Stefan Johansson bei Racing for Holland

htttdome.jpgJan Lammers hat nun seine Crew für Le Mans komplett. Stefan Johansson ist als 3.Fahrer in dem Dome mit dem markanten Fussball-Muster hinzugekommen. Er wird sich den Boliden mit Jan Lammers und Alex Yoong teilen, die auch schon zusammen die LMS-Runde in Istanbul bestritten hatten. Derzeit wird der Einsatzwagen des Teams, der letztjährige Dome-Werkswagen, auf einen Judd GV5-Motor umgebaut. Dies war aus Sicht des Teams nötig geworden, da es einige Vorbehalte bezüglich der 24h-Haltbarkeit des Mugen V8 im Vergleich zum Judd V10 gab. Der Umbau war auch der offizielle Grund  für das Auslassen des 1000km-Rennens in Spa.

In Le Mans wird man mit der Nummer 14, der in Holland legendären Rückennummer von Fußballlegende Johann Cruyff, an den Start gehen. Einige der zum Verkauf stehenden Sponsor-Hexagone sind für die  Johan Cruyff Stiftung reserviert – das Team beabsichtigt die Einnahmen durch diese Flächen, die direkt um das Cockpit herum liegen, an die Stiftung spenden.


Zufriedene Gesichter bei Audi

audi_in_houston.jpgNach dem Sieg des Audi R8 in Houston war die Freude im Audi-Lager groß. Mit einem nicht zu erwartenden Ergebnis bauten die beiden Werksfahrer Allan McNish und Dindo Capello ihre Tabellenführung mit dem zweiten Sieg im zweiten Rennen aus. Der 62. Sieg eines Audi R8 wurde nachdem alle nennenswerten Konkurrenten mit Problemen zu kämpfen hatten nur noch zur Formsache. Sicherlich kam dem Audi auf der texanischen Rüttelpiste zu Gute, dass er seit sechs Jahren auf allen Rennstrecken dieser Welt seinen Meister steht, und somit als „Bullet-Proofed“ bezeichnet werden kann.
Nachdem man von Startplatz vier ins Rennen gegangen war, sicherte sich Startfahrer Capello schnell die Klassenführung. Als sich beim führenden Porsche von Timo Bernhard gut eine halbe Stunde vor Rennende Probleme einstellten, stand dem Gesamtsieg nichts mehr im Wege.

Sowohl auf Seiten von Audi Motorsport wie auch bei Champion Racing, das in Houston sein Debüt als offizielles Audi Werksteam feierte, freute man sich mächtig über den Ausgang des Rennens. Dave Maraj, Team Direktor von Champion Racing  strotzte nach Ende der 2.45 Stunden Hatz nur so vor Freude : "Das war eine tolle Leistung des gesamten Teams. Dindo und Allan sind schnell und fehlerfrei gefahren, und unsere Boxenstopp-Strategie hat perfekt funktioniert. Wir haben das Tempo diktiert, daran sind unsere Gegner letztendlich zerbrochen. Der Audi R8 bleibt ein phänomenales Auto.“

Das nächste Renne zur ALMS finden bereits am kommenden Wochenende in Mid-Ohio statt.

SCC Varano: Resultat 2. Lauf

  1. Tony Sinclair/GB, Jade-Nissan (1. Div.1), 20 Runden in 22:59,164

     

  2. Sabrina Hungerbühler/CH, Osella-BMW (2. Div.1), -17,071sec.

     

  3. Wolfgang Payr/A, PRC-Cosworth (3. Div.1), -47,609sec.

     

  4. Gerd Beisel/D, PRC-BM (3. Div.1), -55,311sec.

     

  5. Geord Hallau/D, MPR-Honda (1. Div.2), - 1 Rd.

     

  6. Gerhard Münch/D, Norma M20-Honda (2. Div.2)

     

  7. Karl-Heinz Matzinger/A, PRC-Opel (3. Div.2)

     

  8. Adi Gärtner/CH, Martini-Alfa (4. Div.1)

     

  9. Daniel Haas, Mygale Formel Ford, -2 Rd.

     

 

Nicht klassifiziert:

 

Johann Pauer/A, PRC-Opel

 

Henry Uhlig/D, PRC-Opel

 

Australische GT – zwei Ferrari F430 Challenge nun auch down under

D. Stevens / Brennan-IT Ferrari 430 ChallengeBei der nächsten Runde der Australischen GT-Meisterschaft am 20./21. Mai in Phillip Island soll das Debut der beiden Ferrari F430 Challenge von David Stevens und John Teulan stattfinden.
Stevens, der in den vergangenen Jahren einen Porsche 996 Bi-Turbo eingesetzt hat, konnte bei den Rennen in Oran Park noch nicht mit dem neuen Auto antreten, weil keine entsprechenden Reifen zur Verfügung standen. Eine Pressemeldung der Australischen GT kommentiert das nebenstehende Foto daher augenzwinkernd mit „Stevens’ new Ferrari sits, waiting for it’s debut“.
John Teulan bleibt hingegen der Marke treu und tauscht den F360 gegen einen F430. Übrigens hat auch er eine Vergangenheit als Porsche-Pilot – seine ausgezeichnete Leistung im türkisblauen, Falken-gesponserten 993GT2 beim Bathurst 24hr des Jahres 2003 ist vielen noch in Erinnerung.

Australische GT – Runde 3 – Oran Park

James Koundouris (Porsche 996GT3 Cup)Ein Rückschlag war für die Veranstalter der Australischen GT-Meisterschaft die geringe Teilnehmerzahl an den Rennen auf dem Oran Park Raceway. Nach 24 Fahrzeugen zu Saisonbeginn in Wakefield Park und sogar 30 in Bathurst standen diesmal nur 13 Autos am Start.

Lauf 1 brachte einen Porsche-Vierfach-Erfolg: Vorjahresmeister Bryce Washington siegte nach 12 Runden vor den Brüdern Theo und James Koundouris sowie Damian Flack (alle Porsche 996GT3 Cup). John Teulan im einzigen Ferrari F360 des Feldes wurde Fünfter vor Greg Crick (ACR-Viper) und Ian Palmer (Honda NSX). Das zweite Rennen ging ebenfalls an Washington vor Crick und David Wall (Porsche 996GT3 RSR), der am Samstag die Punkte für die beste Qualifying-Zeit geholt hatte. Im dritten Lauf konnte sich schließlich Crick, dessen Viper zuvor von Sensor-Problemen geplagt wurde, durchsetzen – er verweis Wall und Washington auf die Ehrenplätze.

Im Gesamtklassement führt Greg Crick (262 Punkte) weiterhin vor Bryce Washington (242) und James Koundouris (176, Bild oben). Für die nächste Runde der Meisterschaft in zwei Wochen in Phillip Island ist das Debut der neuen Ferrari F430 Challenge von John Teulan und David Stevens angekündigt.

T2M-Lineup für Spa steht

t2m2005.jpgDie Mannschaft von T2M ist nun komplett: in Spa werden neben dem Japaner Yukata Yamageshi nun auch der Thailändische F3000 und F3-Pilot Tor Graves und der Slovake Miro Konopka ins Steuer greifen. Konopka hat schon in der FIA-GT-Meisterschaft Einsätze auf dem Porsche von Vonka Racing absolviert und just an den 24 h von Dubai teilgenommen. Aktuell ist er an diesem Wochenende in Silverstone auf dem Porsche des Autosport Club Bratislava unterwegs.

Bei der Bereifung wird das Team des in Frankreich lebenden Japaners Itoshi Kaneko und seiner deutschen Mechanikercrew wie schon bei den letzten 24h von Le Mans auf Dunlop setzen.

30 Wagen-Feld in Silverstone

amphoenix.jpg12 GT1, 17 GT2 und ein Vertigo in der G2-Klasse – diese 30 Wagen bilden den Entry für die Auftaktrunde der FIA-GT-Meisterschaft am kommenden Sonntag in Silverstone. Aus deutschsprachiger Sicht beteiligt sich das bisher stärkste deutsche und österreichische Kontingent in der Meisterschaftsgeschichte auf Fahrer- und Teamseite in beiden Klassen. Einige haben zum Teil realistische Titelambitionen.

Zuvorderst dürfte Vitaphone Racing zu nennen sein. Michael Bartels Truppe ist in der GT1 das einzige verbliebene MC12-Team. Bartels teilt sich dabei das Cockpit mit Maserati-Werkspilot Andrea Bertolini. Zakspeed debütiert mit dem Saleen und Sascha Bert und Jaroslav Janis. Daß man von Anfang an zu den Top-Favoriten gehören wird, haben die Bestzeiten bei den Tests in Dijon bewiesen. Zu einem starken Konkurrenten dürfte das neu formierte österreichische Race-Alliance-Team mit Karl Wendlinger & Phillip Peter im einen sowie Frank Diefenbacher und Robert Lechner im anderen Wagen agieren. B-Racing tritt mit dem Fahrertrio Walchhofer, Leuenberger & Franchitti in Silverstone an. Eine Woche später will man das selbe Team in Spa auf die 1000km-Distanz schicken. Die deutsche Mannschaft von Phönix Racing (Foto) debütiert schließlich mit einem Aston Martin für die Piloten Picchini und Deletraz. Insgesamt treten 6 Aston Martin, 2 Saleen, 2 Maserati und je eine Corvette und 1 Lamborghini an. Auffällig: die Abwesenheit von Ferrari in der Top-Klasse, nachdem die Prodrive-Fabrikate diese in den vergangenen Jahren nach Belieben dominiert hatten.

GT2: Hier sind zuvorderst die beiden Porsche-Teams von Renauer Motorsport und Proton-Felbermayr zu nennen. Renauer hat mit Wolfgang Kaufmann und Luca Moro ein Team für einen potentiellen Podestrang am Start. Im 2. Wagen sind Hans Knauss, Manfred Jurasz und der Schweizer Theo Heutschi genannt. Das „Familienteam“ Proton  hat einen „Juniorenwagen“ für Christian Ried und Horst Felbermayr Jr. , sowie einen „Routinierswagen“ für Gerold Ried und Horst Sr. besetzt. 3. deutschsprachige Equipe ist hier der Race Alliance Porsche mit Teambesitzer Lukas Lichtner Hoyer und Thomas Gruber. In dieser Klasse treten 6 Ferrari F430, 7 Porsche GT3 RSR, 2 Porsche GT3 RS und je ein LNT-Panoz und ein RJN-Nissan 350Z als Farbtupfer an.

Creation nach Le Mans mit 2 Wagen?

Creation 06/HIn einem Interview auf Infoscourses hat Creation Teammanager Ian Bickerton sich zu den anstehenden Einsätzen des Teams in Spa und in Le Mans geäussert. Demnach wird in Spa nur einer der 2 zu Beginn der Saison noch angedachten Creation Hybrid-Boliden zu sehen sein. Nach Le Mans, und eventuell sogar während des Klassikers – der 2. LMP1 steht auf der Reserveliste -  soll Creation Autosportive dann auch in der LMS als 2 Wagen-Team präsent sein. Angesicts der immer noch nicht geklärten Ersatzrunde für die abgesagten 1000km von Monza peilt das Team statt dessen 2 Einsätze in der ALMS am Ende der Saison an. Diese würden dann das PLM und die Runde in Laguna Seca umfassen.  

In Magny-Cours testete das Team just einige technische Komponenten. So zum Beispiel neben Anpassungen bei den Aufhängungen auch ein Update des Megaline Paddle-Shift Systems das bei den 1000km von Istanbul noch Sorgen bereitet hatte.

5 Gallardo in Silverstone

sberggallardo.jpgGleich 5 Lamborghini Gallardo werden in der neu geschaffenen GT3-EM am kommenden Wochenende in Silverstone im Feld vertreten sein. Das neu geschaffene B-Racing-Team – in der FIA-GT mit dem Murcielago und dem Fahrertrio Walchhofer, Leuenberger und Franchitti unterwegs – bringt unter dem Synonym S-Berg-Racing 2 Gallardo  an den Start. Diese werden von Andreas Mairzedt (A) und Florian Scholze (D) sowie Jaromir Jirik (CZ) und Dennis Retera (NL) pilotiert. Reiter Engineering selbst bringt 3 GT3 für Jurgen von Gartzen (D) und Marius Ritskes (NL), Bernhard Müller und Michael Trunk  und Albert von Thurn und Taxis (alle D) und Vittorio Zoboli an den Start.

Bei einem Test in Brünn in der letzten Woche wurden die gelben S-Berg und schwarzen Reiter-Boliden einem Funktions-Roll-out unterzogen. Wie man in Bezug auf die Konkurrenz steht dürfte nach dem Wochenende in England einzuschätzen sein.

Ausblick auf Spa

51 Fahrzeuge sind auf einer ersten Nennliste für die 1000km von Spa zu finden. Mit 11 LMP1, 13 LMP2, 9 GT 1 und 17 GT2 hat sich eines der größten Sportwagenfelder der letzten Jahre für den Klassiker in den Ardennen angemeldet – Le Mans natürlich wie immer ausgenommen.

zytectestmc.jpgJohn Nielsen kommt mit Zytek zur Stelle seines letzten großen Triumphs zurück. Die britische Manufaktur hat dazu eine neue Hybrid-Version des 2-maligen Siegerchassis aus dem vergangenen Jahr aufgelegt. Nielsen sieht den Einsatz des just in Magny-Cours getesteten (Foto: Infocourses) und mit einer rein dänischen Crew bestückten Prototypen als Feuertaufe für Le Mans an. Noch sind die  Nennungen des 2. Creation und des 2. Courage nicht sicher. Aber mit dem Protran – ein nach dem selben Konzept wie seinerzeit der Nasamax hybridisierter Reynard 2KQ – kommt eine weitere neue und interessante Konstruktion nach Belgien.

In Spa beginnt die Saison für Kruse Motorsport. Ob man wie angekündigt 3 der neuen Radical SR9 oder doch nur deren einen zu Gesicht bekommt bleibt abzuwarten. Binnie Motorsport ist mit Willian Binnie, Allan Timpany und Sam Hancock zum Start in die europäische Saison angekündigt. Amsonsten bleibt es bei den üblichen Verdächtigen für die LMP2-Klasse.

Mit dem Oreca-Saleen kommt ein ernst zu nehmender Gegner in der GT1-Klasse für die etablierten Teams ins Rennen. Ob es ausreichen wird um die Seriensieger von Labre an einem weiteren Durchmarsch zu hindern? B-Racing hofft für dieses Mal auf ein problemloses Wochenende nachdem in Istanbul der einzige verfügbare Lamborghini-Motor schon im freien Training abgeschrieben werden musste. Marino Franchitti ersetzt hier Michele Barytan. PSI hat beim Heimspiel auch die 2. Corvette nun mit Fahrern besetzen können. Mit Aston Martin, einem F550 den Corvette C6R und C5R sowie dem Lamborghini und dem Saleen streiten in dieser Klasse nun 7 Fabrikate um den Erfolg.

Nur 5 Fabrikate (Porsche, Ferrari, Spyker, Panoz und TVR) sind es in der GT2-Klasse – dafür trumpft hier eine Masse an Fahrzeugen auf. Die deutschen Porsche-Crews von Farnbacher, Seikel und T2M ringen hier um Podiumsplätze. An der Spitze der Klasse dürften derweil andere zu suchen sein. Marc Lieb und Joel Camanthias haben schon in Istanbul erfahren müssen dass die F430 eine harte Nuss sind. Die ferrari haben sich zu Saisonauftakt in allen Serien als zumindest den Porsche ebenbürtig erwiesen. Ob man auf der Ardennenachterbahn das Blatt wenden kann? Die Spyker haben sich zudem auch in Istanbul als konkurrenzfähig erwiesen. Beim Heimspiel wird die holländische marke sicher besonders motiviert zu Werke gehen. Und auch die Panoz wurden am Bosporus schon zeitweilig in Klassenführung liegend notiert.

Bis zum Trainingsbeginn am übernächsten Donnerstag wird sich die Nennliste sicher noch etwas verkleinern. Daß sich der Weg in die Ardennen aber unabhängig vom Wetter auch dieses Jahr wieder lohnen wird steht aber ausser Zweifel.

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