Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans ( WEC )
... ist
unter diesem Link auf unseren Seiten zu finden. Ein Rekordfeld von 62 Teams startet in diesem Jahr anlässlich des erstmals als Saisonfinale der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft fungierenden Le Mans Wochenendes auf dem Kurs an der Sarthe. Gestern haben bei gemischten Wetterbedingungen die ersten Sessions auf der Strecke stattgefunden. Toyota-Pilot Kamui Kobayashi hat dabei in der ersten offiziellen Qualifying-Session die vorläufige Bestzeit erzielt. Heute abend werden die beiden restlichen Sessions von 19-21 Uhr und von 22 Uhr bis Mitternacht an der Sarthe abgehalten. Alle Infos sowie Ergebnisse werden in unserem Report gesammlet. Der Rennbericht am Samstag und Sonntag wird mit der gewohnten Vor-Ort Coverage durch ein Team von GT-Eins begleitet.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans ( WEC )
Mit
den in den vergangenen 2 Tagen abgeschlossenen technischen Abnahmen in Le Mans und der Installation der Teams in den Boxen hat das letzte Kapitel der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft Superseason 2018/19 begonnen. Mit den 87.ten 24h von Le Mans endet erstmals die Saison der ranghöchsten Sportwagen-Weltmeisterschaft in einer Saison die zum Wechsel des Kalenders erstmals und wohl für die nächste Zukunft einmalig 2 Ausgaben des Langstrecken-Klassikers in ihrem Kalender enthielt.
Auf das mit 62 Wagen rekordmässig besetzte Feld sind wir aus gegebenen Anlass in den letzten Tagen extra nicht detailliert eingegangen. Zum einen dürften nach einer 15 monatigen Saison die Protagonisten aus der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft hinreichend bekannnt sein.
Zum anderen hatten wir in den Vorberichten im Februar und im März schon das Gros der bekannten Nennungen aufgelistet. Die vollständige Liste werden wir im ab morgen in Arbeit befindlichen Rennbericht auf unseren Seiten auflisten. 8 LMP1, 20 LMP2, 17 GTE-Pro und 17 GTE-Am-Teams werden in der 87. Ausgabe des Klassikers am Start stehen.
Während zahlreiche Sonderlackierungen der Teams – die Ford-Teams, Project 1, Kessel Racing, Rebellion Racing und Dragonspeed seien hier stellvertretend genannt – die Fotographen und Fans locken dürften, stehen in allen Klassen beim Klassiker noch die letztendlichen Titelvergaben an. Lediglich die Herstellertitel in der LMP1 (Toyota ) und GTE-Pro (Porsche) waren schon vorzeitig in Spa-Francorchamps entschieden worden.
38 Punkte sind noch im Rahmen des Saisonfinales zu vergeben. In der LMP-Fahrerwertung führt das Toyota-Trio Alonso/Buemi/Nakajima mit 160 Punkten mit 31 Zählern Vorsprung vor den Teamkollegen Conway/Kobayashi/Lopez. Die drittplazierten Rebellion Racing-Piloten Gustavo Menezes und Thomas Laurent sind auf der #3 mit 99 Punkten schon ohne Titelchancen.
Enger geht es in der LMP2-Teamwertung der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft zu. Mit Signatech-Alpine (143 Punkte) und den beiden Jackie Chan DC Racing Crews (#38: 139; #37: 138) sind hier 3 Teams mit Titelchancen unterwegs. In der GTE-Fahrerwertung ist den beiden Porsche-Piloten Kevin Estre und Michael Christensen mit 36 Punkten Vorsprung auf ihre Teamkollegen Lietz/Bruni der Titel kaum noch zu nehmen.
Spannender wird es in der GTE-AM, aber auch nur weil dem vor Fuji noch führenden Dempsey-Proton Team wegen der Tankzeitenaffäre alle Siegpunkte gestrichen wurden. Project 1 führt hier mit 113 Punkten mit einem 23-Zähler-Vorsprung vor dem #54 Spirit of Race Ferrari (90), dem #90 TF Sport Aston Martin (87) und dem #77 Dempsey-Proton-Porsche der sich mit 83 Zählern schon wieder auf 30 Punkte an den führenden Porsche herangekämpft hat. Selbst der #98 Aston Martin von Mathias Lauda & Co hat mit 77 Zählern noch eine geringfügige mathematische Chance auf den Titel.
Im Rahmen des Le Mans-Wochenendes werden bei der traditionellen Pressekonferenz des ACO am Freitag auch das nächstjährige FIA Langstrecken Weltmeisterschafts-Feld und - mit besonderer Spannung erwartet – die letztendliche Fassung des LMP1-“Hypercar“-Reglements für die Mitte 2020 beginnende Saison bekannt gegeben. Letzteres wird nach ersten Informationen mehrere Reglementsoptionen für die Top-Klasse vorsehen. Es bleibt also auch in Zukunft spannend an der Sarthe!
Verfasst von Timo Schumacher. Veröffentlicht in Le Mans ( WEC )
Das 24 Stunden Rennen in Le Mans anno 2019 steht uns bevor – doch vor dem Start des Rennens wollen wir noch einmal zurückblicken,
genauer gesagt 10 Jahre zurück ins Jahr 2009 (der Link führt zum damaligen Rennbericht auf unseren Seiten): Das Jahr in dem Peugeot „endlich“ die Audi-Siegesserie beendet hat, und in dem mit 20 mehr LMP1-Fahrzeuge gestartet sind als in sämtlichen darauffolgenden Jahren.
Die Geschichte des Rennens ist schnell erzählt: Die drei Werks-Peugeot 908 HDI FAP plus das Pescarolo-Vorjahres-Pendant sind im dritten Einsatzjahr mittlerweile weitgehend
ausgereift, die Siegercrew um Alexander Wurz, Marc Gene und David Brabham fährt in einem problemlosen Rennen zu einem ungefährdeten Sieg. Etwas besser Speed, aber umso mehr die Zuverlässigkeit (bis auf einen Antriebswellenschaden beim zweitplatzierten) sind diesmal auf der Seite der Peugeot-Fraktion. Eine Kollision ausgerechnet mit dem Pescarolo-Peugeot kostet den dritten Werkswagen einige Runden, bevor der von Pescarolo eingesetzte 908 nach einem spektakulären Abflug von Benoit Treluyer in der Nach ausscheidet. Die drei neuen Audi R15 TDI sind in ihrem ersten Einsatzjahr noch nicht ausgereift genug und kämpfen bspw. mit den gleichen
Problemen wie Peugeot im Vorjahr: Reifen-Pickup, der sich in der Aerodynamik verfängt. Auch die Technik ist der Einsatzmannschaft Joest nicht treu: Lucas Luhr beendet das Rennen des Audi R15 TDI #2 durch einen Abflug Eingangs der Porsche-Kurven, während die #3 über zwei Stunden mit einer defekten Benzinpumpe verliert. Bedingt durch die Reinigungsstopps des verbliebenen Audis #1 sowie einer zu wechselnden Radaufhängung geht somit der Doppelsieg an Peugeot.
Die Werkswagen von Aston Martin haben zu keiner Zeit eine Chance um den Gesamtsieg zu fahren: Fehlender Speed, technische Gebrechen und ein schwieriges Fahrverhalten verhindern Größeres.
Bei den Eigenentwicklungen der verschiedenen Konstrukteure geht es neben dem Speed vor allem um die Zuverlässigkeit. Hier hat das Team Oreca Matmut AIM die Nase vorn; Oliver Panis, Nicolas Lapierre und Soheil Ayari kommen auf Gesamtrang 5 nur 2 Positionen vor den privat eingesetzten Vorjahres-Audi R10 TDI vom Kolles-Team von Andre Lotterer und Charles Zwolsman ins Ziel (Narain Karthikeyan hat sich in der Startaufstellung eine Verletzung zugezogen und lässt seine beiden Teamkollegen die 24 Stunden-Hatz alleine bestreiten). Ein Getriebewechsel innerhalb von 13 Minuten beim Kolles-Audi hat letztlich den Unterschied gemacht.
Welche Parallelen kann man zwischen 2009 und 2019 ziehen? Aktuell wird diskutiert, ob und wie die privaten LMP1 mit den Hybrid-Werkswagen gleichgestellt werden können. Die Differenz betrug 2018 Minimum 2-3 Sekunden/Runde, 2009 war die Differenz zwischen den Diesel-Peugeot und dem schnellsten Benziner von Speedy Racing Sebah mindestens 7 Sekunden. Schon damals war klar: Maximal ein Hersteller mit einem ähnlichen Budget wie die arrivierten und dominierenden Hersteller an der Spitze kann aufschließen, Privat-Teams fehlt einfach das Budget zur entsprechenden Umsetzung und zum Testen, die Herrschar an Ingenieuren und (bis auf Ausnahmen) eine durchgängig siegfähige Fahrerbesatzung. Aston Martin konnte mit seinem DBR1-2 im Laufe der Zeit den Rückstand verkürzen, aber nie gegen die Diesel-LMP1 von Audi und Peugeot kämpfen.
Verfasst von Porsche Pressetext. Veröffentlicht in Porsche Carrera Cup
Im Porsche Carrera Cup Deutschland jubelte Larry ten Voorde am Samstag über einen Start-Ziel-Sieg. Der Niederländer gewann in seinem Overdrive Racing by Huber Porsche 911 GT3 Cup den 5. Saisonlauf auf dem österreichischen Red Bull Ring vor Lechner Racing-Pilot Dylan Pereira. Luca Rettenbacher im Team MSG/HRT Motorsport fuhr bei seinem Heimrennen auf den dritten Platz. Für den 22-Jährigen ten Voorde war es der 4.Sieg in dieser Saison.
Die Zuschauer in der Steiermark erlebten ein actionreiches Rennen, das von vielen Überholmanövern geprägt war. Ten Voorde behauptete die Führung nach dem Start gegen Pereira, doch wegen einer Kollision von mehreren Fahrzeugen musste das Rennen in der ersten Runde unterbrochen werden. Somit gab es einen Re-Start hinter dem Safety-Car. Wieder konnte sich ten Voorde durchsetzen, aber Pereira hielt den Druck auf den Führenden hoch. Der Luxemburger versuchte mehrfach, ten Voorde zu überholen. In der Schlussphase löste sich der Huber-Pilot von Pereira und überquerte nach 17 Runden mit einem Vorsprung von 0,8 Sekunden die Ziellinie.
Hinter den beiden kämpfte ein Trio um den dritten Platz: Zunächst hielt Porsche-Junior Julien Andlauer (BWT Lechner Racing) den Bronzerang. Doch der Franzose rutsche in der fünften Runde von der Fahrbahn und verlor seine Position an Luca Rettenbache. Zwischenzeitig zog ten Voordes Teamkollege Henric Skoog am 24-Jährigen vorbei. Doch Rettenbacher konterte und sicherte sich als bester Österreicher Rang drei. Den vierten Platz belegte als bester Fahrer des Porsche Carrera Cup Deutschland Talent Pool Leon Köhler (MSG/HRT Motorsport). Hinter dem Deutschen folgten Skoog und Toni Wolf (vom Team Car-Collection . Andlauer sah die Zielflagge als Siebter vor dem Polen Igor Walilko.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in ADAC GT Masters
Die
3. Runde des ADAC GT-Masters im österreichischen Spielberg (der Link führt zum ausführlichen Rennbericht auf unseren Seiten) am Red Bull Ring blieb den Zuschauern keine Rennaction schuldig. Ein Überraschungssieger im ersten Lauf, reichlich Zwischenfälle auf der Strecke sowie die mittlerweile obligatorischen zweifelhaften Entscheidungen der Rennleitung sorgten bei den beiden Läufen der deutschen Top-GT-Serie in der Steiermark für reichlich Unterhaltung.
Letztere hielten sich gottlob beim ersten Rennen im Hintergrund. Dafür holte sich MRS GT-Racing mit dem BMW M6-GT3 den ersten BMW-Sieg in diesem Jahr. Der durch Nicolai Sylvest und Jens Klingmann herausgefahrene Sieg war der erste Triumph seit 2 Jahren für die aktuelle Konstruktion von BMW. Zuletzt war BMW 2017 beim Saisonauftakt in Oschersleben mit der Schnitzer Motorsport Mannschaft und dem Duo Philipp Eng und Ricky Collard erfolgreich gewesen.
Für MRS GT-Racing war es übrigens erst der 2. Sieg in der Meisterschaft, nachdem man zuletzt 2011 einen Sieg eingefahren hatte – damals übrigens beim ersten Antreten der Serie auf dem wiedereröffneten Red Bull Ring, als das Porsche Duo Norbert Siedler und Christian Engelhart im ersten Rennen auf der Strecke den Sieg holte.
Mit Rang 2 musste sich das wieder einmal starke RWT-Racing-Duo Sven Barth und David Jahn zufrieden geben, die dem BMW in der Schlussphase am Heck klebten. Platz 3 im Samstagsrennen ging an das KÜS Team 75 Bernhard Duo Klaus Bachler und Timo Bernhard.
Am Sonntag ging der Sieg im zweiten Rennen dann an das Callaway Competition Corvette Duo Marvin Kirchhöfer und Markus Pommer, die in Lauf 1 erst noch ihr Ballastgewicht von 40 kg aus der 2. Meisterschaftsrunde in Most abbauen mussten.
Der Triumph markierte den 9. Corvette-Sieg bei mittlerweile 14 Rennen auf der Strecke in der Steiermark und den dritten Sieg in der laufenden Saison für das C7-Duo. Dahinter holte sich das MANN-FILTER-Duo Maximilian Götz und Indy Dontje den zweiten Platz nach intensivem Fight mit der RWT-Racing-Crew, die allerdings von einer Durchfahrtsstrafe zurückgeworfen wurde. Platz 3 erbte der HCB Rutronik Racing Audi von Kelvin van der Linde und Patric Niederhauser der sich dahinter gegen den erneut stark auftretenden BMW von MRS GT-Racing durchsetzte.
Aufreger des Wochenendes war in diesem Rennen ein Rempler des Land Motorsport Audis von Dries Vanthoor gegen den HB-Racing Ferrari von Luca Ludwig . Vanthoor wurde dafür zwar nicht bestraft, dafür aber der abgeschossene Ludwig von der Rennleitung verwarnt weil er angeblich zu forsch auf die Strecke zurückkehrte und dabei fast einen der BKK Mobil-AMG touchierte. Sowohl für den Ferrari als auch für den Land-Audi endete das Rennen frühzeitig.
Nach den beiden Rennen in Spielberg führt nun in der Tabelle weiter das HCB Rutronik Racing Duo Niederhauser/van der Linde mit 100 Zählern vor den Callaway Competition Corvette-Piloten Pommer/Kirchhöfer mit 90 Punkten. Die nächste Runde der Meisterschaft findet vom 9.-11. August im niederländischen Zandvoort statt.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans ( WEC )
Jackie
Chan DC Racing schraubt das Engagement in der nächsten Saison der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft 2019/20 auf nur noch einen Wagen zurück. Das haben unsere amerikanischen Kollegen von Sportscar 365 berichtet. Demnach wird die chinesische Mannschaft, die vom Einsatzteam von Jota Sport betreut wird, nur noch einen Oreca 07 unter ihrem Namen an den Start bringen, nachdem die kurze Pause zwischen den beiden Saisons – zwischen dem Rennen in Le Mans und dem Testtag in Barcelona liegen gerade mal ein Monat – keine intensive Suche nach Sponsoren und Piloten für ein zweites Auto erlaubt. Die Besatzung des einen Wagens ist auch noch nicht 100%ig fix und Gegenstand laufender Verhandlungen; derzeit fahren Ho-Pin Tung, Gabriel Aubry und Stephane Richelmi im #38 Oreca des Teams während die #37 in Le Mans von Ricky Taylor, Jordan King und David Heinemeier-Hansson bewegt wird.
Daneben wird Jota Sport2019/20 erstmals in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft einen Wagen unter eigener Nennung an den Start bringen. Dabei handelt es sich um den jetzigen Dragonspeed Oreca deren Piloten Pastor Maldonado, Anthony Davidson und Roberto Gonzalez in der kommenden Saison unter der Flagge der britischen Mannschaft antreten werden. Dragonspeed hatte erst in den letzten Wochen bekannt gegeben sich im Sportwagenbereich aus der WEC zurück zu ziehen und sich auf die ELMS und das neu begonnene Indycar-Engagement zu konzentrieren.
Das Team Jota hatte zuletzt 2015 unter eigenem Namen einen Einsatz in der Europäischen Le Mans Serie und in Le Mans mit einem Zytek Z11SN-Nissan gestemmt. Die 2000 von Sam Hignett und John Stack gegründete Prototypen- und GT-Sport-Mannschaft hatte 2014 die LMP2-Klasse beim 24 Stunden Rennen von Le Mans gewonnen und 2016 unter dem Label von G-Drive Racing den Titel in der Europäischen Le Mans Serie erringen können.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Nürburgring Nordschleife (24h & VLN)
Der
ADAC Nordrhein hat den ersten Entwurf für die BoP des 24 Stunden Rennens am Nürburgring veröffentlich. In einer Anpassung der Einstellungen nach dem Qualifikationsrennen zum 24h Rennen im vergangenen Monat haben sich dabei die folgenden Veränderungen ergeben:
- Die BMW M6-GT3 die durch Walkenhorst Motorsport und ROWE Racing einen Dreifachsieg beim Qualifikationsrennen erzielen konnten, müssen 5kg Gewicht einladen und bekommen einen um 2l verkleinerten Tank verordnet. Zudem werden im niedrigeren Drehzahlbereich die Zündzeitpunkte modifiziert, mutmasslich um dort dem M6 weniger Leistung zu verordnen. Der BMW Z4 GT3 von Walkenhorst darf hingegen einen um 3mm vergrössserten Restriktor einbauen, was 19PS mehr verspricht.
- Audi darf 15kg Gewicht ausladen.
- Mercedes darf den Restriktor um einen halben mm aufbohren, was angeblich 6 PS mehr bringt. Auch bei den Mercedes AMG GT3 werden die Zündzeitpunkte modifiziert.
- Die verschiedenen Porsche GT3-Modelle dürfen Gewicht ausladen: die 2019ér Evo version darf 15kg leichter ins Rennen gehen. Die 2018´er Version darf hingegen lediglich 5 kg ausladen.
- Die Ferrari vom Wochenspiegel Team Monschau und Octane 126 gehen mit 5 PS weniger und 10mBar weniger Ladedruck ins Rennen. Zusätzlich zur 2018´er Evo-version ist auch die 2017´er-Variante mit identischen Werten zugelassen worden.
- Nissan muss mit einem 4l verkleinerten Tank antreten.
- Lexus bekommt für den GT3 den Tank ebenfalls um 5l verkleinert und bekommt 1 PS weniger zugestanden. Zudem muss auch am Lexus LC in der SP Pro der Tank um 6l verkleinert werden.
- Der Scuderia Cameron Glickenhaus SCG003 bekommt eine Ladedruckbegrenzung im 6.Gang verordnet.
- Keine Änderungen gibt es für den Lamborghini Huracán GT3 zu vermelden.
- In der GT4 sind lediglich die BoP-Werte des neuen Aston Martin Vantage GT4, des BMW M4-GT4 und des Ginetta G55 GT4 angepasst worden.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans ( WEC )
Project 1
stockt das FIA Langstrecken Weltmeisterschafts-Programm für die kommende Saison auf 2 Wagen auf. Das haben unsere amerikanischen Kollegen von Sportscar 365 in Le Mans vom Team erfahren. Die derzeit vor dem Finale an der Sarthe in der GTE-Am führende Porsche GTE-Mannschaft strebt demnach nicht nur ein erneutes Engagement seines erfolgreichen Trios Egidio Perfetti, Patrick Lindsay und Jörg Bergmeister in der Saison 2019/20 an. Auch das zweite Chassis, das derzeit mit Perfetti, Bergmeister und Giorgio Roda auch in der Europäischen Le Mans Serie antritt soll laut Teammanager Alex Funke in der kommenden Saison mit einer zweiten Besatzung in der WM an den Start gebracht werden. Man ist demnach mit mehreren Fahrern in Verhandlungen, denen man zusätzlich einen Profi aus dem Porsche-Werkspilotenkader zur Seite stellen will.
Verfasst von Frank Bresinski. Veröffentlicht in BeNeLux-GT
Beim
alljährlichen Super Prix in Zolder fand das zweite Rennwochenende der Belcar Endurance Championship 2019 statt. Im Gegensatz zum ersten Rennen vor zwei Wochen als man im Rahmenprogramm der DTM zwei Sprintrennen fuhr stand nun das erste drei stündige Rennen auf dem Programm. Da vor dem Start leider unnötig herumgetrödelt wurde musste das Rennen allerdings um ein paar Minuten gekürzt werden. Dazu verhinderten einige Safty Car Phasen etwas den Rennfluss.
Im Qualifying sicherte sich Bert Longin im Norma die Pole Position. 39 Fahrzeuge rollten am Sonntag Nachmittag in die Startaufstellung. Pole Mann Longin wurde durch eine unglückliche Aktion um seine Siegchance gebracht. Nach einem Dreher von Hans Thiers in der Villeneuve Schikane konnte Longin nicht mehr ausweichen. Beide Norma erlitten eine Beschädigung am Heckflügel. Während Thiers weiter fahren konnte verlor Longin durch einen Reparatur Boxenstopp 3 Runden.
Als der Deldiche Norma von de Cock / Joosen / Verbergt kurz vor Schluss mit Elektrik Problemen aufgeben musste war nach 104 gefahrenen Runden der Weg zum Sieg frei für den PK Carsport Russel Racing Norma von Hans Thiers, Jeffrey van Hooydonk und Gilles Magnus. Mit 25 Sekunden Rückstand kam der zweite Deldiche Racing Norma von Sam Dejonghe, Tom Boonen und Thomas Piessens ins Ziel.
Völlig
überraschend eroberte der VR Racing Ford Mustang von John Rasse, Erik Qvick und Tom Van Rompuy den dritten Gesamtrang und gleichzeitig den Klassensieg in der Belcar 3. Vierte wurden Guy Verheyen, Chris Mattheus und Pieder Decurtins im Norma vor dem Lamborghini von Dylan Derdaele und Nicolas Saelens. In der Belcar 2 Division siegte der No Speed Limit Porsche von Fred Bouvy und Damien Coens vor den Markenkollegen Nicolas Vandierendonck und Filip Teunkens. Kenneth Heyer und Wim Spinoy gewannen im Mercedes AMG GT4 die Belcar 4 Klasse. In der Belcar 5 waren Jochen Stevens und Laurent Vandervelde im BMW erfolgreich. Der Pokal in der Belcar 6 ging an Guido & Tom Werchx.
Das nächste Belcar Rennen findet am 13. Juli in Spa Francorchamps statt.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in ADAC GT Masters
HCB Rutronik Racing ist
in dieser Saison die Überraschungs-Einsteigermannschaft im ADAC GT-Masters. Nach 2 Rennwochenenden führt man mit dem Duo Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde sowohl die Fahrer- als auch die Teamwertung an. Wie Teamchef Fabian Plentz uns bei der 2. Meisterschaftsrunde in Most erzählte sind mit dem Masters allerdings die langfristigen Profi-Ambitionen der Mannschaft noch lange nicht gedeckt.
„Das ist für uns hier ein wichtiger grosser Schritt, nämlich der Einstieg in den Profisport. Das fahrerische Level im Masters ist schon brutal eng. Umso mehr freut es uns das wir auf diesem hohen Level hier an der Spitze mithalten können.“, erzählte Plentz uns am Samstag mittag beim Rennwochenende in Most - da hatten seine beiden Kutscher ihren Premierensieg für die Mannschaft noch gar nicht eingefahren. 
Langfristig möchte Plentz seine Mannschaft sowohl im Amateur als auch im Profibereich etablieren und so eine Brücke zwischen beiden Bereichen schlagen. „Wir betreuen in dieser Saison bis zu 10 verschiedene Chassis des Audi R8 LMS GT3 sowie auch ältere R8-ultra GT3. In der DMV-GTC setzen wir bis zu 5 Autos ein. Im Masters hier sind es 2 und 3 weitere werden für ambitionierte Fahrer bei Trackdays betreut. Letztes jahr hatten wir schon 8 Audi in der Betreuung. Wir sind damit nach dem Belgian Audi Club Team WRT wohl eine der grössten Kundenmannschaften für Audi im GT3-Sport. Langfristig wollen wir zwar nun auch im Profibereich weiter wachsen, dabei aber den Bezug zum Gentleman-Sport nicht verlieren. So können wir interessierte Privatiers von Einsätzen im Clubsport-Bereich bis hin zum Profisport interessante Aufstiegsmöglichkeiten bieten. Mögliche weitere Schritte für unsere Kunden sind zum Beispiel im Sprintbereich der Blancpain Sports Cup oder im Langstreckenbereich die Creventic 24 Stunden-Serie, wobei bei den 12h von Spa-Francorchamps schon einer unserer Kunden letzten Monat mitgefahren ist, wenngleich auch bei einem anderen Team. Aber hier könnte sich durchaus ein weiteres Einsatzfeld ergeben.“
Die
24 Stunden-Serie ist beileibe nicht das einzige internationale Einsatzfeld das Plentz sich für die Zukunft seiner Truppe vorstellen kann. „Wir haben auch gute Beziehungen nach Asien, von daher wären wir einem Engagement in der Blancpain GT Series Asia durchaus nicht abgeneigt. Was mich auch schon immer gereizt hat ist die Vorstellung bei den 24h von Daytona teilzunehmen. Und schliesslich entwickelt sich im Augenblick auch die Intercontinental GT Challenge sehr stark. Besonders diese Serie mit ihren wenigen aber prestigeträchtigen Rennen bietet langfristig eine sehr attraktive Perspektive. Das sind aber alles Pläne die wir bestimmt nicht schon nächstes Jahr angehen werden. Ich möchte das Team sich lieber in kleinen, nachhaltigen Schritten entwickeln lassen und da steht für uns erst mal auf der Agenda sich hier im Masters zu etablieren. Das dürfte weit länger als nur ein Jahr dauern !“