Verfasst von Harald Musileck. Veröffentlicht in Australische GT
Turbulent verlief das Wochenende für die Spitzenreiter der Australischen GT-Meisterschaft: Am Porsche von Vorjahresmeister Bryce Washington trat schon in einem der freien Trainings ein Motorschaden auf - für sein Adrad-Team begann danach die fieberhafte Suche nach einem Ersatzfahrzeug. Tabellenführer Greg Crick (Dodge Viper ACR) hatte hingegen eine problemlose Rennvorbereitung und sicherte sich die Pole-Position.
Am Renntag lief es dann umgekehrt: Crick verzeichnete schon bald nach dem Start des ein-Stunden-Rennens einen Reifenschaden, der ihn um zwei Runden zurückwarf. Washington - in einem ausgeborgten 996er-Cup-Porsche - startete vom Ende des Feldes und konnte trotz Bremsproblemen viele Plätze gutmachen. Den Kampf um das Podium fochten jedoch andere aus: Sven Buchartz (Bild rechts) feierte schließlich nach fehlerfreier Fahrt seinen ersten GT-Sieg vor James Koundouris sowie dessen Bruder Theo Koundouris (alle Porsche 996GT3-Cup).
Bryce Washington wurde Vierter, für Greg Crick reichte es nach einer Aufholjagd noch für den siebten Platz.
Die Entscheidung um den Titel fällt somit beim Saisonfinale im Oktober in Eastern Creek zwischen Crick (588 Punkte) und Washington (545) - genau diese Konstellation gab es übrigens auch schon im Vorjahr. Chancen auf den dritten Platz in der Meisterschaft haben noch James Kondouris (452), Theo Koundouris (405) und Sven Buchartz (347).
Verfasst von Harald Musileck. Veröffentlicht in Italienische GT & Prototypen
Erstmals in dieser Saison stand kein Lucchini-Pilot auf den Podium eines Laufs zur Italienischen Prototypen-Meisterschaft:
Pole-Sitter Fabio Francia (Osella PA21P-Honda, Kategorie CN2) gewann das 30-Runden-Rennen in Varano vor Franco Ghiotto (Norma M20evo-Honda, CN4, Bild) und Raffaele Giammaria (Norma M20evo-Honda, CN2). Erst auf den Rängen 4 und 5 kamen die Mit-Favoriten Filippo Francioni (Lucchini P1 03-Alfa Romeo, CN4) und Davide Uboldi (Lucchini P1 03-BMW, CN4) ins Ziel.
In der Gesamtwertung liegt Vorjahresmeister Francioni mit 104 Punkten weiterhin vor Francia und Uboldi (je 80) sowie Ghiotto (62) voran. Der nächste C.I.P.-Lauf ist für 17.09. in Magione angesetzt.
Verfasst von Oliver Müller. Veröffentlicht in WT-USCC-Serie ( IMSA )
Mit zwei Fahrzeugen auf dem Podium hat Dyson-Racing im achten Lauf zur ALMS das beste Ergebnis der Saison aufgestellt. Nur die neuen 2006er ALMS Gesamtsieger Dindo Capello und Allan McNish konnten sich vor den beiden Dyson-Lola platzieren. Mit dem knappen Rückstand von 2,794 Sekunden nach 2h45 min Renndistanz belegte das Fahrzeug von Chris Dyson und Guy Smith den zweiten Rang. 33 Runden vor Schluss hatte man noch mit mehr als 20 Sekunden zurückgelegen. Die finale Aufholjagd brachte zwar nicht mehr den Erfolg, aber dennoch kann sich Guy Smith nun damit rühmen, den bestehenden Streckenrekord gebrochen zu haben.
Die Rennabstimmung, irgendwo zwischen Trocken- und Regen-Setup, zeigte sich als ideal für die beiden Boliden des im Bundesstaat New York beheimateten Traditionsrennstalls. Auch bei der Reifenwahl hatte man ein glückliches Händchen. Chris Dyson startete das Rennen mit den weichen Michelins, doch beim Wechsel zu Guy Smith montierte man die etwas härteren Medium-Pneus. Dies stellte sich im Nachhinein als richtige Entscheidung heraus, denn Guy Smith war damit das schnellste Auto auf der Strecke.
Auch der drittplatzierte #16 Dyson Lola lieferte eine beeindruckende Vorstellung ab. Das erste Drittel des Rennes führte man die Gesamtwertung an. Jedes Mal wenn einer der Audis sich am Wagen von Butch Leitzinger und James Weaver vorbei presste, konnte man noch in der selben Runde kontern und die alte Hackordnung wieder herstellen. „Ich freute man schon darauf den Wagen an James zu übergeben, denn er lies das Fahrzeug schon das ganze Wochenende richtig fliegen“, äußerte Butch Leitzinger nach seinem Stint. Ein steckengebliebner Radschrauber beim letzten Boxenstopp sorgte dafür, dass sich der Wagen nicht besser als auf den dritten Platz im Endklassement platzieren konnte.
Da man nun die Zuverlässigkeit bei den beiden vor der Saison erworbenen Lola B06/10 gefunden hat, arbeitet man bei Dyson-Racing nun man Speed. Voller Vorfreude blickt man jetzt auf den nächsten Meisterschaftslauf das „Petit Le Mans“ am letzten Septemberwochenende. (Foto: Dyson-Racing)
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Sportscar Challenge ( SCC )
Nach Anfangs-Problemen in den bisherigen Läufen hat das Team Hoffmann Racing nun vor einer Woche ein planmäßiges Rennwochenende im tschechischen Most verzeichnen können. Mit einem neuen Unterboden versehen belegte im ersten Zeittraining Karl-Heinz Matzinger den dritten Platz. Im ersten Lauf fiel er nach einer leichten Kollision und Dreher beim Kampf um Gesamtrang 3 fast ans Ende des Feldes zurück. Mit der schnellsten 2l-Runde im Rennen holte er aber wieder auf und beendete den 1. Lauf auf dem dritten Klassenrang.
Der tschechische Regen bescherte Matzinger Elektronik-Probleme so dass er am 2. Zeittraining nicht teilnehmen konnte und den zweiten Lauf am Sonntag vom letzten Startplatz in Angriff nehmen musste. Doch wie schon am Samstag zeigte sich Matzinger und der vom Team Hoffmann Racing vorbereitete Sportprototyp PRC-Challenge C3 gut in Form. Der Oberösterreicher zeigte auf der zuerst nassen und dann auftrocknenden Strecke eine Aufholjagd, die ihn mit der erneut schnellsten Runde auf den 2. Platz in seiner Klasse und den dritten Gesamtrang (unter 24 Startern) brachte. Teamchef Roman Hoffmann zeigte sich sehr zufrieden: „Wir sind beide Rennen durchgefahren, das Auto ist jetzt endlich schnell und zuverlässig, Karl-Heinz ist beide Male die schnellste Runde gefahren."
Carlo Bermes (D), Sieger der Team-Hoffmann Nachwuchs Sichtung, trat in Most erstmals in einem PRC-CN an. Leider war er in beiden Läufen mit Getriebeproblemen gehandikapt und musste jeweils ein paar Runden vor Schluss aufgeben. Möglicherweise kommt Bermes beim Langstrecken-Rennen in Monza erneut zum Einsatz.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in WT-USCC-Serie ( IMSA )
Seitens des Creation-Teams wurde in Donington bestätigt, dass der Einsatz des auf Basis des Ex-JOTA-Zytek neu aufgebauten Creation CA06/H-002 beim Petit Le Mans, dem Saisonhöhepunkt der ALMS, nun in trockenen Tüchern sei. Zwar wurde zur geplanten Fahrerbesetzung noch nichts bekannt, dennoch ist anzunehmen, dass Nicolas Minassian und Jamie Campbell Walters beim 10 Stunden bzw. 1000 Meilen Rennen auf dem Circuit von Road Atlanta mit zur Fahrercrew gehören dürften.
Allerdings wird es nur beim Einsatz eines der beiden Wagen bleiben. Der andere verbleibt weiter in Europa, um den Umbau zu einem reinen LMP1 durch KW Motorsports realisieren zu können. Damit zeichnet sich ab, dass Creation Autosportiv im kommenden Jahr an zwei Fronten, der ALMS und der LMS ins Geschehen eingreifen könnte.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in WT-USCC-Serie ( IMSA )
Mit einem Sieg im achten Saisonrennen in Mosport haben sich Allan McNish und Dindo Capello im Audi R10 TDI vorzeitig den LMP1-Titel in der ALMS gesichert. Die beiden Audi Werkspiloten bauten mit dem fünften Saisonsieg ihre Tabellenführung vor den letzten beiden Rennen in Road Atlanta und Laguna Seca auf uneinholbare 49 Punkte aus. Der Audi R10 TDI ist der erste Diesel-Sportwagen, der eine bedeutende Sportwagenmeisterschaft gewinnt. Für Audi ist es nach den Erfolgen mit dem legendären R8 der siebte Titel in der ALMS. Während Allan McNish bereits 2000 den ALMS-Titel gewann, ist sein Partner Dindo Capello in diesem Jahr erstmals Champion.
Dindo Capello, der aus der ersten Reihe neben Butch Leitzinger (Lola-AER) gestartet war, lieferte sich auf der 4,106 Kilometer Strecke ein spannendes Duell mit Leitzinger im Dyson-Lola. Meist waren die beiden Prototypen nur wenige Sekunden voneinander getrennt. Capello übergab seinen Audi R10 TDI in der 73. Minute in Führung liegend an McNish. Nach einigen Führungswechseln fuhr McNish nach 133 Rennrunden mit einem Vorsprung von 2,79 Sekunden als Sieger vor den beiden Lola von Chris Dyson/Guy Smith und James Weaver/Butch Leitzinger ins Ziel.
Dindo Capello: "Ich konnte auf der Geraden am Dyson-Lola vorbei ziehen, als er im Verkehr gebremst wurde. Aber als ich beim Überholen neben der Linie fuhr, haben meine Reifen Gummiabrieb aufgesammelt. Als Folge geriet ich in Turn 1 weit nach außen und verlor wieder die Führung. Nachdem ich ihn zum zweiten Mal überholt hatte, konnte ich mich absetzen. Allan fuhr eine starke zweite Hälfte, das war wichtig, denn Guy Smith war sehr schnell. 2000 und 2002 war ich zweimal Zweiter, jetzt bin ich stolz, endlich den ALMS-Fahrertitel gewonnen zu haben. Und die Entscheidung fiel in einem engen Rennen, das von uns forderte, von Start bis Ziel Druck zu machen."
Allan McNish: "Ich hatte einen starke Zweikampf mit Butch, nachdem ich das Auto von Dindo übernommen hatte. Die Dyson-Lola waren heute schneller als wir, deshalb mussten wir auf gute Boxenstopps und die Rennstrategie vertrauen. Ich bin glücklich, dass wir den Fahrertitel mit einem Sieg in einem so harten Rennen gewonnen haben. Der Diesel-Sportwagen ist in die Motorsport-Historie eingegangen, als Dindo, Tom und ich in Sebring siegten. Frank, Emanuele und Marco haben mit ihrem Triumph in Le Mans erneut Geschichte geschrieben. Und jetzt haben Dindo und ich uns mit dem ersten internationalen Titelgewinn mit einem Diesel ebenfalls in die Geschichtsbücher eingetragen, das macht mich stolz. Ich freue mich für Dindo, der im Jahr 2000 als mein Teamkollege den ALMS-Titel verpasst hat."
Verfasst von Harald Musileck. Veröffentlicht in Spanische GT
Nach dem Pech vom Vortag hielten sich Alessandro Pier Guidi / Michele Bartyan (Playteam-Ferrari F430) beim zweiten Lauf der GT Espana in Albacete schadlos: Sie übernahmen erst zwei Runden vor Schluss die Führung und gewannen schließlich rund vier Sekunden vor Perez Aicart / Guerrero (Escuderia Bengala-Mosler MT900R) und ihren Teamkollegen Giao / Amorin (Playteam-F360). Dahinter klassierten sich mit Sundberg / Romero (RSV Motorsport), Montermini / Lambertini (GPC Sport) und Cerqueda / Perez Sala (Automobil Club d’Andorra) drei weitere F430-Besatzungen.
In der Punktewertung der GTA-Klasse führen Pier Guidi / Bartyan mit 33 Zählern vor Perez Aicart / Guerrero und Giao / Amorim (je 30). Die nächste Runde der GT Espana soll am 07./08.10. in Valencia stattfinden.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in US-Sport ( US-Sport )
Jörg Bergmeister hat es geschafft. Der ehemalige Porsche-Werksfahrer ist der erste deutsche Daytona Prototype-Champion. Ein sechster Platz beim Saisonfinale, dem 10stündigen Rennen auf dem neuen Millers Motorsport Park in Utah genügte Bergmeister um den Fahrer-Titel 2006 mit 462 Punkten und 16 Punkten Vorsprung auf die schärfsten Verfolger, Scott Pruett und dessen Teamkollegen Luis Diaz, unter Dach und Fach zu bringen. Es war die Konstanz die dem 30jährigen Langenfelder den ersten Titel des Jahres sicherte.
„Wir sind bei jedem Rennen ins Ziel gekommen und waren bei allen Rennen jeweils unter den ersten Neun. Das war die größte Leistung des Teams, besonders da es sich ausnahmslos um lange Rennen handelte. Alle meine Teamkollegen haben mich super unterstützt. Speziell Nic Johnsson und Colin Braun haben heute ein fehlerfreies Rennen abgeliefert, wofür ich ihnen nicht genug danken kann. Ich hatte schon einige Teamkollegen in diesem Jahr, so Boris Said und Max Papis und alle haben mir bei den konstanten Zielankünften geholfen.“
Das 10 Stunden Rennen in Utah ging an den Michael Shank Racing Lexus Riley mit der Startnummer 60 von Mark Patterson und Oswaldo Negri Jr., die in der letzten Rennstunde die Führung nach einer Gelbphase von Michael Mc Dowell, Memo Gidley und Guy Cosmo im Uniden Racing Ford Crawford übernehmen konnten. Das zweite deutschsprachig besetzte Team, der Alex Job #23 Porsche-Crawford von Mike Rockenfeller, Terry Borcheller und Ralf Kelleners, führte zwar für 31 Runden das Rennen an, fiel aber durch einen Aufhängungsschaden zurück und konnte sich am Ende auf Rang 10 zurückkämpfen.
Verfasst von Harald Musileck. Veröffentlicht in Spanische GT
Ein eher überraschendes Ergebnis brachte der samstägliche erste Lauf der GT Espana in Albacete: Jose Perez Aicart / Lucas Guerrero (Escuderia Bengala-Mosler MT900R, Bild) konnten endlich an ihre Leistungen aus dem Vorjahr anschließen und gewannen von der Pole-Position aus das Rennen. Lediglich Alessandro Pier Guidi / Michele Bartyan (Playteam-Ferrari F430) vermochten das Tempo des Mosler mitzugehen, ein Regiefehler beim Fahrerwechsel brachte die beiden Italiener jedoch um alle Siegchancen: Man hatte die Handicap-Zeit beim Boxenstopp, welche in der Spanischen Meisterschaft statt der Zusatzgewichte besteht, nicht eingehalten. Die Rennkommissäre urteilten hart - eine Strafrunde bedeutete für Pier Guidi / Bartyan eine Rückversetzung auf Rang 12. Somit kamen neben De Castro / Chacon (Drivex-Porsche 996 GT3RS) auch noch Montermini / Lambertini (GPC-Ferrari F430) zu einem Podestplatz, Rang 4 ging an Roda / Pompidou im Autorlando-Porsche 996GT3 RSR.
Nicht unter den 34 teilnehmenden Fahrzeugen waren die beiden ursprünglich gemeldeten Marcos LM600. Hingegen kamen Mosler-Fans voll auf ihre Rechnung: Neben den Siegern erreichten auch die drei weiteren MT900R auf den Rängen 8, 11 und 17 das Ziel.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Blancpain Sprint Serie ( BSS )
Befreit von 30kg Zusatzgewicht, die das GT-Bureau bei den bisherigen Rennen der Zakspeed-Crew nach den ersten beiden erfolgreichen Rennen des Jahres in den Wagen gelegt hatte, hat Jarek Janis nun einen erneuten Teil-Erfolg für die Niederzissener Mannschaft einfahren können: Beim 100. FIA-GT-Lauf der Serienhistorie steht der Saleen S7R auf der Pole-Position. Dies hatte sich abgezeichnet, nachdem Janis auch die beiden freien Trainingssessions auf dem Kurs von Dijon-Prenois dominiert hatte. Hinter ihm belegte der Vitaphone-Maserati #2 den 2. Platz in der ersten Startreihe, gefolgt vom Race Alliance-Aston (wir berichteten), der beim letzten Lauf siegreichen GLPK-Carsport-Corvette und dem Phoenix-Aston.
Die Pole-Position in der GT2-Klasse belegten Serien-Pole-Mann Andrew Kirkaldy zum fünften Mal in dieser Saison. Das Rennen startet am heutigen Sonntag um 13.30 Uhr und kann auf der Site von MST via Online-Zeitenmonitor verfolgt werden.