AF Corse kehrt zurück in die LMP2

AF Corse wird nach einer Meldung unserer Kollegen von Endurance-Info.com in der kommenden Saison in Vorbereitung des Hypercar-Programms für Ferrari einen Doppeleinsatz mit einem LMP2-Oreca in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft und der Europäischen Le Mans Serie unternehmen. Das berichten nun mehrere Medien übereinstimmend aus Bahrain. Die italienische Sportwagenmannschaft von Teamchef Amato Ferrari war vor einigen Monaten als Einsatztruppe des lange gerüchtelten Ferrari-Topprototypen benannt worden. Nun wurden auch die Piloten und das Einsatzformat bekannt.

Der Einsatz soll in der Pro-Am-Klasse der beiden Meisterschaften erfolgen, was wohl zu insgesamt 12 LMP2-Einsätzen führen wird. AF Corse ist in beiden Meisterschaften mit gleich mehreren eingesetzten Wagen aktiv engagiert.

Als Piloten sind neben Bronce-Privatier Francois Perrodo heute auch seine Teamkollegen im #83 Ferrari, Ferrari Werkspilot Nicklas Nielsen und Alessio Rovera benannt worden. Sowohl für Perrodo als auch für AF Corse ist es eine Rückkehr zum LMP2-Sport. Der aus der Petrobranche stammende 44 jährige Franzose, der 2016 und 2020 die GTE-Am Fahrerwertung der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft gewinnen konnte startete bereits 2018/19 in der Superseason der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft und in der ELMS mit einem von TDS Racing eingesetzten Oreca 07.

AF Corse hatte bereits in der Vergangenheit als LMP2-Einsatzteam der russischen SMP Racing-Mannschaft und zuletzt als Einsatzteam für den Cetilar Racing Dallara Erfahrungen als LMP2-Einsatzteam gesammelt. Erste Einsätze hatte man bereits 2013 in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft als Einsatzteam der argentinischen Pecom Racing Mannschaft unternommen.

Der Rennbericht zu den 6h von Bahrain...

... ist unter diesem Link auf unseren Seiten einzusehen. Beim vorletzten Rennen der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft , bei dem 31 Teams antreten, wird es aller Voraussicht nach noch keine Vorentscheidung in den wichtigen Wertungen der Langstrecken -WM geben.

Das Rennen wird daneben auch auf Eurosport live  übertragen. Der Rennbericht ist augenblicklich in Arbeit und wird regelmässig während des Rennens aktualisiert.

MLMC-Finale 2021 in Portimao

portimao startZu ungewohnter Stunde am vergangenen Sonntag Morgen, startete der letzte Lauf zum Michelin Le Mans Cup auf der Rennstrecke von Portimao im Rahmen des Europäischen Le Mans Serie-Finales in Portugal. 18 Ligier JS P320 LMP3 vs 8 Duqueine M30-D08 LMP3 lautete das Duell in der LMP3 Klasse. In die GT3 Klasse hatten sich gerade mal 2 Ferrari F488 GT3 und ein Porsche 991 GT3 R verirrt.

Im Gegensatz zu vorangegangen Rennen gab es beim Start keinen Lackaustausch oder Dreher zu beobachten. Nach ca. 40 Minuten des Rennens kam es zu einer FCY Phase als Mark Crader im #20 Grainmarket Racing Duqueine M30-D08 LMP3 auf der Strecke stehen blieb, nachdem er sich in Turn 1 nach einer Berührung mit dem #16 Team Virage Ligier JS P320 LMP3 gedreht hatte. Sehr viele Fahrer nutzten die Gelegenheit um vorzeitig an die Box zu fahren um die schnelleren Piloten an das Lenkrad zu lassen. Darunter waren auch fast alle Fahrzeuge der führenden Gruppe. Dies war nur deswegen möglich, da das Verbot eines Fahrerwechsel beim letzten Pflichtboxenstopp nach dem Rennen in Spa aufgehoben worden war. Dieses war wohl auch einigen Teams nicht bekannt, denn im Rennen dominierten von nun an diejenigen welche ihre Top Piloten im Fahrzeug hatten. Einige Favoriten wurden auch um die Früchte des Erfolges gebracht, da der bekannte Rennleiter auch wieder für kleinste Vergehen Stopp & Go oder Durchfahrtstrafen verhängte.

portimao winner phoenixAm Ende setzten sich bei den LMP3 die Geheimfavoriten durch. Der aus der Britischen GT bekannte Ian Loggie und der ex-Rebellion LMP1 Pilot Matthias Beche. Die deutsche Mannschaft Phoenix Racing hatte diese überraschende Paarung erst wenige Tage vor dem Rennen benannt. P2 und die Top Platzierung der Mannschaft in der Saison ging an die Ligier-Mannschaft Racing Spirt of Le Mans und den Fahrern Jacques Wolff & Antoine Jung. Erfreulich aus deutscher Sicht war P3 für den #11 Duqueine M30-D08 LMP3 vom Wochenspiegel Team Monschau powerd by Phoenix mit den Fahrern Leonard Weiss und Thorsten Kratz.

Platz 10 reichte für die Briten Tony Wells und Colin Noble im Nielsen Racing #7 Ligier, um sich hauchdünn den Titel 2021 zu sichern. Bei jedem Rennen Punkte zu Hamstern reichte in diesem Jahr also knapp für den Titel.

portimao ferrariRelativ arm an Spannung war das Rennen der GT3 Fraktion. Überraschend konnte sich der Damen Ferrari #9 von Iron Lynx mit Manuela Göstner & Doriane Pin im Rennen auf Platz eins fahren. Doch das Fahrzeug wurde in der Schlussphase des Rennens immer langsamer. Der Grund zeigte sich wenig später: einer der Turbolader fing Feuer und der Ferrari strandete qualmend in der Box. Der knappe Sieg ging daher an die Fahrer Lancieri & Ruberti aus bella Italia auf dem Iron Lynx #8 Ferrari F488 GT3. Da der #8 Ferrari von Iron Lynx sich bereits in Spa die Team Wertung gesichert hatte, genügte dem PZ Oberer Zürichsee by TFT im Rennen der zweite Platz, um dem Eidgenossen Niki Leutwiller auf dem #2 Porsche 911 GT-3R die Fahrer Wertung für 2022 zu sichern.

Die sehr überschaubare Teilnehmer Zahl bei den GT3 soll sich für die Saison 2022 ändern. IDEC Sport (F) mit Patrik Lafarge wollen ihren Mercedes AMG GT3 aus der Garage holen und mit gleich zwei Aston Martin Vantage GT3 will Bullit Racing aus Spanien angreifen. Wir halten Euch über weitere 2022’er News informiert.

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