Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in WT-USCC-Serie ( IMSA )
An diesem Wochenende fährt auch die Tudor-USCC-Serie ihr 4. Meeting aus. Auf der kalifornischen Strecke von Laguna Seca sind 10 Prototypen, 7 LMPC , 8 GT-LM und 12 GTD, also 37 Teams gemeldet. Es ist der erste Saisonlauf der über die Standard-Distanz von 160 Minuten geht und bei dem wieder alle 4 Klassen am Start stehen. Reichlich Verkehr und entsprechende Action inklusive einer entsprechenden Anzahl an Gelbphasen können also erwartet werden.
6 DP, 3 LMP2 (der Shank- Ligier und die beiden Mazda- Lola) und der Deltawing werden den Kampf um den Gesamtsieg untereinander ausmachen.
In der Top-GT-Klasse starten 3 Porsche, je 2 Corvette und BMW und ein Ferrari. Porsche hat wie bereits berihtet die Fbesatzungen wegen des einsatzes des 3. Porsche 919 Hybrid in Spa-Francorchamps bereits umgestellt. Dafür hat das Wright-Motorsport-Team seinen GTD-Porsche zurückgezogen, nachdem Porsche einen Schlag mit der BoP-Keule (Restriktor 63,6mm=>53,1mm) nach den Ergebnissen in Daytona (2.Platz für Alex Job Racing) und Sebring (Klassensieg für Alex Job Racing ) erhalten hat. In dieser Kategorie sind somit noch 6 Porsche, 2 Viper, 2 Audi, und je 1 Ferrari & BMW am Start.
Während am Freitag die ersten freien Trainings starten geht das Qualifying am Samstag ab 16.15 Uhr (=So 1.15 Uhr MEZ) über die Bühne. Das Rennen startet am Sonntag um 13.05 Uhr Ortszeit, was gemäss der 9 stündigen Zeitverschiebung gegenüber Kalifornien 22.05 Uhr unserer Zeit entsprechen würde.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans ( WEC )
Der
Rennbericht zu den 6h von Spa-Francorchamps an diesem Wochenende ist unter diesem Link zu finden. 34 Wagen haben gestern bei feuchten Bedingungen auf dem Ardennenkurs die ersten Trainingssitzungen absolviert, die Porsche mit der #18 als schnellstes Fahrzeug für sich verbuchen konnte. Für einen Aufreger sorgte gleich in der ersten Session ein Unfall zwischen dem Toyota von Kazuki Nakajima und dem Audi R18 e-tron Quattro von André Lotterer die in der Gischt hinter einem langsamen LMP2 miteinander kollidierten. Während beide Autos über Nacht wieder in aufwändiger Arbeit wieder hergestellt werden konnten fällt Nakajima nach einer Wirbelverletzung nun für das Wochenende aus.
Am heutigen Freitag werden noch das freien Trainings und die Qualifying-Sessions absolviert. Am Samstag startet um 14 Uhr Ortszeit das Rennen. Fotos, Ergebnisse und der Rennbericht werden in unserem Report vom Rennen gesammelt.
Verfasst von Andreas Lutz. Veröffentlicht in Französische GT ( FFSA-GT )
Wie kürzlich angekündigt , kommt hier der erste Teil unserer Serie über
die kleinen GT-Klassen in Europa, in dem wir uns zunächst mit der
Situation in Frankreich beschäftigen wollen.
Im
Mutterland des größten aller Sportwagen- und GT-Rennen war es im
vergangenen Jahr um das nationale Rundstrecken-Championat „GT-Tour“
nicht unbedingt gut bestellt. Im Durchschnitt traten zwar noch knapp
20 GT3-Autos bei den sieben Veranstaltungen an. Allerdings
verschleiert dieser Wert einen erheblichen Durchhänger zur
Saisonmitte als bei drei auf einander folgenden Rennwochenenden nur
16-17 Starter erreicht wurden. Dazu kam eine für aktuelle
GT3-Verhältnisse recht hohe Ausfallrate, so dass in manchen Rennen
schon ein von größeren Fehlern freies Durchrollen ausreichend war,
um die Punkteränge zu erreichen.
Promoter
Oreca reagierte in der Winterpause auf den sich abzeichnenden
Handlungsbedarf und führte eine neue Kategorie, die „Open
Challenge“ ein, die auf den meisten Strecken circa 3 Sekunden pro
Runde langsamer sein soll als die GT3-Autos, in der sich eigentlich
aber wiederum gleich drei eigenständige Klassen, bzw. technische
Reglements verbergen: Zum einen erlaubt die neue Kategorie den Start
von Cup-Fahrzeugen von Porsche, Ferrari und (auf Hinterrad-Antrieb
umgerüstet) Lamborghini in der französischen GT-Meisterschaft.
Daneben
können im Rahmen der „Open Challenge“ aber auch
Silhouetten-Fahrzeuge vom Typ Solution-F antreten. Als mögliches
Bodykit kommt hier der BMW M3 der letzten Generation in Frage. Mit
Clairet Sport hatte ein Team angekündigt, einen solchen Wagen
einsetzen zu wollen, erschien aber dann nicht zum Saisonauftakt. Zusätzlich soll es auch die Möglichkeit einer
Nissan 370Z und Peugeot-RCZ-Silhouette geben, wobei beide Optionen
bisher wohl lediglich auf dem Reißbrett/CAD-Rechner existieren.
Das
dritte und letztes Standbein der „Open Challenge“ sollten
schließlich die im französischen Breitensport äußerst beliebten
Mitjet-Fahrzeuge sein, bei denen es sich um relativ stark
verfremdete Repliken populärer GT- und Tourenwagenfahrzeuge im
Maßstab 7:8 handelt, die sämtlich von einem
3,5-Liter-V6-Einheitsmotor befeuert werden. Vor allem die Inklusion
der letzteren Fahrzeuge sorgte wohl nicht nur beim Autor dieser
Zeilen für hochgezogene Augenbrauen.
Letztendlich
wohl eine unnötige Reaktion: Beim Saisonauftakt der GT-Tour in
Ledenon nahe Avignon standen schließlich 0 Solution-F, 0
Cup-Fahrzeuge und 1 Mitjet auf der Nennliste, wobei letzterer auch
lediglich an den freien Trainings teilnahm. Das GT3-Feld umfasste 16
Startern (und mit Audi, Porsche und Ferrari lediglich drei Marken). Neben der Einführung der Open Challenge hatte Oreca über
den Winter auch versucht, neue GT3-Teams für die Serie zu
begeistern, indem man die Renndistanzen auf 90 Minuten verlängerte
und so die Möglichkeit bietet, drei Fahrer pro Wagen einzusetzen.
Doch auch damit scheint den Veranstaltern bisher kein großer Wurf
gelungen zu sein. Die Suche nach einer Lösung dürfte also
weitergehen.
Dass man andernorts bei der Suche nach einer funktionierenden zweiten Klasse schon einen Schritt weiter ist, werden wir im nächsten Teil dieser Serie am Beispiel Italien sehen.