Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in FIA-GT3 ( FIA-GT3 )

Audi hat die zweite evo Version des Audi R8 LMS GT3 vorgestellt. Die 2015 vorgestellte zweite Modellvariante des als GT3-Modell eingesetzten Sportwagens von Audi war im Oktober 2018 mit einer ersten evo-Version ausgerüstet worden. Nun nach 3 Jahren wird den Kunden ein überarbeitetes Evo-Paket präsentiert, das den Wagen in den 5 Bereichen Aerodynamik, Motorcharakteristik, Klimatisierung, Fahrwerk und Traktionskontrolle optimiert. Der Neupreis des Wagens steigt mit dem neuen Paket auf 429.000€ zzgl. MwSt. was einer Preissteigerung zum 2019 erstmals verkauften Vorgänger um 31.000€ entspricht. Allerdings hat Audi noch keine dezidierten Preise für das evo-Paket in der Standalone-Version zum Aufrüsten bestehender R8 verlautbart.
Aerodynamisch soll der Audi R8 LMS nun unempfindlicher als der Vorgänger sein, da nun ein größerer Teil seines Abtriebes als zuvor mit dem neuen Heckflügel statt durch den Unterboden erzeugt wird. Der effizientere Heckflügel entspricht der am R8 GT2 verbauten Version. Der Motor verfügt über ein neues Ansaugsystem mit besserem Drehmomentverlauf. Im Fahrwerk sind erstmals vierfach verstellbare Dämpfer statt der bislang gebräuchlichen 2-fach verstellbaren verbaut. Die Traktionskontrolle erlaubt weitere Einstellmöglichkeiten mit neuen Funktionalitäten. Die Innenraumklimatisierung schließlich verbessert den Fahrer-Komfort und dürfte eine wichtige Grundvoraussetzung sein um den Wagen auch bei den geplanten GT3-Einsätzen der ACO-Serienlandschaft einzusetzen, wo die GT3 in den kommenden Jahren die vor dem Aus stehenden GTE ablösen sollen.
Die Teams können das neue Technikpaket zur Saison 2022 als Gesamtfahrzeug oder Upgrade-Kit zum Nachrüsten für bestehende Modelle bestellen. Der neue Rennwagen wird erstmals bei den 24 Stunden von Spa im Fahrerlager zu sehen sein.
Verfasst von Frank Bresinski. Veröffentlicht in BeNeLux-GT
Das dritte Rennwochenende in der Supercar Challenge fand am Wochenende in Zolder statt. 33 Fahrzeuge waren für die beiden 60 minütigen Rennen angereist. Das Qualifying wurde von den drei Deldiche Racing Norma´s dominiert. Die Pole Position eroberten am Ende Sam Dejonghe und Thomas Piessens.
Diese beiden Herren waren es auch die das erste Rennen am Samstag souverän nach 37 Runden mit knapp 40 Sekunden Vorsprung gewannen. Zweiter wurde der BS Racing Norma von Alain Berg und Alex Cascatau vor dem zweiten Deldiche Racing Norma von Luc de Cock und Tim Joosen. Der Ex Radprofi Tom Boonen musste den dritten Deldiche Racing Norma mit einem Defekt vorzeitig abstellen. Selbiges widerfuhr dem McDonalds Racing Norma bereits in der Anfangsphase. Bob Herber gewann im Lamborghini Super Trofeo die GT Kategorie vor Vater und Sohn Roger und Jules Grouwels im Nissan GT-R, Max Tubben im BMW Z4 und Patrick Engelen im Radical RXC. In der Radical SR3 Division siegte Nagy Kabaz. Bart Arendsen gewann im BMW die Supersport 1 Klasse. In der Supersport 2 siegte der Johann Kraan Motorsport Radical SR1 der Familie Greenhalgh. Hoekstra / de Jongh waren mit ihrer Silhouette in der Sport Division erfolgreich. Aus deutscher Sicht fehlte dieses Wochenende leider Max Aschoff mit seiner Ginetta G58 LMP3.
Das zweite Rennen am Sonntag endete mit einem dreifach Sieg der Deldiche Racing Norma´s. Tom Boonen siegte vor Thomas Piessens und Tim Joosen / Luc de Cock. Der BS Racing Norma belegte nach einer 20 Sekunden Zeitstrafe nur den zehnten Gesamtplatz. Der McDonalds Racing Norma schied erneut früh aus. Patrick Engelen gewann mit seinem Radical RXC als vierter die GT Klasse vor dem Seriensieger Bob Herber im Lamborghini. In der Radical SR3 Division siegte wie schon am Vortag Nagy Kabaz. Der BMW Pilot Ruud Olij durfte den Siegerpokal in der Supersport 1 Klasse im Empfang nehmen. In der Supersport 2 triumphierte erneut der Johann Kraan Motorsport Radical. Und auch für Hoekstra / de Jongh war es ein perfektes Wochenende mit zwei Klassensiegen in der Sport Division.
Das nächste Rennen findet am 7. August in Assen statt.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans ( WEC )
Ferrari will bei seinem Hypercar-Debüt 2023 ähnlich wie Peugeot und Toyota auf ein Prototypenkonzept setzen bei dem das Fahrzeug auf einem Hybrid- & Allrad-konzept basiert. Das hat Ferraris Competitione GT Abteilungsdirektor Antonello Coletta unseren Kollegen von Sportscar 365 gegenüber offenbart. Damit wird Ferrari von den 5 möglichen LMH-Konfigurationen seinen Wagen nun doch nicht auf einem Strassenfahrzeug basieren lassen, obwohl man gerade aus diesem Grunde anfänglich an der Klasse interessiert war.
Angeblich haben erste Studien bei Ferrari ergeben das ein auf einem Strassenwagen basierendes Hypercar (das Rendering dazu oben enstammt der Fantasie eines Künstlers und weist keinerlei Bezug zum in Planung befindlichen Projekt auf) trotz der von der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft eingeführten dynamischen BoP für die Top-Klasse einem Prototypen in jedem Falle unterlegen wären. Somit ist bei Ferrari die Entscheidung gefallen. schon jetzt die Prototypenroute mit einem an der Vorderachse von einem Hybridsystem angetriebenen LMH-Sonderkonstruktion einzuschlagen. Derzeit erkundet man schon im Simulator mögliche originäre Designs, wobei Coletta andeutete das man eine ähnlich spektakuläre aber dennoch unterschiedliche Erscheinung wie Peugeot anstrebt. Die Franzosen hatten Beginn des Monats ein LMH-Design vorgestellt das komplett auf einen Heckflügel verzichtet.
Bei den Simulatortests zur Evaluierung möglicher Designs kommen derzeit alle FIA Langstrecken Weltmeisterschaft -Piloten von Ferrari und dem designierten Einsatzteam AF Corse - Daniel Serra, James Calado, Alessandro Pier Guidi und Miguel Molina – zum Einsatz. Weitere technische detail verriet der Leiter der Competitione GT noch nicht. Allerdings will man in kurzen Abständen über Neuigkeiten zu dem Projekt informieren...