Alex Job verlässt die ALMS

Alex Job Racing PorscheAlex Job Racing wird in der kommenden Saison nicht mehr in der ALMS antreten. Das hat das Team heute bekannt gegeben. Statt dessen wird man im nächsten Jahr zwei Crawford-Porsches in der Rolex Grand Am Serie einsetzen. Damit kehrt eines der erfolgreichsten Teams der GT2-Klasse (39 Siege, davon 12 Doppelsiege, 46 Pole-Positionen und 79 Podiumsankünfte) und immerhin eine Mannschaft die zweimal die Klasse bei den 24h von Le Mans gewinnen konnte, der Serie den Rücken.

„Wir hatte dieses Jahr eine eher harsche Saison“, fasst ein sichtlich von der Saison enttäuschter Alex Job den Grund für den Rückzug zusammen. „Nach Sebring und Houston (wo Klaus Graf und Mike Rockenfeller den einzigen Sieg des Jahres für die Mannschaft einfahren konnten) hatten wir eine Reihe von Un- und Zwischenfällen und unsere verschiedenen Fahrer sind mit dem Handling des Porsches die ganze Saison über nicht zurecht gekommen. Die neuen Ferraris waren sehr schnell und unsere Konkurrenten von Flying Lizzard und White Lightning haben ihre Stärken ausgespielt. Wir hatten einen excellente Unterstützung unserer Sponsoren. Ich werde nach 18 Starts in Folge Sebring vermissen.“

Erster Courage LC70-Sieg

jlms3a.jpgAuf dem auch als „Tanaka TI-Circuit“ bekannten japanischen Kurs ist die 3. und letzte Runde der japanischen Le Mans Serie zu Ende gegangen. Der Sieg ging dabei zum ersten Mal standesgemäß an ein LMP1-Fahrzeug. Der Werks-Mugen-Courage mit den beiden Fahrern Haruki Kurosawa und Seiji Ara kreuzte am Ende als erster die Ziellinie mit 243 Runden und damit 17 Runden Vorsprung auf das 2. platzierte Fahrzeug, den in der LMP2-Klasse startenden GC-21 der Piloten Sakamoto/Yamikata/Fujii. Auf dem 3. Platz kam mit weiteren 4. Runden Rückstand der JLOC-Lamborghini ins Ziel der damit den ersten 1000km-Erfolg für die von Reiter Engineering aufgebauten Murcielagos holte. Von immerhin 20 gestarteten Fahrzeugen (das stärkste Feld der Saison) kamen am Ende 13 in Wertung ins Ziel.

Nachdem der Zytek des Hitotsuyama Racing Teams von Hiroki Katoh & Hideki Noda die Qualifying Sessions dominiert hatte, stach das Team welches den 2005 noch erfolgreichen LMP675 in der japanischen Serie einsetzt zunächst in Front. Probleme mit dem Kühlsystem liessen den Wagen jedoch nach etwa 2h dramatisch im Klassement zurückfallen. Am Ende konnte man jedoch wieder mit 25 Runden Rückstand ins Rennen gehen um am Ende als 4. im Klassement das erste Finish des Jahres einzufahren. 3. in der mit 6 Wagen besetzten Klasse wurde ein Oskar SK93. Im fernen Europa zeigte sich Yves Courage hoch erfreut über den ersten Gesamtsieg eines LC70.“Wir haben durch die zahlreichen Pole-Positions und schnellsten Rennrunden im Verlaufe der heutigen Saison schon bewiesen, welches Potential in dem Wagen steckt.“ In Japan kam nun auch endlich die lange fehlende Zuverlässigkeit hinzu.

jlms3b.jpgWährend in der LMP2-Klasse nur umgebaute F3-Wagen antraten wurde die GT1-Klasse immerhin von 2 halbwegs ACO-konformen Wagen dominiert. Der Lamborghini des JLOC-Teams erwies sich als stärkstes Fahrzeug des Wochenendes. Gleich zu Beginn des Rennens konnten sich die Piloten Yasutaka Hinoi, Hisashi Wada und Koji Yamanishi als Gesamt-3. hinter den beiden führenden LMP1 etablieren und musste am Ende nur der  siegreichen LMP2-Mannschaft den Vorzug geben. Der Prodrive-Ferrari F550 von Hitotsuyama Racing, der die beiden anderen Runden der JLMS als Gesamtsieger beendet hatte und schon vor diesem Rennen als Meisterschaftssieger feststand, spielte diesmal die Zuverlässigkeitskarte und kam als 3. ins Ziel, gleich hinter dem in ebenfalls in der GT1-Klasse startenden Mosler von Leyjun Racing, der Rang 2 in der GT1 belegte.

6 GT2 – 4 Porsches und 2 Mazdas – starteten zur 6. Runde der JLMS. Am Ende gewann hier nach einer Ausfallorgie der verbliebenen Fahrzeuge das älteste Chassis im Feld. Der Sunburst Porsche 964 der Piloten Yutaka Matsushima, Takeshi Inui und Hitoshi Kakiuchi kam mit 195 Runden als 8. ins Ziel und konnte damit sogar die Porsche RSR bzw. RS der Konkurrenten auf die verbleibenden Podiumsplätze verweisen.

Neue Courages für 2007

lc70spa.jpgDie Schmiede von Yves Courage zeigt sich von der „Konkurrenz“ von  Henri Pescarolo, der für die existierenden C60/C65 ein LMP1/2 Upgrade-Monocoque anbietet, unbeeindruckt. Nach aktuellen Meldungen könnten im Kommenden Jahr 8 neue Chassis aus der Sportwagenschmiede im Technopark Le Mans  auf den Rennstrecken anzutreffen sein. Acura bekommt demnach in dieser Woche das 3. LC75-Chassis geliefert, welches dann als Entwicklungschassis beim amerikanischen Honda-Vertrieb verbleiben wird. Die für die Teams von Highcroft und Andretti bestimmten Wagen haben schon die ersten Testkilometer hinter sich gebracht. Zusätzlich mehren sich die Hinweise dass 2 LC70, also die LMP1-Variante, auch für die ALMS geordert worden sind. Dies ist zwar noch nicht offiziell, könnte aber mit dem angekündigten Cosworth-Team für die LMP1-Klasse zusammen hängen.  Das wären dann schon mal 5 Wagen die im kommenden Jahr in Amerika laufen würden.

In Europa sollen für die LMP2-Klasse schon Interessenten für 2 LC75 existieren. Daneben soll ein Werkseinsatz in der LMP2-Klasse in der LMS im kommenden Jahr geplant sein. Dieser soll parallel zum Werks-LMP1-Einsatz im kommenden Jahr erfolgen. Auf Chassisseite  wird es aerodynamische Detailentwicklungen u.A. bei der Heckabdeckung geben, die für größere Motoren, wie z.B. den Judd GV5 S2 ausgelegt werden müssen.

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