Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Asiatische Le Mans Serie
Die Asiatische Le Mans Serie wird auch ihre kommende Saison lediglich in den Vereinigten Arabischen Emiraten auf den beiden Rennstrecken von Dubai und Abu Dhabi absolvieren. Das haben der ACO und die Serienorganisation heute offiziell bekannt gegeben. Die diesjährige Saison hatte man angesichts der in Asien deutlich schärferen Einreisebeschränkungen aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie erstmals als kompakte Saison an 2 aufeinander folgenden Wochenenden auf den beiden nahe beieinander liegenden Rennstrecken ausgetragen, was im Endeffekt zu einem Rekordfeld von 36 Teilnbehmern geführt hatte, von denen allerdings das Gros sich aus europäischen Mannschaften rekrutierte.
Auch 2022 will man an 2 aufeinander folgenden Wochenenden insgesamt 4 Rennen auf den beiden Kursen absolvieren. Dabei sollen die Rennen jeweils als Tag- und Nachtrennen auf den beiden Kursen stattfinden um etwas Abwechslung bei den Rennen zu finden.
Anders als in der letzten Saison finden die Rennen nicht Freitags und Sonntags sondern an aufeinander folgenden Tagen statt. Der geplante Kalenderentwurf lautet wie folgt:
Lauf 1 – Fr 11.2 2022, Dubai Autodrome
Lauf 2 – Sa 12.2 2022, Dubai Autodrome
Lauf 3 – Sa 19.2 2022, Yas Marina Circuit
Lauf 4 – So 20.2 2022, Yas Marina Circuit
Für 2023 hofft man wieder in den zentralasiatischen Raum zurückkehren zu können. Dort hatte die Asiatischen Le Mans Serie seit ihrer ersten Saison 2013 bislang schon Rennen in China, Japan, Süd Korea, Malaysia, Thailand und Australien absolviert.
Die Asiatische Le Mans Serie hatte unter anderem wegen ihrer zu vergebenden Le Mans-Wildcards und des kompakten Kalenders 2021 ein Rekordfeld angezogen. In der stark besetzten GT3-Klasse, in der 4 Le Mans Startplätze zu vergeben waren, errangen dieses Jahr unter anderem die beiden deutschen Mannschaften Herberth Motorsport und Rinaldi Racing ihre ersten Le Mans Teilnahmen.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans ( WEC )
Herberth Motorsport hat heute die Grundzüge des ersten Le Mans Programms des Teams bekannt gegeben. Statt wie ursprünglich geplant mit einem Ferrari wird die Jedenhofener Mannschaft der beiden Zwillingsbrüder Robert und Alfred Renauer nun doch mit einem Porsche 911 RSR GTE an der Sarthe debütieren. Der Wagen wird dabei vom Pilotentrio Ralf Bohn, Rolf Ineichen und Robert Renauer pilotiert werden. Für die im Kern seit 1996 bestehende ex-ADAC-GT-Meistermannschaft wird es die Premiere beim Sportwagen-Klassiker werden, die man sich bekanntlich mit einem Autoentry durch den Gewinn der GT3-Klasse der Asiatischen Le Mans Serie 2021 erkämpft hatte.
„Zum Glück haben wir nun doch einen Porsche als Einsatzfahrzeug bekommen. Der Einsatz eines 911´er ist uns deutlich lieber und naheliegender, da wir seit je her ein Porsche-Einsatzteam waren. Der Einsatz des Ferraris wäre sicherlich auch interessant gewesen, aber so ist uns als Porsche Mannschaft das Debüt deutlich lieber“. erläuterte Alfred Renauer heute GT-Eins gegenüber
Wie Alfred uns verriet, handelt es sich beim Wagen um ein zusätzlich von Porsche extra für das Team aufgelegtes Neufahrzeug. „Im Endeffekt haben hier viele verschiedene Seiten zusammen gespannt um das zusätzliche Fahrzeug noch aufbauen zu können und wir können uns bei Porsche nur bedanken, das man dort zusätzliche Ressourcen eingesetzt hat um das extra für uns möglich zu machen. Wir sehen das auch als Anerkennung unserer Erfolge im Masters, der Creventic-Serie und in weiteren Einsatzserien, das Porsche uns dieses Extra-Chassis aufgebaut hat. Wir sehen den GTE dabei als zusätzliche Erweiterung unseres Kunden-Programms das bislang die GT3 als Top-Fahrzeuge umfasst hat.“
Mit dem Trio Ralf Bohn (Bild rechts), Rolf Ineichen (links) und ex-Masters-Champion Robert Renauer (oben links) sieht sich Alfred Renauer gut aufgestellt. „In Le Mans ist der Bronce-Fahrer auf dem Auto sehr entscheidend. Ralf ist ein sehr schneller und zuverlässiger Bronce-Pilot, der in der 24 Stunden-Serie schon einige 12 und 24h-Rennen mit uns gewonnen hat und der für uns auch ein entscheidender Faktor bei der Wahl des Porsches als Einsatzfahrzeug war. Rolf Ineichen hält im Porsche Carrera Cup Deutschland nach wie vor noch einige Rekorde als Amateur-Meister und kennt den Porsche als Fahrzeug noch gut, auch wenn er in den letzten Jahren mit anderen Marken erfolgreich war. Er hat Daytona 2 mal gewonnen weil er als Silber-Fahrer ebenfalls ein schneller und zuverlässiger Pilot ist. Zusammen mit Robert haben wir so eine schnelle Crew beisammen die in Le Mans eine solide Vorstellung abliefern dürfte.“
Das Team nimmt mit dem GTE eine weitere Stufe in der Professionalisierung in Angriff wie Alfred Renauer uns auf Nachfrage erläuterte. „Von den Porsche-Cup-Fahrzeugen, von denen wir in Spitzenzeiten bis zu 10 Autos betreut hatten haben wir uns nun sämtlich getrennt, wobei wir nun noch lediglich im Porsche Sports Cup 3 unserer ex-Fahrzeuge in einer Kooperation mit Neuhofer Rennsport einsetzen. Das hat zum Teil auch mit der Umstellung auf die neuen Porsche 992 Cup-Fahrzeuge zu tun, die wir erst Ende des jahres als günstigere Second hand Fahrzeuge bekommen können. Daneben betreuen wir zur Zeit 3 Porsche 991 GT3 R die in der Creventic-Serie, dem ADAC GT-Masters und auch beim 24 Stunden Rennen von Spa-Francorchamps sowie im Michelin Le Mans Cup zum Einsatz kommen. Hier sind wir allerdings mit dem vollen Programm schon am Anschlag, da die GT3 schon so komplex sind, das du die Autos eigentlich nicht back to back von einem zum anderen Wochenende aus dem Transporter holen kannst ohne sie zwischendurch in der Werkstatt zu überarbeiten. Mit dem GTE haben wir nun ein Fahrzeug das noch einmal eine Stufe komplexer ist und uns sicher vor Herausforderungen stellen wird.“
Mit dem GTE will die Mannschaft nach Le Mans noch weitere mögliche Kunden-Programme aufsetzen. „Die GTE werden zumindest 2022 noch in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft und der Europäischen Le Mans Serie zum Einsatz kommen ehe 2023 möglicherweise die GT3 die Klasse ersetzen. Auch wenn wir in der Asiatischen Le Mans Serie und im Michelin Le Mans Cup weiter auf die GT3 setzen werden, könnte ein ELMS- oder WEC-Programm für 2022 eine weitere Option sowie ein Angebot für unsere Kunden sein.“
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in ADAC GT Masters
Die Flutkatastrophe in der Eifel und ihre zerstörerischen Auswirkungen den umliegenden Regionen haben nun auch Auswirkungen auf den Rennbetrieb: Da der Nürburgring und seine Infrastruktur noch mindestens bis zum 8. August von den Rettungsdiensten als Einsatz- und logistische Verteilerzentrale für die Koordination der Hilfsmaßnahmen in der Region genutzt wird, fallen mindestens 2 Veranstaltungen den Folgen der Flut zum Opfer. Das für Anfang August geplante vierte Rennwochenende des ADAC GT-Masters kann unter diesen Umständen nicht wie geplant auf dem Nürburgring ausgetragen werden. Ein Nachholtermin oder ein alternativer Austragungsort werden derzeit geprüft und in Kürze veröffentlicht. Das eine Woche vor dem ADAC GT Masters vom 30. Juli bis 1. August auf dem Nürburgring geplante und vom MSC Bork veranstaltete ADAC Racing Weekend wird ebenfalls nicht ausgetragen. Informationen zu einem möglichen Nachholtermin folgen auch hierzu in Kürze.
„Die Bilder aus der Eifel und den umliegenden Regionen haben uns alle erschüttert. Unser tiefes Mitgefühl und unsere Anteilnahme gilt den betroffenen Menschen, unser Respekt gilt den Rettungskräften in der Region, zu der alle Motorsportler eine ganz besondere Beziehung haben. Seit dem vergangenen Wochenende sind die ADAC Luftrettung, die ADAC Straßenwacht und zahlreiche ehrenamtliche Helfer aus den ADAC Regional- und Ortsclubs vor Ort im Einsatz, um zu unterstützen. Der Nürburgring leistet mit seinem Team einen entscheidenden Beitrag für die Hilfe in der Region. Für das ADAC GT Masters prüfen wir nun gemeinsam mögliche Nachholtermine“, wird ADAC Vorstand Lars Soutschka in der offiziellen Mitteilung dazu zitiert.
Alle für das ADAC GT Masters auf dem Nürburgring bereits gekauften Tickets behalten ihre Gültigkeit, auch bei einem alternativen Austragungsort. Auswirkungen auf die Nürburgring Langstrecken Serie sind derzeit noch nicht kommuniziert worden – hier stehen die nächsten Termine erst im September an.