Verfasst von Harald Musileck. Veröffentlicht in Sonstige GT
In einer Presseaussendung wird für die kommende, zweite Saison der Brasil GT3 ein Feld von 23 Autos aus 19 Teams angekündigt. Über den Einstieg von Nelson Piquet in die Meisterschaft wurde bereits berichtet. Neu ist hingegen die Information, dass zwei Aston Martin DBRS9 des portugiesischen Teams Simonelson Motorsport genannt wurden. Auch ein weiterer Pilot mit Formel-1-Erfahrung wird in die Serie kommen: Ricardo Rosset, der in den späten 90er-Jahren für Footwork, Lola und Tyrrell 33 GPs absolvierte, soll einen Ford GT fahren. Die Saisoneröffnung der Brasil GT3 dürfte nunmehr am 20.04. (und nicht wie zuletzt vermeldet am 06.04.) in Curitiba stattfinden.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans ( WEC )
Der ACO hat früher als noch im vergangenen Jahr die Liste der 55 Teams und 8 Reservenennungen bekannt gegeben die für die 24h an der Sarthe in diesem Jahr bereit stehen werden. 20 LMP1 (+3 Reserveteams), 12 LMP2, 10 GT1 (+2) und 13 (+3) GT2 werden in diesem Jahr aufeinandertreffen. Damit trägt man dem Trend der LMS Rechnung, das Feld nicht mehr paritätisch zwischen LMP & GT aufzuteilen, sondern einen Schwerpunkt auf die Prototypen zu legen. Zu den Nennungen liegen folgende Informationen vor:
LMP1: 1; Audi Sport North America, Audi R10 2; Audi Sport North America, Audi R10 3; Audi Sport Team Joest, Audi R10 5; Team ORECA-Matmut, Courage-ORECA Judd 6; Team ORECA-Matmut, Courage-ORECA Judd 7; Team Peugeot Total, 908 HDi FAP 8; Team Peugeot Total, 908 HDi FAP 9; Team Peugeot Sport, 908 HDi FAP 10; Charouz Racing System, Lola B08/60 Aston Martin 11; Dome Racing Team, Dome S102 Judd 12; Charouz Racing System, Lola B07/10 Judd 14; Creation Autosportif, Creation C07 AIM 16; Pescarolo Sport, Pescarolo Judd 17; Pescarolo Sport, Pescarolo Judd 18; Rollcentre Racing, Pescarolo Judd 19; Chamberlain - Synergy Motorsport, Lola B06/10 AER 20; Epsilon-Euskadi, EE 01-Judd 22; Tokaï University YGK, Courage-ORECA YGK 23; Autocon, Creation C07 Judd 24; Terramas, Courage Mugen
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20 (+3) von 26 Bewerbungen wurden letztendlich vom ACO akzeptiert, ein Beleg dafür wie solide die Klasse aufgestellt ist. Unter den Nennungen befinden sich nur zwei schwer einzuschätzende Kandidaten: die beiden japanischen Newcomer-Teams von Tokaï University und Terramas. Hinter Terramas verbirgt sich das Team Cars Tokaï Dream 28, das in der japanischen Super-GT den Shiden GT300 einsetzt und den aus der letztjährigen JLMC bekannten Courage an den Start bringen will. Das Team von Tokai University will dagegen einen aktuellen Kunden-Oreca-Courage einsetzen. Drei Werkswagen von Peugeot und Audi sowie je zwei der französischen Hersteller Pescarolo und Oreca-Courage versprechen einen spannenden Kampf um das Podium. „Dark Horses“ sind der Dome und der Lola-Aston Martin des Charouz-Teams. |
12 von 15 LMP2-Nennungen wurden akzeptiert. Aus deutschsprachiger Sicht bieten die Bestätigung des Antretens der beiden Porsche RS Spyder und des neuen Kruse-Schiller-Lola-Mazdas Unterhaltung für das Rennen. 2007 fiel die Klasse mit einem Prototypensterben wieder in alte Gewohnheiten zurück – nur zwei Autos erreichten das Ziel. 2008 treten sechs Neuwagen und sechs mindestens ein Jahr alte Chassis an. In der salopp „Bastelbudenklasse“ genannten Kategorie darf wieder mit einem Ausdauerrennen gerechnet werden. | LMP2: 25; RML, Lola MG B05/40 26; Team Bruichladdich Radical, Radical SR9 AER 30; Racing Box, Lucchini Judd 31; Team Essex, Porsche RS Spyder 32; Barazi Epsilon, Zytek 07S 33; Speedy Racing Team Sebah, Lola B08/80 Judd 34; Van Merksteijn Motorsport, Porsche RS Spyder 35; Saulnier Racing, Pescarolo Judd 40; Quifel ASM Team, Lola B05/40 41; Trading Performance, Zytek 07S 44; Kruse Schiller Motorsport, Lola Mazda 45; Embassy Racing, Embassy WF01 Zytek
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GT1: 007; Aston Martin Racing, Aston Martin DBR9 009; Aston Martin Racing, Aston Martin DBR9 50; Larbre Compétition, Saleen S7R 53; Vitaphone Racing Team, Aston Martin DBR9 55; Interprogressbank Spartak Racing, Lamborghini Murcielago 59; Team Modena, Aston Martin DBR9 63; Corvette Racing, Corvette C6.R 64; Corvette Racing, Corvette C6.R 72; Luc Alphand Aventures, Corvette C6.R 73; Luc Alphand Aventures, Corvette C6.R
| 10 GT1 sind aus 22 Bewerbungen ausgewählt worden. Anders noch als 2007 als 15 GT1 sich ein Rennen par Excellence lieferten wird 2008 ein exklusiveres Feld aus je vier Aston Martin und Corvettes sowie je einem Saleen und Lamborghini um die GT1-Krone rennen. Überraschend befindet sich ein Aston des Teams Vitaphone auf der Liste der akzeptierten Teams. Das FIA-GT-Team von Michael Bartels hat vom Maserati auf das Konkurrenzprodukt aus britischem Hause umgesattelt, um eine Zulassung zu erhalten und den Traum vom Rennen aller Rennen für den FIA-GT-Meisterteam wahr werden zu lassen. Mit der Zulassung des von Reiter Engineering eingesetzten Lamborghini beweisst der ACO ein kluges Händchen und lässt jenes Team antreten, das am ehesten eine Chance besitzt, den Murcielago über die Distanz zu bringen. Um den Sieg werden sich aber wieder die beiden Werksteams von Aston und Corvette streiten. 8 Ferrari, 3 Porsche und zwei Spyker sind in der kleinsten Kategorie zugelassen worden. Will man Ferrari eine Chance zum 2. GT2-Sieg nach 2006 geben?
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In der GT2 sind von Porsche fast nur Autoentrys vorhanden. Selbst das LMS-Team von Farnbacher Racing hat nicht seinen Porsche sondern nur den von Pierre Ehret frisch bestellten F430 zugelassen bekommen. Insofern hat sich der mutige Schritt des in Florida arbeitenden Deutschen für die deutsche Truppe schon mal gelohnt. Auch das deutsche Team Proton hat sich durch die guten LMS-Ergebnisse den Le Mans-Startplatz zurecht erarbeitet. Auf Seiten der Porsche-Teams kann der Einsatz einiger deutschsprachiger Piloten des Werksfahrerkaders vorausgesetzt werden. Und auch in den Ferraris wird der ein oder andere deutsche Pilot erwartet werden können. Zwar stehen unter den acht Teams der Reserveliste drei weitere GT2, allerdings gilt es angesichts der Qualität des Feldes als unwahrscheinlich das mehr als fünf Teams vor den 24h 2008 ihren Rückzug erklären werden.
| GT2: 76; IMSA Performance MATMUT, Porsche 911 GT3 RSR (997) 77; Team Felbermayr-Proton; Porsche 911 GT3 RSR (997) 78; AF Corse; Ferrari F430 GT 80; Flying Lizard Motorsports; Porsche 911 GT3 RSR (997) 81; Tafel Racing; Ferrari F430 GT 82; Risi Competizione, Ferrari F430 GT 83; Risi Competizione, Ferrari F430 GT 85; Spyker Squadron b.v., Spyker C8 Laviolette 90; Farnbacher Racing, Ferrari F430 GT 94; Speedy Racing Team, Spyker C8 Laviolette 96; Virgo Motorsport, Ferrari F430 GT 97; BMS Scuderis Italia, Ferrari F430 GT 99; JMB Racing, Ferrari F430 GT
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Reserve: R1; Saulnier Racing, Pescarolo Judd (LMP1) R2; Interprogressbank Spartak Racing; Lamborghini Murcielago (GT1) R3; Epsilon-Euskadi, EE01-Judd (LMP1) R4; IMSA Performance-Matmut, Porsche 997 GT3-RSR (GT2) R5; Creation Autosportif, Creation CA07 AIM (LMP1) R6; Spyker Squadron, Spyker C8 Laviolette (GT2) R7; Team Felbermayr-Proton, Porsche 997 GT3-RSR (GT2) R8; Larbre Compétition, Saleen S7-R (GT1) | Somit dürften die Teams die unten in der Liste stehenden Wagen, so der 2. Spyker, der 2. Proton-Porsche und der 2. Larbre-Saleen wohl vergebens auf einen Einsatz hoffen. Erste Profiteure von Rückzügen werden die LMP1 von Saulnier und der 2. Epsilon Euskadi sowie der 2. Reiter-Lamborghini sein. Sobald dieser sticht, wird es wahrscheinlich bei den Kunden von Hans Reiter zu einem Rennen um diesen Entry kommen. Vermutlich will man seitens des ACO sicherstellen, dass es nicht wieder zu einem Spareinsatz mit zweifelhafter Aussenwirkung wie 2007 kommt. |
Verfasst von Sören Herweg. Veröffentlicht in Blancpain Sprint Serie ( BSS )
Der Italiener Andrea Bertolini kehrt, nachdem er in der vergangenen Saison für die Scuderia Playteam Sarafree an den Start ging, zum deutschen Vitaphone Racing Team zurück. Zusammen mit dem Vitaphone Racing Gründer Michael Bartels gewann er schon 2006 den Meistertitel in der FIA-GT, bevor er in der vergangenen Saison von Pirelli zur Scuderia Playteam beordert wurde. Die Verpflichtung von Andrea Bertolini bedeutet auch das der amtierende FIA-GT Meister Thomas Biagi, nicht mehr für Vitaphone starten wird, vielmehr wird er aller Voraussicht nach einen Ferrari F430 GT2 für das GT2-Meisterteam AF Corse steuern. Für den zweiten MC12 hat man Miguel Ramos und Alexandre Negrão verpflichtet. Wie schon in der vergangenen Saison werden die italienischen Sportwagen des Herbroner Teams auf dem schwarzen Gold von Michelin rollen. Momentan befindet man sich im portugiesischen Estoril für Reifentests.
Die Kombination aus MC12 mit den französischen Reifen ist für Andrea Bertolini aber keine unbekannte - beim Petit Le Mans 2007 steuerte er einen von Doran Racing eingesetzten, Michelin-bereiften MC12. Bei dem 1000 Meilen Rennen in Georgia konnte der Italiener die beiden Corvetten von Pratt&Miller im Qualifying hinter sich halten, ehe man im Rennen verunfallte.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans Series ( LMS )
Das britische Team Modena, derzeit einziges verbliebenes permanentes Aston-Martin Einsatzteam in der LMS, wird 2008 das Fahrerduo Tomas Enge und Antonio Garcia in der 1000km-Rennserie einsetzen. Garcia hatte schon im vergangenen Jahr den schwarz-rot-silbernen Aston zusammen mit dem Brasilianer Christian Fittipaldi und zeitweise der Rennamazone Liz Halliday gesteuert. Allerdings wird Enge die 24h von Le Mans im LMP1-Aston-Lola des Teams Charouz bestreiten, weshalb sich das Team Modena im Falle einer Akzeptanz durch den ACO beim 24h-Marathon nach anderen Partnern für Garcia umsehen müsste.
Tomas Enge ist als Aston-Werkspilot bestens vertraut mit dem DBR9 des Teams. In Le Mans trat er als Werkspilot bereits dreimal auf dem GT1-Aston Martin an und stand dort 2006 als Klassenzweiter mit auf dem GT1-Podium. In der LMS fehlt Enge noch ein Sieg in den Meriten. Dagegen konnte Garcia sich schon mit dem Aston des Teams Modena 2006 beim Lauf in Donington Park in den Siegerlisten zusammen mit seinen damaligen Co-Piloten Peter Hardman verewigen. Der Ex-BMW-Tourenwagen Werks-Pilot peilt mit seinem neuen tschechischen Partner weitere Siege 2008 gegen die favorisierten Teams von Alphand Adventures (Corvettes) und Larbre (Saleen S7R) an.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans Series ( LMS )
Mit Pierre Kaffer kehrt der einzige deutsche Pilot, der je LMS-Gesamtsiege erringen konnte, in die 1000km Serie zurück. Drei Jahre nach seinem Vizetitel 2004 auf dem Veloqx Audi R8 wird der 32-jährige, in Salenstein in der Schweiz lebende Ex-Audi-Werkspilot sein Comeback in der LMS geben, wenn auch freilich drei Klassen tiefer als seinerzeit noch mit dem R8. Dennoch ist seine Motivation ungebrochen, auch wenn er derzeit wenig über den Einsatz zu berichten weiss.
„Der Einsatz bei Farnbacher ist sehr spontan zusammen gekommen. Derzeit weiss ich nichts über das Auto und wann die ersten Tests geplant sind. GT2-Erfahrung besitze ich aus dem letzten Jahr von der Nordschleife her, wo ich den Paragon RSR gefahren bin. Von daher weiss ich, was mich ungefähr von der Power her erwartet. Ein grosser Umstieg im Vergleich zu den GT-Einsätzen im vergangenen Jahr wird es nicht werden.“
Zurück von einem Instruktoren-Event in Lappland zeigte sich Pierre sehr interessiert bezüglich der Konkurrenz, die ihn in der GT2-Klasse erwartet. Ein harter Konkurrenzkampf darf unter den 14 GT2-Teams in diesem Jahr erwartet werden, wobei mindestens ein halbes Dutzend Autos als Klassensieg-verdächtig eingestuft werden kann. Aufgrund der Besetzung gehört der Farnbacher Ferrari F430 mit dem schnellen Privatier Pierre Ehret, Anthony Beltoise und Pierre Kaffer als erster deutscher Ferrari seit Bestehen der Serie mit dazu. 2004 konnte sich Kaffer als Sieger bei den 12h von Sebring, den 1000km am Nürburgring und in Silverstone feiern lassen. Werden 2008 GT2-Siege in der LMS mit hinzukommen?
Verfasst von Maximilian Graf. Veröffentlicht in GT4 European Series ( FIA-GT4 )
Die Eröffnungssaison des GT4 European Cup stand für differenzierte Starterfelder sowie enge und spannende Rennen. Von Silverstone bis Oschersleben, von Spa bis Nogaro und dem Finale zusammen mit der GT90's Revival Series boten die GT4-Sprintrennen außergewöhnlich enge Positionskämpfe - perfekt für die Zuschauer.
Das Ziel für 2007, welches darin bestand Hersteller, Konstrukteure oder Tuner anzulocken, damit sie Fahrzeuge für die GT4-Kategorie vorbereiten, wurde erreicht und die zweite Saison sieht sehr vielversprechend aus. Aufgrund des steigenden Interesses und der wachsenden Nachfrage seitens der kleinen Hersteller, vom Formel- in den GT-Sport zu wechseln, wurde beschlossen, die Klasse Sports Light einzuführen. Diese Wertung ist für Wagen mit einem maximalen Gewicht von 1000kg vorbehalten, was für eine Vervielfältigung des Felds sorgt und dennoch fahren die Sports-Light-Fahrzeuge in ihrer eigenen Klassifikation um ihr eigenes Podium.
Es wurde offensichtlich, dass die GT4-Kategorie die GT3-Fahrzeuge in den nationalen GT-Meisterschaften, in denen die Cup-Fahrzeuge starten, perfekt als Einsteigerklasse ergänzt. In den kommenden Jahren wird es voraussichtlich in Großbritannien, Frankreich, Belgien und möglicherweise in Deutschland eine Extraserie für die GT4-Boliden geben. In 2008 wird der GT4-Cup innerhalb einiger nationalen GT-Serien geben, um für dieses Konzept zu werben.
Für 2008 wurde der Kalender des GT4 European Cup erweitert und umfasst jetzt sechs Meetings à zwei Rennen, die alle im Rahmen der prestigeträchtigen FIA GT Championship über die Bühne gehen. Das Rennformat wird eine Kombination aus längeren Rennen mit obligatorischen Boxenstopps sowie optionalem Fahrerwechsel und Sprintrennen ohne Pit-Stop. Bei den meisten Veranstaltungen wird es zwei Sprintläufe mit einer Dauer von 25 Minuten und einem 50-Minuten-Rennen geben. Die Rennwochenende beinhalten außerdem zwei 50-minütige freie Trainingssitzungen und zwei Qualifying-Sessions à 20 Minuten. Aus zeitlichen Gründen werden in Silverstone nur zwei 30-Minuten-Sprintrennen ausgetragen.
Die Startberechtigung der Piloten ist auf den Bronze- und Silber-Grad beschränkt - entsprechend der Klassifizierung in der FIA GT3 European Championship. Am Ende des Rennwochenendes werden der beste Bronze- bzw. Silberfahrer mit einer Trophäe ausgezeichnet.
Im Bezug auf die provisorische Starterliste für 2008 sieht es mit 20 Full-Season-Entries in der GT4-Kategorie und sechs in der Sports Light sehr freundlich aus, denn es kommen ja noch die „Race-by-Race-Teilnehmer“ hinzu. Den größte Anteil machen wahrscheinlich die Aston Martin N24 Vantage aus - es wurden sieben Fahrzeug aufwärts angekündigt, davon vier von dem aus der FIA-GT Championship bekannten Team JetAlliance Racing. Mit jeweils zwei BMW Z4, Nissan 350Z, Maserati Trofeo, Porsche Cayman, Ford Mustang, Lotus Exige und Opel GT ist die Fahrzeugvielfalt gewährt. Die Kategorie Sports Light wird wahrscheinlich von zwei Ginetta G50 und KTM X-Bow, dem Donkervoort D8 GT und dem Lotus 2/Eleven vertreten.
Verfasst von Harald Musileck. Veröffentlicht in Prototypen diverse
In Frankreich ist eine neue Serie mit Einheits-Prototypen im Entstehen - der Name „Bioracing Series“ lässt von vornherein auf die Verwendung von alternativem Treibstoff schließen. Tatsächlich wird der vor einigen Tagen präsentierte BRS 4,0 (Bilder unten) mit Ethanol E85 betrieben. Das 800kg schwere Fahrzeug wurde von E Design / Eric Bachelet entworfen - es ist mit einem 4-Liter-V6-Motor von Sodemo bestückt, welcher 350 PS abgeben soll. Als Reifenlieferant fungiert Michelin.
Von den sechs Meisterschaftsrunden sind fünf im Rahmen der Serie FFSA angesetzt (Ledenon, Dijon, Val de Vienne, Albi, Magny-Cours), einmal möchte man im Rahmenprogramm der FIA-GT fahren (Nogaro). An jedem Rennwochenende sollen drei Sprintläufe über je 50km ausgetragen werden.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in GT4 European Series ( FIA-GT4 )
Am heutigen Tage befindet sich die Truppe von Reiter Engineering auf dem Adria Raceway für einen Test ihrer aktuellen GT1- und GT3-Lamborghinis. Zusätzlich testet man ein weiteres Fahrzeug, das allerdings nicht vom italienischen Hersteller aus dem VAG-Konzern stammt. Ein KTM X-Bow ist als „Dreingabe“ zu einem Tracktest mit dabei, wie Hans Reiter uns erläutert.
„Es ist ein reiner Versuchstest, auch wenn wir den Wagen schon einmal in Misano bewegt haben. Seit KTM die Entscheidung getroffen hat, den Wagen in Serie fertigen zu lassen, hatten wir einigen Kontakt. Bei einer Studie haben wir herausgefunden, dass der Wagen gut in die GT4-Light-Klasse passen würde. Der Wagen ist ja von Dallara mit entwickelt worden und benutzt Audi-Komponenten, wie etwa den Motor. KTM reklamiert, dass der Wagen Rennsport-Technologie für die Strasse beinhaltet, also haben wir uns ausgerechnet, dass man den Wagen vielleicht ohne viel Aufwand für eine Rennserie präparieren könnte.“
Eine Serienauflage des KTM ist allerdings noch nicht konkret von Reiter geplant: „Es ist derzeit ein reiner Evaluationstest ohne einen konkreten Fertigungsauftrag. Sollte er positiv ausfallen, dann könnte man über eine Weiterentwicklung zu einem GT4-Fahrzeug nachdenken. Der Wagen wäre mit Sicherheit nicht gesamtsiegfähig, da die Premiumhersteller die Siege für sich beanspruchen und die Lights-Klasse entsprechend konfigurieren lassen haben. Aber mit einem Lotus oder Ginetta kann der Wagen zumindest auf dem Papier mithalten. Mehr werden wir nach den Tests wissen.“
800 Einheiten sollen in diesem Jahr bei Produktionsstart des X-Bow vom ersten 4-Radmodell des in Mattighofen in Österreich stationierten Motoradherstellers gebaut werden. Mit einem GT4 würde man auch im 4-Rad Rennsport Präsenz zeigen, nachdem man in der Moto-GP auch schon den Motorsport erfolgreich nutzt. Hans Reiter sieht in KTM erstmal allerdings keine Konkurrenz zu den Lamborghini-Projekten: „Die Entwicklung läuft bei uns auf kleiner Flamme. Ich lasse quasi eine halbe Arbeitskraft aus unserem Team dran arbeiten. Vielleicht wird daraus mal ein Projekt, das ein zusätzliches Standbein für Reiter Engineering bedeuten könnte.“
Verfasst von Sören Herweg. Veröffentlicht in Porsche Carrera Cup
Der ehemalige DTM-Pilot Christian Abt wird für die kommende Saison das Volant des Audi A4 DTM gegen das eines nagel-neuen Porsche 997 GT3 Cup eintauschen. Zusammen mit Youngster Christian Engelhardt wird er in der kommenden Saison für Tolimit Motorsport die neun Rennen des Porsche Carrera Cup bestreiten.
Mit diesem Fahrerduo will Tolimit Motorsport ein Wort um sowohl die Fahrer- als auch um die Mannschaftswertung mitreden. Doch Christian Abt ist klar, dass dieses Unterfangen nicht einfach sein wird. Im Carrera Cup werden in der nächsten Saison bis zu 40 Fahrer an den Start gehen, wovon ungefähr 20 ein Wort um die Verteilung der Siege mitreden können.
Momentan steht Christian Abt auch noch in Verhandlungen mit seinem ehemaligen Arbeitgeber Audi über eine besondere Aufgabe innerhalb des Audi-Konzerns. So wie es momentan aussieht, wird das Jahr im Carrera Cup nur ein Übergangsjahr sein - im Jahr 2009 möchte der Kemptener im internationalen GT Sport an den Start gehen.
Verfasst von Harald Musileck. Veröffentlicht in Sonstige GT
Das in Sao Paulo beheimatete Team Full Time Sports will in der Brasilianischen GT3-Meisterschaft heuer zwei Dodge Viper Competition Coupes einsetzen - damit dürfte das Viper-Kontingent von maximal sechs Wagen tatsächlich voll ausgeschöpft werden. Full Time Sports war in den letzten Jahren bei den Stock Lights und in der Formel Renault aktiv, mit Piloten für die
beiden neuen Wagen wird derzeit noch verhandelt. Angesichts der fünf Viper-Laufsiege aus der Saison 2007 (im Bild das Fahrzeug der regierenden Meister Mattheis / Negrao) sollte es genug Interessenten für die Cockpits geben.
Der Brasil GT3-Terminkalender dürfte nunmehr doch nur acht Veranstaltungen umfassen – aktuell ist folgende Variante im Umlauf: