Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Sonstige GT

Die deutsche SPS Automotive Performance-Mannschaft hat schon heute die Besatzungen für die ersten Rennen des Jahres bekannt gegeben. Die deutsche Mannschaft aus Willsbach von Teamchef Stephan Sohn wird direkt im Januar bei den Gulf 12 hours auf dem Yas Marina Circuit in Abu Dhabi mit zwei Mercedes AMG GT3 antreten. Vom 7.-8. Januar wird SPS automotive performance auf dem Yas Marina Circuit in Abu Dhabi zu Gast sein und mit zwei Mercedes-AMG GT3 die zwölfstündige Herausforderung in Angriff nehmen.
Der Mercedes-AMG GT3 #75 wird dabei mit dem Australier Kenny Habul, Mikaël Grenier und Maro Engel im Design von SunEnergy1 an den Start gehen. Kenny Habul, der Bronze-Champion der Intercontinental GT Challenge 2018, teilt sich bereits seit längerer Zeit das Cockpit mit Mikaël Grenier. Gemeinsam errangen beide den Klassensieg bei den Indianapolis 8 Hours sowie den Suzuka 10 Hours im Rahmen der Intercontinental GT Challenge sowie den zweiten Platz beim 24h-Rennen von Daytona.
Der zweite Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer 88, welcher in der GT3-AM-Klasse an den Start geht, wird von Valentin Pierburg, dem hauptkundenpiloten der Mannschaft, sowie den beiden Schweizern Benno Oerting und Christoph Lenz pilotiert. Beim letzten Gastspiel von SPS automotive performance bei den Gulf 12 Hours gewann das Team die GT3-AM-Klasse und möchte auch in der nächsten Ausgabe am 8. Januar versuchen, diesen Erfolg zu wiederholen.
Stephan Sohn, Teamchef SPS automotive performance: „Wir freuen uns, die Saison bei den Gulf 12 Hours eröffnen zu dürfen. Wir treten mit zwei gut vorbereiteten Autos und hochmotivierten Fahrerbesetzungen auf dem Yas Marina Circuit an. Es wird ein interessantes Rennen, bei dem wir natürlich das bestmögliche Ergebnis erzielen möchten.“
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Sonstige GT (D/A)
Das Grasser Racing Team hat heute den Wechsel aus dem ADAC GT-Masters in die DTM bekannt gegeben. Die österreichische Mannschaft von Teamchef Gottfried Grasser will 2022 mit gleich 4 Lamborghini Huracán GT3 evo in die deutsche Traditionssprintserie einstiegen, die in dieser Saison erstmals auf die GT3-Plattform umgestiegen ist. Die traditionelle Startnummer 63 wird dabei von einem offiziellen Werksfahrer aus dem Hause Lamborghini pilotiert. Eine Bekanntgabe des vollständigen Line-ups soll in Kürze erfolgen.
Der Aufstieg in die DTM ist ein langersehnter Schritt für Grasser Racing, nachdem das Team über viele Jahre hinweg in GT3-Meisterschaften wie dem ADAC GT-Masters, der GT World Challenge Europe und der IMSA SportsCar Championship erfolgreich war. Im Jahr 2015 begann die Zusammenarbeit als offizieller Partner der Lamborghini Squadra Corse. Seitdem hat die von Teamchef Gottfried Grasser geführte Truppe zwei Meistertitel in der Blancpain Endurance Serie (2017) sowie Siege in einigen der berühmtesten Langstreckenrennen wie den 24 Stunden von Daytona und den 12 Stunden von Sebring errungen.
Nach einem Gaststart in Assen, bei dem Werksfahrer Mirko Bortolotti auf Anhieb ein Podium und die schnellste Rennrunde auf einem der von T3 Motorsport gestellten Lamborghini einfuhr war auch das Interesse der Lamborghini Squadra Corsa für die DTM geweckt. Nun soll das Grasser Racing Team in der kommenden Saison den ersten Titel für einen italienischen Hersteller holen, nachdem Ferrari mit Liam Lawson in diesem jahr schon den Vizetitel holen konnte. Zuvor war dies erst Alfa Romeo 1993 in der Vorgängerserie des DTM (Deutschen Tourenwagen Masters) , der DTM (deutschen Tourenwagen Meisterschaft) gelungen.
Gottfried Grasser, Teamchef von GRT: "Ich freue mich sehr, unser bevorstehendes Engagement in der DTM bekanntgeben zu dürfen. Ich möchte mich bei der Lamborghini Squadra Corse für die unglaubliche Unterstützung bei diesem Projekt bedanken. Damit wird ein Kindheitstraum wahr. Die DTM ist eine der aufregendsten und bekanntesten Rennserien der Welt. In diesem Feld mit vier Autos anzutreten, ist eine sagenhafte Herausforderung, auf die wir sehr gespannt sind. Der Lamborghini Huracán GT3 EVO hat seine Sieger-DNA viele Male unter Beweis gestellt und er wird uns ohne jeden Zweifel auch im Jahr 2022 ein konkurrenzfähiges Paket bieten. Es wird eine spannende Saison und ich kann es kaum abwarten, unsere Autos auf der Rennstrecke zu sehen."
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Sonstige GT (D/A)
Das erste exklusiv für Elektroautos ausgerichtete 24h Rennen am Nürburgring der eco GP-Serie ist mit einem Sieg eines Tesla-Teams zu Ende gegangen. Die tschechische Tesla Owners Czech Republik Mannschaft erzielte am Sonntag mit dem tschechischen Pilotenquartett Pavel Baron, David Tusl, Jan Semotam und Ondrej Hunkovski den Gesamtsieg auf ihrem weissen Tesla Model 3 mit der Startnummer 23 nach 136 absolvierten Runden. Damit konnte die tschechische Mannschaft einen Vorsprung von 3 Runden auf das zweitplazierte deutsche BEM-Team mit den Piloten Christian Pauels, Josef Maximilian, Volker Schulz und Florian Briel verzeichnen, die mit einem KIA E-Niro die Ziellinie nach 133 Runden kreuzten. Den letzten Platz auf dem Podium sicherte sich der Hyundai Kona der Technagon 2 Mannschaft um die Piloten Tobias Weny, Michael Neuenfeld, Franziska Ebner und Sascha Pregler nachdem der ursprünglich auf P3 ins Ziel eingelaufene Polestar des Sustainable Stars-Teams bei der Rennpremiere des Polestar 2 in der letzten Runde mit leerer Batterie liegen geblieben war und daher eine 2-Runden-Abzug-Strafe kassierte.
Die nach einem Jahr endlich zur Austragung kommende Runde der Elektroauto-Pionierserie wurde am Ende von 26 Mannschaften bestritten. 15 Tesla (7 Model 3, 5 Model S, je ein Model X, Model Y und Tesla Roadster) trafen dabei auf 11 Vertreter anderer Marken: 2 KIA, 2 Opel, 2 Renault Zoe und je ein Polestar, Hyundai, Porsche Taycan, Smart und Mitsubishi starteten am Samstag gegen 15:09 leicht verspätet in die insgesamt schon 21.te Veranstaltung der Serie.
Gleich vom Start weg gaben einige Mannschaften schon richtig Gas – die man aber dann aufgrund ihres hohen Energieverbrauchs am Ende eher in der unteren Hälfte der Ergebnisliste wiederfinden sollte. So lieferten sich das Tesla Model Y des Sedejo-Teams und der Porsche Taycan gegen Rennbeginn ein sehr energieintensives Prestigeduell, das zugunsten des Porsche ausfiel. Doch wie schon von uns prognostiziert sorgten einsetzender Nieselregen und die kühlen November-Temperaturen bei früh einsetzender Dunkelheit für ein Phänomen das schon vom echten 24 Stunden Rennen am Nürburgring in den letzten Jahren zur Genüge bekannt ist. Dichte Nebelbänke begannen sich über den 5137m langen Grand Prix-Kurs zu legen. Dies sorgte dann zumindest im besonders betroffenen Nebel-Hotspot in der Goodyear-Kehre, wo die Sichtweite unter 30m sank, doch für spektakuläre Szenen durch jede Menge Kiesbettausflüge der um Sicht ringenden Piloten. Als gegen 19 Uhr der Mitsubishi i-Miev nach einem Überschlag im Kiesbett der Kehre auf der Seite landete (die Pilotin überstand den Unfall weitgehend unbeschadet; der iMiev wurde hingegen als einziger Ausfall des Rennens verzeichnet) wurde die erste rote Flagge des Rennens ausgerufen.
Zweimal versuchte die Rennleitung danach das Rennen noch einmal zu starten, doch gegen 22 Uhr und dann endgültig um 3 Uhr Nachts war an ein Weiterfahren aufgrund des dichten Nebels nicht mehr zu denken. 3 Rotphasen für insgesamt etwa 10 Stunden unterbrachen am Ende im Interesse der Sicherheit das Rennen. Damit konnten die Elektrowagen beim November-Termin mit knapp 14h Fahrzeit immerhin mehr Rennzeit unter grün verbuchen als die Teilnehmer des diesjährigen 24 Stunden Rennen am Nürburgring, die im Juni auf lediglich 9 ½ Stunden Fahrzeit gekommen waren.
Als gegen 10 Uhr am Sonntag das Rennen erneut gestartet wurde sah es zunächst an der Spitze nach einem sich anbahnenden Doppelsieg der Opel-Quasi-Werksmannschaft um Volker Strycek aus, während das Gros der Tesla-Teams dem hohen Tempo in der Nacht Tribut zollen und lange Ladepausen einlegen musste. Dieses Schicksal ereilte um den Mittag auch die beiden e-Corsa Crews. Der zuvor lange führende Porsche war da ebenfalls schon durch eine lange Ladepause in den Tiefen der Ergebnisliste verschwunden. An der Spitze meldeten sowohl der Hyundai als auch der e-Niro der BEM-Mannschaft Ambitionen auf einen Podiumsplatz an. Eine gute Vorstellung lieferte auch der von KIA Deutschland für das Team eRinge/eMotion.world gestellte KIA EV6 ab, auf dem neben einem mit den Sichtverhältnissen in der Nacht total überforderten Motorsport-Blogger und einem weiteren Amateurpiloten auch 2 Rennfahrer starteten. Der 450 PS starke Wagen - neben dem Porsche und dem Polestar einer von 3 erstmals eingesetzten Neuzugängen in der Serie – stiess am Mittag bis auf Gesamtrang 4 vor.
Das Rennen um die in den letzten Stunden ständig wechselnde Spitze entschieden jedoch wie zuvor geschrieben andere Crews. Entscheidend war am Ende ob man die Batterieladezeiten so minimieren und einteilen konnte, das man am Ende des Events die Ziellinie quasi mit fast leerem Batteriepack queren konnte. Diese aufgrund der verkürzten Renndauer taktisch knifflige Aufgabe absolvierten die an der Spitze plazierten Teams am Ende am Besten, auch wenn 3 Mannschaften noch in der letzten Runde mit leerer Batterie auf der Strecke strandeten und sich daher noch Strafen einfingen.
25 der 26 gestarteten Crews wurden am Ende beim Saisonfinale der 2021 nur 3 Events umfassenden Serie gewertet. Für das nächste Jahr hat die Serienorganisation um Promotor Rafael de Mestre einen Kalenderentwurf für nicht weniger als 14 Rennen vorgestellt. Wer allerdings den angekündigten Kalender 2021 noch mal in Relation zum tatsächlich realisierten setzt, dürfte berechtigte Zweifel an solch ambitionierten Plänen hegen. Eine frühzeitige Konzentration auf maximal 5-6 Veranstaltungen würde die Planungssicherheit für die Teilnehmer und die Orga signifikant erhöhen und die knappen Ressourcen der Serie effizienter nutzen. Denn Effizienz ist nicht nur beim Bewegen der elektrischen Einsatzgeräte der Serie oberstes Gebot...