Supercar Challenge Zandvoort

dsczandvoort1Am Samstag fiel in Zandvoort bei regnerischem Wetter die erste grüne Flagge der Saison 2021 in der Supercar Challenge. In Abwesenheit der GT & Prototype Challenge hatten sich lediglich 19 Fahrzeuge für den Saisonauftakt eingefunden. Im Qualifying eroberte Max Tubben im Silhouetten BMW die Pole Position. Eine nasse Strecke, diverse Ausrutscher, Safty Car Phasen und unzählige Strafen prägten das erste Rennen bei dem sich der sportliche Wert arg in Grenzen hielt. Nach 27 Runden siegte Daan Meijer im BMW Z4 mit 4 Sekunden Vorsprung vor Dennis de Borst und Stan van Oort im Hyundai TCR die damit die Supersport 1 Division gewannen. Dritter wurde Bob Herber im Lamborghini. In der Supersport 2 war Henk van Norel im Porsche Cayman erfolgreich. Mark Jobst gewann mit seiner Silhouette die Sport Division.

Zum zweiten Rennen am Sonntag hatte sich das Wetter gebessert und die Piloten durften sich auf eine trockene Strecke freuen. Weniger chaotisch ging es leider trotzdem nicht zu. Auch dieses Rennen wurde durch diverse Safty Car Phasen und Strafen erheblich beeinflusst. Nach 31 Runden siegte Bob Herber im Lamborghini vor dem Vortagessieger Daan Meijer im BMW Z4. Diesem wurden aber durch verschiedene Vergehen insgesamt 140 Strafsekunden aufgebrummt was ihn in der Endabrechnung auf Platz 5 zurück fallen ließ. Dadurch erbten die Brüder van den Berg den zweiten Gesamtplatz und gewannen mit ihrem BMW die Supersport 1 Klasse. Dritter wurde Paul Sieljes im Porsche. Wie schon am Vortag gingen die weiteren Klassensiege an Henk van Norel und Mark Jobst. Es bleibt zu hoffen dass die kommenden Rennen besser werden als das Zandvoort Wochenende.

Weiter geht es am 23. Mai in Hockenheim im Rahmen des Creventic Rennen.

Vorbericht zum MLMC-Auftakt

10Q RenderAm kommenden Samstag startet der Michelin Le Mans Cup in Barcelona in die neue Saison. Das 31 Fahrzeuge umfassende Feld teilt sich auf in 6 Duqueine M30-D08 LMP3 , 17 Ligier JS P320 LMP3 und zur Überraschung vieler ein Adess 03-Evo in der LMP3 Klasse. Etwas schwach ist mal wieder die GT3 Fraktion im Feld vertreten, 4 Ferrari F488 GT3 treffen auf je einen Porsche 991 GT3 R und Mercedes AMG GT3.

Erfreulich ist, dass nach Jahren der Abstinenz nun rudelweise Teams aus Deutschland ihren Hut in den Ring werfen. Bei den LMP3 begrüßen wir die Teams Phoenix Racing, Wochenspiegel Team Monschau ( by Phoenix), Black Falcon, Frikadelli Racing und Rinaldi Racing. Auch in der GT3 Klasse ist Rinaldi mit einem Ferrari F488 GT3 aktiv und trifft dort auf das 10Q Racing Team das einen farbenfrohen AMG einsetzt. Einer der Piloten ist der allseits bekannte Kenneth Heyer.

frikadelli jsp3Gönnen wir uns nun einen kurzen Blick durch die beiden Klassen. Seriensieger DKR Engineering (LUX) ist zwar weiter mit einem Duqueine vertreten aber ob die beiden mit Bronce-Status versehenen US Boys (67 & 21 Jahre alt) den nun für DKR in der Europäischen Le Mans Serie startenden Laurents Hörr ersetzen können darf bezweifelt werden. Zu den üblichen Verdächtigen für das Podium gehört mal wieder das Briten Duo Anthony Wells & Colin Noble von Nielsen Racing. Des weiteren muss man immer ein Auge auf die beiden Ligier von United Autosports werfen. Für Überraschungen dürfte das Frikadelli Racing Team mit dem erfahrenen Deutschen Klaus Abbelen und dem aus Simbabwe stammenden schnellen Axcil Jefferies gut sein.

Bei den GT3 sieht der Autor dieser Zeilen Bronze Fahrer Rino Mastronardi und seinen Gold Status Kollegen, Paolo Ruberti, auf dem #8 Iron Lynx Ferrari 488 GT3 zusammen mit dem #2 Porsche 911 GT3-R vom PZ-Oberer-Zürichsee by TFT, wie im letzten Jahr pilotiert von Nicolas Leutwiler & Julian Andlauer, als die Favoriten für Klassensiege. Interessant dürfte sein ob sich der #93 AMG-Mercedes GT3 von 10Q Racing Team als Hecht im Ferrari Teich entpuppen kann und Wim Spinoy (BEL) und Kenneth Heyer (DEU) einen Platz auf dem Stockerl ergattern werden.

Das Quali startet am Samstag um 12.10h und das 2h Rennen beginnt um 16.30h. Livestream und -timing findet man wie immer auf der Michelin Le Mans Cup-Homepage und bei youtube.

2.Anlauf zum NLS-Saisonstart

147 Teams und damit nominell eines mehr wie beim Saisonauftakt nehmen am kommenden Samstag einen zweiten Anlauf die Nürburgring Langstrecken Serien-Saison 2021 zu starten. Der erste Versuch vor knapp 3 Wochen endete nach kaum 15 Minuten im Qualifikationstraining im Schneegestöber. Vereiste Auslaufzonen liessen in der Folge der Rennleitung keine Wahl bei der Entscheidung zum Abbruch der Veranstaltung. Am Samstag nun soll mit dem 45. Nimex DMV 4h-Rennen bei kaum wärmeren, aber deutlich trockeneren Bedingungen der Saisonauftakt gelingen.

Das man zeitgleich mit dem ELMS-Saisonauftakt in Barcelona und dem GTWCE-Auftakt in Monza startet, kostet das Feld direkt einige Starter aus der GT3-Klasse: statt 29 wie beim Vorlauf sind nur 20 Top-Autos gemeldet. 8 Porsche der Teams Falken Motorsport, Frikadelli Racing (je 2x) sowie KCMG, Manthey Racing, Huber Motorsport und HCB Rutronik Racing treffen auf 3 BMW M6-GT3 (Schubert, beide ROWE Racing und ein Walkenhorst M6 fehlen), 2 Mercedes AMG GT3 (2 GetSpeed Performance und beide Haupt Racing Team AMG starten in Monza , dafür startet die amerikanische CP Racing Truppe - im Bild rechts bei den 24h von Dubai - in der ProAm), 4 Audi R8 LMS GT3 (hier fehlt der Car Collection-Pro-R8), 2 Ferrari des Wochenspiegel Team Monschau (wo Daniel Keilwitz die Stammpiloten Krumbach/Weiss ergänzt) und der Octane 126-Equipe, sowie einem Lamborghini Huracán GT3 evo von Konrad Motorsport (FFF Racing startet in Monza) Je 3 Wagen starten in der Pro-Am bzw. Am-Wertung.

Seitens der Porsche-Klassen zählen wir dieses Mal 5 SP7-Fahrzeuge (+1; Huber Motorsport stockt um einen 2.Wagen auf) den Black Falcon SP-Pro und einen 9und11 Cup2-Wagen. Die SP10/GT4-Klasse wächst um 2 BMW M4-GT4 auf 8 Fahrzeuge an. Die GT4-Deserteure in den SP8-Klassen reduzieren sich auf den Giti-SP8-Audi und nun 2 Black Falcon Mercedes AMG GT4 in der 8T.

Bei den Cup-Klassen verzeichnen wir für diesen Lauf nun 19 (+3) Fahrzeuge (unter anderem nun 3 Mühlner Motorsport Caymans) in der CUP3-Cayman Trophy, wobei 15 schon Fahrzeuge des Typs 982 und nur 4 ältere 981 im Feld vertreten sind. Die BMW M2 CUP5-Klasse wächst um einen weiteren Teilnehmer auf 12 Teams an während sich die Zahl der M240i in deren Klasse auf nur noch 2 halbiert. Die CupX-Klasse weist weiterhin 7 Starter (4 GTX; 3 GT4) auf. 5 TCR-Teams stehen 4 weitere TCR-Autos gegenüber die in den SP-Klassen starten.

Bei den Produktionswagen der V-Klassen verzeichnen wir erneut 2 V6-Caymans während die Zahl der V5-Caymans um 2 auf 6 steigt. Gleich 3 mehr Starter verzeichnen die V4-BMW die mit 16 Autos die viertstärkste Klasse bilden. Die Zahl der VT2-Autos steigt um einen auf 18 Wagen die von 2 VT3 Cayman komplettiert werden. Die Gruppe H schrumpft auf einen H4-Porsche von Ralf Schall und 6 H2-Wagen. Selbst der Manta soll laut Nennliste nicht mehr in der H2 sondern nun in der SP3 gemeldet sein. Ein Wiedersehen gibt es dagegen mit der AT-Klasse wo die Fans sich auf den Four Motors Cayman und den Mustang freuen können.

Nach dem Zeittraining von 8.30-10 Uhr wird das Rennen – wenn das Wetter dieses Mal mitspielt - von 12-16 Uhr über die Bühne laufen. Angesichts weiter gesperrter Zuschauerränge wird lediglich eine Verfolgung über den Stream auf der Nürburgring Langstrecken Serien-Website und auf Youtube möglich sein. Parallel gibt es auch wieder einen zeitnah aktualisierten Rennbericht auf unseren Seiten.

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