Karl Wendlinger mit Sigalsport bei den 24h Daytona

wendlinger300Für Karl Wendlinger beginnt am Wochenende die neue Motorsport-Saison – und das gleich mit einem Klassiker: Der Kufsteiner bestreitet mit dem, in Los Angeles beheimateten Team Sigalsport die 24 Stunden von Daytona! Ein Anruf, danach ein reger mail-Verkehr – dann war alles perfekt: „Wir haben uns schnell geeinigt“, sagt Wendlinger, der am Samstag mit einem Riley an den Start gehen wird. Seine Partner im Prototyp mit BMW-Motor: Der amerikanische Routinier Bill Auberlen, Matthew Alhadeff und der Teamchef Gene Sigal persönlich.

 

Für den Tiroler ist es das dritte Antreten in Daytona, wo er 2000 Geschichte schrieb: Karl gewann damals mit einer Dodge Viper, war der Erste, der mit einem GT-S Fahrzeug die Gesamtwertung für sich entscheiden konnte. „Das war schon ein wirklicher beeindruckender Moment“, erinnert sich der 36jährige, der 2005 – mit einem Porsche – wegen eines Defektes ausschied.

 

Und 2007? Das Team war bei den Vortests Anfang Jänner – wo Wendlinger noch nicht dabei war – sehr schnell unterwegs: Einmal zweitschnellste, einmal fünftschnellste Zeit. Und das bei 26 Prototypen! Deshalb rechnet sich Karl auch ganz gute Chancen aus: „Wir haben sicher das Potential, ganz vorne mit zu fahren. Viel hängt natürlich auch vom berühmten Defektteufel ab. Wenn er uns halbwegs verschont, könnte uns schon eine Überraschung gelingen. Ich fliege jedenfalls morgen sehr optimistisch nach Amerika. Denn Daytona ist immer eine Herausforderung!“ Dazu wartet ja auf den Sieger traditionell mit der Rolex „Daytona“ noch eine sehr begehrte Uhr...

Sports Car Challenge 2007: News

Es gibt Neuigkeiten aus der Sports Car Challenge und auch einiges Neues aus dem Vorarlberger Sportwagenhaus PRC. Das Starterfeld der Sports Car Challenge 2007 und Österreichischen Sportprototypen-Meisterschaft nimmt Formen an: Ein Feld von circa 30 Autos ist zu erwarten, das vermeldet Serienorganisator Walter Pedrazza. Aufgeteilt sind diese Starter in acht Fahrzeuge der Division 1 bis 2.000ccm und zehn Autos in der großen Klasse. Dazu kommen nach momentanem Stand der Dinge ungefähr zehn Autos in der Division 3 für GT-Fahrzeuge.  renauer150

Neuzugang in der Saison 2007 ist unter anderem Mark Grulich aus Deutschland, der mit seinem Team aus der Radical-Szene in die SCC wechselt. Nicht eigentlich ein Neuzugang, sondern ein „Wiedereinsteiger“ nach einiger Zeit der Abwesenheit ist Renauer Motorsport aus Österreich. Neben dem bekannten signalgelben Tampolli LMP2 für die Division 2 steht auch ein GT vom Typ Gumpert Apollo zur Verfügung. Vor allem an den 2007 neu ausgeschriebenen 100-Meilen-Rennen zeigt sich das Team interessiert. 

Daneben wechseln einige Fahrer aus dem Stammpersonal der SCC auf andere Autos - und gleich auf völlig neue! Bei Pedrazza Racing Cars entstehen derzeit die nächste Fahrzeuggeneration mit drei neu entworfenen Typen. Unterschieden wird ab heuer zwischen den Modellen BB (für „Big Brother", siehe Bild unten), Challenge und Hill. Der „Leitwolf“ des RWT-Teams, Gerd Beisel aus Deutschland, wechselt von seinem älteren PRC-BMW und dem sporadisch eingesetzten Norma M2000 auf einen PRC Hill 07 mit 3l-V6-Motor von Nissan.  

Dress-for-Less Racing rund um Mirco Schultis erhält einen Challenge 07 mit Honda-Vierzylinder. Und einen BB 07 werden Pius Truffer aus der Schweiz und Champion Wolfgang Payr aus Österreich steuern. Beide vertrauen auf Sechszylinder-Power von BMW.

 

Die Saison 2007 der Sports Car Challenge beginnt im Rahmen des Jim Clark Revival auf dem Hockenheimring am 27.-29. April 2007. 

 

 

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Vertragsverlängerungen bei GS Motorsport

clip_image002Am 21. Januar 2007 verlängerten die Piloten Michel de Coster (B) und Philip Broodcooren (B) ihre Verträge für die Saison 2007. (Foto: GS-Motorsport, von links Georg Severich, Philip Broodcooren, Michel de Coster)
Schon 2006 fuhren die beiden erfolgreich für das in Aachen ansässige Team, im BMW M3 WTCC in der BTCS (Belgian Touring Car Series). Beim Saisonhöhepunkt der Belcar, dem 24 Stunden Rennen holten die beiden den Klassensieg im GT3 Cup Porsche. Ebenfalls gewannen sie das 10 Stunden Rennen in Zolder. 2007 starten sie nun für GS Motorsport in der Belcar auf dem neuaufgebauten Porsche 996 GT3. "Michel de Coster und Philip Broodcooren sind zwei gleich starke Fahrer, die schon 2006 einen super Job gemacht haben" erklärte Teammanager Wolfgang Koepp. Sehr erfreut über die Vertragsverlängerung zeigt sich auch Teamchef Georg Severich: "Ich werde beide persönlich betreuen und auf unserem neuaufgebauten GS Porsche 996 GT3 in der  BELCAR (vergleichbar mit der DTM in Deutschland) starten lassen"!

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