Le Mans Entries für die FIA-GT - womit startet Vitaphone?

fiagtentries.jpgDer ACO hat in einer aktuellen Bekanntmachung vier weitere Einladungen für die jeweils zwei besten Spitzenteams der Teamwertungen der FIA-GT-Meisterschaft 2006 ausgesprochen. Dies wurde durch eine erst kürzlich getroffene Vereinbarung zwischen ACO-Präsident Jean-Claude Plassart und SRO-Chef Stephane Ratel ermöglicht.

Demnach sind in der GT2-Klasse die beiden Teams von AF-Corse und Scuderia Ecosse mit jeweils einem automatischen Entry bedacht worden, was die Anzahl der in der GT2-Klassse schon feststehenden Teams auf je zwei Porsche und Panoz sowie vier Ferrari F430 erhöht.

Weit interessanter sind die Konsequenzen für die GT1-Klasse. Mit dem Vitaphone Racing Team ist eine Mannschaft mit einer automatischen Einladung bedacht worden, die derzeit kein ACO-konformes Fahrzeug in ihrer Garage hat. Als zweites Team hat hier die Truppe von BMS den automatischen Entry bekommen. Der ACO hat in seiner Bekanntmachung unterstrichen, dass die Einladung an die Teams nur gilt, wenn ACO-konforme Fahrzeuge an den Start gebracht werden würden. Im Fall des deutschen Vitaphone Racing Teams hat man ausdrücklich auf die Erwähnung des Maseratis verzichtet, wohl um dem Team die Chance zu lassen, ein anderes Fahrzeug nennen zu können.  

Alle vier betroffenen Teams müssen bis zum 08.01. ihre Teilnahme an den 24h 2007 verbindlich bestätigen, um die Einladung nutzen zu können. Besonders bei Vitaphone - 2006 als offizielles Semi-Werksteam für Maserati unterwegs - dürften die Leitungen und die Köpfe nun heiss laufen. Denn Partner Maserati hat den MC12 in der vergangenen Saison nicht wie ursprünglich geplant ACO-konform homologieren lassen, weil das die Konstruktion eines neuen Fahrzeuges nötig gemacht hätte. Auch in der GT2 hat man keine Aktien. Um die GT1-Nennung nutzen zu können wäre derzeit eine Rückkehr zu den Saleen-Wurzeln (2004 fuhr man mit den amerikanischen Boliden) eine mögliche Option. Michael Bartels zeigte sich in einem Interview auf DailySportscar selber erstaunt von der Möglichkeit, 2007 an der Sarthe starten zu dürfen: „Ich war ein wenig überrascht. Es wird für uns schwer werden, in der Kürze der Zeit ein Programm mit einem anderen Wagen als dem Maserati zusammen zu bekommen. Wir werden die Möglichkeiten prüfen, aber die Zeit ist eigentlich zu knapp. Es wäre schön mit dem Maserati dort starten zu können, aber wir sind letztes Jahr schon im Vorfeld damit abgelehnt worden.“

Noch ein paar Details zum T2M-Dome

t2mlemans.jpgIetoshi Kaneko, Teammanager von T2M Motorsport, hat in einem persönlichen Statement weitere Einzelheiten zum Wechsel mit Dome in die LMP2-Kategorie offenbart. „Wir Japaner sind halt verrückt nach Langstreckenrennen. Als Japaner hatte ich schon seit einiger Zeit die Motivation  mit einem japanischen Sportwagen anzutreten. 2007 werde ich, falls der ACO unsere Nennung akzeptiert, zum 10. Mal mit einem Team in Le Mans antreten können. Aber es wird das erste Mal ohne Porsche sein (Bild: der T2M-996 in Le Mans 2006) und das erste Mal mit einem Prototyp. Nicht dass ich mit Porsche unzufrieden wäre – sie haben unser Team immer gut unterstützt und wir haben sehr gute Beziehungen, aber es wird ein sehr aufregender Wechsel sein. Die Wahl des Dome-Chassis ist dabei nur die erste Stufe dieses neuen Programms das sich wieder auf die LMS und die 24 Stunden von Le Mans konzentrieren wird. Wir haben eine Menge Pläne mit dem Wagen aber ich will dazu noch nichts weiteres verraten, nur dass es sehr aufregende Projekte sein werden.  

Wir werden weiterhin unseren Kern an deutschen Mechanikern beibehalten, aber es werden noch einige japanische Techniker hinzukommen. Wir werden ein sehr internationales Team formieren. Dazu wird sicher auch der neue Teamsitz in Frankreich beitragen. Von März 2007 ab, wenn wir das Auto bekommen, werden wir unsere Basis in Alès im Süden Frankreichs aufschlagen. Dort haben wir eine Teststrecke genau vor der Haustür und eine Garantie auf einigermaßen gutes Wetter.

FFSA-GT – Kalenderentwurf 2007

FFSA-GT 2006 / GT3 (www.superserieffsa.com)So schnell kann es manchmal gehen: Wenige Stunden nachdem eine GT-Eins-Newsmeldung darüber berichtete, dass für die Französische GT-Meisterschaft 2007 noch kein Kalenderentwurf vorliege, veröffentlichte die SRO einen provisorischen Terminplan für das kommende Jahr. Erstmals formell ausgeschrieben wird die GT3-Klasse, welche bisher in die sogenannten Coupe de France-Kategorien integriert war.

Insgesamt sollen in der nächsten Saison der FFSA-GT wieder sieben Runden zu je zwei Läufen stattfinden. Für jene sechs davon, die im Rahmen der „Super Serie FFSA“ laufen, wurde nunmehr ein Datum genannt. Eine Veranstaltung wurde hingegen noch völlig offen gelassen - heuer war dies das Antreten im Rahmen der DTM in Le Mans.

Oreca-Saleen (www.superserieffsa.com)    Folgende Events dürften feststehen:
    07.-09.04.         Nogaro
    28.-29.04.         Ledenon
    12.-13.05.         Dijon
    07.-08.07.         Val de Vienne
    08.-09.09.         Albi
    13.-14.10.         Magny Cours

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