Merten & Sylvester - Langstrecken-Champions 2006

champs.jpgDie frisch gebackenen BF-Goodrich Langstrecken-Meister Mario Merten & Wolf Silvester, die am Renntag von der Vorjahresmeisterin Claudia Hürtgen symbolisch die Nummer 1 überreicht bekamen,  hatten es beim Finale, dem 31. DMV Münsterlandpokal, alles andere als einfach. Nach Problemen mit der Benzinpumpe im Zeittraining startete der BMW 318is aus der Boxengasse und erhielt dafür eine Zeitstrafe von einer Minute. Merten/Silvester rollten das Feld von hinten auf und überquerten am Ende sogar in Führung liegend die Ziellinie - die Strafminute hinzuaddiert fehlte beiden am Ende lediglich zwölf Sekunden zum siebten Sieg. „Ein großartiger Erfolg für Mario und mich“, freute sich Silvester. Merten, der sich nach 2002 den zweiten Titel in der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft sicherte, lobte vor allem die Teamleistung von Bonk-Motorsport aus Münster: „Die Taktik von Michael Bonk hat in dieser Saison einfach immer gepasst - ich freue mich riesig.“

champscar.jpgWährend Wolf Sylvester sich zum ersten Mal in die Meisterlisten der BF-Goodrich Langstreckenmeisterschaft eintragen konnte, ist es für Mario Merten der 2. Titelerfolg. Schon 2002 konnte er, ebenfalls auf BMW, das Championnat für sich entscheiden. Spitzenreiter in der Tabelle ist nach wie vor Johannes Scheid, der zwischen 1980 und 1998 fünf Titel in der Serie einfuhr.

PBR 2007 mit Pescarolo oder LC75?

belmondo36.jpgGemaß aktuellen Meldungen der Auto-Hebdo aus Frankreich erwägt das Team von Paul Belmondo in der kommenden Saison den Einsatz lediglich eines Wagens in der LMS 2007. Dabei soll es sich um ein neues LC75-Chassis von Courage handeln, das von einem AER-Motor befeuert wird. Als Piloten sind derzeit nur Karim Ojieh und Paul Belmondo selbst im Gespräch.

Die knappe Meldung lässt nun Raum zur Spekulation. Angeblich war Belmondo als dritter Kunde für ein Pescarolo-Chassis gehandelt worden.  Demnach ist derzeit offen, ob man sich nun beide Optionen (Pescarolo-C65 & LC75) zum Test gegeneinander zum Saisonstart besorgt hat oder ob man dem LC75 den Vorzug gegenüber dem Umbau gegeben hat und das 3. Pescarolo-Kundenmonocoque nun einen anderen Abnehmer findet.

V de V - Runde 7 - 12h von Magny Cours

departvdevmc.jpgAls Saisonhöhepunkt und vorletztes Rennen der VdeV Modern Endurance Championship standen am diesen Wochenende die 12h von Magny Cours auf dem Programm. Ein mächtiges Feld von 48 Prototypen & GT´s (55 Fahrzeuge im Qualifying) machte sich auf den Weg zum Marathon, der allerdings in den letzten zwei Stunden nach Mitternacht wegen undurchdringlichen Nebels das Safety-Car auf den Plan zwang. Am Ende triumphierte der Ligier JS49 der Briten Ally McKeaver und Bryce Wilson, die beide das Rennen mit 25s Vorsprung auf den Norma der Franzosen Da Rocha / Ibanez / Cavailhes gewannen. Mit drei Runden Rückstand kam ein weiterer Norma mit den Briten Simon Phillips, Tommy Erdos & Rob Garofall ins Ziel.

pitlanevdevmc.jpgThommy Erdos – amtierender LMP2-Klassensieger bei den 24h von Le Mans – schrieb mit seiner Mannschaft in diesem Rennen einige bemerkenswerte Geschichten. Aus der Boxengasse gestartet, schaffte es der Profi im RSR Racing-Norma innerhalb der ersten Rennstunde, das gesamte Feld zu überholen und in Führung zu gehen. Man war auf dem Weg zum sicheren Sieg, als das Schaltgestänge brach und der Wagen im 2.Gang eine Runde um den Rurs schleichen musste und fünf Runden verlor. Dieser Defekt und ein späterer ungeplanter Bremsklotzwechsel kostete dem Team im Endeffekt den Sieg.

Eine weitere Mannschaft die aus der LMS bekannt ist war das belgische G-Force-Team, das mit einem Norma M20 immerhin Gesamtrang 6 mit den Piloten Hahn, Jacobs &  Haezebrouck holte. Die GT-Klasse gewann der Le Duigou Racing-Porsche 996 Cup GT3 auf Gesamtrang 9 vor dem Perspective Racing Porsche aus der LMS.

Als letztes Rennen der Serie stehen nun am 24.-26.11. die 6h von Estoril auf dem Programm.

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