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Dirk Müller & Tom Milner steuern den zweiten BMW GT2

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tommillnerRahal Letterman Racing hat nun beide BMW M3 GT2 für die kommende ALMS-Saison bemannt. Bill Auberleen & Joey Hand waren bereits in den vergangenen Wochen als Besatzung des ersten BMW bekannt geworden. Nun sind für den zweiten Wagen Dirk Müller und Tom Milner benannt worden. Damit kehrt Dirk Müller (Bild links) in der amerikanischen Serie zu BMW zurück, für die er 2001 bereits auf dem M3-GTR antrat. In den vergangenen Jahren hatte sich der 33-jährige Burbacher Müller als Pilot diverser Ferrari-Tems einen Namen gemacht. So errang er 2008 gemeinsam mit Dominik Farnbacher auf dem Tafel Racing-F430 den GT2-Vizetitel in der ALMS und gewann 2007 auf dem AF Corse-Ferrari den FIA-GT2-Titel sowie bereits 2000 auf dem Dick Barbour-Porsche gemeinsam mit Lucas Luhr den ALMS-GT2-Titel. Sein Teamkollege bei Rahal Letterman Racing wird Tom Millner (Bild rechts)  der als Sohn von PTG-Teamchef Tom Milner bereits 2006 und 2008 im GT2-Panoz, sowie 2007 im Rahal Letterman Racing-Porsche gemeinsam mit Ralf Kelleners Erfahrung in seinem zukünftigen Einsatzteam sammelte.

Dirk Müller hat damit seinen Namensvetter Jörg ausgestochen, der als BMW-Entwicklungsfahrer eigentlich für einen der verbleibenden Sitze als Kandidat vermutet worden war. Dennoch könnte es für Jörg eine interessante Einsatzoption auf dem Wagen in 2009 geben. Insiderinformationen gerüchteln, dass BMW mit dem Wagen auch die 24 Stunden am Nürburgring in Angriff nehmen will. Jörg Müller wäre dort ob seiner Ring-Erfahrung ein wertvoller Kandidat für einen der Top-Sitze.

FIA-GT und FIA-GT3: Neuerungen und Änderungen für 2009

 Der World Motor Sport Council hat vergangenen Freitag während der Preisverleihung in Monaco einige Regeländerungen und Termin-verschiebungen im Kalender für die bevorstehende Saison 2009 der FIA-GT Championship sowie der FIA-GT3 European Championship bekannt gegeben.

Die wohl interessanteste Neuerung betrifft die Reifen. Ab dem nächsten Jahr wird ein Multi-Reifen-System, in dem jedes Team die frei Herstellerwahl hat, eingeführt. Alle Teilnehmer sind allerdings zum Zeitpunkt des Einschreibens dazu verpflichtet, die Wahl ihrer Reifen fest zu legen und dabei für jedes gemeldete Fahrzeug-Pneu-Kombination zu verkünden. Im Laufe der Saison ist es jedoch möglich, einmal die Reifenmarke zu wechseln, wenn die angestrebte Reifen-Fahrzeug-Kombination bereits vorhanden ist. Eine Liste von möglichen Kombinationen sowie Reifenspezifikationen wird von der FIA unter der Aufsicht des GT-Büros veröffentlich und stets auf den neusten Stand gebracht.

Eine bedeutende Änderung ist dies für die FIA-GT3-Europameisterschaft, denn statt dem Einheitsreifen erlebt die Serie nun den Wechsel zu einem Multi-Marken-Konzept.

Eine weitere Neuerung, welche auch die FIA-GT3 European Championship anbelangt, ist die des Erfolgsballasts. Orientiert an dem Regelwerk der GT2-Kategorie, gibt es in Zukunft für den Sieger 20 Kilogramm Zusatzgewicht, für den Zweiten 15 Kilogramm sowie zehn Kilogramm für den Drittplatzieren. Ab dem vierten Rang werden dann Gewichte rausgenommen, angefangen bei zehn Kilogramm bis zum letzten Fahrzeug, wobei in Fünf-Kilogramm-Schritten aufgeladen wird.

 Etwas umfangreicher sehen die Änderungen in den großen GT-Klassen aus. So werden keine Gewichtsstrafen mehr verhängt, falls ein Pilot zwischen zwei Veranstaltungen von einer Kategorie in eine andere wechselt. Für beide Wertungen wurde die Regel, wenn das maximale Zusatzgewicht erreicht wurde, einen kleineren Restriktor vorzuschreiben, gestrichen, um die Kosten zu reduzieren. Das maximale Zusatzgewicht der GT2-Fahrzeuge wird von 75 Kilogramm auf 100 Kilogramm erhöht. Darüber hinaus wurde die Erhöhung des Mindestgewichts um 45 Kilogramm, die Redizuierung des Air-Restriktors um fünf Prozent, die Erhöhung der Bodenfreiheit um fünf Milimeter und die Montage eines 15 Milimeter großen Abstützwinkel am Heckflügel akzeptiert.

Weiters wurde vereinbart, dass es bei dem Saisonhöhepunkt, den 24 Stunden von Spa-Francorchamps, keine Punkte und Erfolgszusatzgewichte nach der Sechs- und Zwölf-Stunden-Marke gibt.

Außerdem konnte die FIA-GT-Meisterschaft Total als einheitlichen Benzinlieferant für die Jahre 2009 und 2010 für sich gewinnen.

Schlussendlich wurden noch einige Veränderungen am Terminkalender vorgenommen: Das heiß diskutierte Überseerennen ist nun vom Auftakt an das Ende der Saison gerückt, darum findet das erste Rennen dementsprechend in Silverstone statt, während das Algarve-Event aufgeteilt wurde – nach einer Vereinbarung zwischen Serien- und Event-Promoter hat man sich entschieden, die Läufe der FIA-GT3 und FIA-GT an zwei Wochenenden auszutragen.

Kalender

FIA GT Championship:

  • 03. Mai 2009/Silverstone, Großbritannien
  • 16. Mai 2009/Adria, Italien (Nachtrennen)
  • 21. Juni 2009/Oschersleben, Deutschland
  • 25.-26. Juli 2009/Spa-Francorchamps, Belgien (24-Stunden-Rennen)
  • 30. August 2009/Bukarest, Rumänien*
  • 20. September 2009/Algarve, Portugal*
  • 11. Oktober 2009/Zolder, Belgien
  • 22. November 2009/San Luis, Argentinien
  • T.B.A./T.B.A.

FIA GT3 European Championship:

  • 02.-03. Mai 2009/Silverstone, Großbritannien
  • 16.-17. Mai 2009/Adria, Italien
  • 20.-21. Juni 2009/Oschersleben, Deutschland
  • 12.-13. September 2009/Algarve, Portugal*
  • 03.-04. Oktober 2009/Paul Ricard HTTT, Frankreich
  • 13.-14. November 2009/Dubai, Vereinigte Arabische Emirate

* Vorbehaltlich der Streckenhomologation

V de V Endurance Proto – Saisonrückblick 2008

08vdev923sDie VdeV-Prototypen-Langstrecken-Saison 2008 begann - zumindest aus Sicht der meisten deutschsprachigen Fans - mit einem Knalleffekt: Pierre Kaffer stellte den dress-for-less-PRC von Mirco Schultis in Jarama auf die Pole, im Rennen war bis zum Ausfall wegen Bremsproblemen ein Podiumsplatz in Reichweite.

Während der ersten Saisonhälfte gehörte das oberste Treppchen des Podiums jedoch den Norma-Crews: In Jarama gewannen die Spanier Ander und Andres Vilarino, in Val de Vienne, Magny-Cours und Dijon siegten Fahrer aus dem IRS-Team. Von Beginn an waren Julien Schell und David Caussanel die einzige Ligier JS49-Besatzung, die an der Spitze mithalten konnte. Nach drei zweiten Plätzen und einem dritten Rang waren Schell / Caussanel auf dem Eurospeedway Lausitz, in Ledenon sowie bei den 8h von 08vdev889Magny-Cours nicht zu schlagen und holten vorzeitig den Titel in der VdeV-Challenge Proto.

Beim Saisonfinale in Estoril gab es schließlich wieder einen Erfolg für einen Norma M20 F - Philippe Haezebrock / Damien Toulemonde erreichten mit diesem Sieg noch Rang 2 im Endklassement der Serie vor ihren Markenkollegen Jose Ibanez / William Cavailhes. Bestplatzierter Fahrer eines Juno SSE in der Punktetabelle war als Vierter der Brite Richard Bernans, der mit Co-Pilot Chris Ward zweimal aufs Podest kam. Für die dress-for-less-Mannschaft gab es bei ihren weiteren drei VdeV-Auftritten die Ränge 14, 13 und 34.

Die VdeV-Endurance Proto-Kategorie zeigt seit Jahren das mancherorts unterschätzte Potential von CN-Prototypen-Serien auf. Über den Terminplan für 2009 sowie ein geplante Änderung im Reglement, welche die Klasseneinteilung betrifft, haben wir bereits berichtet.

Racing Box Lola-Besatzungen 2009

Die italienische Racing Box-Mannschaft plant wie bereits berichtet für 2009 den Umstieg auf zwei Lola B08/80 LMP2. Nun hat die Mannschaft die Besatzungen für beide Wagen unter Dach und Fach bringen können. Demnach werden im ersten Chassis die drei italienischen Piloten Filippo Francioni, Andrea Ceccato und Ferdinando Geri Platz nehmen. Für den zweiten Lola ist ein erfahrenes Trio aus dem GT-Bereich vorgesehen. Matteo Bobbi, Andrea Piccini und Mike Hezemans werden hier das Volant übernehmen. Die FIA-GT Haudegen hatten bislang beste Referenzen in Autos mit Dach vorzuweisen: Bobbi war FIA-GT-Champion 2003 und Vizemeister 2004 auf dem BMS Scuderia Italia Ferrari F550 und war zuletzt auf den Maseratis des Vitaphone Racing Teams unterwegs. Picchini, zuletzt im RBImmo-Saleen sowie im CR Scuderia-Ferrari gesichtet, ist seit 2002 in der FIA-GT Meisterschaft unterwegs und hat bislang sechs Gesamt-Siege auf seinem Konto. Hezemans schliesslich hat gar zwölf Siege zu verbuchen und hat in seiner elfjährigen Vita 113 Rennen in der FIA-GT Meisterschaft absolviert – eine Bilanz an die kein anderer Pilot der Meisterschaft heranragt.

Zumindest das GT-Trio dürfte in dieser Zusammensetzung eines der heissesten Anwärterteams auf die Meisterschaft 2009 in der Le Mans Serie sein. Zudem hat sich Racing Box nun auch bei der Motorisierung auf ein bewährtes Paket festgelegt: Wie auch schon im Sebah-Lola sollen Judd-Triebwerke die beiden Lolas befeuern. Angesichts des reduzierten Engagements von Porsche-Teams im kommenden Jahr dürfte die italienische Mannschaft damit als Titelkandidat in der LMP2-Klasse der 1000km-Rennserie zu nennen sein.

British GT – Team ABG setzt 2009 einen KTM X-Bow ein

Die ABG-Mannschaft, welche sich 2008 mit einem Dodge Viper Competition Coupe für Craig Wilkins und Aaron Scott an der Britischen Meisterschaft beteiligte, will dort im kommenden Jahr auch einen KTM X-Bow an den Start bringen. Als Pilot des GT4-Wagens soll der Nachwuchsfahrer Glynn Geddie zum Einsatz kommen.

Matech bestätigt Ford GT1 schon für 2009

matechdubai Matech hat bestätigt aktuell, nun doch an einer GT1-Version des Ford GT zu arbeiten. Der Hersteller des Ford GT3, der erst kürzlich beim Finale in Dubai die Teamwertung der FIA-GT 3 Europa-Meisterschaft gewonnen hatte, gab bekannt, bereits seit einigen Wochen an der Entwicklung einer GT1-Version seines Boliden zu arbeiten. Dieses soll nach dem Regelwerk der FIA-GT1 2010 aufgebaut werden. Matech-Concepts will mit dem GT1-Fahrzeug schon 2009 in der FIA-GT Meisterschaft erste Entwicklungsrennen absolvieren, um 2010 zum vorgesehenen Start der GT1-WM ein fertig entwickeltes Fahrzeug in petto zu haben.

Damit steht ein neuer Hersteller für die Topklasse schon im kommenden Jahr definitiv bereit. Sollten die just berichteten Gerüchte um Nissan sich ebenfalls bestätigen, dann könnten nach einer längeren Stagnationsphase gleich zwei neue Hersteller im kommenden Jahr in der GT1-Klasse debütieren. Gibt’s derzeit eine Krise im Automobilsektor? Offensichtlich Gottlob nicht in der GT1.

British GT – Kalenderentwurf für 2009

08bgtc998sEin erster Terminplan für die nächste Saison der Britischen GT wurde veröffentlicht. Auf dem Meisterschafts-Programm sollen im kommenden Jahr acht Veranstaltungen stehen, zu sieben davon gibt es bereits - vorläufige - Angaben über Datum und Austragungsort:

11.-13.04.09 – Oulton Park, 25./26.04.09 – Donington, 30./31.05.09 – Rockingham, 13./14.06.09 – Knockhill, 04./05.07.09 – Snetterton, 15./16.08.09 – Silverstone, 19./20.09.09 – Brands Hatch.

24h Daytona - alle 6 Farnbacher-Loles Porsche sind voll

floles87Über die Pläne von Farnbacher Loles Racing bezüglich der ALMS und des Engagements des amtierenden GT2-Champions Wolf Henzler an der Seite von Farnbacher-Pilot Dirk Werner hatten wir bereits berichtet. Nun sind weitere Details zur 2009´er Saison des deutsch-amerikanischen Teams bekannt geworden. So sollen sowohl die Grand Am als auch die amerikanische Patrón GT3 Cup Challenge, der von der IMSA ausgerichtete Porsche-Cup, von der Mannschaft mit bestritten werden. Bei den 24h von Daytona sollen nicht weniger als sechs Porsche betreut werden, für die schon die Besatzungen komplett feststehen.

So betreut die Mannschaft von Horst Farnbacher und Gregory Loles den Porsche #87 für Wolf Henzler, Richard Westbrook, Dirk Werner und Leh Keen, die #88 in der ebenfalls Westbrook sowie Steve Johnson, der Kanadier Dave Lacey und der Brite Robert Nearn starten, weiters den #85 Children's Tumor Foundation-Porsche in dem Henzler mit den Amerikanern Michael Gomez, Daniel Graeff und Ron Yarab Jr. startet. Im #86 Porsche sitzen Dominik Farnbacher, Eric Lux und Matthew Marsh. Schliesslich werden in der #89 die Italiener Giacomo Petrobelli, Giacomo Ricci und Gabrio Rosa sowie Robert Renauer und Allan Simonsen starten. Zusätzlich übernimmt das Team die Betreuung des #64 JLowe Racing-Porsche in dem Johannes van Overbeek, Tim Sugden, Jim Lowe und Jim Pace starten.

Die 24h von Daytona 2009 werden am 24.-25. Januar auf dem Daytona Speedway abgehalten. Vorher werden am 03.-05. Januar die Testtage zum Auftaktrennen der Grand-Am Serie veranstaltet.

Meisterehrung der FIA-GT und FIA-GT3

Von den Kartfahrern bis zur Formel 1 wurden alle Meister der Saison 2008 bei der FIA Prize-Giving-Gala geehrt. Darunter erhielten auch Michael Bartels und Andrea Bertolini als Sieger der Faherwertung der FIA-GT Championship ihre Trophäen, während Matthias Quinger den Pokal für den Titel in der Teamwertung als Vertreter des Vitaphone Racing Teams in Empfang nahm. Amato Ferrari holte die Trophäe der GT2-Teamwertung für AF Corse ab, ebenso seine Piloten Toni Vilander und Gianmaria als Gewinner der GT2-Fahrermeisterschaft.

Darüber hinaus waren selbstverständlich auch die Meister der FIA-GT3 European Championship präsent. So erhielten die Martini-Callaway-Piloten Arnaud Peyroles und James Ruffier die ihnen zustehende Trophäe als GT3-Champions, während Martin Bartek den Preis der GT3-Teamwertung für Matech GT Racing abholte.

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