Ein GTLM-Porsche für die IMSA

Proton WT designPorsche bleibt trotz des offiziellen Rückzugs aus der IMSA-WeatherTech SportsCar Championship weiter in der GTLM-Klasse der amerikanischen Sportwagenmannschaft engagiert. Wie heute bekannt wurde, wird ein privat eingesetzter Porsche 911 RSR-GTE unter dem Banner von Weather Tech Racing in der kommenden Saison in der nordamerikanischen Serie für den amerikanischen Piloten Cooper MacNeil eingesetzt werden. Einsatzteam wird dabei die deutsche Proton Competition Mannschaft werden.

MacNeil wird dabei von einer wechselnden Truppe von Werkspiloten unterstützt werden. So werden in Daytona Kevin Estre Gianmaria Bruni und Richard Lietz den 28-jährigen dreifachen nordamerikanischen Ferrari Challenge Meister und zweifachen ALMS-GTC-Champion auf dem Alex Job Racing Porsche unterstützen. Zudem plant die Mannschaft auch ein Engagement in der GTE-Pro-Klasse des 24 Stunden Rennen von Le Mans .

Die jetzige Kooperation zwischen MacNeils Hauptsponsor Weather Tech und Proton Competition geht auf ein gemeinsames Antreten 2016 beim Klassiker an der Sarthe zurück (Bild). Für die deutsche Mannschaft von Teamchef Christian Ried ist es das erste Engagement in der IMSA-Szene, nachdem man dieses Jahr bereits Programme in der Europäischen Le Mans Serie und der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft ins Auge gefasst hat.

Mit dem Porsche Engagement ist wohl Weather-Techs gerüchteltes Ferrari-GTE-Projekt mit der Scuderia Corse hinfällig geworden. Ob neben dem einzelnen Porsche und den beiden Werks-Corvettes weiter Wagen in der Klasse antreten werden ist noch nicht klar, da BMW sein Programm noch nicht voll umfänglich bestätigt hat.

Red Bull plant DTM-Engagement

Red Bull hat bekannt gegeben die beiden Piloten Alexander Albon und Liam Lawson in der kommenden Saison in der DTM zu unterstützen. Weder das Einsatzteam noch die Marke mit der man an den Start gehen will wurden allerdings benannt. Demzufolge sucht der Hauptsponsor beider Piloten wohlmöglich derzeit noch nach einem geeigneten Einsatzteam. Der 23.jährige britisch-thailändische Albon fuhr 2019 und 2020 insgesamt 38 F1-GP für die Teams Toro Rosso und Red-Bull Aston Martin und war 2016 Vizemeister der GP3-Serie.

Inter-Europols WEC-Besatzung

inter europol oreca renderDas Inter-Europol Competition Team hat heute die Besatzung des WEC-Programms für die Saison 2021 bekannt gegeben. Neben dem bereits zu Beginn fixierten 29-jährigen Stammpiloten Jakub Smiechowski, der das LMP-Programm der Mannschaft seit dessen Beginn 2016 begleitet, werden der Europäische Le Mans Serie-Vizemeister Alex Brundle (30/GB), der zweifache, amtierende 24h Daytona-Sieger Renger van der Zande (34/NL) und beim Saisonauftakt in Sebring der amtierende IMSA-DPi-Champion Helio Castroneves (45/BR) die Besatzung des Orecas in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft bilden. Inter-Europol Competition schreibt damit Motorsport-Geschichte: die von der deutschen Keese-Motorsport-Mannschaft als Einsatzteam betreute Truppe ist das erste unter polnischer Nennung in der Langstrecken-WM antretende Team.

Jakub Smiechowski PLFür Alex Brundle UKSmiechowski, der als der obligatorische Silber-Pilot im Team antritt, wird ein lang gehegter Traum wahr: „... Als wir Inter-Europol gegründet haben, haben wir nicht mal davon geträumt, eine Saison in der Weltmeisterschaft bestreiten zu können. Ich denke, wir haben eine richtig gute Besatzung zusammen gestellt. Mit Leuten wie Alex, Renger und Helio zu arbeiten, wird mit Sicherheit eine tolle Erfahrung sein. Ich kann es kaum erwarten, dass es losgeht.“

Mit Alex Brundle schnappt Inter-Europol Competition der Konkurrenzmannschaft von United Autosports einen ihrer bisherigen Stammfahrer vor der Nase weg. Der Brite, letztes Jahr Vizemeister in der Europäischen Le Mans Serie und 2016 mit dem anglo-amerikanischen Team LMP3-Champion im europäischen ACO-Ableger bringt bereits WM-Erfahrungen mit den Teams United Autosports, Jackie Chan DC Racing, G-Drive-Racing, Pegasus Racing und Oak Racing aus den letzten Jahren mit – unterbrochen von einem kurzen LMP1-Gastspiel im Ginetta-Team.

Renger van der Zande NLDer Helio Castroneves BRNiederländer Renger van der Zande hat sich seit seinem LMP-Debüt im By-Kolles-Lotus 2012 als einer der schnellsten Sportwagen-Asse seines an GT- und Sportwagentalenten nicht gerade armen Landes etablieren können. Nach dem IMSA-LMPC-Titel 2016 stechen vor allem die beiden Daytona-Siege 2019 und 20 hervor. „... Leider habe ich eine Überschneidung mit dem ersten Lauf der IMSA in Sebring, so dass ich dort nicht in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft fahren kann, aber ich werde das Rennen beobachten und hoffe, dass Inter-Europol Competition beim 1000-Meilen Rennen ein gutes Debüt hat, während ich mich auf das 12-Stunden-Rennen mit Chip Ganassi Racing konzentriere. Somit beginnt meine WEC-Saison erst beim nächsten Rennen in Spa-Francorchamps

Rengers Ersatzmann in Sebring wird der aktuelle DPi-Champion Helio Castroneves, der sich das Doppel-Programm in Sebring zutraut und nur sehr auf sein WEC-Debüt freut. „Wir haben schon letztes Jahr mit dem Team die Möglichkeit erörtert gemeinsam in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft zu starten und jetzt konnten wir diesen sehr speziellen Event fixieren. Ich hoffe dadurch ergeben sich weitere Möglichkeiten gemeinsam etwas in der kommenden Saison zu unternehmen..“

Die vorliegende Besatzung dürfte eine der stärksten sein die Inter-Europol Competition bislang unter Vertrag hatte. Durch den zusätzlichen Wechsel weg von Langzeit-Partner Ligier hin zum Oreca macht das Team klar das man nicht nur Staffage im WEC-Feld sein möchte. Klassen-Podien und Siege sind das insgeheim erklärte Ziel. Der im niedersächsischen Hameln stationierten Mannschaft wären entsprechende Erfolge zu wünschen!

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