Le Mans Series ( LMS )

Hoogenboom/Petersen sind Michelin Le Mans Cup Meister

Mit hoogenboom peterseneinem erneuten Podiumsresultat beim vor 2 Wochen absolvierten Michelin Le Mans Cup-Rennen in Spa-Francorchamps haben sich die beiden DKR Engineering-Piloten Jens Petersen und Leonard Hoogenboom vorzeitig den Titel in der Serie gesichert. Mit nun 88 Punkten sind die beiden Norma LMP3-Piloten einen Lauf vor dem Saisonfinale in Portimao uneinholbar an der Spitze der Tabelle. Die in Spa-Francorchamps siegreichen Ecurie Ecosse/Nielsen-Piloten Alistar McCaig und Colin Noble haben als zweitplazierte mit 41,5Punkten noch nicht mal halb so viele Zähler auf dem Konto.

Für Sportwagenroutinier Jens Petersen wäre der Titelgewinn im Michelin Le Mans Cup der bislang grösste Erfolg seiner Sportwagenkarriere. 2016 errang der 55 jährige Deutsche den Vizetitel in der VdeV-Prototypenserie. Ob er im Falle des Titelgewinns zusammen mit DKR Engineering im dann zweiten Norma des Teams in die Europäische Le Mans Serie aufsteigt, konnte er uns in Spa-Francorchamps noch nicht bestätigen.

Parallel sicherten sich in der GT3-Klasse die beiden Kessel Racing-Ferraripiloten Giacomo Piccini und Sergio Pianezzola vorzeitig den Titel.

Ligier-Sieg nach Rennabbruch in Spa

Die Europäischen Le Mans Serie-Runde in Spa-Francorchamps-Runde (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) ist mit einem Sieg des United Autosports Ligier JS P217 LMP2 von Phil Hanson und Felipe Alburquerque zu Ende gegangen. Als der Lauf nach einer halben Stunde hinter dem Safetycar wegen zunehmender Regenfälle nach knapp über 50% der Renndistanz abgebrochen wurde lag das britisch-amerikanische Ligier-Team in Führung des Rennens, dessen Start aufgrund des anziehenden Sturmtiefs bereits um 90 Minuten vorgezogen wurde und das zu Beginn lange vom Duqueine Engineering Oreca angeführt wurde. Doch mehrere Zwischenfälle und Safetycar-Phasen sorgten immer wieder für Unterbrechungen. Als schliesslich gegen Rennmitte eine Phase erreicht wurde, in der einzelne LMP-Teams aufgrund des zunehmenden Regens kaum noch dem Safetycar folgen konnten und einige Piloten schon ihre LMP entnervt in der Box abstellten hatte Rennleiter Eduardo Freitas ein Einsehen und liess angesichts des noch bevorstehenden Höhepunkts des Niederschlaggebietes das Rennen knapp nach der Hälfte der Renndistanz mit der roten Flagge abbrechen. Damit konnten die Teilnehmer den Lauf zumindest mit halben Punkten abhaken.

Hinter dem United Autosports-Duo das den ersten Ligier Sieg in diesem Jahr erzielen konnte. Für United Autosports war es der erste Sieg seit dem Erfolg am Red Bull Ring vor einem Jahr.Red Bull Ring vor einem Jahr. Als zweite Mannschaft hinter dem Safeycar stieg das Dragonspeed-Oreca-Trio Hendrick Hedman, Nicolas Lapierre und Ben Hanley vor den Paniz Barthez Competition Ligier-Piloten Timothé Buret, Julien Canal und William Stevens auf das Podium. Da es lediglich halbe Punkte gab, konnte das von der Pole gestartete aber ausserhalb der Punkteränge einlaufende G-Drive Duo Roman Rusinov und Andrea Pizzitola den vorzeitigen Titelgewinn nach dem Abwinken feiern.

In der LMP3 sicherte sich United Autosports ebenfalls den Klassensieg mit dem Duo John Falb und Sean Rayhall. Auf dem zweiten Rang bauten die RLR Motorsport Piloten Rob Garofall, Job van Uitert und John Farano ihre Tabellenführung vor dem in Spa-Francorchamps drittplazierten 360 Racing Ligier JS P3 LMP3 von Terence Woodward, Ross Kaiser und James Swift aus. In der GTE-Klasse gelang dem italienischen Ebimotors Trio Fabio Babini, Riccardo Perra und Bret Curtis bei ihrem erst zweiten Rennen mit ihrem eigenen Porsche GTE-Chassis der erste Klassensieg vor dem Spirit of Race Ferrari von Cameron/Griffin/Scott und dem #88 Proton-Porsche von Roda/Roda/Cairoli.

Pech hatte die zweite Proton-Mannschaft: Pilot und Teamchef Christian Ried wurde beim Anbremsen der Busstop-Schikane von G-Drive-Pilot Vergne ins Gras gerempelt und rutschte bei zurücktrudeln auf die Strecke mittschiffs in den ARP-Rebellion Oreca von Pilot Ryan Cullan. Für beide Piloten bedeutete dies quasi das Rennende, während Vergne sich eine 2min Stop & Go abholte die den Oreca aus den Punkten warf. Pech hatte auch die Inter-Europol Competition-Truppe mit ihren beiden Ligiers. Martin Hippe wurde mit Aussicht auf ein Top-5 Ergebnis in seiner 2. Runde von einem Konkurrenten in La Source umgedreht und musste nach dem folgenden Rammstoss eines zweiten Ligiers die Box aufsuchen. Sein Teamkollege Paul Schuschner flog nach Aquaplaning in der Blanchimont 1 Kurve ab und musste seinen Ligier abstellen.

Das letzte Rennen der Europäischen Le Mans Serie findet mit den Titelentscheidungen in der LMP3 und GTE am 28.10 in Portimao statt.

RLR Motorsport plant LMP2-Aufstieg

Die rlrmsportlmp3britische RLR Motorsport LMP3-Mannschaft hat unseren Kollegen von Sportscar 365 gegenüber den Beginn eines LMP2-Programms in der Europäischen Le Mans Serie für 2019 bestätigt. Die derzeit in der LMP3-Wertung der ELMS führende Truppe würde damit nach einem 3-Jahresprogramm in der LMP3 den Aufstieg in die nächsthöhere Kategorie vollziehen. Als Einsatzgerät hat man sich bereits einen Oreca 07 LMP2 angeschafft, der bereits einem ersten Rollout unterzogen wurde. Bei diesem haben sich 2 der derzeitigen Piloten der Mannschaft, Rob van Uitert und John Farano mit dem LMP-Routinier Alex Brundle am Lenkrad abgelöst. Van Uitert und Farano liegen derzeit gemeinsam mit Robert Garofall an der Spitze der LMP3-Wertung.

RLR Motorsport hatte sein Debüt in der LMS bereits 2010 mit einem ex-RML-MG-Lola LMP2 gegeben. Mit dem Oreca würde man in der kommenden Saison nach 8 Jahren Pause erneut in die Klasse zurückkehren.

Start in Spa vorgezogen

Angesichtselms rain der in Aussicht stehenden Wettervorhersage hat sich der ACO auf eine kurzfristige Vorverlegung des ELMS-Laufs festgelegt. Das Rennen der ELMS soll am Sonntag um 10.45 uhr statt wie geplant um 12.30 Uhr statt finden. Damit könnte zumindest nach der Wettervorhersage der Start unter machbaren Rennbedingungen erfolgen.

Je nach Quelle der Vorhersage sind allerdings für den frühen Mittag böhige Winde und stellenweise sogar eine leichte Gewitterlage vorhergesagt. Ob daher das Rennen über die gesamte Distanz ausgetragen werden kann ist mehr als fraglich.

Wer auf Nummer Sicher gehen will schaut sich das Rennen am Besten auf der Website der Europäischen Le Mans Serie oder auf dem entsprechenden Youtube-Kanal der Serie als Stream an.

ELMS-Kalender 2019 ohne Red Bull Ring

Die Europäischen Le Mans Serie hat zu Beginn des Meetings in Spa-Francorchamps (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) den Kalender 2019 der Serie veröffentlich. Dieser enthält für die deutschsprachigen Fans eine bedauerliche Änderung. Der allseits bei Piloten und Zuschauern beliebte Red Bull Ring ist ab dem kommenden Jahr nicht mehr im Kalender vertreten. Damit wird auf der Strecke in der Steiermark nach jetzigem Stand 2019 kein bedeutendes Langstreckenrennen mehr ausgetragen.

Statt dessen startet man an dem selben Wochenende im katalanischen Barcelona. Der Circuit de Catalunya war bereits 2008 (Foto) und 2009 Bestandteil des Le Mans Serie-Kalenders. Die Siege holten sich seinerzeit Peugeot (2008) und Aston Martin (2009). Ein drittes Rennen wurde trotz eines bestehenden Vertrages mit der Strecke nach dem Rückzug der LMP1-Werksmannschaften 2010 nicht mehr ausgetragen.

Der Kalender der ELMS 2019 lautet nach derzeitigem Stand wie folgt:
8-9. April: Official Test Le Castellet
12-14. April: 4h Le Castellet
10-12. Mai: 4h Monza
19-21. Juli: 4h Barcelona
30-31. Aug.: 4h Silverstone
20-22. Sept.: 4h Spa-Francorchamps
25-27. Okt.: 4h Portimao (TBC)

40 Autos zur ELMS-Runde in Spa

Für die 5.Runde der Europäischen Le Mans Serie , die an diesem Wochenende anstehenden 4h von Spa-Francorchamps, werden 40 Autos - 16 LMP2, 18 LMP3 und 6 GTE – erwartet. Gegenüber der vorangegangenen Runde in Silverstone fehlen 2 Mannschaften während 2 weitere wieder in die Meisterschaft zurückkehren. Die russische SMP Racing Mannschaft und das in Silverstone für einen Testeinsatz debütierende Team Virage sind in Belgien nicht präsent, während der zweite IDEC Sport Oreca LMP2 und der DKR Engineering Norma M30 LMP3 statt dessen wieder am Start stehen.

In der LMP2-Klasse ersetzt der schnelle französische Profi Oliver Pla wieder seinen Landsmann matthieu Vaxiviere, der ihn in England im Racing Engineering Oreca vertreten hatte. Im #40 G-Drive Wagen von Graff Racing bekommt der Australier James Allen mit Julien Falchero und Henning Enqvist 2 neue Teamkollegen. Enqvist war in Silverstone zusammen mit dem Team Virage in der LMP3 angetreten. Der zweite IDEC-Sport Oreca, der erstmal nach dem Einsatz in Monza wieder antritt, wird mit dem Trio Patrice Lafargue, Erik Maris und Aurélien Panis bemannt.

In der LMP3 vertraut DKR Engineering nun auf das schweizer/französische-Duo Christian Vaglio & Marvin Klein. Im Cool Racing by GPC-Ligier startet Antonin Borga wieder an der Seite von Stammpilot Alexandre Coigny. Eurointernational schichtet wieder seine Teams um: Mattia Drudi startet in der #11 während die #12 neben Andrea Dromedari wieder zumindest den Kanadier James Drayson wieder an Bord hat. Im Inter-Europol Competition Ligier JS P3 LMP3 mit der #14 ersetzt der junge Schweizer Moritz Müller-Crepon den in England noch eingesetzten Hendrik Still . Damit sind 4 Norma und wieder 14 Ligiers in der Klasse am Start.

Keine Änderungen gibt es in der GTE-Klasse, in der mit den beiden Proton Competition Porsches 2 Autos unter deutscher Flagge starten. 3 Ferrari gegen 3 Porsche lautet hier das bekannte Duell.

Die Rennaction beginnt mit den freien Trainings am heutigen Freitag. Das Qualifying läuft am Samstag ab während der Start zum Rennen, das auf der Website der Europäischen Le Mans Serie wieder live gestreamt wird, am Sonntag um 12.30 Uhr beginnt. Im Rahmen des Wochenendes treten auch der Michelin Le Mans Cup und der Alpine Cup im Rahmenprogramm an.

Inter Europol Ligier LMP2

Inter-Europol Competition Inter Europol LMP2hat den angekündigten Aufstieg in die LMP2-Klasse offiziell gemacht! Das im niedersächsischen Hameln stationierte Team hat einen Ligier JS P217 LMP2 erworben und bereitet diesen für die 2019´er Saison der Europäischen Le Mans Serie vor. Daneben soll im kommenden Jahr auch weiter der Einsatz der Ligier JS P3 LMP3 der Mannschaft erfolgen.

Teamdirektor Michael Keese weiss welche harte Arbeit vor seiner Mannschaft liegt: “In den letzten 3 Jahren haben wir ein erfolgreiches LMP3-Programm absolviert. Jetzt fühlen wir uns bereit in die Spitzenklasse der LMP2 aufzusteigen. Wir wissen, das wir vor einer steilen Lernkurve stehen und viel harte Arbeit investieren müssen. Dadurch das wir parallel die LMP3 weiter einsetzen, können wir interessierten Piloten die Aufstiegmöglichkeit in die Spitze des LMP-Sports offerieren.”

Vor 3 Jahren startete man die Renneinsätze mit einem Ligier JS P3 LMP3 . Die aus dem Formelsport stammende Mannschaft konnte sich schnell mit dem Wagen vertraut machen und gleich im ersten Jahr den LMP3-Titel in der VdeV-Serie abräumen. Mit gleich 2 Ligier gelang 2017 die erfolgreiche Titelverteidigung. Seit diesem Jahr setzt man auch in der ELMS 2 Ligier JS P3 LMP3 ein. Mit dem neuen Wagen bleibt man beim beim vertrauten Partner, mit dem sich mittlerweile eine enge und gute Zusammenarbeit ergeben hat. 2019 steigt man nun zusätzlich in die Spitzenklasse der LMP2 ein, wofür man nun eigens ein zusätzliches Team aufbaut. Zudem startet die geschäftige Truppe im kommenden Winter mit ihren LMP3 erstmals in der Asiatischen Le Mans Serie 2018/19.

Wie Keese uns offenbarte fiel die Entscheidung für den Ligier nach mehreren Vergleichsfahrten zwischen den beiden französischen LMP2-Herstellern aus. „Verglichen zum Oreca ist der Ligier insgesamt gutmütiger und hat dennoch das Potential für schnelle Rundenzeiten. Die Rennergebnisse in dieser Saison spiegeln das nicht unbedingt wieder weil die Ligier -Einsatzteams eine andauernde Pechsträhne in den Rennen hatten. Wenn man sich aber die Qualifyingergebnisse ansieht, dann erkennt man das die Wagen in etwa pari liegen. Weil wir in Zukunft auch Gentleman-Fahrer an die LMP2 heranführen wollen war der Wagen schliesslich für uns die erste Wahl. Zudem haben wir mit Ligier-Hersteller Onroak eine in vielen Details intensive Zusammenarbeit die uns zusätzliches Vertrauen in den Umstieg gegeben hat.“

An diesem Wochenende ist man im belgischen Spa-Francorchamps bei der 5.Runde der ELMS im Einsatz. Im LMP3 #13 starten die Stammpiloten Kuba Smiechowski und Martin Hippe. In der #14 werden Paul Scheuschner und Luca Demarchi erstmals vom jungen schweizer Talent Moritz Müller-Crepon unterstützt, der bereits bei der letzten Runde der VdeV-Serie im spanischen Navarra eine gute Vorstellung abgab.

Inter-Europol Competition plant nun über den Winter ein intensives Testprogramm mit der derzeit im Aufbau befindlichen seperaten LMP2-Einsatzmannschaft, das parallel zum Asiatischen Le Mans Serie-Programm laufen soll. Ein erster Renneinsatz könnte schon vor dem Beginn der ELMS-Saison 2019 erfolgen.

SPS Performance verschiebt LMP2 Einstieg

SPS Automotive Performance sps amg 20 gtopenhatte in der vergangenen Woche ein VLN-Programm bekannt gegeben. Wie uns Teammanager Stefan Sohn nun in einem Gespräch mitteilte ist dieses nur Teil eines erweiterten GT3-Programms für 2019 , dessen Grundzüge man im Moment noch zusammenzurrt. Dafür verschiebt die Wilsbacher Mannschaft laut Sohn auch den ursprünglich angedachten Einstieg in die LMP2 um mindestens ein Jahr.

„Das VLN-Engagement ist als Teil eines grösseren Programms geplant, zu dem im Augenblick noch Verhandlungen laufen. Daher kann ich noch keine weiteren konkreten Einsatzserien nennen. Wir können im Augenblick lediglich bestätigen das wir 2018 wieder in der GT-Open antreten wollen und ein Engagement auf der Nordschleife planen. Letzteres könnte im idealfall mehr als nur ein Auto umfassen, aber das muss ebenfalls noch fixiert werden. Das Chassis das wir bei VLN8 einsetzen wollen ist jedenfalls ein eigenes Chassis unseres Teams und kein Kundenauto.“

Für das sps oreca2erweiterte GT3-Programm wird nun auch der Prototypeneinstieg der deutschen Mannschaft verschoben. SPS Automotive Performance hatte sich im Frühling ein fabrikneues Oreca 07-Chassis besorgt, das aber entgegen der Planungen nun doch nicht in der kommenden Saison zum Renneinsatz kommt. „Wir haben bereits viele Tests mit dem Chassis absolviert – so viele das wir jetzt schon in das erste Wartungsintervall hinein kommen. Aber wir haben feststellen müssen das wir von der Performance her noch nicht so weit sind wie wir uns das vorgestellt hatten. Daher werden wir uns 2019 auf ein erweitertes GT3-Programm konzentrieren und den LMP2 nur für weitere Tests benutzen um uns weiter in die Technik des Autos einzuarbeiten. Ein Renneinsatz wäre aber aufgrund der Zeit die wir in das Auto reinstecken müssten und der Kilometer-Kosten des Autos zu teuer, wenn wir gleichzeitig auch ein volles GT3-Programm planen.“ Sohn hofft in wenigen Wochen den vollen Umfang des Programms bekannt geben zu können.

Dritter G-Drive-Sieg beim vierten ELMS-Lauf

Die 4h von Silverstone, das vierte Saisonrennen der Europäischen Le Mans Serie (der Link führt zum ausführlichen Rennbericht auf unseren Seiten)  ist am Samstag vom TDS Racing/G-Drive-Oreca-Trio Roman Rusinov Andrea Pizzitola und Jean-Eric Vergne gewonnen worden. Die 3 Piloten beendeten das Rennen nach dem 3.Sieg im Vierten Rennen in überlegener Manier mit über einer Runde Vorsprung auf die zweitplazierte Mannschaft. Hinter den Siegern setzte sich das Dragonspeed-Trio Hendrik Hedman, Ben Hanley und Nicolas Lapierre durch. Die Oreca-Mannschaft hatte nach anfänglichen Problemen im mittleren Rennstint eine spritsparende Strategeie eingeschlagen umd in der Endphase als eine der wenigen Mannschaften einen Splash & Dash vermeiden zu können und war dank schneller Runden von Hanley und Lapierre noch auf die Podiumspositionen gerutscht. Somit kam man am IDEC-Sport Trio Paul Lafargue, Paul Loup-Chatin und Memo Rojas vorbei die besagter Splash & Dash den zweiten Rang kostete.

Auch wenn wieder 5 Oreca auf den vorderen 5 Plätzen landeten, war die Dominanz des französischen Herstellers dieses Mal nicht so erdückend. In der Anfangsphase lag der von der Pole gestartete Ligier der Panis-Barthez-Mannschaft lange in Führung. Nach einer Durchfahrtsstrafe wegen eines Vergehens unter Gelb fiel man jedoch aus dem Kampf um einen Podiumsplatz. Auch die Dallara von High-Class Racing und AVF by Adrian Valles Racing lagen zeitweise auf den Podiumsplätzen, leisteten sich im Laufe des Rennens aber einige Schwächen die die Mannschaften jeweils ein besseres Resultat kosteten. Der in der letzten Rennhälfte stark auftrumpfende Racing Engineering Oreca wurde durch eine gerissene Bremsscheibe um einen sicheren 2.Gesamtrang gebracht.

In der LMP3 siegte das bislang eher im Schatten der überlegenen Teamkollegen stehende United Autosports Trio Anthony Wells, Garret Grist und Mattew Bell, währen die Teamkollegen Rayhall/Falb einen sicheren Podiumsrang durch einen Anlasserdefekt beim letzten Stop verloren. Zweiter wurde der Ecurie Ecosse Nielsen -Ligier von Colin Noble, Alex Kapadia und Christian Stubbe-Olsen. Rang 3 holt sich mit dem Ultimate Racing Norma M30 von Mathieux & Jean-Baptiste Lehaye, sowie Francois Herieux eine Norma-Mannschaft. Die deutsch-polnische Inter-Europol-Mannschaft hatte wie die meisten Teams mit einem Gripdefzit aufgrund der Eigenarten des neuen Asphalts in Silverstone zu kämpfen, zog sich aber mit einem 5.Klassenrang am Ende gut aus der Affäre.

In der GTE gab es am Ende ein dramatisches Finish, das durch 10 sekündige Zeitstrafen für die beiden führenden Ferraris und eine Kollision in der letzten Kurve für den verfolgenden Proton-Porsche von Matteo Cairoli bestimmt wurde. Am Ende fehlten Cairoli/Roda/Roda in der Gesamtabrechnung auf den Klassensieg nur mickrige 0.124s, die sich das britische JMW-Ferrari-Trio Miguel Molina, Liam Griffin und Alex McDowall über die Ziellinie retten konnte.

Das Rennergebnis sowie der ausführliche Rennbericht können im Silverstone-Gesamtbericht auf unseren Seiten eingesehen werden. Die nächste Runde der Europäischen Le Mans Serie findet vom 21-23.September im belgischen Spa-Francorchamps statt.

ELMS Silverstone - die Änderungen im Feld:

Mit 42 Teams – 16 LMP2, 19 LMP3 und 7 GTE-Am – tritt die Europäische Le Mans Serie am kommenden Wochenende in Silverstone an. Das gemeinsame Meeting mit der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft gilt al einer der Saisonhöhepunkte in der Meisterschaft. Auch wenn die Anzahl der Teams mit 42 ebenso hoch wie bei der letzten Runde am Red Bull Ring ist, so gibt es doch umfangreiche Änderungen im Feld.

In der LMP2 fehlen im Vergleich zur Runde in der Steiermark 2 Teams. IDEC Sport tritt nur mit einem Oreca in England an. Auch TDS Racing konzentriert sich auf die FIA Langstrecken Weltmeisterschaft und ist nicht mit dabei. Im Racing Engineering Oreca ersetzt Mathieu Vaxivière Oliver Pla, der sich auf den Einsatz im Ford GT in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft konzentriert. Der #35 SMP Racing Dallara wird in England nur von dem Duo Shaitar/Isaakyan bewegt, nachdem Egor Orudzhev sich auf den WM-Einsatz im LMP1 beschränkt. Im #40 Graff Racing Oreca ergänzt der Brite Gary Findlay das Duo Allen/Gutierrez.

Die teamvirageLMP3 wächst um einen Wagen. Das spanische Team Virage – in Silverstone unter polnischer Nennung angegeben – will mit dem Duo Henning Enqvist (S) und Jacob Rattenbury (GB) in der ELMS debütieren. Bekannt ist die Mannschaft bislang aus der VdeV-Serie. Daneben gibt es in 7 der 19 Teams noch Umbesetzungen. Auf dem #14 Inter-Europol Competition Ligier startet Hendrik Still als dritter Pilot. Romano Ricci steigt an Bord des M.Racing-Yvan Muller Racing Normas neben David Droux und Lucas Légéret zu. Auf dem #12 Eurointernational-Ligier ersetzt der italiener Mattia Drudi den Kanadier James Drayson. Im #9 AT-Racing Ligier unterstützt dieses mal der Franzose Yann Clairay die beiden Talkanitsas. DKR-Racing hat für seinen Norma noch keine Besatzung benannt. Im #6 360Racing Ligier kehrt der Brite James Swift ans Steuer zurück und im Cool racing by GPC-Ligier sitzt statt Antonin Borga dessen Bruder Lucas im Auto.

In der GTE fängt mit dem zusätzlich startenden Gulf Racing Porsche GTE ein zusätzlicher Wagen den zweiten fehlenden LMP2 im Feld auf. Das WEC-Trio Wainwright/Barker/Davison gönnt sich einen Doppelstart am Heimwochenende. Daneben ersetzt auf dem Ebimotors Porsche GTE der Amerikaner Brat Curtis den bislang engagierten Raymond Narac.

Die Trackaction in der ELMS beginnt ebenfalls am Freitag mit der ersten Session um 10.30 Uhr . Das Qualifying und das Rennen finden wie gehabt am Samstag statt. Letztere wird ab 14.30 Uhr auf der Website der Europäischen Le Mans Serie gestreamt.

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