Sonstige GT

Gulf 12h Termin 2019

Die Organisatoren der Gulf 12 hours haben den Termin der 9.Ausgabe des Langstreckenklassikers 2019 bekannt gegeben. Diese soll am Samstag den 14.12.2019 über die Bühne gehen.

Gleichzeitig ist die veränderte Bewerbungsprozedur für die potentiellen Teilnehmer offiziell bekant gemacht worden. Wie bereits angekündigt sind für die im kommenden Jahr vorgesehenen 32 Startplätze 28 Teams eingeladen worden, die sich nach Ansicht der Veranstalter aufgrund von Erfolgen in der Vergangenheit und regelmässiger Teilnahmen am 12h-Rennen oder der Gulf Sportscar Championship ein bevorzugtes Anrecht auf einen der Startplätze Ende 2019 erarbeitet haben. Diese Teams können sich ab Februar auf die 28 zu vergebenden Plätze einschreiben. Ende März soll die Liste publik gemacht werden, wobei die Teams bis Ende April Zeit haben ihre Nennungen finanziell zu bestätigen.

Daneben können neue Teilnehmer die ein Interesse am Golf-Enduro haben sich auf einer zweiten „Warteliste“ eintragen lassen. Nicht angenommene Entrys der ersten Nennliste werden durch Teams auf dieser Warteliste ab Mai aufgefüllt. Somit steht auch neuen Mannschaften ein Weg in die Starterliste der 9.Ausgabe des Langstreckenklassikers offen.

Als Ziel der neuen Prozedur strebt Veranstalter Andrea Ficarelli an, eine erste Nennliste schon ab Juni zu veröffentlichen. Die letzten 4 Startplätze werden hingegen für „Sonderprojekte“ – wie etwa Wagenpremieren wie in diesem Jahr des McLaren 720S oder des neuen Aston Martin Vantage GT4 - freigehalten oder alternativ mit weiteren Teams aus der Warteliste aufgefüllt.

Grenzen des Wachstums?

Es ist so etwas wie Routine eingekehrt in die Sportwagenszene. Ein weiterer Jahreswechsel steht an und man hat wenig Anlass zu pessimistisch in die Zukunft zu blicken. Dennoch schadet ein analytischer Blick wenig und daher folgen auch wir der mittlerweile Gewohnheit gewordenen Routine und versuchen uns erneut an einem Jahresrückblick und einer kleinen Vorausschau auf die kommende Saison.

Anders als in den ersten Jahren des Bestehens unserer Seiten (langgediente Weggefährten werden sich zurück erinnern) schwindet immer mehr die Wahrnehmung das der Jahreswechsel so etwas wie eine Zäsur im Saisongeschehen ist. Das wird nicht erst durch die immer noch laufende FIA Langstrecken Weltmeisterschaft-Supersaison befeuert, deren erste Saison erst im kommenden Juni beendet wird. Auch die Events über den Winter hinweg haben immer mehr zugenommen – die Pause zwischen den Gulf 12 hours und den 24h von Dubai beträgt gerade mal 4 Wochen und immer mehr Serien tragen Winterevents oder Rennen gegen Ende des Jahres aus.

Wenn ab April die sich immer weiter entwickelnde Serienlandschaft dann Fahrt aufnimmt – in diesem Jahr kommt mit der ADAC GT4 Germany eine weitere hochinteressante Serie hinzu – dann muss man sich schon sputen um nicht den Anschluss zu verlieren. Anders als noch vor 15 Jahren ist die Sportwagenszene ein essentieller Bestandteil der deutschsprachigen Motorsportszene geworden, die mit annähernd über 100 Teams, etwa 6-700 Autos und weit mehr als 1000 Piloten reichlich Schlagzeilen produziert.

Manchmal fragt man sich unwillkürlich ob dieser Zustand schon die Spitze des GT- und Motorsportbooms ist oder ob wir die Spitze schon erreicht haben und nun ein langsamer aber stetiger Niedergang im Wettrüsten der früher unvermeidlichen Kostenspirale droht... Nun – für letztere These gibt es gottlob wenig Anlass. Sowohl die Serienorganisatoren (SRO, ADAC, Creventic, selbst der ACO) als auch die Hersteller der Fahrzeuge haben nach etlichen Lehrsaisons begriffen das das Geld immer noch an der Basis zu holen ist und bieten für Einsteiger und den Breitensport entsprechende „bezahlbare“ Gerätschaften an. Start Brands Hatch 2018Dies sind im GT-Bereich derzeit die GT4 und bei den Prototypen die LMP3. In der GT4 ist eine zweistellige Zahl an Herstellern aktiv, die sich anschickt die Produktionszahlen der GT3-Fahrzeuge (annähernd 1500 Fahrzeuge in den letzten 12 Jahren!) in Rekordzeit zu egalisieren.

Bei den LMP3 wird man nicht annähernd so weit kommen, da der französische ACO entsprechende protektionistische Rahmenbedingungen für die Klasse erlassen hat, die den Einstieg neuer Hersteller enorm erschweren. Der Markt für eine Fahrzeugklasse bei der die Kosten für Einsatzgerät und Rennsaison zusammen bei unter einer halben Millionen Euro liegen, ist trotz einer sich zunehmend abzeichnenden wirtschaftlichen Rezession in den kommenden Jahren immer noch breit genug aufgestellt – ob man deswegen allerdings überall neue GT4-Serien aus dem Boden stampfen muss sei dahingestellt.

Ist die neue Kundschaft erst mal „angefixt“ dann ist der Umstieg auf die GT3 bzw LMP2 nicht weit. Hier werden die Einsatzgeräte zwar mit der Zeit immer teurer – ein Abflauen des Booms ist aber trotz jahrelang anhaltender Unkenrufe dennoch nicht in Sicht: Wie „tot“ die GT3 Szene ist, hat professionellen Schwarzsehern 2018 wieder einmal der Blancpain GT Serien Endurance Cup eindrucksvoll demonstriert, der mit übervollen Feldern von bis zu 60 Wagen und einer mehr als hart umkämpften Meisterschaft begeisterte. Und auch das nationale ADAC GT-Masters erwartet für 2019 wieder ein dermassen volles Feld das man als Ausweichsalternative mittlerweile die ADAC GT4 Germany plant – die auf Anhieb ähnliche Starterzahlen wie die Topserie andeutet.

Das Start R2 HH1Konzept der GT3/GT4 ist mittlerweile wirtschaftlich für alle Beteiligten so überzeugend, das die Serien im 2. Glied (DMV-GTC , Creventic) zunehmend auch auf diese Klassen umsatteln. Selbst vom Reglement her freizügigere Serien können es sich nicht erlauben auf diese Klassen zu verzichten und müssen ihre Reglements irgendwie darauf anpassen. Salopp gesagt: wenn 80% deiner Kunden und Interessenten mit geBoppten Autos ankommen, dann kannst du als Serienbetreiber das Konzept nicht mehr ignorieren. Creventic, die VLN Langstreckenmeisterschaft, die Spezial Tourenwagen Trophy und viele andere Serien haben darauf reagiert und entsprechende Klassen eingerichtet – und bieten dennoch ein Auffangbecken für alle Individualisten die sich nicht an das „Auto von der Stange“-Prinzip halten wollen.

Puristen beklagen mittlerweile einen „Einheitsbrei“ auf den Rennstrecken. Der ist aber im GT-Bereich eher theoretischer Natur und durch entsprechendes Lokalkolorit und Schwerpunkteinsätze einzelner Hersteller nur mit Mühe zu erkennen. Im LMP-Bereich – bei den LMP2 und 3, bei denen sich lediglich 3-4 ernsthafte Hersteller tummeln – trifft das schon eher zu. Der ACO hat durch die oben schon erwähnten protektionistischen Massnahmen die Szene der Konstrukteure weitgehend ausgedünnt. Das weitestgehend französisch beherrschte Oligopol funktioniert dennoch: Oreca, Ligier und Norma machen unter den Kundenteams ihren Schnitt und verdienen prächtig am Mythos Le Mans. Dafür wird die Einstiegsstufe für neue Hersteller immer höher, die derzeit gezwungen sind gleich einen LMP1 aufzulegen wenn sie neu in die Szene einsteigen wollen. Das derzeit in Arbeit befindliche Hypercar Reglement ist zwar ein interessanter Ansatz um neue Hersteller in die Topklasse zu holen. Statt 200Mio € nur 30Mio€ für einen Schuss auf den Le Mans Sieg zu riskieren macht das Konzept sogar für langjährige Skeptiker wie Ferrari und McLaren attraktiv. Ob man allerdings damit wirklich langfristig neue Konstrukteure vom Schlag eines Glickenhaus binden kann, muss die Praxis des noch im Entstehen begriffenen Reglements zeigen.

Als Unterbau der ACO-Szene wird man dennoch auf die GTE nicht verzichten können. Diese sind zwar in der Regel für Privatteams noch einmal um den Faktor 1.5-2 teurer als entsprechende GT3 Konstruktionen, doch hier deutet sich mit dem nach Ferrari auch vom neuen Aston Martin verfolgten Prinzip des „Conversion-Kits“ eine kostengünstigere Alternative an. Diese könnte der Klasse sogar über das Hungerjahr 2019/20 in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft hinweghelfen, das wegen des anstehenden Reglementswechsels 2020 eher eine Reduzierung der Starterzahl verspricht.

Gibt es also doch Grenzen des Wachtums in der Sportwagenszene? Wenn nicht durch eigenes Unvermögen, dann kommen die Bedrohungen von ausserhalb. Zum einen könnte eine wirtschaftliche Rezession wie schon weiland um 2008 herum zu einer Reduzierung der finanziell aufwändigen Sportwagenprogramme führen. Politiker verschiedener schillernder Couleur arbeiten ja nach Kräften schon daran die wirtschaftlichen Fehler der Vergangenheit zu wiederholen und die Rahmenbedingungen für solch ein Szenario zu erarbeiten. Zum zweiten droht das Damoklesschwert der ökologischen Fragestellung in Kombination mit der innovativen Schwerfälligkeit der Mobilitätsbranche den Sport in einen unverdienten Misskredit zu bringen. 24hoschersleben sunriseHier könnte und sollte der Sport eine Vorreiterrolle übernehmen um die interessanten Möglichkeiten die sich dadurch ergeben aufzuzeigen. Als Beispiel seien hier abseits Multimillionenschwerer Hybrid- und Brennstoffzellen-LMP-Programme (... ich muss den Puristen noch einmal Möglichkeiten für eine letzte Empörung geben..) die 24h von Oschersleben genannt, die als absolut breitensporttaugliches Format für zukunftsträchtige Fahrzeugkonzepte die Themen Langstreckenrennen und kostengünstigen Breitensport auf ungewöhnlich erfrischende Art neu verquickt haben.

Der Autor diese Zeilen versteigt sich somit in das Fazit, das auch 2019 der Untergang des Abendlandes – respektive auch der Sportwagenszene – noch in weiter Ferne liegt. GT3, GT4, GTE und LMP werden weiter das Geschehen bestimmen und auf die wirklich hochinteressanten Projekte, die die Szene wirklich vor einen aufregenden Umbruch stellen könnten – die Brennstoffzellen-LMP´s, eine SP-E-Klasse für rein elektrische VLN-Teilnehmer und die GT5-Klasse für GT-Fahrzeuge mit einer Cost-Cap von unter 100.000€ - werden wir wahrscheinlich noch (zu!) lange warten müssen.

Nichts desto Trotz wird auch auf diesen Seiten hier der Sport im Rahmen unserer bescheidenen Möglichkeiten weiter begleitet werden. Wir von GT-Eins freuen uns darauf, euch auch 2019 – in unserer mittlerweile 21. Sportwagensaison - mit einem voll beschäftigten Enthusiasten-Team weiter hier über den Sport informieren zu dürfen. In diesem Sinne wünschen wir euch einen guten Rutsch und ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2019!

Finale des Audi R8-Cups in Malaysia

Die audir8cupwinnersiebte Saison des Audi Sport R8 LMS Cup war beim Finale in Sepang Ende letzten Monats an Spannung kaum zu überbieten. Der Thailänder Bhurit Bhirombhakdi, der nach vier Saisonsiegen als Tabellenführer nach Malaysia gekommen war, verlor den Titel denkbar knapp an den Indonesier Andrew Haryanto.

Im ersten von zwei Rennen verspielte Bhirombhakdi seine Pole-Position bereits beim Start und musste vier Konkurrenten vorbeiziehen lassen, darunter Haryanto. andrew haryantoIm Nachtrennen unter Flutlicht zeigte Haryanto ein beeindruckendes Tempo, überholte seine Vordermänner und feierte vor Yasser Shahin und Bhurit Bhirombhakdi mit mehr als 12s Vorsprung seinen zweiten Saisonsieg. So rückte er bis auf zwei Punkte an die Tabellenführung heran.

Im abschließenden Rennen arbeitete sich Haryanto trotz 30kg Ballastgewicht für seinen vorherigen Erfolg von Platz drei erneut bis an die Spitze vor. In einem direkten Zweikampf mit Haryanto drehte sich Titelkonkurrent Bhirombhakdi, als er auf den Seitenstreifen kam. So gewann Haryanto vom ProMax Team das Rennen und den Titel vor Bhirombhakdi. Platz drei in Sepang belegte Jeffrey Lee.

Diese drei Piloten sowie der Australier Yasser Shahin haben sich dadurch mit ihren Saisonerfolgen ein gemeinsames Cockpit im Audi R8 LMS GT3 beim 24 Stunden Rennen von Spa-Francorchamps 2019 gesichert.

9.Gulf 12 hours werfen Schatten voraus

Im Rahmen der 8.Gulf 12h hat Promotor Andrea Ficarelli neben dem Datum der 9.Ausgabe 2019 auch anvisierte Änderungen bei der Organisation sowie angedachte Änderungen der Klassenstruktur bekannt gegeben. Beide bieten einigen Zündstoff wobei die Änderungen noch nicht im Detail fixiert worden sind.

Die 9.Ausgabe des Langstreckenevents auf dem Yas Marina Circuit ist für den 14.12.2019 angesetzt. Das beinhaltet leider eine Terminkollision mit der zeitgleich statt findenden FIA Langstrecken Weltmeisterschafts-Runde im 450km westlicher gelegenen Bahrain, die allerdings in Hinblick auf den unterschiedlichen Kundenkreis beider Sportwagenveranstaltungen – hier der Exklusivevent für zahlungskräftige Privatpiloten, dort die WM-Runde für Hersteller und professionelle Privatteams – von Ficarelli als unkritisch eingestuft wird.

Dagegen soll sich die Art wie das Feld zusammengestellt wird drastisch ändern: Ficarelli schwebt eine Begrenzung der Feldgrösse auf nur noch 32 Wagen bzw. Teams vor. Dieses Limit wird mit der maximaler Anzahl der Tankanlagen begründet die vor den Boxen untergebracht werden können, wobei in diesem Jahr bei 33 antretenden Teams durchaus einige der 40 Boxen nicht belegt waren, bzw für Rahmenrennen und -Events bzw. administrative Zwecke verwendet wurden.

Darüber hinaus soll der Event in ein Einladungsrennen umgewandelt werden. 28 Startplätze sollen über 2 Einladungslisten vergeben werden, während die letzten 4 Plätze für spezielle Projekte (wie zum Beispiel in diesem Jahr der McLaren-Einsatz) bzw. kurzentschlossene Ergänzungen des Feldes freigehalten werden. Auf der ersten Einladungsliste werden Teams mit einer nennenswerten Historie in den letzten Ausgaben verzeichnet sein, die ihre Nennung bis Februar bestätigen müssen. Hier will man die Teams bewusst nach Qualität und erzielten Erfolgen auswählen um dem Event auch weiterhin das Flair eines hochqualitativen Rennens zu verleihen.

Erst danach wird eine 2.Liste für zusätzlich interessierte Mannschaften geöffnet, die die restlichen Plätze belegen soll. Ficarelli will dadurch eine frühzeitige Planungssicherheit bezüglich der Teilnehmer und Kommunikationsmöglichkeiten bezüglich des Events schaffen.

Obwohl dies auf dem ersten Blick nach einer Abschottung des Events klingt war Ficarelli bemüht klarzustellen das neue GT3 und GT4- Teams sich auch weiterhin für eine Teilnahme anmelden können. Zudem soll das Limit mit 32 Wagen sich wirklich nur auf die Tankanlagen beziehen. „Sollte ein Team aus den kleineren Klassen mit einer Tankanlage und Box für 2 Wagen klarkommen, dann würde aus unserer Sicht nichts dagegen sprechen das Limit flexibel zu handhaben. Wenn sich zudem die neue Strategie mit den Einladungslisten als nicht praktikabel erweisen sollte dann sehe ich kein Problem darin diese wieder für nächstes Jahr zu ändern“ erläuterte Andrea Ficarelli uns auf Nachfrage.

Bezüglich der Klassenstruktur will man die GT3-Klasse als siegfähige Top-Kategorie beibehalten. Während auch die GT4 als „Kleine“ Klasse ausser Diskussion steht, sind über dem Verbleib der anderen Kategorien – LMP3, Porsche-Cup und Lamborghini Cup – Fragezeichen aufgetaucht. „Die LMP3 werden wir immer so weit beschneiden das diese Wagen zwar um einen Klassensieg aber nie um den Gesamtsieg mitfahren werden. Sollte allerdings der ACO wie angekündigt die Leistung der LMP3 signifikant erhöhen, dann würde das das sofortige Aus für diese Klasse hier bedeuten. Bei den Porsche Cup-Fahrzeugen haben wir es in den letzten Jahren trotz derer weltweiten Verbreitung nie geschafft hier ein nennenswertes Feld zusammen zu stellen. Auch die Supertropheos sind mit nur 3 Wagen vertreten. Daher sind wir am überlegen ob und wie die GT-Cup-Klasse nächstes Jahr hier eine Rolle spielen könnte.“ so Ficarelli.

Tesla siegt bei den 24h von Oschersleben

Weitestgehend 24hoschersleben winnerunbemerkt von der üblichen Langstreckensport-Szene ist vor 3 Wochen in Deutschland ein ganz besonderen 24h-Event über die Bühne gegangen. Die 24h von Oschersleben fanden am 1-2.Dezember in der Motorsportarena in der Magdeburger Börde statt. Es war zwar nicht das erste 24h-Rennen auf dem Kurs – bereits 2004 und 2006 fanden schon entsprechende Events auf der Strecke in Sachsen-Anhalt statt - allerdings war es weltweit der erste Event dieses Formats der ausschliesslich für Elektroautos ausgeschrieben war!

Für die von der eco-GP-Serie veranstaltete elektrische Ausgabe waren 32 Mannschaften gemeldet worden. 30 Teams standen schliesslich am Start von denen auch alle das Rennen in Wertung beendeten. Als Sieger wurde nach 495 absolvierten Runden das deutsche Tesla Roadster Classic Team mit den Piloten Hans-Friederich Wilhelm Neuss, Thomas Schmidt und Udo Weges abgewunken. Das auf einem Tesla Rodster 2,5 antretende Trio hatte nach 24 Stunden 9 Runden mehr auf der Uhr als die deutsche Unimondo Mannschaft in der Thomas und Christian-Thomas Knapp zusammen mit Walter, Julian und Cornelia Franz auf einem Hyundai Kona das Rennen absolvierten. Den letzten Platz auf dem Podium belegte das französische Renault Zoe-Team der Piloten Maik Deusch, Stephane Stoll, Daniel-Benjamin Glowaki und Jürgen Taneller mit 470 absolvierten Umläufen.

Auf dem vierten Platz verpasste der Opel Ampera von ex-Opel-Sportchef Volker Strycek und seinem Sohn Robin, sowie Stefan Fiedler und Matthias Alt knapp das Podium mit 4 Runden Rückstand auf die drittplazierte Renault-Mannschaft nur knapp das Podium. Der hiesigen Fanszene dürfte daneben als Starterin auch Jutta Kleinschmidt ein Begriff sein: Die ex-Dakar-Siegerin auf Mitsubishi (2001) steuerte einen BMW i3 den sie gemeinsam mit ihren Kollegen Lothar Becker und Jörg Schrader auf Platz 9 des 30 Wagen starken Feldes ins Ziel brachte.

Mit 24hoschersleben sunriseTesla, (11 Starter), Renault (5), Hyundai (4), Kia, Smart (je 2) und je einem Wagen von Nissan, Opel, BMW, Ewolf und Twike waren 10 verschiedene Hersteller mit 13 verschiedenen Modellen im Feld vertreten, wobei sich am Ende an der Spitze ganz vorne das älteste Tesla-Modell, der auf einem Lotus-Elise Chassis basiererende und 2012 in der Produktion ausgelaufene Roadster 2.5 durchsetzen konnte. Insgesamt nahmen in den 30 startenden Teams 116 Piloten am Premierenrennen teil.

Motorsportenthusiasten soll nicht verschwiegen werden, das bei dem ersten Event dieser Art für diese zukunftsträchtige Fahrzeugkategorie weniger die Erzielung von schnellen Rundenzeiten als die klassische Langstreckentugend einer möglichst langen Distanz im Vordergrund stand. Daraus resultierte ein ungewöhnliches Renncharakteristikum: Bedingt durch die noch dominierenden langen Ladezeiten für die Fahrzeugakkus galt es für die Teilnehmer für ihre jeweiligen Modelle einen optimalen Kompromiss zwischen der Standzeit an der Starkstromdose und einem reichweitenoptimierten Speed zu finden. Die auf dem Asphalt an den Tag gelegten Geschwindigkeiten waren daher gelinde gesagt eher moderat und dürften das an GT3-Speed gewöhnte Publikum auf diesen Seiten eher unbeeindruckt zurücklassen. (Unter diesem und diesem Link hier sind zur Anschauung 2 TV-Berichte vom Event aufrufbar).

Die 24hoschersleben tesladawnzurückgelegte Distanz muss zudem unter dem Gesichtpunkt gesehen werden das für die Austragung des Events die 2435m lange Kurzvariante der Strecke (also ohne „Triple“, Turn 4, Mc-Donalds-Schikane und Amman-Kurve), statt der 3667m langen Vollvariante gefahren wurde. Das hatte den angenehmen Nebeneffekt das spektakuläre Unfälle bei diesem Event weitestgehend ausblieben. Einziger nenneswerter Zwischenfall dieser Art war ein Überschlag des Twike II den Fahrer und Auto aber weitgehend unbeschadet überstanden und das Team nicht davon abhielt auf Gesamtrang 8 im Ziel einzulaufen.

Der Kurs in Oschersleben qualifizierte sich dabei durch das Vorhandensein einer komplett durch die eigene Solaranlage gespeisten Infrastruktur mit für die Ladestationen benötigten Starkstromdosen vor jeder Box für die Ausrichtung des Pilotevents. Teilnehmen konnte für diesen Event jeder Besitzer eines strassenzugelassenen Elektroautos sofern er einen Helm, mindestens 2 gleichgesinnte Mitstreiter und 300€ Nenngeld (plus 25€ pro Pilot) mitbrachte. Zumindest der letztere Fakt könnte geeignet sein das ein oder andere gebeutelte VLN-Team mit einem Wechsel in die Elektroautoszene liebäugeln zu lassen...

Der Veranstalter des Events, die eco-Grand Prix-Serie unter ihrem spaischen Promotor Rafael de Mestre hat aufgrund des Erfolgs des diesjährigen Events gleich eine Wiederholung für 2019 angesetzt, die zwar noch kein Datum aber schon 13 eingeschriebene Teilnehmer vorweisen kann. „Übe 100 Fahrer hatten an unserem Event teilgenommen der als erstes 24h-Rennen für ein rein elektrisch angetriebenes Feld einen Meilenstein in der Automobilgeschichte markiert. Die jeweiligen Bestmarken der einzelnen Konstruktionen werden nun ein motivierendes Ziel für die im nächsten Jahr teilnehmenden Teams sein.“ Nun plant de Mestre die 7.Saison seiner eco-GP-Serie die 2019 Events in Abu-Dhabi, Andorra, ein 9h-Rennen auf dem Hungaroring, ein 14h-Nachtrennen im französischen Alès, ein 9h-Rennen im spnischen Calafat, sowie die nächste Ausgabe der 24h von Oschersleben umfassen soll.

Kessels 4.Sieg in Abu Dhabi

Die 8. Gulf 12 hours  (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) in Abu Dhabi sind zum vierten Mal in Folge von der Tessiner Kessel Racing Mannschaft gewonnen worden. Das Ferrari F488 GT3 Fahrertrio Michael Broniszewski, Davide Rigon und Alessandro Pier Guidi fuhr am Samstag Abend Ortszeit mit einem Vorsprung von 27,7s auf den #88-Car-Collection Audi von Dimitrii Parhofer, Markus Winkelhock und Christopher Haase nach 313 absolvierten Runden über die Ziellinie,

Ferrari-Werkspilot Alessandro Pier Guidi hatte in der letzten Rennstunde die Attacken des aufholenden Winkelhock parieren können und sicherte somit seinem Werk-Kollegen Rigon den 5.Sieg sowie Wagenbesitzer Broniszewski den vierten Sieg in Folge. Es war der 7.Sieg eines Ferraris bei der 8.Ausgabe des Langstreckenevents auf dem Yas Marina Circuit. Audi tröstete sich am Ende mit dem ersten Doppelpodiumserfolg bei dem Rennen nachdem auch das Attempto Racing Trio Clemens Schmid, Sean Walkingshaw und Giorgio Roda auf das Podium klettern konnte.

Kessels Triumph war am Ende klar und deutlich erkämpft, nachdem die Ferrari-Mannschaft in diesem Jahr die bis dato härteste Konkurrenz zu bezwingen hatte. 3 nagelneue Aston Martin Vantage-GT3, gleich 5 der neuen Audi, der neue McLaren und die pfeilschnellen LMP3 von Graff Racing und der Scuderia Villorba Corse bildeten eine Opposition die im Vorfeld einen erneuten Sieg der Tessiner Rekordmannschaft eher unwahrscheinlich erscheinen liessen.

Doch das Problem mit dem Speed der LMP3, die das Qualifying klar dominierten, erledigten die Veranstalter mit der einvernehmlichen Einführung einer 1min längeren Boxenstoppzeit die die LMP3 effektiv aus dem Kampf um den Gesamtsieg warf.

McLaren hatte im Vorfeld des Rennens bedingt durch zahlreiche kleinere Malaissen kaum vernünftige Daten für eine ordentliche Einstufung der Event-spezifischen BoP liefern können (oder wollen?). Ein neues Sperrdiferential das die Veranstalter entgegen dem Empfehlung der technischen Kommissare dem Werks-Testteam ohne Auflagen genehmigten, sorgte speziell im 2. Rennabschnitt dafür das der neue 720S GT3 der Konkurrenz auf und davon fuhr. Härtester Konkurrent war zu diesem Zeitpunkt der Car-Collection Audi R8 LMS GT3 von Christopher Haase und Markus Winkelhock , der den ersten Rennstint unter Tageslicht gewonnen hatte. Kessels Ferrari verlor zudem eine Runde in der 9.Rennstunde durch einen Reifenschaden Pier Guidids. Als dem mit Rundenvorsprung führenden McLaren 2 Stunden vor dem Rennende ein Federbein brach, sah es zunächst nach einem möglichen Rennsieg für den dann in Führung liegenden Attempto Racing-Audi von Klaus Bachler, Stanislav Minsky und Nick Foster aus – bis nur wenige Runden später Bachler eine Bremsscheibe am Audi explodierte und die enttäuschte Attempto Crew den R8 als Ausfall abstellen musste.

Audi-Wagenbesitzer Dimitrii Parhofer war derweil auf dem #88 Car-Collection-Audi zu seinem Pflichtstint angetreten und erwies sich dabei als so viel langsamer auf dem für ihn ungewohnten Kurs als Michael Broniszewski, das die Werksfahrer auf dem Ferrari #11 keine Mühe hatten zunächst ihn und dann auch den #44 Attempto-Audi des erstmals auf einem R8 startenden Giorgio Roda niederzukämpfen. Pierguidi musste danach den Vorsprung auf Winkelhock nur noch verwalten um der Kessel Racing Crew den vierten Sieg zu sichern.

In der GT3-Pro-Am Klasse ging der Sieg an das auf dem 5.Rang einlaufende Daiko Lazarus Lamborghini Huracán GT3-Trio Miguel Ramos, Nicola De Marco und Fabio Ondini, die mit 23s Vorsprung vor dem Kessel Racing Damentrio Rahel Frey, Manuela Gössner und Michelle Gatting (mehr zu dieser Besatzung in Kürze) einliefen. Den GT3-AM-Sieg verbuchte das Kessel Racing Ferrari Quartett Fons Scheltema, Rick Lovat, Murat Cuhadaroglu und Niki Cadei.

Der GT4-Sieg ging nach hartem Kampf gegen die zu ihrem letzten offiziellen Rennen antretenden Villorba Corse Maseratis an den Bullitt Racing Mercedes AMG GT4 von Olli Caldwell, Ian Loggie und Oleg Kharuk. GDL Racing brachte alle seine 3 Wagen auf das GT-Cup-Podium, wobei der Lamborghini Huracán Supertropheo von Marco Cordoni, Steven Liquorish und Dimitris Deverikos den Sieg davon trug. In der LMP3 setzte sich der auf Gesamtrang 9 einlaufende Graff Racing Norma M30 LMP3 der Polesetter James Winslow, Neale Muston und Jake Parsons durch.

Livestreams von den Gulf 12h

Die beiden Rennen der Gulf 12 Hours 2018 (der Link führt zum umfangreichen Rennbericht auf unseren Seiten) werden heute auch im internet übertragen. Neben den Outlets auf den offiziellen Seiten der Gulf 12 hours sind auch die Youtube-Links bekannt gegeben worden.

Rennen 1 wird ab 6.30 Uhr MEZ unter diesem Link auf dem Medienportal übertragen. Rennen 2 folgt ab ab 14.30 Uhr unter diesem Link.

Rennbericht der Gulf 12h 2018

Unter diesem Link auf unseren Seiten ist mittlerweile der Rennbericht der Gulf 12 Hours 2018 verfügbar, die am kommenden Samstag ab 9.30 Uhr Ortszeit (6.30 Uhr MEZ) über die Bühne gehen werden. Mit einem hochklassigen Feld von 33 Wagen, darunter 10 nagelneue Modelle von Audi, Aston Martin und McLaren, sowie 18 GT3 und 4 LMP3 dürfte der Kampf um die Spitze richtig spannend ausfallen.

Holt sich Ferrari in Form der Kessel Racing Mannschaft (Bild) den vierten Sieg des Teams in Folge? Oder können die stark besetzten beiden deutschen Audi-Mannschaften von Car-Collection und Attempto Racing den ersten Sieg für Audi in der Geschichte des spektakulären Langstreckenevents am persischen Golf holen? Gewinnt gar ein Aston Martin, die ebenfalls 4 brandneue Wagen – inclusive der schweizer R-Motorsport-Mannschaft - an den Start bringen? Oder macht McLaren mit dem ersten Einsatz des neuen 720S GT3 ernst? Auch die 4 LMP3 sind ein Faktor im Kampf um den Gesamtsieg.

Damit sind etwa 10 Wagen im Mix der engeren Podiumskandidaten, wenn das Rennen am Samstag um 23.45 Uhr (20.45 Uhr MEZ) über die Ziellinie geht. Zudem geht es um die Klassensiege in insgesamt 6 Klassen.

Das Rennen kann am Samstag auf der Website der Gulf 12 hours sowie über die Facebook- Twitter und Youtube-Kanäle des Events live verfolgt werden. Raceresults.nu liefert das komplette Livetiming des Events dazu. Der Vor-Ort Rennbericht auf GT-Eins liefert zahlreiche Fotos und Hintergrundinformationen dazu.

Kessels Crews für die Gulf 12h

Die Tessiner Kessel Racing-Mannschaft ist wieder mit einem starken Kontingent von 4 Fahrzeugen bei den Gulf 12 hours vertreten. Über die Titelverteidiger Broniszewski, Rigon und Pierguidi im Ferrari in der Pro-Klasse hatten wir bereits berichtete. Diese Truppe ist angesichts von 4 Siegen in Folge für Ferrari Werksfahrer Davide Rigon und 3 Siegen in Folge für Wagenbesitzere Michael Broniszewski der Benchmark für die Herausforderer aus dem Audi-, Aston Martin- und McLaren Lager, den es in diesem Jahr zu schlagen gilt.

DanebenKessel Ferrari 83 gulf bringt man auch in der Pro-Am-Klasse eine interessante Besatzung an den Start: mit einer rein weiblichen Pilotinnen-Crew wird das blau-rote Fahrzeug sogar offiziell von der FIA-Kommission für Frauen im Motorsport unterstützt. Neben der aus dem ADAC GT-Masters hinreichend bekannten schnellen Schweizerin Rahel Frey starten die Italienerin Manuela Gostner, die letztes Jahr schon an Bord eines GT4-Maseratis mit schnellen Rundenzeiten auf sich aufmerksam machte, und die Dänin Michelle Gatting auf dem blauen F488 GT3 mit der #83. Daneben startet ein weiterer Kessel Racing Ferrari mit der #77 in der Pro-Am-Klasse auf dem das Trio Claudio Schiavoni , Michelin Le Mans Cup-Meister Sergio Pianezzola und Andrea Picchini gelistet ist.

Zudem wird in der AM-Klasse ein vierter Kessel-Ferrari mit der #33 an den Start gehen, auf dem die Besatzung Nicki Cadei, Fons Scheltema, Rick Lovat und Murat Cuhadaroglu verzeichnet ist.

Gulf 12h-Feld wächst auf 33 Autos

Das Feld der 8. Gulf 12 hours am kommenden Wochenende ist noch einmal gewachsen. Auf der letzten aktuellen Nennliste des aus 2 6h-Abschnitten bestehenden Langstreckenevents in Abu Dhabi sind nun 33 voll besetzte Wagen verzeichnet. Damit kann der Event am persischen Golf noch einmal eine Steigerung der Teilnehmerzahl um gut 20% gegenüber dem Vorjahr verzeichnen, als ein Rekordfeld von 26 Teilnehmern auf dem Yas Marina Circuit antrat,

Die beiden gegenüber der vor etwa einer Woche veröffentlichten Aufstellung hinzugekommenen Autos sind ein dritter Attempto Racing Audi R8 LMS GT3 , in der Pro-Klassem, auf dem sich Clemens Schmid, Sean Walkinshaw und Giorgio Roda in das Kampfgetümmel um den Gesatsieg stürzen wollen und der ddritte Graff Racing LMP3 – ein zweiter Norma der mit dem Quartett Eric Trolliet, Sergio Pasan, Thibault Mourgues und Kang Ling besetzt worden ist.

Mittlerweile maserati lambo yasmarinasind alle Besatzungen bekannt und damit steht auch fest, das abseits der 6 offiziell verzeichneten  deutschsprachigen Mannschaften (3* Attempto Racing, 2 * Car-Collection, 1 Aston Martin von R-Motorsport) auch auf weiteren Wagen ein starkes deutschsprachiges Fahrer-Kontingent startet. Ex-WEC-Pilot Roald Goethe ist mit an Bord des GPX-Racing Porsche 991 GT3 R gelistet, der beim Ersteinsatz der GP-Extreme Mannschaft mit einem Einsatzgerät aus Weissacher Herstellung angeblich von Teilen der Herberth Motorsport Mannschaft betreut werden soll. In der Pro-Am Klasse startet ADAC GT-Masters-Pilotin Rahel Frey auf einem der Kessel Racing-Ferraris, der mit einer komplett weiblichen Crew bemannt – pardon : besetzt - worden ist. Auf einem der beiden Maserati GT4 der Scuderia Villorba Corse startet der deutsche Pilot Thomas Herpell der bereits vor Jahren mit der Maserati-Tropheo auf dem Kurs startete und der Österreicher Christoph Zöchling ist in der GT-Cup-Klasse auf dem GDL-Racing Porsche gelistet. Mehrere Piloten aus dem Eidgenössischen Lager starten auf einer Reihe weiterer Wagen.

McLaren mclaren650s 2013hat mittlerweile auch die Crews für den Ersteinsatz des 720S GT3 bekannt gegeben. Das Trio Shane van Gisbergen, Alvaro Parente und Ben Barnicoat ist pe se eine Kampfansage an die 6 anderen Mannschaften in der PRO-Klasse wo neben der McLaren-Crew 3 der neuen Audi R8 LMS GT3, 2 der neuen Aston Martin Vantage GT3 und der Vorjahressieger aus dem Hause Kessel Racing um den Sieg fahren werden.

Auch wenn mittlerweile feststeht das die bislang angekündigten Teams MRS GT-Racing , Dragon Racing und 3Y Technologies ihre geplanten Cockpits nicht füllen konnten wird damit ein Rekordfeld beim 8.Event am persischen Golf antreten. GT-Eins wird auch dieses Mal mit einem Team vor Ort sein und detailliert vom Event berichten.

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