FIA-GT 2007 - 25 Wagen sind wahrscheinlich

 Start AdriaIn einem Interview mit unseren Kollegen von DailySportscar hat FIA-GT-Organisator Stephane Ratel erstmals Details zum Umfang des 2007´er Feldes der FIA-GT-Meisterschaft gegeben. So rechnet man für die 2007´er Saison mit einem Feld von über einem Dutzend GT1. Alleine fünf Maserati sollen von den Teams Vitaphone Racing Team, Playteam und JMB an den Start gebracht werden. Hauptkonkurrent könnte Aston Martin werden, wobei zu den beiden BMS Scuderia Italia -Fahrzeugen zwei Astons von Race Alliance und Phoenix Racing hinzukommen werden. Angeblich wird in beiden Teams derzeit über eine Kooperation für die kommende Saison nachgedacht. Bis zu zwei Lamborghinis könnte das all-incl.com-Team zusammen mit Reiter Engineering an den Start bringen. Auch GLPK plant demnach die Erweiterung auf ein 2-Wagen-Team. Noch in der Mache sind dagegen Einsätze eines Saleens oder eines Listers, da Lister angeblich an der Verlängerung der Homologation des Storm GT1 arbeitet. Diese muß allerdings erst noch von der FIA abgesegnet werden.

Bezüglich des angedachten GT1-Privatiers-Cup hat man eine Sponsor-Vereinbarung mit Cessna Citation über die Ausrichtung eines entsprechenden Cups für die kommende Saison erreicht. Dieser Cup umfasst für die Wertung alle Läufe ausser Zuhai und den 24h von Spa-Francorchamps und soll für zusätzliche Wagen neben den in der GT1 fest eingeschriebenen Teams sorgen.

Bei den GT2 rechnet Ratel mit 8 fest eingeschriebenen Ferrari-Wagen. Je zwei der Mannschaften Edil Cris-Racing, AF-Corse und Scuderia Ecosse, sowie eines weiteren Teams (wobei es sich um die spanische RSV-Mannschaft handeln könnte). Dagegen wird es zu einem deutlichen Rückgang der Porsche-Nennungen kommen. Lediglich Ebimotors wird derzeit mit einem Wagen als fix gehandelt. Daneben ist derzeit nur eine weitere Porsche-Mannschaft an einem Verbleib interessiert. Panoz- oder Spyker-Teams sind zur Zeit nicht bestätigt. Hier sind weitere News abzuwarten.

24h Daytona - heute geht es los!

gatest1.jpgMit dem heutigen Tag beginnen in Florida die ersten Trainingssessions und Qualifyings für den Grand Am-Saisonauftakt - die 24h von Daytona. Ein Feld von 71 Wagen -  28 Daytona-Prototypen und 43 GT -  wird sich am Samstag auf die traditionelle, zum 45. Mal ausgetragene Hatz durch den Nudeltopf begeben, um den Kampf um den Gesamtsieg aufzunehmen. Bei den Daytona-Prototypes sind 19 Riley, 6 Crawford, zwei Fabcar und ein Doran chassisseitig engagiert. Bei den Treibsätzen vertrauen 10 Teams auf Pontiac-Motoren, 9 auf Porsche, 6 auf Lexus, zwei auf Ford und ein Team auf BMW.

Just dieses Team dürfte auch das Interesse der deutschsprachigen Fans auf sich ziehen. Wie vermeldet fährt Karl Wendlinger im hellblauen Sigalsport-Riley-BMW zusammen mit Bill Auberleen, Mathew Alhadeff und Gene Sigal dieses Jahr die 24h. Favoriten dürften aber auch in diesem Jahr wieder die beiden Chip Ganassi-Riley Lexus sein. Mit Scott Pruett und Juan-Pablo Montoya hat man zwei Top-Fahrer auf dem Top-Wagen des Teams sitzen, die zusätzlich vom mexikanischen Youngster Salvador Duran unterstützt werden. Der Sun Trust-Riley Pontiac dürfte mit dem Fahrerquartett Taylor / Angelelli / Gordon / Magnussen von vornherein als heißer Siegesanwärter gehandelt werden können.

cheeverdpMindestens genauso stark besetzt ist der dunkelblaue Cheever Racing-Crawford Porsche mit Fittipaldi / Cheever Jr. / Collard und Sascha Maassen einzustufen. Grand-Am Titelverteidiger Jörg Bergmeister hat mit Patrick Long und Romain Dumas auch ein starkes Lineup im Alex Job-Crawford Porsche an seiner Seite. Howard Motorsport hat in seinen beiden Crawford Porsche mit den Dysons, Guy Smith, Oliver Gavin, Andy Wallace, Butch Leitzuinger und Tony Stewart auch Top Fahrer versammelt. Mit Howard, Target, Alex Job Racing und Cheever sind schon die Hauptakteure für den Kampf um den Sieg 2007 genügend eingekreist.

Aus deutschsprachiger Sicht sollten die Fans noch ein Auge auf den VICI-Racing Porsche Fabcar haben. Dort sind Uwe Alzen und Robert Renauer bei der Ausgabe 2007 mit am Start.  Porsche Werkspilot Timo Bernhardt unterstützt die Crew des Tru Speed Motorsports Porsche Riley.

Ratels GT-Revival-Serie

McLarenNeben dem GT4-Europacup (wir berichteten) und den neuen Serien in Deutschland und Brasilien, sowie der Übernahme der Belcar-Meisterschaft plant die SRO in diesem Jahr eine fünfte Serie neu auszurichten. Dabei handelt es sich um ein Serie für die historischen GT-Fahrzeuge der 90er-Jahre, die in der BPR, in Le Mans und den Anfangstagen der FIA-GT-Meisterschaft sowie bei diversen Cups (Venturi, Lamborghini, Ferrari, Porsche) in den 90ern für einen ersten GT-Boom sorgten. Die GT90´s sollen im Rahmen einer zwei Rennen umfassenden Mini-Serie (Silverstone und Nogaro sind derzeit im Gespräch) wieder aus den Garagen der Sammler zurück auf die Rennstrecken geholt werden.  Für den Start rechnet man mit einem Feld von 20-30 Wagen. Aufgeteilt in 3 Klassen (GT1, GT2 und GT3 für die Cup-Fahrzeuge) sollen die Wagen zwei 45-Minuten-Rennen mit obligatorischem Boxenstop absolvieren. Dabei ist ein Fahrerwechsel optional. Der Start soll fliegend erfolgen und es ist ein Einheitsreifen-Lieferant vorgesehen. Bei entsprechendem Erfolg wäre ein Ausweiten der Serie für 2008 denkbar.

Mit der neuen Serie für historische GT wächst das Serienkontingent der von der SRO ausgetragenen Meisterschaften auf nun schon neun Serien an. Stefan Ratel ist somit für die Zusammenstellung eigener Rennveranstaltungen nicht mehr auf andere Partner angewiesen. Im Zweifelsfall können seine Serien von alleine für volle Starterfelder sorgen. Somit will man die Trennung von der Tourenwagen-WM im letzten Jahr abschließen, indem man mit einem attraktiven Programm eine Alternative für die Sportwagen-begeisterte Klientel schafft.

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