Le Mans Series ( LMS )

G-Drive Trio siegt bei ELMS-Runde in Monza

Die zweite Runde der Europäischen Le Mans Serie in Monza (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) hat das G-Drive Racing Trio Roman Rusinov, Jean-Eric Vergne und Andrea Pizzitola für sich entschieden. Das Oreca-Trio gewann die zweite Runde der europäischen ACO-Serie mit einem Vorsprung von 29,8s vor dem TDS Racing Oreca von Matthieu Vaxiviére, Francois Perrodo und Loic Duval. Auf dem dritten Platz setzte sich das IDEC Sport-Trio Patric Lafargue, Paul-Loup Chatin und Memo Rojas mit einer weiteren halben Minute Rückstand im Kampf um den dritten Podiumsplatz durch.

Das bereits bei der WEC-Runde in Spa-Francorchamps siegreiche G-Drive-Trio hatte die Führung im Rennen übernommen, nachdem der von der Pole gestartete Dragonspeed-Oreca unter einem der Safety-Car-Phasen vorzeitig gestoppt hatte. Dieser taktische Vorteil verrauchte als Pilot Hendrik Hedman abermals eine Kollision mit einem LMP3 unterlief und er dafür eine Durchfahrtsstrafe bekam. Zwar konnte das Team sich noch am Ende P4 vor dem bei der Auftaktrunde in Le Castellet siegreichen Racing Engineering Oreca sichern, aber nach der Strafe verlor man alle Chancen auf ein Podiumsfinish.

Wie schon in Le Castellet dominierten die Oreca Chassis das Geschehen. Da auf den Plätzen 6 und 7 mit den Orecas von Duqueine Engineering und ARP-Rebellion 2 weitere Oreca 07 in die Top 10 kamen wurde der beste Ligier des Paniz-Barthez-Teams mit fast einer Runde Abstand auf die Sieger lediglich auf Rang 8 klassiert. Die Villorba Corse Mannschaft landete mit ex-Sauber F1-Pilot Felipe Nasr als beste Dallara-Mannschaft lediglich auf P9 vor den beiden United Autosports Ligier JS P2 LMP2.

Zweite ELMS-Runde in Monza

Parallel zu den 24 Stunden Rennen am Nürburgring findet an diesem Wochenende die zweite Runde der Europäischen Le Mans Serie, die 4h von Monza, statt. 43 Wagen, 18 LMP2, 19 LMP3 und 6 GTE, werden in die am Sonntag angesetzte Runde der ACO-Serie starten. Gegenüber der Auftaktrunde in Le Castellet fehlen lediglich die 3 Gaststarter aus dem FIA Langstrecken Weltmeisterschaft-Feld: die Signatech-Alpine Mannschaft, der TF Sport Aston Martin Vantage GTE und der Gulf Racing Porsche. Dafür kommt mit der polnischen Ligier-Mannschaft von Racing for Poland ein weiteres Ligier JS P3 LMP3-Team hinzu, das ohne den Umweg über den Michelin Le Mans Cup direkt in die europäische Topserie aufsteigt.

Unter den 18 LMP2-Besatzungen gibt es lediglich 2 Umbesetzungen. Im #22 United Autosports Ligier JS P217 LMP2 ersetzt Filipe Albuquerque Stammpilot Bruno Senna. Im #47 Cetilar Villorba Corse Dallara P217 ersetzt wie bereits berichtet Felipe Nasr den verletzungsbedingt Andre Belicchi. Neben einigen kleineren Umbesetzungen in der LMP3 gibt es 2 bedeutende in der GTE. Dort werden an Bord der beiden Proton Competition Porsches die am Nürburgring verpflichteten Dennis Olsen und Matteo Cairoli durch Marc Lieb und Gianmaria Bruni ersetzt.

Die 4h von Monza starten am Sonntag um 12.30 Uhr und werden auf der Website der Europäischen Le Mans Serie live gestreamt.

Villorba Corse holt Nasr in die ELMS

Die italienische Nasr SVC DallaraScuderia Villorba Corse hat sich hochrangigen Ersatz für den zu Saisonbeginn durch eine Verletzung ausgefallenen Andrea Belicchi besorgt: Ex-Sauber F1-Pilot Felipe Nasr wird für den Rest der Europäischen Le Mans Serie-Saison und die 24 Stunden Rennen von Le Mans an der Seite der beiden Stammpiloten Roberto Lacorte und Giorgio Sernagiotto den Dallara P217 Gibson der italienischen Mannschaft steuern.

Der 25-jährige Brasilianer war nach 2 Saisons im Sauber F1 Team in diesem Jahr in die Sportwagenszene gewechselt. In der Weather Tech-USCC-Serie pilotiert er in dieser Saison einen der Action Express Cadillac DPi. Das Engagement im Villorba Corse Team würde möglich weil es zwischen Europäischer Le Mans Serie und Weather Tech-USCC-Serie keine Terminüberschneidungen gibt.

Ein kurzer Rückblick auf den ELMS-Saisonauftakt

Bevor wir an diesem Nachmittag in die Berichterstattung vom WEC-Superseason Saisonauftakt einsteigen lohnt sich noch ein kleiner Rückblick auf den ELMS-Saisonauftakt in Le Castellet (der Link führt zum endlich fertig gestellten Rennbericht auf unseren Seiten) der vor gut 2 Wochen auf dem Highspeed-Kurs bei Marseilles statt fand.

Trotz der Updates die der ACO den Chassis von Dallara und Ligier über den Winter zugestand gab es am Ende in der Top-Klasse wieder Oreca-Festspiele zu rapportieren. Gleich die vordersten 7 Teams waren alle mit dem letztes jahr schon dominanten Chassis ausgestattet und setzten sich um bis zu eine Runde von der schnellsten Ligier JS P217 LMP2 -Mannschaft ab. Am Ende gewann mit der neu in die Meisterschaft eingestiegenen Racing Engineering Mannschaft von Alfonso de Bourbon nicht nur ein Newcomer. Zum ersten Mal durfte man auch die spanische Nationalhymne auf dem Podium eines ELMS-Laufs vernehmen. Das französische Trio Oliver Pla, Norman Nato und Paul Petit setzte sich dabei gegen die Konkurrenten der FIA Langstrecken Weltmeisterschafts -Gaststarter TDS Racing und Duqueine Engineering – letztere ebenfalls Neulinge in der LMP2-Klasse – durch, nachdem das zuvor lange führende Dragonspeed-Team sein Auto zur Rennmitten nach einem Unfall mit einem Ferrari verlor.

In der LMP3-Klasse konnte RLR Motorsport einen dominanten Sieg mit dem Trio John Garrofall, John Farano und dem schnellen Niederländer Job van Uitert feiern. In einem spannenden Duell in der GTE-Klasse setzte sich erst in der letzten Runde das JMW-Motorsport Ferrari Trio Miguel Molina, Liam Griffin und Alex McDowall gegen den Proton Competition Porsche von Cairoli/Roda/Roda durch.

Der nächste Lauf in Monza findet am 13.Mai parallel zum 24h Wochenende am Ring statt.

45 Wagen beim ELMS-Auftakt in Le Castellet

45 Wagen preview gdrive– 19 LMP2, 18 LMP3 und 8 GTE – stehen an diesem Wochenende auf der Nennliste der Auftaktrunde der Europäischen Le Mans Serie 2018. Damit findet die Serie – wohl auch dank des Saisonauftakts und just absolvierten Prolog-Testtags auf dem inoffiziellen Le-Mans-Trainingskurs von Le Castellet - zur alten Stärke der Anfangsjahre 2005-2007 zurück.

Mit einem dichten LMP2-Feld, das einen spannenden Kampf an der Spitze verspricht, ist der Kampf um den Sieg in der Serie offener denn je. Mit 10 Oreca-Teams (Dragonspeed, Racing Engineering, G-Drive-Racing, IDEC Sport, Duqueine Engineering, APR-Rebellion, TDS Racing, Signatech und Graff Racing), 5 Ligier-Mannschaften (United Autosports, Panis-Barthez Competition, Algarve Pro, IDEC Sport und 4 Dallaras (SMP Racing High Class Racing, Villorba Corse und AVF by Adrian Valles) sind 3 der 4 vom ACO zugelassenen Hersteller in der Serie aktiv. preview avfDie AVF-Mannschaft hat in den vergangenen Tagen zudem die Bestzeiten bei den offiziellen Tests auf dem Circuit Paul Ricard markieren können. Die FIA Langstrecken Weltmeisterschafts-Mannschaften von IDEC-Sport, TDS Racing und Signatech verstärken das Feld der Stammteams um wertvolle Kilometer im Vorfeld von Le Mans auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke im Süden Frankreichs absolvieren zu können.

Bei den 18 LMP3 handelt es sich durchweg um die Stammteams die wir auch schon in unserer vorangegangenen Preview des Feldes vorgestellt haben. Einzelne Umbesetzungen haben sich hier ergeben.

8 Wagen starten in der GTE-Klasse und damit 2 mehr als wie für den Rest der Saison eingeplant. Ein zweiter Spirit of Race Ferrari und der Gulf Racing Porsche lassen das Feld auf 4 Porsche und 4 Ferrari wachsen. Ein kleines Fragezeichen schwebt noch über einem der Proton Competition Porsche da die deutsche Mannschaft bei den Testtagen Unfallschäden an 2 der Chassis notieren musste und nun zumindest ein weiteres Chassis schnell überarbeiten muss.

Die Sessions auf dem Circuit Paul Ricard in Le Castellet starten morgen am Freitag ab 11. 15 Uhr. Am Samstag läuft das Qualifying. Das Rennen am Sonntag ab 12 Uhr kann man wieder Live auf der Webseite der Europäischen Le Mans Serie verfolgen. Der übliche, ausführliche Rennreport auf unseren Seiten wird sich wegen der zeitgleich stattfindenden deutschen Events (GT-Masters-Auftakt in Oschersleben und 6h-Qualirennen am Nürburgring) um einige Tage verzögern.

APR-Rebellion fixiert ELMS-Crew

Das Rebellion Racing-Team wird in dieser Saison auch in der Europäischen Le Mans Serie engagiert sein. In Zusammenarbeit mit der portugiesischen Algarve Pro Mannschaft setzt man unter der Nennung von APR-Rebellion Racing einen Oreca 07 LMP2 in der europäischen ACO Serie ein. Nun hat man die Besatzung für den LMP2 fixiert. Der US-Amerikaner Gustavo Menezes - 2016 gemeinsam mit Nicolas Lapierre und Stephane Richelmi LMP2-Meister mit Alpine in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft - wird zusammen mit Harrison Newey und Ryan Cullen den LMP2 in der ELMS pilotieren. Menezes ersetzt Thomas Laurent der ursprünglich als Stammpilot auf dem Oreca vorgesehen war, sich aber nun lieber auf das LMP1-Programm mit Rebellion Racing in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft konzentrieren will.

Racing Engineering Piloten fixiert

Das Racing Engineering 2018 ELMS Driversspanische LMP2 Team Racing-Engineering hat die 3 Piloten für das Engagement in der Europäischen Le Mans Serie bekannt gegeben. Das Team von Alfonso de Orléans-Borbón wird das französische Trio Paul Petit, Norman Nato und Oliver Pla (v.l.n.r) auf dem Oreca 07 der bisher in der Formelszene engagierten Mannschaft zum Einsatz bringen.

Ford-Werkspilot Olivier Pla, letztes Jahr noch auf dem IDEC-Sport Ligier JS P2 LMP2 in der Serie engagiert, erledigt die Einsätze für die ELMS Mannschaft quasi als Nebenjob. Paul Petit ist der reglementstechnisch vorgeschriebene Privatpilot. Der F2-Pilot Norman Nato kommt aus der Formelszene und startete bereits 2016 in der F2 für die spanische Equipe .

Duqueine fixiert LMP2-Crew

Duqueine Engineering, die französische LMP-Mannschaft und seit diesem Jahr auch Teilhaber und Distributor des LMP3-Herstellers Norma, wird den Aufstieg in die LMP2-Klasse der Europäischen Le Mans Serie 2018 mit einer rein französischen Crew bewerkstelligen. Die Mannschaft bringt 2018 einen Oreca 07 für Pierre Ragues, Nelson Panciatici und Nicolas Jamin an den Start. Teambesitzer Gilles Duqueine und Teammanager Yann Belhomme wollen mit der Crew um den Titel in der 6 Runden umfassenden europäischen Serie mitfahren.

Duqueine Engineering hatte letztes Jahr den Einsatz von 2 Norma in der LMP3 Klasse gestemmt, nachdem man zuvor mit 2 Ligier JS P3 LMP3 in die Saison gestartet war. Nach dem finanziellen Einstieg in die französische LMP3-Manufaktur hatte man allerdings den Umstieg und den Rückzug aus der LMP3 angekündigt weil man 2018 nicht gegen die eigenen Kunden antreten möchte.

Camathias wieder im Proton-ELMS-Porsche

Der joel camanthiasschweizer GT-Profi Joel Camanthias wird diese Saison erneut im Europäischen Le Mans Serie-Programm von Proton Competition an den Start gehen. Der 37 jährige, in Lugano geborene Schweizer wird die Saison 2018 gemeinsam mit Proton-Teamchef Christian Ried und dem Norwegischen Porsche-Junior Dennis Olsen auf einem der beiden in der ELMS engagierten Porsche 991 GTE bestreiten. Camanthias war bereits in der letzten Saison gemeinsam mit Christian Ried und Matteo Cairoli an Bord des Porsche mit der #77 unterwegs und konnte die Saison als Dritter der Fahrerwertung abschliessen. Dem Trio gelang dabei ein Klassensieg beim Saisonfinale in Portimao.

Ob es allerdings bei der Fahrerbesatzung bleibt, ist abzuwarten. Ursprünglich hatte Proton Competition die beiden gemeldeten Porsche mit Matteo Cairoli (#77) und Matt Campbell (#88) als Leadpiloten bestetzt. Kurz danach vermeldete man Cairoli und Olsen als bestätigte Teampiloten, die zudem auf einem der beiden Wagen zusammen antreten sollten. Nun sieht es laut der PR-Mitteilung von Camanthias danach aus, als wenn Ried, Camanthias und Olsen sich die #77 teilen werden. Wahrscheinlich wird das letztendliche Lineup erst zum ELMS-Prolog am 10.April auf dem Circuit Paul Ricard bekannt gegeben.

SPS Automotive Oreca LMP2

Die sps oreca 1stpicMannschaft von SPS Automotive Performance hat ein erstes Bild ihres ersten aktuellen Oreca LMP2 veröffentlicht. Die bislang mit Mercedes GT3-Einsätzen bekannt gewordene Mannschaft aus Willsbach will noch 2018 das Debüt mit dem O07 in der ELMS geben bevor man über den kommenden Winter über die Marschrichtung des Programms für 2019 entscheidet.

Das Team von Teammanager Stefan Sohn will den Rollout des Autos in der kommenden Woche auf dem Circuit Paul Ricard durchführen. Danach ist ein intensives Testprogramm geplant ehe das Debüt des Wagens bei den 4h von Spa-Francorchamps der Europäischen Le Mans Serie erfolgen soll.

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