete team48-Crew als Fernziel eine Teilnahme an den 24h von Le Mans hat.
Für die vier Fahrerpositionen kann aus sechs Kandidaten ausgewählt werden: Neben BIissett selbst stünden auch Calum Lockie, Les Ferdinand, Kevin Haggarthy, Darelle Wilson und Matthew Gore zur Verfügung.
Verfasst von Harald Gallinnis am . Veröffentlicht in Le Mans ( WEC )
Wie gestern offiziell verkündet geht Aston Martin 2009 werksseitig mit zwei Lola-Coupés in der LMP1-Klasse an den Start. Wie bereits berichtet will das britische Werk damit den 50. Jahrestag seines bislang einzigen Gesamtsieges an der Sarthe zelebrieren. Mit an Bord der von Gulf gesponsorten Boliden, deren erste Entwürfe gestern auf der Aston Martin Homepage veröffentlicht wurden, ist auch wieder Stefan Mücke. Der Berliner Ex-DTM-Pilot ist seit letzter Saison Werksfahrer bei Aston Martin, nachdem über seinen Teamchef Antonin Charouz der Kontakt zum Team zustande gekommen war. Mückes Fahrerkollegen, die mit ihm gemeinsam im neuen Aston-Martin-Boliden bei den 24 Stunden Rennen von Le Mans sowie in der Le Mans Serie an den Start gehen, sind die beiden Tschechen Tomas Enge und Jan Charouz.
Mücke geht mit hohen Erwartungen in die neue Saison „Ich freue mich schon sehr auf die neue Saison. Es ist für mich eine große Ehre und ein riesiger Ansporn, mit Aston Martin Racing in einem weiter verbesserten Auto zu fahren. Ich denke, wir sollten mit dem Werksengagement in der Lage sein, den Diesel-Werksautos Paroli um den Gesamtsieg in Le Mans bieten zu können. Auf jeden Fall wollen wir an die Erfolge der vergangenen Saison anknüpfen.“ Dort fuhren Mücke und Charouz Jr. Lola-Aston zweimal aufs Podest - als Dritte beim Auftakt in Barcelona und als Zweite zum Abschluss in Silverstone. In der LMS-Gesamtwertung wurde das Duo Fünfter hinter den Fahrern der Diesel-Werksautos von Audi und Peugeot. Bei den 24 Stunden von Le Mans fuhr Stefan Mücke 2008 einen neuen absoluten Rundenrekord für Benzinautos.
Verfasst von Harald Musileck am . Veröffentlicht in Sonstige GT
Die Verantwortlichen der Brasilianischen GT-Meisterschaft setzen Maßnahmen, die wohl primär das Interesse der Teilnehmer aus dem Amateur-Lager aufrecht erhalten sollen: Künftig gibt es ein neues Punktesystem, welches – statt bisher den ersten acht - nunmehr den ersten fünfzehn Mannschaften jedes Laufs zu Zählern für die Gesamtwertung verhilft (20, 17, 15, 13, 11, 10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1). Weiters sind vier Streichresultate vorgesehen. Vor dem Hintergrund der Einteilung der Piloten in die Kategorien Platin, Gold, Silber und Bronze wird auch eine separate „GT Masters“-Wertung für jene Cockpit-Besatzungen geführt, in denen zumindest ein Fahrer den Bronze-Status hat.
Krise? Welche Krise? Da hat man angesichts der wirtschaftlichen Lage um die Größe des LMS-Feldes für 2009 Sorgen und Ängste ausgestanden - und nun überrascht uns die LMS-Organisation mit einem Entry von angeblich 49 Autos für das kommende Jahr. 12 LMP1, 16 LMP2, 4 GT1 und 17 GT2 sollen demnach das Feld für die fünf Rennen umfassende 1000km Serie bilden. Doch bei genauem Hinsehen tauchen dennoch einige Fragezeichen auf. Mehrere der Teams in der Liste haben schon angekündigt, nicht die gesamte Saison über anzutreten und einige Entrys sind entweder fraglich oder noch nicht ausreichend bemannt. Daher sollten sich die Fans schon einmal geistig auf ein durchschnittliches Feld von 40 Autos pro Rennen im kommenden Jahr einstellen – und jeden Wagen mehr als Bonus betrachten.
Aston Martin Racing
GB
Aston Martin
AM 6000A
Aston Martin Racing
GB
Aston Martin
AM 6000A
Signature Plus
F
Courage-Oreca LC70
Judd GV5.5S2 5500A
Team Oreca Matmut
F
Courage-Oreca LC70
AIM
Team Oreca Matmut
F
Courage-Oreca LC70
AIM
Speedy Racing Team Sebah
CH
Lola B08/60
AM 6000A
Team Kolles
D
Audi R10 Tdi
Audi 5500 Tdi
Team Kolles
D
Audi R10 Tdi
Audi 5500 Tdi
Pescarolo Sport
F
Pescarolo
Judd GV5.5S2 5500A
Pescarolo Sport
F
Pescarolo
Judd GV5.5S2 5500A
Team LNT
GB
Ginetta-Zytek
Zytek 4000A
Strakka Racing
GB
Ginetta Zytek
Zytek 4000A
Zu den Details: 3 Courage, 3 Lola-Aston (bzw. Aston-Lola), 2 Audi R10, 2 Pescarolo und 2 GinettaZytek gehören im Feld der Top-Klasse LMP1 zu den permanenten Nennungen. Überraschenderweise hat naben dem Strakka RacingZytek auch LNT eines der britischen Chassis genannt. Peugeot ist in der Liste nicht vertreten, soll aber, genauso wie Epsilon Euskadi, vereinzelte LMS-Rennen auf der Agenda haben. Die Franzosen wollen ihr Programm erst am 8. Februar bekannt geben. Damit würden sie für den Titel wohl kaum in Frage kommen. Dieser wird wohl eher zwischen dem Aston Martin-Werksteam und den R10 des Futurecom TME Teams entschieden werden - mit Zytek, Oreca-Courage und Pescarolo als Mitkonkurrenten.
5 Lola, 3 Zytek, 2 Lucchini, 2 Pescarolo und je ein Radical, Porsche, WR und Courage bilden das LMP2-Feld für dieses Jahr. Hier dürfte der Titel zwischen den Lola-Teams von Racing Box, Ray Mallock Ltd., Speedy-Sebah und Kruse-Schiller Motorsport sowie den drei Zytek von GAC, Barazi und dem Quifel-ASM Team zu vergeben sein. Dicke Fragezeichen stehen hier auf jeden Fall noch hinter den beiden Lucchinis von SCI/Randacchio und dem neuen Team Bull Racing, angesichts der eklatanten Homologationsprobleme von denen Kunden des italienischen Herstellers im vergangenen Jahr betroffen waren. Beim Horag-Racing RS Spyder muss zudem der Umfang des Engagements und die Besatzung noch festgezurrt werden.
RML
GB
Lola B08/80
Mazda-AER 1998 T
Bruichladdich Bruneau
GB
Radical SR9
AER P07 I4 1998T
Horag Racing
CH
Porsche RS Spyder
Porsche MR6 V8 3397A
Racing Box
I
Lola B08/80
Judd DB V8 3397A
Racing Box
I
Lola B08/80
Judd DB V8 3397A
Barazi-Epsilon
F
Zytek 07S
Zytek ZG348 3400A
Speedy Racing Team Sebah
CH
Lola B08/80
Judd DB V8 3397A
Oak Racing
F
Pescarolo
Mazda-AER 1998 T
Oak Racing
F
Pescarolo
Mazda-AER 1998 T
WR Salini
F
WR 08
Zytek ZG348 3400A
Pegasus Racing
F
Courage-Oreca LC75
AER P07 I4 1998T
ASM Team Quifel
P
Ginetta Zytek 09S
Zytek ZG348 3400A
GAC Racing Team
CH
Zytek 07S
Zytek ZG348 3400A
Ranieri Randacchio
I
Lucchini
Nicholson McLaren
Bull Racing
I
Lucchini
Judd DB V8 3397A
Kruse Schiller Motorsport
D
Lola B09/86
Mazda-AER 1998 T
IPB Spartak Racing
RUS
Lamborghini Murcielago R-GT
Lamborghini 6000A
ARC Bratislava
SLO
Saleen S7R
AM 6000A
Full Speed Racing
GB
Saleen S7R
AM 6000A
Noel Del Bello Racing
F
Ferrari F550 Maranello
Ferrari 5000A
Nur vier Autos sollen die GT1-Klasse permanent beschicken. Neben den beiden Saleen von Full Speed (nur ein Pilot bislang fixiert) und ARC/Kaneko (wir berichteten) hat auch Reiter Engineering einen Murcielago für die Serie genannt, der wiederum von Kox / Rusinov bewegt werden soll. Das Fragezeichen im Feld hängt über der Nennung eines Noel del Bello-Ferrari F550. Das aus der Vergangenheit bekannte französische Team muss noch die Besatzung des GT1 festzurren.
9 Ferrari, 3 Porsche, 3 Aston Martin Vantage sowie je ein Lamborghini Gallardo GT2 und Spyker Laviolette bilden das GT2-Feld. 17 Autos - das verspricht Klasse und packende Kämpfe. Gleich drei Ferraris wird die Truppe von Horst Farnbacher betreuen. Dabei leistet man sich den Luxus alle drei Fahrzeuge auf Pneus von drei Reifenfabrikanten laufen zu lassen: Michelin, Dunlop und erstmals auch Hankook werden das Team Farnbacher zum rollenden Reifenlabor für Ferrari-Haustuner Michelotto befördern. Ferner werden die Teams Virgo, JMB, JMW und Easyrace auf die italienischen Boliden setzen. Porsche hat mit IMSA-Performance und Proton Febermayr (2 Wagen) nur noch drei Eisen im Feuer. Dabei hat man aber mit Lieb / Lietz eine Paarung geschmiedet, an der sich die Ferrari-Mannschaften die Zähne ausbeissen könnten. Auch Porsche setzt in diesem Jahr wieder auf Michelins. Wird der „Lili“-Porsche damit den Dunlops von Ferrari Paroli bieten können? James Watt Automotive und Drayson-Barwell sind die offiiellen Vantage-Einsatzteams, wobei James Watt Automotive noch keine Details zu den Fahrerbesatzungen der beiden gemeldeten Wagen verlautbaren kann. Reiter Engineering bringt mit dem ADAC-GT-Masters Vizemeister Duo Haase / Thurn und Taxis und dem neuen Gallardo LP 560 GT2 einen der interessantesten neuen Wagen an den Start. Als letzter Spyker bleibt dieses Jahr der Werkswagen der niederländischen Manufaktur übrig, dessen Besatzung auch noch nicht fix ist.
IMSA Performance Matmut
F
Porsche 997 GT2
Porsche B6 3795A
Team Felbermayr Proton
D
Porsche 997 GT3 RSR
Porsche B6 3795A
Easyrace
I
Ferrari F430 GTC
Ferrari V8 3997A
Snoras Spyker Squadron
NL
Spyker C8 Laviolette GT2R
Mader Audi 3800A
Team Felbermayr Proton
D
Porsche 997 GT3 RSR
Porsche B6 3795A
Hankook Team Farnbacher
D
Ferrari F430 GTC
Ferrari V8 3997A
Farnbacher Racing
D
Ferrari F430 GTC
Ferrari V8 3997A
Farnbacher Racing
D
Ferrari F430 GTC
Ferrari V8 3997A
JMW Motorsport
GB
Ferrari F430 GTC
Ferrari V8 3997A
James Watt Automotive
GB
Aston Martin Vantage
AM V8
Drayson Racing
GB
Aston Martin Vantage
AM V8
Reiter Engineering
D
Lamborghini Gallardo LP560
Lamborghini
James Watt Automotive
GB
Aston Martin Vantage
AM V8
Virgo Motorsport
GB
Ferrari F430 GTC
Ferrari V8 3997A
JMB Racing
MON
Ferrari F430 GTC
Ferrari V8 3997A
JMB Racing
MON
Ferrari F430 GTC
Ferrari V8 3997A
Somit dürfte auch dieses Jahr die Le Mans Serie die gewohnte Show bieten. Angesichts des Rückzuges der Werksteams von Audi und Peugeot ist in allen Klassen der Wettbewerb völlig offen. Somit dürfte sich der Besuch der Rennen auf jeden Fall lohnen.
Verfasst von Harald Gallinnis am . Veröffentlicht in DMV-GTC
DMV-Tourenwagen Challenge Promoter Gerd Hoffmann darf optimistisch in die Saison 2009 blicken. Der Saarländer geht als Serienveranstalter bereits in seine 20. Saison. Und er schreibt nicht nur eine Serie, sondern gleich vier aus. Was vor 20 Jahren mit dem Hockenheimpokal begann, weitete sich schnell aus. UHSport-Divinol-Cup, UHS-EM-Trophy, UHSport-Winterserie und als derzeitige Krönung nun die DMV-Challenge stehen hoch im Kurs bei Fahrern aus über zehn Nationen. Und das nicht nur bei Teams aus Europa. „Die meisten unsere Fahrerinnen und Fahrer kommen aus Deutschland sowie den direkten Nachbarländern. Die maximale Starterzahl bestand bisher aus 55 Teams. Trotz vieler Festeinschreibungen können wir aber meist auch etliche Gaststarter berücksichtigen“, so Manager Hoffmann.
Verfasst von Harald Musileck am . Veröffentlicht in VdeV Serien
Die Konkurrenten der in der VdeV Endurance Proto zuletzt - trotz Meistertitel für ein Ligier-Team - dominierenden Norma M20F rüsten nach:
Neben dem Ligier JS51 und dem Juno CN2009 könnten heuer auch noch andere Chassis-Neuheiten in der VdeV zu sehen sein. Den Pilbeam MP98 Virage (Bild) kennt man ja bereits von Einsätzen bei den VdeV UK-Läufen, auch der britische Konstrukteur Bicknell soll an einem neuen Auto arbeiten. Weiters fiel der klingende Namen Reynard im Zusammenhang mit einem angeblichen CN-Projekt.
Verfasst von Harald Gallinnis am . Veröffentlicht in Le Mans ( WEC )
Ietoshi Kaneko ist den Lesern unserer Site als Besitzer des T2M-Teams bekannt, das mit diversen Porsche und zuletzt einem Dome LMP2 zwischen 2003 und 2007 insgesamt viermal in der Le Mans Serie und in Le Mans antrat. 2008 war er an der Sarthe beim Terramos Team engagiert, das er bei seinem ersten Auftreten in Le Mans unterstützte. Nun wird er 2009 zwar nicht mit eigenem Wagen aber unter eigenem Namen wieder in der Szene präsent sein - als Teammanager des ARC Slovakia / Kaneko Racing-Saleen Teams.
„ARC Bratislava wird mit ihrem eigenen Team den Einsatz des Wagens übernehmen. Seitens Kaneko Racing werden wir für das Team den Kontakt zum ACO, zu den Organisatoren sowie zu einigen Sponsoren übernehmen. ARC hatte ja schon einen älteren Ex-Konrad-Saleen in den letzten Jahren eingesetzt, hat aber nun für die geplanten Engagements 2009 einen der Ex-Oreca-Saleens erworben. Allerdings wird unser Team nicht alle Rennen bestreiten, auch wenn eine Nennung für die gesamte Saison abgegeben wurde. Die 1000km am Nürburgring muss das Team auslassen, da es dort Sponsorenverpflichtungen für die parallel stattfindende tschechische Langstreckenmeisterschaft gibt. Auch für Le Mans hat das Team eine Nennung eingereicht. Hier warten wir aber noch die Bestätigung unserer Nennung durch den ACO ab. Auch die asiatische Le Mans Serie werden wir versuchen in unseren Terminkalender einzubinden.“
Somit könnte es sein, dass dieses Jahr an der Sarthe drei Saleen-Teams starten. Neben der bereits vermeldeten Nennung des Full Speed-Saleens durch die Graham Nash-Mannschaft und dem ARC/Kaneko-S7R hat auch Larbre Competition eine Nennung für den in der letzten Saison in der FIA-GT Meisterschaft und Le Mans Serie eingesetzten Saleen eingereicht. Als Mitwettbewerber werden 2009 die Corvettes des Werksteams sowie eine Luc Alphand Aventures-Corvette, mindestens ein Lamborghini des Reiter Teams und einige Aston Martin-Privatteams beim 24h Marathon erwartet.
Der britische Sportwagenteamchef Hugh Chamberlain verlagert seine Hauptaktivitäten 2009 in den FIA-GT4 Europacup. In den vergangenen Jahren war sein zusammen mit Bob Berridge betriebenes Chamberlain Synergy Team in der Le Mans Serie und beim 24 Stunden Rennen von Le Mans mit einem Lola LMP1 unterwegs. Ende des vergangenen Jahres wurde das Chassis an die amerikanische Autocon Motorsports Mannschaft in die ALMS verkauft.
In der Zwischenzeit hat Chamberlain ein GT4-Team für die Betreuung von Aston Martin Vantage N24-Besitzern gegründet. Damit wird Chamberlain im kommenden Jahr im FIA-GT4 Europacup mehrere der britischen GT-Boliden an den Start bringen. Allerdings hat Chamberlain die Pläne, auch in diesem Jahr wieder an der Sarthe zu starten, noch nicht ganz begraben. Jedoch ist offen, in welcher Klasse und mit welchem Fabrikat die britische Mannschaft derzeit einen Start erwägt.
In Neuseeland ist die Motorsportsaison voll im Gange: Die nationale GT3 Cup Challenge hat dort neben den sechs zur Gesamtwertung zählenden Rennwochenenden auch zwei weitere publikumswirksame Events auf dem Terminplan – die Auftritte in Rahmenprogramm der A1-GP-Openwheeler in Taupo von 23.-25.01. sowie der V8 Supercars in Hamilton im April. Die beiden 50-Minuten Läufe auf der 3,5 km langen Strecke des Taupo Motorsport Park auf der Nordinsel Neuseelands gewannen Matt Halliday / Jono Lester jeweils vor Jody Vincent / Johnny Reid sowie Darryn Henderson / Aaron Slight – Letzterer ist sicher vielen noch aus seiner Zeit im Motorradsport ein Begriff.
Die Entscheidung um den Challenge-Titel hat bei den noch ausstehenden Runden in Manfield (Ende Februar) und Pukekohe (Mitte März) zu fallen. Craig Baird (845 Punkte) führt nach vier Runden mit je drei Sprintrennen das Gesamtklassement an – durch mehrere Laufsiege profilierte sich zuletzt David Reynolds (Bild; 777 P.) als dessen stärkster Gegner.
Im ersten Rennviertel schien für die Brumos-Mannschaft mit der Startnummer #58 schon alles verloren zu sein. Antonio Garcia befand sich auf Rang 2 der Gesamtwertung, als er kurz nach Beginn der Nacht den Brumos-Riley Porsche in Führung liegend in die Reifenstapel des Daytona Speedway pflanzte. Zwar war der Wagen nicht schwer beschädigt, aber man verlor zwei Runden beim nötigen Wechsel der Fahrzeugnase.
Es spricht für die über Jahrzehnte erfahrene Mannschaft, dass sie es schafft, den zeitweise drei Runden zurückliegenden Wagen wieder durch geschicktes Taktieren während der Gelbphasen in die Führungsrunde zurückzuholen. Damit bereitete man die Bühne für ein Finale Furioso: Als nach der letzten von insgesamt 25 Gelbphasen wieder auf Grün geschaltet wurde, waren noch der Ganassi-Lexus-Riley mit der Nummer #01, die beiden Brumos-Wagen und der Sun Trust-Dallara – als Bester der „Nicht-Riley-Klasse“ - in der Führungsrunde. 39 Minuten vor Rennende gelang David Donohue das entscheidende Überholmanöver gegen Juan Pablo Montoya im Riley, der danach verbissen nach einem Konter trachtete – vergebens. Rundenlang umkreisten die drei Wagen von Brumos und Ganassi den Kurs im Sekundenabstand (siehe Bild oben). Doch Donohue behielt am Limit fahrend die Nerven.
Mit nur 0.167s Vorsprung, dem knappsten in der Geschichte der 24h in Florida, fuhr Brumos mit Donohue, Antonio Garcia, Darren Law und Buddy Rice den fünften Sieg bei den 24h nach 1973, 1975 1976 und 1978 ein und markierte damit 30 Jahre nach dem letzten Triumph wieder einen Meilenstein in der Teamgeschichte. Die zuletzt dreimal in Folge siegreiche Ganassi-Mannschaft musste sich mit Rang 2 begnügen. Als Dritter rundete das zweite Brumos-Team das Traumergebnis für die amerikanische Mannschaft ab.
Der Link zum Rennbericht auf unseren Seiten kann hier gefunden werden.