2.PCC-Sieg für Laurin Heinrich

pcc6aAuf dem Red Bull Ring erzielte Huber Pilot Laurin Heinrich am Sonntag beim 6.Saisonlauf des Porsche Carrera Cup Deutschland seinen zweiten Sieg or Porsche Junior und Phoenix Racing-Pilot Ayhancan Güven und dem Samstagssieger Leon Köhler. Durch den Erfolg in Spielberg ist Heinrich neuer Spitzenreiter in der Meisterschaft.

Bei strahlendem Sonnenschein und einer Außentemperatur von 20 Grad Celsius führte Pole-Setter Güven das Feld auf die Strecke. Beim Start beschleunigte Heinrich sein Fahrzeug allerdings schneller und übernahm die Führung. Der 19-Jährige aus dem Talent-Pool-Programm des Markenpokals baute seinen Vorsprung aus, zeigte sich auch beim Re-Start nach einer Safety-Car-Phase souverän und feierte nach 20 Runden seinen zweiten Saisonsieg. Die besten Karten im Kampf um Platz zwei hatte lange Zeit Köhler: Der Huber-Pilot überholte Güven ebenfalls in der ersten Runde, doch der türkische Nachwuchsfahrer blieb dicht an Köhler dran. In der 14. Runde zog Güven vorbei und sicherte sich Rang zwei.

Julian Hanses (Deutschland/HRT Performance) sicherte sich die vierte Position – das bisher beste Saisonergebnis für den Youngster. Als Fünfter fuhr Bastian Buus (Allied-Racing) über die Ziellinie. Hinter dem dänischen Rookie folgten Larry ten Voorde (Niederlande/Team GP Elite), Gaststarter Dorian Boccolacci (Frankreich/Martinet by Alméras) und Rudy van Buren (Niederlande/CarTech Motorsport by Nigrin).

In der ProAm-Wertung jubelte Black Falcon-Pilot Carlos Rivas über ein perfektes Rennwochenende in der Steiermark. Der Luxemburger gewann in seiner Klasse beide Läufe – am Sonntag belegten Kim Hauschild und Georgi Donchev die weiteren Podiumsplätze.

Zuschauer zurück in Monza

Die 6h von Monza im kommenden Monat werden als erste Runde der WEC seit langem wieder mit Zuschauern abgehalten werden. Da haben die Serie und der Circuit Monza heute bekannt gegeben. Für den Rennsonntag werden bis zu 10.000 Zuschauer auf der Haupttribüne an der Start-Ziel-Gerade zugelassen, die feste nummerierte Plätze buchen können, die allerdings mit 60€ zu Buche schlagen, wobei es deutliche Nachlässe für Minderjährige unter 18 (30€) bzw unter 11 Jahre (1€!) gibt. Es gibt lediglich 2 autorisierte Ticket-Portale (www.monzanet.it und www.ticketone.it). Die Preise gelten bis zum 30 Juni – danach werden die Resttickets bis zum Renntag am 18. Juli noch gehandelt aber zu deutlich höheren Preisen. Inklusive in der Buchung sind Parktickets für den Rennsonntag. Für den Renntag erfolgt der Zutritt nach einem Hygienekonzept das eine Registrierung der Zuschauer und eine nicht näher bezeichnete Check-In Prozedur umfasst.

Bei der dritten Runde der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft nach Spa-Francorchamps und Portimao wird ein Feld von 38 Teams erwartet. 5 LMH, 12 LMP2, 4 GTE-Pro und 17 GTE-Am sollen das Feld bei der letzten Runde vor den 24h von Le Mans bilden.

Gedanken zu BMW´s LMDh-Einstieg

38perftech designNach Porsche, Audi und Acura hat in der vergangenen Woche auch BMW offiziell ein LMDh-Programm für die Saison 2023 angekündigt. Dabei hat der Münchner Hersteller allerdings erst mal nur die IMSA-WeatherTech SportsCar Championship als Einsatzschwerpunkt des neuen Programms bestätigt. Dieses soll in 2 Jahren das derzeit laufende GTLM-Programm nach dem Ende dieser Klasse - die unter diesem Label laufenden GTE-Wagen werden 2022 von einer GT3-Pro-Klasse abgelöst – ersetzen. Mit den LMDh wird BMW dann in der IMSA -Top-Serie erstmals um Gesamtsiege mitkämpfen können. Das Basischassis für die auf den neuen LMP2-Konstruktionen basierenden BMW LMDh wird Dallara liefern, die als Konstrukteur der Cadillac DPi schon eine ausgiebige Erfolgsbilanz in der nordamerikanischen Sportwagenserie vorweisen können.

Mit Einsatzmannschaften von Porsche (Penske Racing), Audi und Acura stehen zumindest schon 3 Mitbewerber für die neue Top-Klasse fest, während derzeit nur 3 verbliebene DPi-Hersteller um die Gesamtsiege kämpfen. Ein fünfter Mitbewerber könnte in Kürze hinzukommen, wenn der GM-Konzern über seine Zukunft in der neuen Top-Klasse – entweder in Form von Cadillac oder Corvette - entscheidet.

Die bislang verkündeten Fakten lassen derzeit noch eine Reihe von Fragen offen. So wurde bislang noch nicht offiziell bestätigt ob das derzeitige GTLM-Einsatzteam Rahal-Letterman-Lanigan Racing auch für den Einsatz der Prototypen verantwortlich zeichnen wird. Teammitbesitzer Bobby Rahal hatte sich in der Vergangenheit interessiert an einem Wechsel in die Prototypen und einem resultierenden Kampf um Gesamtsiege gezeigt. Die Frage wird auch sein wie BMW sich in den USA angesichts des anstehenden Wechsels auf den M4-GT3 als Top-Produktionssportwagen für die kommende Saison Team- und einsatzmässig in den beiden kommenden Klassen GTD-Pro und GTD aufstellen wird. Ein einjähriger Einsatz des M4 würde für Rahal-Letterman-Lanigan Racing - so man denn auch den Prototypeneinsatz plant – wenig Sinn ergeben. Zudem wurde ein möglicher Einsatz in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft oder im Rahmen der 24 Stunden Rennen von Le Mans zwar nicht ausgeschlossen, aber doch zumindest offen gelassen.

Anders als die handverlesenen LMP1 sollen die LMDh aufgrund ihrer Kostenstruktur (10-15 Mio € Einsatzkosten pro Saison) auch den Vertrieb an ambitionierte Kundenteams erlauben, denen mit der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft, dem Klassiker an der Sarthe und der IMSA-Top-Meisterschaft gleich 3 Top-Bühnen im Kampf um Gesamtsiege zur Verfügung stünden. Ob BMW, die ja schon die M8 GTE nicht in Kundenhand sehen wollten, schon im ersten Jahr bereit für solch ein Geschäftsmodell ist, darf bezweifelt werden. Das man die IMSA-Serie präferiert, lässt zudem vermuten das der Umstieg eher von BMW´s Motorsport-begeisterter US-Dependance forciert wird, für die ein Einsatz in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft eher nicht in Frage kommt.

Zumindest kommt nun zusätzlich zu den 5 bestätigten Hypercar-Programmen ein viertes bestätigtes LMDh-Programm hinzu was für den Kampf um den Gesamtsieg in Le Mans die Perspektive immer interessanter werden lässt. Als nächste Kandidaten für ein Top-Prototypenprogramm werden dem Vernehmen nach GM (wie beschrieben), Alpine und Lamborghini gehandelt.

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