Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans Series ( LMS )
Wenn an diesem Wochenende die Europäische Le Mans Serie in die neue Saison startet wird es zum ersten Mal eine Leistungsabschätzung der neuen LMP2-Konfiguration gegenüber den LMP3 und GTE-Wagen geben. Im Vorfeld der Einführung der Hypercarklasse, die mit 800 PS deutlich leistungsärmer als die alten bis zu 1200PS starken Hybrid-LMP1 ausfällt, ergab sich für den ACO das Problem das Leistungsgefälle seiner Klassenstruktur neu zu ordnen – denn die LMP2 waren mit Rundenzeiten von mittlerweile unter 3:25 Min. in Le Mans mittlerweile schneller als die Hypercars mit projektierten 3:30´er Level unterwegs.
Nachdem man bereits im November die Leistungsbeschneidung der LMP2 von 600 auf 560 PS beschlossen hatte wurde nun im Vorfeld des Saisonauftakts in Barcelona weitere 20 PS gestrichen, so das das nun nur noch aus Orecas bestehende Feld dort nur noch mit 540PS unterwegs ist. Zudem wird das Mindestgewicht von 930 auf 950kg angehoben und die Teams sind ab der kommenden Runde am Red Bull Ring verpflichtet das Low Downforce Le Mans Aero-Kit für alle Strecken verpflichtend einzusetzen.
Die zusätzlichen Beschneidungen wurden nötig weil der Plan die Geschwindigkeitsreduzierungen über eine härtere Reifenmischung von Einheitsreifenlieferant Goodyear zu erreichen sich nicht erfüllen liess. Die geplanten „Holzreifen“ wären vielleicht noch für die Profis in den Autos zu handeln gewesen, hätten die in den LMP2 erforderlichen Amateure jedoch vor unlösbare Aufgaben gestellt.
Man wird nun abwarten müssen wie sich die Rundenzeiten und die Stintlängen der bis dato übermässig durstigen LMP2 nun entwickeln werden. Beim bislang einzigen Auftritt in Barcelona 2019 betrug die Polezeit im Qualifying 1:32.765 und die Beste im Rennen 1:34.644 wobei die LMP2 nach etwa 23 Runden an die Boxen kommen mussten. Die LMP3-Bestzeiten lagen seinerzeit bei 1:40.187 im Qualifying und 1:42.943 im Rennen. Auch wenn wegen der veränderten Streckenlänge von 4655 auf 4675m wegen des Umbaus der Kurve 10 ein direkter Vergleich nicht 100%ig möglich ist, werden diese Zahlen als Vergleichswerte herhalten können.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Sonstige GT
An diesem Wochenende debütiert die Fanatec GT2 European Series zum ersten Mal im europäischen SRO-Serienpaket des Fanatec GT World Challenge Europe Endurance Cup powered by Amazon Web Services. 12 Autos von 5 Marken treten zum ersten Meeting der Seriengeschichte an. 5 KTM X-Bow-GT2, 3 Audi R8 LMS-GT2, 2 Lamborghini Supertropheo GT2, und je ein Porsche 911 GT2 RS sowie ein Ferrari 488 Challenge bilden das Premierenfeld. 7 Autos starten in der Pro-Am-Kategorie, der Rest in der Am-Klasse.
Die 5 KTM werden von den Teams True Racing (A - 4 Autos) und Sportec Motorsport (CH -1 Wagen) an den Start gebracht. Auf letzterem startet der Scheizer ELMS-Pilot Christoph Ullrich. True Racing glänzt unter anderem mit Hans-Joachim Stuck, Peter Kox, KTM-Vorstand Hubert Trunkenpolz und Stefan Rosina im Fahrerkader. Einen Audi setzt High Class Racing (Bild) mit den beiden ex-LMP-Piloten Mark Patterson und Anders Fjordbach ein. Auf einem weiteren Audi startet SRO-Boss Stephane Ratel höchstselbst.
Die Rennen starten in Monza am Samtag um 13 Uhr und am Sonntag um 10.30 Uhr und werden auf der Website des GT-Sports Cups live übertragen.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans Series ( LMS )
Mit einem Feld von 41 Wagen startet am Sonntag um 11 Uhr Ortszeit die Europäische Le Mans Serie auf dem Circuit de Catalunya in Barcelona in ihre 18. Meisterschafts-Saison. Der nach dem Umbau der Kurve 10 („La Caixa“) sowie einigen weiteren Modifikationen mit einer neuen Länge von 4675m ausgestattete spanische Kurs wird ein Feld von 16 LMP2, 16 LMP3, einen Sonder-Prototypen und 8 GTE-Am am Start sehen.
Im nur noch als „Oreca-Cup“ ausgetragenen LMP2-Feld (Ligier , Dallaras und Multimatics sucht man dieses Jahr vergeblich im Feld) treten summa summarum 12 Teams an. Die Algarve Pro-Mannschaft bringt inklusive der beiden G-Drive-Autos 3 Oreca an den Start und die französische IDEC-Sport Equipe sowie United Autosports je 2. Weitere Nennungen haben die Mannschaften von Dragonspeed, Ultimate, das Duqueine Team, das Racing Team Turkey (alias TF-Sport), BHK Motorsport, Cool Racing Graff Racing, Die Team WRT-Truppe (Bild) und Panis Racing eingereicht. Das Deutschsprachige Kontingent der Piloten in dieser Klasse beträgt nun 3 Fahrer. Neben Ferdinand Habsburg auf dem Algarve Pro-Wagen und Rene Binder im Duqueine Oreca ist nun auch der aus dem ADAC GT-Masters bekannte 30 jährige Deutsche Markus Pommer an Bord des unter britische Flagge startenden BHK Motorsport Orecas hinzugekommen. Der ex ATS F3-Cup Champion von 2014 sammelt auf dem Wagen seine ersten Prototypenerfahrungen.
Selbst der Sonderprototyp sieht nicht nur von aussen wie ein Oreca aus sondern ist auch unter der Haube einer. Die Equipe des mehrfach gehandicapten ex-Le Mans Piloten Frederic Sausset hat sich für die gesamte Saison eingeschrieben und bringt 3 an den Rollstuhl gefesselte Piloten an den Start. Dieser Crew geht es weniger um Meisterschaftspunkte als um die eigene Herausforderung – schön das der ACO einem solchen Team einen Startplatz in der ansonsten gut gefüllten Serie bereit hält!
Das LMP3-Feld hat man genau so gross wie das LMP2-Feld dimensioniert. 14 Ligier Teams ( je 2 United Autosports, Nielsen Racing, Inter-Europol Competition und Graff Racing-Wagen starten neben MV2S Racing Eurointernational, RLR Motorsport, 1AIM Villorba Corse, Cool Racing und dem polnischen Team Virage) starten gegen die beiden Luxemburger Duqueine Mannschaften von DKR Engineering und Racing Experience. Das deutschsprachige Pilotenkontingent umfasst hier mit dem 3-fachen LMP3-Vizemeister Martin Hippe im Inter-Europol Competition #13 Ligier , Debütant Niklas Krütten im Cool Racing Ligier , David und Gary Hauser im Racing Experience Duqueine M30-D08 LMP3, dem Liechtensteiner ex Ultimate-Cup Champion Mathias Kaiser im Graff Racing Ligier sowie Geheimfavorit Laurents Hörr und seinem neuen Luxemburger Teamkollegen Alain Berg im DKR Engineering Duqueine M30-D08 LMP3 gleich 7 Piloten mit denen man mitfiebern kann. Den beiden Duqueine Teams könnte dabei zu Gute kommen das die französische Konstruktion im Vergleich zum Vorjahr 10kg ausladen darf, die man 2020 als Strafgewicht für eine zu späte Homologation kassiert hatte.
Schliesslich gibt es noch die GTE-Klasse in der 2 deutsche Proton Competition Porsche und der TF Sport Aston Martin sich 5 Ferrari (ein sechster ist nach 2 positiven COVID-Fällen im Team nun ausser Gefecht) der Teams Iron Lynx (3 Autos), Spirit of Race und JMW-Motorsport Motorsport gegenüberstellen. Mit Christian Ried im #77 Porsche und Richard Lietz (Bild: 1.v.l.) sowie Felipe Laser (1.v.r) im #93 911´er und den beiden Rennamazonen Rahel Frey und Manuela Gostner im #83 „Iron Dames“-Ferrari gibt es auch hier 3 deutschsprachig besetzte Autos zum Mitfiebern.
Das Qualifying läuft am Samstag von 13.40 bis 14.30 Uhr und das Rennen startet am Sonntag von 11-15.Uhr. Im Rahmenprogramm starten die Ligier European Series und der Michelin Le Mans Cup. Das Rennen kann live über die Website der Europäischen Le Mans Serie und über Youtube verfolgt werden.