Testtage in Spa starten

Nur 2 Tage nach den 24 Stunden am Nürburgring 2020 starten heute die Testtage für die kommende 72. Ausgabe des 24 Stunden Rennen von Spa-Francorchamps. 50 GT3 Autos werden für die auf 2 Tage angesetzten Sessions erwartet, zu denen im Unterschied zu den Vorjahren weder Zuschauer noch Pressevertreter zugelassen sind. Die Testtage gelten als traditionelle Vorbereitung auf den Event der nun corona-bedingt auf den 22-25.Oktober verschoben worden ist und aufgrund der gleichzeitig stattfindenden Zeitumstellung an jenem Wochenende als 25h-Rennen abgehalten wird. Das Rennen ist das 20.te unter dem Zepter der SRO und die 10.Ausgabe bei der die GT3-Plattform als Gesamtsiegerklasse fungiert.

Viele der Teilnehmer kommen direkt vom just an diesem Wochenende abgelatenen GT-World Challenge Europ Sprint-Meeting in Zandvoort . Eine Reihe von Teams reisen frisch von den 24h am Nürburgring an. Insgesamt gibt es 18 Stunden Tracktime für die Teams an den beiden Tagen zu absolvieren.

BMW´s Sieg Nummer 20

Was hatten die selbsternannten Sportwagenexperten auf diesen Seiten (inklusive des Autors dieser Zielen) nicht im Vorfeld alles über BMW´s eingeschränkte Siegmöglichkeiten bei den 48. Total 24 Stunden Rennen am Nürburgring (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) spekuliert – der M6 zu unzuverlässig, nur 3 Einsatzteams mit nur 5 Wagen , in den vergangenen Jahren immer vom Pech verfolgt – das konnte nichts gegen die soliden Streitmachten von Audi Mercedes und Porsche werden! Am vergangenen Sonntag nun strafte des ROWE Racing Team mit dem BMW M6-GT3-Trio Alexander Sims, Nick Yelloly und Nicky Catsburg allen Unkenrufen Lügen. 50 Jahre nach dem ersten 24 Stunden Rennen am Nürburgring, das seinerzeit mit dem Sieg des Koepchen BMW 2002 ti-Duos Hans Joachim Stuck und Clemens Schickentanz endete und 10 Jahre nach dem 19. und bis dato letzten BMW-Sieg des Schnitzer Motorsport BMW M3 GT2 -Quartetts Jörg Müller , Uwe Alzen, Augusto Farfus und Pedro Lamy bei den  24h am Nürburgring 2010 holte das britisch-belgische Trio den prestigeträchtigen 20.ten Sieg bei der mittlerweile 48.Ausgabe des Klassikers. Für die 3 Piloten war es jeweils der erste Sieg beim Ringklassiker. Ebenso für die ROWE Racing-Mannschaft, die damit den grössten Erfolg in der Teamgeschichte nach dem Gewinn der 68. 24h von Spa-Francorchamps 2016.

Natürlich lieferten auch die schwierigen Wetterverhältnisse die Voraussetzungen für den BMW-Sieg. Zum siebten Mal in seiner Geschichte musste der Klassiker wegen irregulärer Verhältnisse in der Nacht unterbrochen werden. Nach mehreren Unfällen die auch die Topfahrzeuge mit erfahrenen piloten an Bord betrafen wurde das Rennen am Samstag um 22.03 Uhr wegen eines mittlerweile über der Eifel eingetroffenen, ausgedehnten Starkregengebietes abgebrochen.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Mercedes, die sich in der ersten Rennhälfte mit den Audis an der Spitze duellierten bereits alle Siegeschance weggeworfen. Schon im Qualifying hatte Yelmer Buurmann den #2 HRT-AMG in der Anfahrt zu Aremberg so nachhaltig zerlegt das das Team einen komplett neuen AMG aufbauen musste, dem die nötige Feinabstimmung für den Kampf um die Spitze fehlte. Maro Engels Pole-Auto war bis in die späten Abendstunden das aussichtsreichste Top-Auto der Sternenkriger, doch als man zu Beginn der Regenphase Manuel Metzger einen Stint auf „drying wets“ aufbürdete überreizte man das Rennglück. Der AMG bog ausgangs des „Kleinen Karussells“ am Schwalbenschwanz beim Einsetzen des Starkregens in die Leitplanken ab und wurde irreperabel zerstört. Kurz vor dem Abbruch erwischte es auch den schnellsten GetSpeed Performance-AMG an dem Rafaele Marciello ein Rad verlor und zuerst einen Dreher am Aremberger Forst und dann einen Leitplankeneinschlag am Kallenhard hinnehmen musste.

Zu diesem Zeitpunkt übernahmen die 3 Werks Audis kurz vor dem Abbruch die Spitze. Beim Restart am frühen Sonntag Morgen um 8 Uhr zeichnete sich dann schon bald ab das die BMW die Rolle des Audi-Jägers von den AMG übernommen hatten. Porsche konnte sein Potential in Abwesenheit der aus Le Mans gesperrten Werksfahrer und eines etwas geringeren Grundspeeds nie ganz ausschöpfen. Speziell bei den abtrocknenden Verhältnissen waren dagegen die BMW von ROWE Racing und Schnitzer Motorsport auf den „drying wets“ von Michelin den Audis ebenbürtig, wenn nicht sogar überlegen.

Als zwischenzeitlich ein weiterer Regenschauer niederging hatten die BMW das bessere Reifenmanagement gegenüber Audi. Während der bis dato führende Car-Collection Audi von Christopher Haase noch eine weitere Runde auf Slicks im Regen um den Kurs fahren musste hatten die BMW schon auf die passenderen regenpneus aufgezogen. Diesen taktischen Fehler, aufgrund dessen der BMW dannn schliesslich auch die Spitze übernahm, konnte der Audi auch nicht mehr mit einem kürzeren Boxenstop gegen Rennende auswetzen. Zudem verabschiedete sich der #1 Audi kurz vor dem Rennende mit einem Reifenschaden aus dem Kampf um die Podiumspositionen.

Am Ende betrug der Rückstand des Audi-Trios Christopher Haase, Mirko Bortolotti und Markus Winkelhock gerade mal 15s auf das siegreiche Rowe-Trio. Dritte wurde die Schnitzer-Mannschaft, in der Augusto Farfus gemeinsam mit seinen Teamkollegen Jens Klingmann , Martin Tomczyk und Sheldon van der Linde 10 Jahre nach seinem Sieg erneut auf das Podium des Klassikers steigen konnte. Diesem Quartett verhagelte eine 32 Stop & Go wegen einer Mindeststandzeitunterschritung von 0,1s (!) ein potentiell besseres Resultat.

Eigentlich hätte auch Philipp Eng an Bord des #99 starten sollen. Doch da Lucas Auer an Bord des #98 BMW nicht startete und Eng als Doppelstarter vorgesehen war entschied man bei ROWE Racing beide Wagen lediglich mit Trios antreten zu lassen und Eng auf der #98 zu belassen. An Bord dieses fahrzeugs erzielte Eng mit seinen Teamkollegen den 4 Gesamtrang. Die Plätze 5 und 6 belegten die beiden Werksaudis mit dem Vorjahressieger von Phoenix und Land Motorsport (Sieger 2017). Bester Porsche wurde am Ende der Frikadelli-Wagen mit der #31 Vor dem Autoarena-AMG auf P8, dem #2 HRT-AMG auf P9 und dem Falken Motorsport Porsche der die Top-10 beschloss.

Der Rennbericht zu den 48.24h am Nürburgring...

... Ist unter diesem Link auf unseren Seiten einzusehen. Das 48. Total-24 Stunden Rennen am Nürburgring ist mit den gestrigen ersten 2 Qualifikationssitzungen und einem Feld von 97 Teilnehmern gestartet. Während das erste freie Training trocken absolviert wurde und mit der schnellsten Runde von Marco Mapelli im Konrad Motorsport Lamborghini Huracán GT3 evo von 8:11,428 lediglich 2,3s von Laurens Vanthoors Top-30 Quali-Rekord von 2018 entfernt endete, gab es in der Abendsession den ersten Regen und dabei die ersten prominenten Zwischenfälle. Sowohl der #44 Falken-Porsche als auch der #2 Haupt Racing Team AMG sind nach Highspeed-Abflügen in der Nacht schwer verunfallt und es steht in Frage ob beide am Rennen werden teilnehmen können. Gottlob haben sowohl Peter Dumbreck als auch Yelmer Buurmann die Zwischenfälle weitestgehend unbeschadet überstanden.

Die Action am Ring geht heute weiter mit der dritten Qualisession und dem Top-30 Qualifying. Fotos, Infos und Ergebnisse werden wie in den letzten Jahren gewohnt in unserem Rennbericht gesammelt.

Blick auf die Top-Klasse der N24h

Am morgigen Donnerstag starten offiziell die ersten Sessions der 48. Ausgabe der 24h am Nürburgring. Wie bereits vor einigen Tagen erläutert, wird diese Ausgabe mit nun nur noch 101 Mannschaften eine der am schwächsten besetzten in der Geschichte des Klassikers werden. Ein dezidierter Blick auf die Topklasse steht an dieser Stelle noch aus.

30 GT3-Teams verzeichnet die Liste. Vor diesem Wochenende hätte man auf einen gewohnten Vierkampf der Hersteller Porsche, Audi Mercedes-AMG und BMW um den Gesamtsieg mit Ferrari und Lamborghini als zusätzliche Protagonisten im Kampf um die Top-10 Plätze getippt. Doch nun scheint es als wenn sich die kommende Ausgabe nur noch zwischen 2 Herstellern entscheidet.

BMW´s Engagement stand schon von vornherein in der Anzahl der Teams – 5 Wagen von ROWE Racing, Walkenhorst Motorsport und Schnitzer Motorsport - dem der anderen deutschen Hersteller hinterher. Zudem spricht die Bilanz der BMW M6-GT3 aus dem Vorjahr – lediglich der Falken-M6 kam am Ende 2 Runden hinter den Siegern ins Ziel – nicht gerade für eine Top-Eergebnis.

Porsche tat sich schon im Vorfeld bei den Nürburgring Langstrecken Serie-Läufen schwer. Mit der heute verkündeten Abwesenheit der in Le Mans engagierten Werksfahrer dürften die Chancen der nach dem Rückzug von Manthey bei den 7 verbliebenen 911´er Mannschaften der Teams Falken Motorsport, Frikadelli Racing, KCMG, und Huber-Motorsport auf den 13 Gesamtsieg der Weissacher jedenfalls nicht weiter gestiegen sein.

Der Autor dieser Zeilen legt sich daher darauf fest das der Gesamtsieg sich zwischen den 8 Audi R8 LMS GT3 der Teams Phoenix Racing, Car-Collection und Land Motorsport, - ergänzt durch die Pro-Am-Teams von Ring Police und RaceIng – und den 7 Mercedes AMG GT3 des Haupt Racing Teams (alias Black Falcon), und GetSpeed Performance entscheiden wird, wobei auch hier mit 10Q-Racing eine weitere Mannschaft engagiert ist. Sechster Sieg für Audi oder der dritte für AMG? Das wird hier die Frage sein.

Das „Black Horse“ in diesem Jahr ist Ferrari. Weniger der racing one F488, der erklärtermassen mit einer Pro-Am-Besatzung startet, sondern der Octane 126-F488 der mit der Besatzung Hirschi/Ludwig/Grossmann/Trummer deutlich professioneller besetzt ist. Zum Gesamtsieg gegen die geballte Macht der Audi und AMG wird es nicht reichen aber das man gegebenenfalls den grossen in die Suppe spucken kann hat das Team schon beiden letzten beiden Nürburgring Langstrecken Serie-Rennen bewiesen, wo man den Sieg jeweils nur knapp verpasste. Lamborghinis Einsatz wird abermals nur vom rührigen Engagement Franz Konrads getragen, für dessen Mannschaft ein Top-20 Ergebnis am Sonntag nachmittag schon ein Highlight darstellen würde. Nicht auf der Rechnung haben wir den Glickenhaus SCG004, der bei Debüt noch zu weit weg von der GT3-Spitze war, und für den eine Zielankunft schon ein Erfolg wäre.

Nur 6 (bzw. mit Glickenhaus 7) Hersteller in der Top-Klasse – da gab es schon mal höhere Zahlen. Doch die COVID-19 Krise hat dafür gesorgt das Nissan, Bentley , Aston Martin ihre Planungen frühzeitig gestrichen hatten. Von Lexus, Honda oder Corvette ganz zu schweigen. Dennoch dürfte die Masse der Teams der 4 deutschen Hersteller zusammen mit der Unvorhersehbarkeit der Ereignisse auf der Nordschleife für ein interessantes Rennen an der Spitze sorgen.

Falken und KCMG benennen Ersatz

kcmgDie beiden Teams KCMG und Falken Motorsport haben ihre Fahrerbesatzungen für das 24 Stunden Rennen am Nürburgring kurzfristig umgestellt: nach dem Quarantaine-Aus für die Porsche Werksfahrer (wir berichteten) hat KCMG Romain Dumas, Patrick Pilet und Richard Lietz im Porsche 991 GT3 R mit der Startnummer 18 durch Earl Bamber, Timo Bernhard und Jörg Bergmeister ersetzt. Dennis Olsen bleibt als einziger Pilot aus dem geplanten Lineup weiter in der #18 engagiert und wird nebenbei auch auf der #19 des Teams zusammen mit Alexandre Imperatori, Josh Burdon und Edoardo Liberati antreten. Er übernimmt damit die Rolle von Romain Dumas, der als Doppelstarter auf beiden Fahrzeugen des Teams vorgesehen war.

Bei Falken Motorsport hat man sich hingegen dazu entschlossen die ausgefallenen Matteo Cairoli und Thomas Preining nicht zu ersetzen. Sowohl Klaus Bachler als auch Sven Müller sind dort nun als Doppelstarter auf beiden Autos genannt.

Grello ist raus!

Porsche hat gestern Abend in einer Eilmeldung bekannt gegeben das der „Grello“-911' er von Manthey Racing nicht am 24h Rennen am Nürburgring teilnehmen wird. Der Grund ist ein Corona Ausbruch im Porsche Werksteam. Demnach sind 3 Mitglieder des letzte Woche in Le Mans engagierten Werksteams nach dem Event positiv auf den Erreger der Atemwegserkrankung getestet worden. Daraufhin hat Porsche nun sämtliche Fahrer, Techniker und Teammitglieder in Quarantaene geschickt. Da Manthey quasi als Werksmannschaft an der Sarthe agiert, fehlen nun die Ressourcen um den gelb-gruenen Einsatzwagen einsetzen zu können.

Neben Manthey sind nun auch einige andere Porsche-Mannschaften vom Rückzug der Piloten und Techniker betroffen. Alle 9 Werkspiloten die in Le Mans im Einsatz waren werden nun nicht am Klassiker teilnehmen können. Richard Lietz, Patrick Pilet, Romain Dumas, Matt Campbell, Michael Christensen, Kevin Estre, Thomas Preining, Matteo Cairoli and Julien Andlauer werden daher bei den Kundenteams KCMG, Frikadelli und Falken bei denen sie antreten sollten, kurzfristig durch andere Piloten ersetzt werden müssen. Damit erleidet Porsche einen empfindlichen Rückschlag für den Kampf um einen weiteren Gesamtsieg in der Eifel.

DNLS verschiebt letzte Termine

dnlsquiddelbacherhoeheDie beiden letzten Saisonrennen der Digitalen Nürburgring Langstrecken-Serie powered by VCO wurden neu terminiert. Um Überschneidungen mit dem realen Motorsport zu vermeiden, findet das Vodafone 3h-Rennen nun am 6. Oktober statt, das MANN-FILTER 3h-Rennen am 27. Oktober. Startzeit beider Rennen ist jeweils am Dienstagabend um 20 Uhr. Die Rennen werden in gewohnter Manier per Livestream übertragen.

„Wir haben in der Debütsaison der DNLS eine Menge gelernt. Zum virtuellen Saisonbeginn im März haben wir noch die Corona-bedingte Lücke geschlossen und den Fans zu den gewohnten Zeiten Rennen in der Grünen Hölle nach Hause geliefert. Nun kollidieren wir jedoch mit dem realen Motorsport, der in einer bisher noch nie dagewesenen Form komprimiert innerhalb nur weniger Wochen über die Bühne geht“, sagt Christian Stephani, der Geschäftsführer der VLN VV GmbH & Co. KG. „Für die Digitale Nürburgring Langstrecken-Serie ist es von großer Bedeutung, dass Fahrer aus dem realen Motorsport dabei sind, um den Fans diese neue Art von Racing nahe zu bringen. Aus diesem Grund haben wir mit vielen Fahrern und Teams Rücksprache gehalten und uns dazu entschlossen, die beiden letzten Rennen der Saison 2020 unter der Woche in den Abendstunden auszurichten.“

Nur kurze Zeit später wird es mit der Serie dann auch weitergehen. Die „DNLS – Season II“ startet bereits am 28. November 2020. Als Winterserie wird das digitale Championat der Nürburgring Langstrecken-Serie in Zukunft die rennfreie Zeit von November bis März überbrücken. Weitere Details dazu werden in Kürze bekanntgegeben.

Le Mans Hattrick für Toyota

Mit dem dritten Le Mans Sieg in Folge hat Toyota sich für sein jahrelanges Engagement in der Top-Klasse des ACO-Leuchtturmevents angemessen entlohnt. Der japanische Hersteller, der nun nach alter Le Mans-Tradition den Wanderpokal endlich für sich behalten darf, siegte am gestrigen Sonntag bei der 88. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) zum dritten Mal in Folge mit dem #8 Auto, auf dem Sebastian Buemi, Kazuki Nakajima und Brendon Hartley ihre Siegesbilanz aufpolierten. Der Schweizer Buemi und Nakajima notierten ebenfalls ihren dritten Sieg in Folge, während es für Hartley der zweite Triumph an der Sarthe nach seinem Sieg mit Porsche 2017 war. Nach 387 Runden betrug der Vorsprung auf das zweitplazierte Rebellion Racing R13 LMP1-Trio Norman Nato, Bruno Senna und Gustavo Menezes 5 Runden. Dem Rebellion Team fehlte über die Distanz der Speed, um mit den Toyotas mithalten zu können. Zwar konnte man bei der Abschiedsvorstellung des Teams an der Sarthe über kurze Distanzen die Rundenzeiten der Werksmannschaft mitgehen, schaffte dies aber nur um den Preis der Überanspruchung der Bremsen.

Das man dennoch den drittplazierten #7 Toyota von Mike Conway, Kamui Kobayashi und José Maria Lopez hinter sich halten konnte, lag nur daran das Toyota auch in diesem Jahr das Pech der eigentlich schnelleren Besatzung des Werksteams treu blieb. Genau zur Rennmitte versagte einer der Turbolader am #7 TS050 Hybrid (der übrigens in diesem Jahr seine Abschiedsvorstellung an der Sarthe gab), was die Mannschaft zu einem knapp halbstündigem Wechsel des rotglühenden Turbos an die Box zwang. Danach hechelte man den Rebellions hinterher und gelangte nur noch auf das Podium weil am zuvor zweitplazierten #1 Rebellion Racing sich in der Endphase die Fronthaube löste. Der ByKolles Racing ENSO CLM war schon am Samstag Abend nach einem unverschuldeten Abflug von Bruno Spengler nach einem Heckflügelbruch in den Esses aus dem Rennen ausgeschieden.

In der LMP2-Klasse setzte sich nach einem spannenden Tankstop-Finale der United Autosports Oreca von Phil hanson, felipe Alburquerque und Paul die Resta zum ersten Klassensieg des Teams beim Langstreckenklassiker durch. Das Team Team Jota kam nach einem Safetycar in der Endphase zwar bis auf 5s an den Wagen heran musste aber ebenfalls einen Splash&Dash absolvieren. Rang 3 sicherte sich in der Endphase der Panis Racing Oreca, nachdem die G-Drive-Truppe in der Schlussphase einen Aufhängungsbruch verzeichnen musste.

In der GTE holte sich Aston Martin beide Klassensiege. Bedingt duch mehrere Safetycars am Samstag Abend bzw in der Nacht waren nur noch der #97 Aston Martin von Alex Lynn, Maxime Martin und der #51 AF Corse Ferrari F488 GTE in der Spitzengruppe übrig geblieben. In der Endphase setzte sich der #97 Aston Martin aufgrund seines höheren Speeds vor dem Ferrari von Calado/Pierguidi/Serra und dem zweiten Werksaston durch. Den #71 Ferrari warf ein Dämpferbruch aus dem kampf um die Spitze. Die beiden Werksporsche spielten aufgrund eines erschreckend mangelnden Speeds in diesem Jahr keine Rolle beim Kampf um die Führung und mussten sich sogar noch mit den beiden privaten Ferrari in der Klasse herumschlagen. Jeweils ein Servolenkungsausfall warf die 911´er im 50.Jubiläumsjahr des ersten Porsche-Le Mans Sieges noch weiter zurück.

Lediglich in der GTE-Am kämpften die Porsche-Mannschaften um die Podiumsplätze wobei gegen den britischen TF Sport Vantage AMR GTE von Salih Yoluc, Jonathan Adam und Charles Eastwood an der Spitze kein Kraut gewachsen war. In einem nervenaufreibenden Finale nach dem letzten von 6 Safetycarphasen des Rennens nach dem Abflug des Graff Racing Orecas von James Allen in den Porsche-Kurven entschieden sich die letzten Podiumspositionen in der letzten halben Stunde in einem Dreikampf der auch der britische Tourenwagenmeisterschaft hätte entstammen können. Der zuvor zweitplazierte Matteo Cairoli im Project 1-Porsche musste sich dabei dem deutschen Dempsey-Proton-Porsche von Matt Campbell & Co sowie dem #83 AF Corse Ferrari von Perrodo/Collard/Nielsen beugen. Die Project 1 -Mannschaft ging mit P4 am Ende leer aus.

Link zum Le Mans Bericht:

Zwar haben wir aus allgemein bekannten Gründen dieses Jahr kein Team in Le Mans, dennoch müssen die Leser unserer Seiten nicht auf die gewohnte Le Mans Coverage verzichten. Unter diesem Link auf unseren Berichte-Seiten ist der regelmässig aktualisierte Le Mans Bericht 2020 einzusehen. Dieser wird das Geschehen des Klassikers zur Übersicht für die Fans bereit halten. Viel Spass für alle Leser und diejenigen die das Rennen verfolgen!

Road to Le Mans 2020 Lauf 1

roadtolm1Ohne Zuschauer und ohne eine Live Übertrag auf den bekannten Kanälen startete gestern um 14.15h das über 13 Runden angesetzte erste „Road to Le Mans“-Sprintrennen in Le Mans. Polesitter Wayne Boyd im #23 United Autosports Ligier JS P320 LMP3 führte das Feld in die erste Runde, zusammen mit Jean Glorieux im #3 DKR Engineering Duqueine M30-D08 LMP3. Erwartungsgemäss blieb das Pech auch dem Michelin Le Mans Cup treu, denn der #75 IDEC Sport Ligier mit Stephane Adler am Volant, löste kurz nach dem Start die ersten Gelben Flaggen aus.

In den Runden 6 & 7 erfolgte der vorgeschriebene Boxenstopp zum Fahrerwechsel, ein Nachtanken ist beim Rennen in Le Mans nicht erlaubt. Durch diverse Überholvorgänge und den Boxenstopp ergab sich danach die folgende Reihenfolge bei den LMP3: Esteban Garcia hatte nun die Führung auf der #4 Realteam Ligier, 2,3 Sekunden vor John Schauerman in dem #23 United Ligier . Edouard Cauhaupe (Cool Racing) folgte als dritter vor Laurents Hörr im #3 DKR Engineering Duqueine, danach kamen Matt Bell (#69 Cool Racing Ligier) und Wolfgang Triller im zweiten DKR Engineering Duqueine M30-D08.

roadtolm1winnerDer erst 22-jährige Laurents Hörr lieferte wohl eines seiner besten Rennen ab und überholte in der letzten Runde die #37 von Cool Racing und rettete einen Vorsprung von 0.590s vor Edourd Cauhaupe über die Ziellinie. Das Podium komplettierte der #69 LLigier JS P320 LMP3 mit Smith / Bell, der ebenfalls von Cool Racing gestellt wurde. Den vierten Platz holten sich Colin Noble/Anthony Wells auf dem #7 Nielsen Racing Duqueine M30-D08 LMP3 .

Bei den GT3 zeigte der 2019 SRO Triple Crown Champion Andrea Caldarelli im FFF Racing Lamborghini Huracán GT3 evo seine Klasse und wurde mit seinem AM-Partner aus der GTWC, dem erfahrenen Hiroshi Hamaguchi (J), mit 16s Vorsprung Klassensieger. Die Ferrari F488 GT3-Meute musste sich mit den weiteren Plätzen zufrieden geben. Die Tabellenführer Piccini/Mastronardi im Iron Lynx-Ferrari holten sich den zweiten Platz vor Broniszewski/Perel vom Team Kessel Racing.

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