Le Mans Series ( LMS )

RLR verpflichtet erste 2 LMP2-Piloten

Die rlrmsportlmp3britische RLR Msport Mannschaft hat die ersten beiden Piloten für das Oreca LMP2-Engagement in der Europäischen Le Mans Serie 2019 bekannt gegeben. Der Brasilianer Bruno Senna und der Kanadier John Farano werden 2 der 3 Sitze im britischen Oreca 07 in der kommenden Saison belegen. Senna wird das ELMS-Engagement parallel zu seinen Einsätzen im Rebellion Racing WEC-Team absolvieren. Farano steigt aus dem LMP3-Programm des britischen Teams in die LMP2 auf nachdem er zusammen mit Rob Garofall und Job van Uitert den LMP3-Titel der ELMS 2018 erobern konnte.

Ein dritter Pilot für das Oreca-Cockpit soll in Kürze bekannt gegeben werden. Daneben plant die britische Mannschaft 2019 auch weiterhin zumindest einen Ligier JS P3 LMP3 in der Serie einzusetzen.

Vergne 2019 erneut bei G-Drive

G-Drive Racing hat den ersten Piloten neben Stammfahrer Roman Rusinov für die Europäischen Le Mans Serie-Saison 2018 verpflichtet. Jean Eric Vergne wird – wie schon in diesem Jahr - einen Grossteil der Läufe in der Meistermannschaft der europäischen ACO-Serie absolvieren. Für ein Vollprogramm reicht es auch im kommenden Jahr wieder nicht, da 2 der Läufe sich erneut mit dem Formel-E-Engagement von Vergne – in der vergangenen Saison Formel E-Meister mit DS Techeetah – überschneiden.

Neben Rusinov und Vergne werden daher noch wahrscheinlich 2 weitere Piloten in das Engagement einsteigen, wobei die weiter von TDS Racing unterstützte Truppe bei den jüngsten Tests in Sebring die Piloten Gary Findlay und Job van Uitert ans Lenkrad des Oreca LMP2 liess. Neben der ELMS fasst G-Drive auch gastauftritte in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft sowie ein erneutes Antreten bei den 24 Stunden Rennen von Le Mans ins Auge.

Änderungen im Sportreglement der ELMS 2019

Wir schulden euch noch eine kurze Präsentation der veränderten sportlichen Regularien die die Europäischen Le Mans Serie für ihre Saison 2019 vor 3 Wochen bekannt gegeben hatte.

In der LMP2-Klasse sind die Mannschaften in der Serie angehalten sich wieder verpflichtend an die Anwesenheit zumindest eines Silber- oder Bronze Piloten in der LMP2 zu halten. Für 2018 hatte man auch reine Profi-Besatzungen erlaubt, was zu einigen Irritationen in der Szene geführt hatte. Daneben werden für die kommende Saison 2019 am Ende die beiden bestplazierten LMP2-Teams in der Meisterschaft eine Einladung zum 24 Stunden Rennen von Le Mans 2020 erhalten.

Alle drei Klassen betrifft die Abschaffung der gleichzeitigen Betankung beim Reifenwechsel die erst dieses Jahr erlaubt worden war, nun aber aus Sicherheitsgründen wieder getrennt wird.

Für die GTE-Klasse der ELMS, die per Definition weiter eine GTE-AM-Klasse bleiben soll, wird schliesslich ein erfolgsabhängiges Zusatzgewicht eingeführt. Die ersten 3 Plätze eines jeden Laufs werden mit jeweils 15, 10 und 5 kg „Ehrenblei“ belohnt, die nach der Formel A+B+C addiert werden. Darin spiegelt A die Ergebnisse des vergangenen Rennens, B die Ergebnisse des vorletzen Rennens und C den Meisterschaftsstand wieder, womit sich eine Crew ein maximales Handicapgewicht von 45kg „verdienen“ kann.

Rene Binder 2019 mit 2 Prototypenprogrammen

Derrenebinder Österreicher Rene Binder hat sich für die kommende Saison ein Doppelengagement im Prototypenbereich gesichert. Binder wird sowohl in der Europäischen Le Mans Serie als auch in der IMSA einen LMP2 bzw einen DPi steuern und steht dabei in Europa vor seinem Debüt beim 24 Stunden Rennen von Le Mans.

In der ELMS hat sich Binder, der im Laufe der vergangenen WEC-Runde in Silverstone sein Prototypendebüt auf dem ByKolles Racing LMP1 gab, eines der Cockpits des Panis-Barthez-Teams gesichert. Wie unsere Kollegen von Sportscar 365 berichten, ist der indycar-Pilot in der kommenden Saison gemeinsam mit Will Smith auf einem der beiden Ligier JS P217 LMP2 der französichen Mannschaft unterwegs. Ein dritter, französischer Copilot für Binder soll in Kürze verpflichtet werden. In juncos cadillac renderdiesem Rahmen steht wohl auch sein Debüt beim 24 Stunden Rennen von Le Mans an, das die Mannschaft erneut mit einem Wagen bestreiten möchte.

In Nordamerika hat Binder zusätzlichen einen Deal mit seinem ehemaligen Indycar-Team Juncos Racing abgeschlossen, das mit einem Cadillac DPi in die IMSA-WeatherTech SportsCar Championship einsteigt. Im Rahmen der 4 längeren Rennen der Nordamerikanischen Langstreckenmeisterschaft, die nun unter dem Label des IMSA Michelin Endurance Cup läuft, wird Binder die 3 Stammpiloten Agustin Canapino, Kyle Kaiser und Will Owen auf dem Cadillac Dpi-V.R. Der Mannschaft unterstützen.

Binder wird damit mit Daytona, Sebring Le Mans und dem Petit Le Mans gleich 4 Langstreckenklassiker in diesem Jahr bestreiten.

Das Pilotinnen-Projekt von Kessel Racing

Unter den 4 Ferrari F488 GT3 der siegreichen Tessiner Kessel Racing-Mannschaft , die bei den 8. Gulf 12 hours antraten befand sich das Debüt eines interessanten neuen Projektes das wir vorige Woche kurz angerissen hatten. Auf einem mit einer reinen Damenbesatzung „bemannten“ Ferrari traten die Schweizerin Rahel Frey, die Südtirolerin Manuela Gostner und die Dänin Michelle Gatting an. Zusammen errang das Damentrio in der Pro-Am-Klasse beim 12h-Rennen auf dem Yas Marina Circuit den zweiten Platz hinter dem siegreichen Daiko Lazarus Racing Lamborghini Huracán GT3 und kam immerhin als Gesamt-sechstes Team von 33 Startern ins Ziel.

Initiatorin des Projektes ist die französische Ferrari-Pilotin Deborah Meyer, die 2016 bereits schon mal zusammen mit ihrem Gatten Claudio Schiavoni die 6-Gulf 12h bestritt und dabei auf dem Podium der GT3-Amateurklasse landete. Daneben war sie in der Vergangenheit auch in der Ferrari Challenge und dem Michelin Le Mans Cup deborahmeyerunterwegs. Sie erzählte uns mehr über ihre Pläne mit dem Projekt:

"Ich teile mit meinem Mann Claudio die Leidenschaft für Ferrari-Rennfahrzeuge und war 2016 bereits als Pilotin in der Ferrari-Challenge aktiv. Seit einigen Jahren verfolge ich das Projekt eines rein weiblich besetzten Sportwagenteams das im professionellen GT-Bereich angesiedelt sein soll. Dies hier ist die Premiere des Projekts, das nicht als One-Off geplant ist sondern langfristig angelegt sein soll, wobei ich mir durchaus vorstelle dieses länger als die üblichen 3 Jahre anzusetzen. Als Einsatzwagen nutzen wir meinen Ferrari F488, der mit einem ähnlichen Design wie Claudios Ferrari hier startet. 2019 wollen wir nach Möglichkeit ein erstes Engagement im ACO-Bereich starten und wenn alles klappt vielleicht schon in Le Mans antreten. Daneben sind auch weitere Einsätze im Langstreckenbereich - so wie hier - nicht ausgeschlossen."

Am liebsten wäre Meyer selber mit als Pilotin in Abu Dhabi gestartet, jedoch kam der Französin Mitte der Saison die Familienplanung in die Quere. Daher musste sie die Gulf 12 hours absagen und verpflichtete kurzerhand Rahel Frey für den Einsatz, die sich mehr als begeistert von dem Projekt zeigte.

"Das Team hat mich angesprochen, ob ich Interesse an dem Engagement habe und da das Ziel für nächstes Jahr schon eine Teilnahme an den 24 Stunden Rennen von Le Mans ist und ich mir gesagt habe 'Hey ich brauche zumindest ein grosses Rennen für nächstes Jahr!' habe ich sofort zugesagt. Was die Deborah hier macht ist ein sehr tolles Projekt das endlich mal über die üblichen Lippenbekenntnisse der FIA zur Förderung von Frauen im Motorsport herausgeht."michellegatting

Neben der 32-jährigen ADAC GT-Masters-Pilotin Rahel Frey und der 24-jährigen Dänin Michelle Gatting (Bild rechts), die Erfahrungen aus der dänischen Thundersport Championship, der GT-Open und dem Porsche Carrera Cup Deutschland mibringt, startet die 34-jährige Südtirolerin Manuela Gostner auf dem Auto, die auch zur Riege der deutschsprachigen Pilotinnen gehört.

manuelagostner"ich bin zwar schon 2017 hier auf einem Maserati GT4 von Villorba Corse gestartet aber immer noch als Bronce-Fahrerin eingestuft, während Rahel und Michelle eine Silber-Einstufung haben. Das gibt uns Spielraum bei der Einstufung in verschiedenen Rennserien. Ich selber stamme aus der Ferrari-Challenge und bin über meinen Bruder und unseren Vater zum Rennfahren gekommen. Nach Möglichkeit will ich weiter bei diesem Projekt dabei bleiben, da es sehr aufregend ist und uns vielleicht bald nach Le Mans führt."

Gegenüber unseren Kollegen von Dailysportscar.com bestätigten Quellen aus dem Umfeld von Kessel Racing mittlerweile das als Hauptprogramm des interessanten Projekts ein Antreten in der Europäischen Le Mans Serie 2019 anvisiert wird. Dies würde die GTE-Klasse der ACO-Serie um eine mehr als interessante Mannschaft erweitern.

Kessel steigt in ELMS 2019 ein

Kessel Racing wird kessel ferrari 20192019 die GTE-Klasse der Europäischen Le Mans Serie mit zumindest einem weiteren Ferrari bereichern. Das hat das Team im Rahmen des Saisonfinales des Michelin Le Mans Cup in Portimao unseren Kollegen von Dailysportscar.com eröffnet. Die tessiner Truppe, die mit dem GT3-Titel im Le Mans Cup auch einen Autoentry für das 24 Stunden Rennen von Le Mans gewonnen hatte darf diesen nur einlösen wenn man sich auch mit einem GTE-Wagen in einer der 3 Top-Serien des ACO (ELMS, Asiatischen Le Mans Serie oder Weather Tech-USCC-Serie) einschreibt. Dies fällt mit dem Ferrari in der ELMS nicht so schwer, da der für den F488 ein relativ einfaches Upgrade vom GT3 auf den GTE erhältlich ist. Als Hinweis auf das neue Engagement war der sonst nur metallic-blaue Ferrari beim Finale des LMC mit den aufgeklebten Umrissen der nächstjährigen ELMS-Strecken und Le Mans unterwegs.

Kessel würde damit die Ferrari-Crew von Spirit of Race (= AF Corse) und JMW-Motorsport gegen die Porsche- und Aston-Crews in der Klasse ergänzen. Die Piloten für das Engagement sollen in Kürze bekannt gegeben werden.

United Autosports behält ELMS-Erfolgsduo

Die alburquerque hansonbritisch-amerikanische United Autosports-Mannschaft hat bereits jetzt ein erneutes Engagement des erfolgreichen portugiesisch-britischen LMP2-Duos Felipe Alburquerque und Phillip Hanson in der Europäischen Le Mans Serie 2019 bestätigt. Die beiden Piloten hatten die letzten beiden Läufe der europäischen ACO-Serie 2018 in Spa-Francorchamps und Portimao gewinnen können und sollen die Erfolgsserie für die angloamerikanische Mannschaft 2019 weiter fortschreiben.

Dabei bestätigte die Mannschaft nun erneut mit dem Ligier JS P217 LMP2 antreten zu wollen. Wegen der anhaltenden Dominanz der Oreca-Chassis zu Saisonmitte hatte man zwischenzeitlich mit dem Gedanken eines Fabrikatswechsels gespielt. Der dürfte nach den ersten beiden Ligier-Siegen in diesem Jahr obsolet sein.

United Autosports war in diesem Jahr mit 4 Wagen (2 LMP2 und 2 LMP3) in der Europäischen Le Mans Serie und 3 weiteren Ligier JS P3 LMP3 im Michelin Le Mans Cup engagiert. Die Mannschaft plant derzeit ein Engagement in der Asiatischen Le Mans Serie mit 4 Wagen. Dagegen wird man nicht mehr bei den Gulf 12 hours 2018 antreten, da die Terminkollision mit der asiatischen Serie dieses Engagement nicht mehr zulässt.

LMP3-Auf- und -Absteiger im ELMS-Paket

Die 5 besten LMP3-Teams des Michelin Le Mans Cup bekommen laut Reglement eine bevorzugte Nennung in der Europäischen Le Mans Serie 2019 garantiert – so sie denn die Finanzierung des Programms durch ihre Kundenpiloten realisiert kriegen. Im Gegenzug sollen die 5 schlechtesten LMP3-Teams 2019 in den Michelin Le Mans Cup absteigen. Welche Teams wären davon betroffen?

Nach motorsport98dem Finale in Portimao sind die potenziellen Aufsteiger DKR Engineering (103 Punkte), die beiden Ecurie Ecosse/Nielsen Ligiers (91,5 bzw. 68,5 Punkte) Graff Racing (43,5) und Motorsport 98 (36,5 / Bild links ). Laurents Hörrs CD-Sport-Mannschaft verpasste auf dem sechsten Rang mit 34 Punkten knapp die Autoentry-Ränge. Allerdings wird man abwarten müssen ob alle diese Teams nun mit fliegenden Fahnen in die ELMS wechseln können. DKR Engineering ist im Gegenzug auch unter den Absteigern aus der ELMS zu finden, so das sich für diese Mannschaft quasi nichts ändern dürfte. Ecurie Ecosse/Nielsen hat bereits ein Fahrzeug in der ELMS und wird wohl kaum auf 3 Wagen aufstocken können. Graff Racing hat das LMP3-Programm in der ELMS bereits dieses Jahr zugunsten eines 2-Wagen LMP2-Programms aufgegeben. Die belgische Motorsport98-Mannschaft wäre erstmals neu mit einem Ligier in der ELMS vertreten.

Im bhkmotorsportligierGegenzug würden die 5 schlechtesten Mannschaften der ELMS für jeden realisierten Aufsteiger in den Michelin Le Mans Cup absteigen müssen. Dies wären in diesem Jahr von den fest eingeschriebenen Teilnehmern die britische BHK Motorsport Mannschaft (2,5 Punkte / Bild rechts), DKR Engineering mit 2,75 Punkten, und einer der Eurointernational-Wagen: die #12 mit  3,75 Punkten. . Ob Inter-Europol Competition (6,25 Punkte) mit der #14 den Abstieg vollzieht ist unwahrscheinlich, da die #13 weiter in der Meisterschaft verbleibt und deren Besatzung ohnehin in die LMP2 aufsteigt. 5.ter Kandidat ist der M.Racing-Yvan Muller Racing-Ligier #18 mit 8 Punkten. Allerdings könnten die beiden letzten Teams auch eine Schonfrist bekommen wenn der ACO auch die Gaststarter von Racing for Poland bzw Team Virage in die Rechnung mit einbezieht, die beide nur 0,5 Punkte in der Tabelle stehen haben.

Michelin Le Mans Cup-Finale in Portimao

mlmc portimao startDer Michelin Le Mans Cup erlebte - wie bereits von uns berichtet - seine Titelentscheidungen bereits in Spa- Francorchamps. Dennoch fielen einige für die Teilnehmer richtungsweisende weitere Entscheidungen noch bei der letzten Finalrunde in Portimao .

Dort gewann das Ecurie Ecosse/Nielsen-Duo Colin Noble und Andrew McCraig das 2-stündige Rennen mit 0,7s Vorsprung vor dem United Autosports-Duo Husain/Braun und dem 1s dahinter liegenden zweiten Ecurie Ecosse/Nielsen Ligier JS P3 LMP3 von Wells/Littlejohn. Der Sieg in der GT3-Klasse ging an das bereits als Meister feststehende Kessel Racing Duo Pianezzola/Picchini.mlmc portimao winner Der deutsche LMP3-Youngster Laurents Hörr kam gemeinsam mit seinen neuen Copiloten Lavergne auf Gesamtplatz 5 ins Ziel, während die neuen Meister der LMP3 – Jens Petersen und Leonard Hoogenboom ebenso frühzeitig ausfielen wie Paul Scheuschner, der auf dem Keoracing Ligier einen Gaststart in der Serie absolvierte.

In der GT3-Endwertung der Serie manifestierte das Kessel Racing Duo Pianezzola/Picchini damit mit 138 Zählern den ersten Platz vor dem Spirit of Race-Duo Christoph Ullrich und Maurizio Medani (83) sowie dem zweiten Kessel Racing Duo Andrea Picchini und Claudio Schiavoni. Kessel Racing errang mit dem Le Mans-Cup Titel 2018 eine Wildcard für das nächstjährige 24 Stunden Rennen von Le Mans die man sicherlich lukrativ umsetzen wird.

United Autosports gewinnt ELMS Finale in Portimao

Beim Finale der Europäischen Le Mans Serie in Portimao (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) auf dem Autodromo de Algarve hat das United Autosports-Duo Filipe Alburquerque und Phillip Hanson den zweiten Sieg in Folge eingefahren. Das Duo der britisch-amerikanischen Ligier-Mannschaft siegte in einem spannenden Finallauf mit 0,52s Vorsprung auf das Panis-Barthez Competition Ligier JS P217 LMP2 des Trios Timothé Buret, Julien canal und Will Stevens. Auf dem dritten Platz wurden zwar ursprunglich die seit Spa-Francorchamps feststehenden Champions der Serie - das G-Drive-Team mit Roman Rusinov, Andrea Pizzitola und Jean-Eric Vergne – abgewunken, doch nach eine 10s zeitstrafe wegen eines Tracklimit-Vergehens rutschte der zweite United Autosports Ligier JS P217 LMP2 von Will Owen, Hugo de Sadeleer und Wayne Boyd auf den letzten Podiumsplatz vor.

Damit belegte Ligier zum ersten Mal seit Einführung der neuen LMP2-Generation ein komplettes Gesamtpodium mit einem 3-fach-Sieg. Möglich wurde dieser Erfolg weil die Oreca-Teams in Portimao neben Problemen mit den Setups auch eine ungewohnte Pechsträhne hatten. Das von der Pole gestartete Duqueine Team erlitt in der 52.ten Runde unmittelbar nach dem 2.Boxenstopp einen Aufhängungsschaden und fiel somit aus. Die Dragonspeed-Mannschaft verlor nach einer Karambolage mit einem LMP3 in der haarnadel-Kurve im Infield eine Stunde bei Reperaturen der Heckpartie in der Box. In G-Drives #26 wurde Rusinov in der Anfangsphase Opfer eines ungestümen Manövers von IDEC-Sport-Pilot Memo Rojas der dafür eine Stop & Go Strafe bekam. Die beiden Top-Dallaras von Villorba Corse und AVF wurden wegen rüpelhafter Fahrweise ihrer Piloten ebenfalls zusätzlich in die Box zitiert.

In Inter-Europolder LMP3-Klasse gelang der deutsch-polnischen Inter-Europol Competition-Mannschaft beim Finale endlich der lang ersehnte erste Klassensieg in der ELMS. Das wahrscheinlich nächstes Jahr in der LMP2 antretende Duo Kuba Smiechowski und Martin Hippe dominierte mit seinem Speed die Konkurrenz und setzte sich mit einem Vorsprung von 12s mit einem Top-10 Gesamtplatz vor der Konkurrenz durch. Damit rutschte die Mannschaft auf den zweiten Platz in der Meisterschaft vor, die das RLR Motorsport-Trio Farano/vanUitert/Garofall mit einem 5.Klassenrang klar für sich entschied. Martin Hippe hatte in der Endphase den vor ihm liegenden Ecurie Ecosse/Nielsen Ligier JS P3 LMP3 von von Noble/Kapadia/Stubbe-Olsen überholen können und war am Ende auch für den drittplazierten United Autosports Ligier von John Falb und Sean Rayhall unerreichbar. Das die deutsch-polnische Mannschaft zudem den zweiten Wagen von Paul Scheuschner und Moritz Müller-Crepon zum ersten Top-10-Ergebnis führen konnte, rundete das Ergebnis für die in Hameln stationierte Truppe vollends ab.

In der GTE war der Kampf um den Sieg nicht minder spannend und hart umkämpft. Am Ende triumphierte hier die deutsche Proton Competition Mannschaft. Christian Ried, Marvin Dienst und Dennis Olsen querten nach 130 Runden die Ziellinie mit einem Vorsprung von einer Runde auf den JMW-Motorsport-Ferrari von Griffin/MacDowall/Molina. Trotz eines Unfalls zu Rennbeginn reichte dahinter dem zweiten Proton Competition Porsche GTE von Gianluca und Giorgio Roda, die in Portugal wieder von Matteo Cairoli unterstützt wurden, zum Titel in der GTE-Klasse. Damit gelang der deutschen Mannschaft der erste GTE-Titel für Porsche in der 2011 eingeführten GTE-Wertung.

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