Dr. Ullrich zur IMSA und der LMS

In einem Interview mit unseren Kollegen von Endurance-info.com hat Dr.Wolfgang Ullrich sich unter Anderem zu den Reglementsanpassungen in der ALMS und potentiellen LMS -Einsätzen für die Audi R10 Tdi geäussert.

r10mcnish.jpg„Wir waren nicht glücklich über die Reglementsanpassungen der IMSA während 2007, was die Einstufung unserer Diesel-Audi R10 Tdi und der direkten Konkurrenten betraf. Da wir immer einen offenen und fairen Wettbewerb befürworten waren wir kurz davor, uns aus der ALMS zurückzuziehen. Wir verstanden dass die IMSA spannende Rennen haben wollte, aber auf der anderen Seite wollen sie eine Rennserie ausrichten, welche die besten Hersteller anzieht. Das erreicht man aber nicht, indem man mehrere Male während der Saison das Reglement ändert, um unterlegene Konkurrenten zum Sieg zu verhelfen. In den letzten Rennen der Saison wurde offensichtlich, dass der Creation und der Zytek schneller als wir waren, während die Dyson-Lola immer noch hinter uns lagen.

Daß nun die LMP2 von der IMSA auf ein Level mit den LMP1 gehoben werden, ist in meinen Augen gegen den Geist der Regeln. Wir teilen die Ansicht des ACO, dass die LMP1 die Bühne der Hersteller sein soll, während die LMP2 den Privatiers vorbehalten sein sollte. Ein Werkseinsatz in der LMP2 kostet das gleiche wie einer in der LMP1. Sonst würde die LMP1-Klasse keinen Sinn mehr ergeben. Wie wir verstanden haben, nutzt zumindest Acura die LMP2 als Einstieg, um im nächsten Jahr einen LMP1-Einstieg vorzubereiten.“

Ullrich betonte dass die endgültige Entscheidung, in welchem Umfang man 2007 an der Sarthe antritt (2 oder 3 Wagen?), noch von der Konzernspitze anzusegnen wäre, machte aber einige interessante Andeutungen in Richtung der LMS: „Wir waren 2004 und 2005 mit Importeur-unterstützten Teams dort  präsent. Diese Unterstützung der Importeure ist für uns wichtiger Bestandteil der Überlegungen einen Einsatz durchzuführen. Zur Zeit sind die in Frage kommenden Importeure in anderen Projekten involviert, aber wir hoffen definitiv, daß sich das in der näheren Zukunft ändert. Die LMS ist zudem noch in einer Aufbauphase bezüglich Vermarktung und Medienpräsenz.“

FFSA-GT – Team Tarres mit Saleen und Viper

07ffsa000Für die im April beginnende Saison der Französischen GT-Meisterschaft wurde ein weiterer Saleen angekündigt: 07ffsa001Das Team Tarres will neben der bewährten Viper (Bild links) einen S7R einsetzen. Dazu vermeldet man auch bei den Fahrern einen namhaften Neuzugang: Olivier Thevenin (Bild rechts), der in den letzten drei Jahren für VBM eine GT1-Viper fuhr und gemeinsam mit Patrick Bornhauser 2005 den Titel in der FFSA-GT holte, soll im Tarres-Saleen antreten. Als sein Co-Pilot ist Eric Debard vorgesehen – er konnte 2005 immerhin die Cup-Klasse der FFSA-GT für sich entscheiden.

Australische GT – Runde 1 – Eastern Creek – Qualifying und Rennen

07agtc100Der große Abwesende beim Saisonauftakt der Australischen GT war Vorjahresmeister Greg Crick. Ob er - wie inoffiziell zu vernehmen war - tatsächlich auf Ersatzteile für seine ACR-Viper wartet oder sein Budget für die neue Saison nicht komplett hat, muss sich noch zeigen. Auch der angeblich bereits in Australien befindliche ex-Cadena-Lotus Exige GT3 von Angelo Lazaris kam in Eastern Creek nicht zum Einsatz. Die erste Pole des Jahres holte sich der Däne Allan Simonsen im Ferrari F360 des CCC-Teams. Er verwies im Qualifying die Porsche-Piloten David Wall (996 GT3 RSR) und Bryce Washington (996 GT3 Cup) auf die Plätze.

Für die GT standen an diesem Wochenende drei Sprintrennen zu je 17 Runden auf dem Programm, was in Eastern Creek planmäßig einer Fahrzeit von rund 28 Minuten pro Lauf entspricht. Die Reihenfolge aus der Startaufstellung blieb auch für das Podest des am Samstag ausgetragenen ersten Rennens erhalten - Simonsen lag im Ziel 0,85 Sekunden vor Wall, Washington wies bereits rund 50 Sekunden Rückstand auf. Bill Pye (Porsche 996 GT3 Cup) und John Teulan (Ferrari F430 Challenge) folgten auf den Rängen 4 und 5.

07agtc101Rennen 2 am Sonntagvormittag ging abermals an Allan Simonsen, diesmal vor Washington sowie Peter Hackett (Lamborghini Diablo GTR). John Teulan verfehlte als Vierter nur knapp das Podium, David Wall hatte schon nach wenigen Runden einen Ausfall zu verzeichnet. Headliner der Veranstaltung war bekanntlich die A1GP-Serie, die down under weiterhin für Publikumsinteresse sorgt. So ging der dritte GT-Lauf am Sonntag um die Mittagszeit vor einer respektablen Zuschauermenge in Szene: Das Ergebnis des ähnelte jenem vom Samstag – Simonsen gewann 0,4 Sekunden vor Wall. Dahinter hatte Washington mit Hackett um Platz 3 zu kämpfen, konnte jedoch einige Zehntel Vorsprung über die Ziellinie retten.

Im Punkteklassement führt Allan Simonsen mit 117 Zählern vor Washington (88), Pye (69) und Wall (64). Die nächste Runde der Australischen GT-Meisterschaft ist für Anfang März im Rahmen des „Clipsal 500“, der Saisoneröffnung der V8-Supercars in Adelaide angesetzt. An der Gerüchtebörse ist unverändert davon die Rede, dass das Team Lamborghini Australia plant, demnächst einen Lamborghini Gallardo GT3 einzusetzen.

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