Lotus fertigt zehn GT4 für 2009

lotusspaLotus hat den Verkauf des 2-Eleven GT-4 Supersports offizell gestartet. Das Fahrzeug ist in einer aktuellen Version für die dieses Jahr erstmals offiziell ausgeschriebene Subkategorie der GT4-Meisterschaft erhältlich. Erste Testeinsätze erfolgten heuer schon in Oschersleben und in Spa. Lotus plant für kommendes Jahr den Aufbau von bis zu 10 dieser Wagen die dann im FIA-GT4 Europacup, in der ADAC GT4-Meisterschaft und im Langstreckenpokal auf dem Nürburgring an den Start gehen könnten. Erster internationaler Meister dieser Kategorie wurde in der abgelaufenen Saison der deutsche ADAC-GT-Champion Christopher Haase, der sich mit dem KTM X-Bow beim letzten FIA-Lauf in Nogaro den Titel sicherte.

Der Lotus 2-Eleven GT4 Supersport wird mit einem 1,8l Turbo mit 252PS befeuert, die das 750kg leichte Gefährt mit einem Leistungsgewicht von 3kg pro PS beschleunigen. Die Konkurrenten KTM X-Bow bzw. Donkervoort D8 GT liegen bei 3,5 bzw 3,4kg/PS. Die Rennversion des Lotus ist mit einem sequentiellen 6-Gang-Getriebe, Öhlins Renndämpfern und High Performance-Bremsbelägen ausgestattet. Eine offizielle Preisangabe existiert noch nicht.

Spanische GT – Saisonfinale - Portimao – Vorschau

08gtes401Auf den neuen Circuito de Portimao (Algarve) im Süden Portugals findet am 09.11. der abschließende Lauf zur diesjährigen Spanischen GT-Meisterschaft statt, als Renndauer sind 2 Stunden 10 Minuten vorgesehen. Die Entscheidung um den Gesamt-Titel fällt zwischen Manuel Cerqueda / Luis Perez-Sala (Automobil Club d’Andorra-Ferrari F430 GTC, 140 Punkte), Peter Sundberg (RSV Motorsport-Ferrari F430 GTC, 138), Ricardo Bravo (ASM-Ferrari F430 GTC, 123) und Miguel Amaral / Miguel Angel De Castro (Drivex-Porsche 997 RSR, 114).

Aus dem insgesamt 26 Wagen umfassenden vorläufigen Entry hervorzuheben ist das Antreten von Richard Lietz / Francisco Cruz Martins und Andrea Bellicchi / Stefano Zonca in den Autorlando-Porsche 997 RSR. Weiters sollen - neben zwölf GTA-, vier GTS- und vier GTB-Fahrzeugen - in einer als „GTB light“ bezeichneten neuen Kategorie ein von Roger Racing eingesetzter KTM X-Bow, der RSV Motorsport-Aston Martin N24 sowie je zwei Ginetta G50 und Porsche Boxster an den Start gehen.

Charouz bleibt in der LMS

LolaIn einem aktuellen Kurzinterview mit unseren Kollegen von Endurance-Info.com hat Antonin Charouz seinen Verbleib in der Le Mans Serie und bei den 24 Stunden von Le Mans angekündigt. Der aktuell geplante Verkauf seiner beiden Lola B08/60 Coupés hatte Spekulationen genährt, ob Charouz angesichts der Performanceangleichungen für GT1-Motoren in LMP´s und der Streichung seiner Hausstrecke Brünn aus den LMS-Planungen die Lust an den LMP´s verloren haben könnte. Diesen Gerüchten erteilte Charouz aber nun eine Absage.

„Mit der Le Mans Serie haben wir keine bessere Wahl treffen können. Unser Lola Aston Martin war über die Saison das schnellste Benziner-Fahrzeug. Für nächstes Jahr planen wir damit, möglicherweise zwei dieser Wagen in der Le Mans Serie einzusetzen und ich schliesse nicht aus, dass wir bis zu drei in Le Mans an den Start bringen könnten. Im Moment sind die Details noch nicht fixiert, aber es wird bei den Autos die ein oder andere Überraschung geben, und wir hoffen stark, dass diese positiver Natur sind.“

Charouz plant weiteren Aussagen nach auch ein Engagement bei der neu geschaffenen Formula Le Mans Rahmenserie als Junior-Förderprogramm für tschechische Piloten. Einen eigenen Start bei den 24h schloss der in der tschechischen Langstrecke engagierte Autohandelsmagnat aus. „Bei meiner Beschäftigung könnte ich mich nicht 100% darauf vorbereiten. Das überlasse ich meinem Sohn Jan, der meinen Traum für mich wahrnehmen kann.“

International GT-Open – Runde 8 - Barcelona – Lauf 2 der GTS-Klasse

08igto850Die GTS-Kategorie der GT-Open-Serie fuhr ihren zweiten Lauf in Barcelona getrennt von den GTA-Wagen. Auf dem Podium fanden sich ausschließlich Lamborghini-Besatzungen: Giacomo Piccini / Ferdinando Geri (Mik Corse-Gallardo GT3) gewannen vor ihren Teamkollegen Beniamino Caccia / Lorenzo Bontempelli (+2,725s) sowie Georges Cabanne / Eric Helary (Cabanne-Gallardo GT3, +5,968s). Vierte wurden Miguel Julia / Jose Luis Pamplo (Roger Racing-Ferrari F430 GT3) vor weiteren drei Lambos. Die beiden Attempto Racing-Porsche sahen - nach den Klassenrängen 12 und 15 am Vortag - auch am Sonntag die Zielflagge und belegten die Plätze 15 (Aka / Heyrowsky) und 16 (Kleinbach / Azadpour).

Als GTS-Gesamtsieger waren schon vor dem Saisonfinale Marco Cioci / Andrea Pellizzato (Twentytwo Motorsport-Corvette GT3) festgestanden.

BK Motorsport stellt Betrieb ein

BK Lola B08/80Eine Woche nach dem Ende der aktuellen ALMS-Saison hat BK Motorsport das Ende des Teams bekannt gegeben. Als vorrangiger Grund wurde der altersbedingte Rückzug von Teamgründer Bob Bach genannt. BK Motorsport war seit vier Jahren in der P2/LMP2-Klasse der ALMS aktiv und über die gesamte Zeit mit Mazda liiert. In der Anfangszeit errang man einige Podien und sogar einen Klassensieg (Mid Ohio 2005) in der damals nicht sehr stark besetzten kleinen Prototypenklasse. Seit jedoch Porsche mit den RS Spydern das Level in der Kategorie anhob, tat die kleine Truppe von BK sich schwer gegen die immer professioneller agierende Konkurrenz. Zuletzt war BK an der Anschaffung eines Lola B08/80-Coupé´s für Mazda beteiligt, dessen erster Renneinsatz beim letzten Rennen in Laguna Seca erfolgte, nachdem man das Petit Le Mans wegen eines Crashs im Qualifying nicht bestreiten konnte.

Während bei BK die Rolltore endgültig herunter gelassen werden, sucht Mazda nun intensiv nach einem neuen Partner. Von Dyson Racing ist bekannt, dass sie ebenfalls auf Lola-Coupés umsteigen wollen. Ob es sich dabei ein Verbleib in der LMP2-Klasse, wofür sich Mazda als neuer Partner nun anbieten würde, geplant ist oder ob man in die LMP1-Klasse wechseln würde, hat man bislang offen gelassen. Als weitere Option könnte Mazda eines der hauseigenen Teams aus der Mazda Star Formelserie mit dem Einsatz beauftragen. Sicher scheint, dass man das B08/80 Coupe in den Händen eines anderen Teams im kommenden Jahr wiedersehen wird.

Der Corvette Cup 2009

vette_cup_09Es gibt weitere Neuigkeiten für die Saison 2009: Nach der Lamborghini Trophy hat Corvette bekannt gegeben, dass man im kommenden Jahr einen Corvette Cup - im Rahmen der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft -  ausrichten will.

Aus einem 6,2 Liter Block schöpft das Muscle-Car 500 PS, welche bis zu drei Fahrer pro Fahrzeug um die Nordschleife treiben sollen. Die Kraftübertragung wird mit Hilfe eines sequentiellen Getriebes erfolgen. Um den kernigen V8 Sound der Vette zu bewahren, wird man sie mit einem Rennauspuffsystem ausliefern. Die Corvette Competition R, wie das Fahrzeug heißen wird, soll mit einstellbarem Frontsplitter und Heckspoiler an die Kunden übergeben werden. Die Fahrzeuge werden sowohl in der Sp8 als auch im Competition Cup gewertet. Einsatz und Wartung der Muscle Cars kann auf Wunsch zur Verfügung gestellt werden. Dies wird allem Anschein nach von der PSR-Mannschaft um Danny Berk durchgeführt. Weitere Informationen zum neuen Championnat können Interessenten unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erhalten.

Lamborghini plant das Revival des Markenpokals

lambotrofeoaction_02Lamborghini plant für das nächste Jahr ein Revival des Supertrophy-Markenpokals. Die Blancpain Super Tropheo - benannt nach einem Hauptsponsor aus dem Bereich der Luxusuhren - soll im kommenden Jahr bei sechs Veranstaltungen im Rahmen von FIA-GT Meisterschaft, DTM, Britischer GT und WTCC laufen und mit bis zu 30 Lamborghini Gallardo LP 560-4 ausgetragen werden. Die Bezeichnung steht für 560PS und den Allrad-Antrieb, den die Wagen aus der Serie beibehalten. Gleichzeitig wird das Basisgewicht moderat auf 1300kg reduziert. Zum Vergleich - ein GT3 wiegt 1238kg und wird mit 535PS, die allerdings nur auf der Hinterachse anliegen, bewegt.

Die angepeilte Kundschaft, Profi- und Amateur-Piloten, soll an jedem Wochenende drei Rennen á 40 Minuten Dauer bestreiten. Laut Lamborghini gibt es auch Pläne, die Serie auf den amerikanischen und asiatischen Bereich auszudehnen. Dass man zuallererst in Europa ein nennenswertes Grid zusammenbekommt, ist freilich die erste Aufgabe, die es angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu stemmen gilt.

International GT-Open – Runde 8 - Barcelona – Lauf 2 der GTA-Klasse

08igto800sDer Sonntag begann in Barcelona für die Scuderia Playteam vorerst wenig verheissungsvoll: Andrea Montermini landete im Warm-Up mit seinen Ferrari F430 GTC in den Reifenstapeln. Die Mechaniker des Teams konnten jedoch den Wagen rechtzeitig vor dem Rennen reparieren.

Im finalen Lauf dieser Saison der GTA-Kategorie erzielten dann die beiden Playteam-Mannschaften einen Doppelerfolg: Michele Maceratesi / Andrea Montermini gewannen vor Manuel Giao / Pedro Couceiro (+1,033s), Dritte wurden die Schweizer Marcel Fässler / Henri Moser (Trottet Racing-Ferrari F430 GTC, +1,211s). Damit konnten Maceratesi / Montermini in der Gesamtwertung die bis dahin führenden Richard Lietz / Gianluca Roda (Autorlando-Porsche 997 RSR), die Sechste wurden, noch abfangen und sich den GT-Open-Titel sichern.

Der Endstand in der Gesamt-Punktetabelle lautet Maceratesi / Montermini (177) vor Lietz / Roda (169), Giao / Couceiro (161) und Henri Moser (117).

ALMS - der GT1/2 Rückblick

GT Laguna Seca, Corvette, Dodge, Ford, Ferrari, PorscheBezüglich unserer ALMS-Nachbetrachtung haben wir noch die Fakten bezüglich der GT-Klassen nachzutragen.

  • Zur GT1: Alle elf Klassensiege gingen an die Werkscorvettes. Achtmal war davon die #3 von Magnussen / O´Connell erfolgreich, dreimal siegten die beiden „Ollis“ (Gavin & Beretta) auf der #4. In Sebring und beim PLM verstärkte zusätzlich Corvette-Rennlegende Ron Fellows das spätere Meisterteam. Allerdings hängt dem vorbildlichen Engagement der Corvette-Werksmannschaft der Ruf an, den Titel ohne nennenswerte Konkurrenz eingefahren zu haben. Mehr als drei Autos waren 2008 nie am Start. Nächstes Jahr zieht die Mannschaft daher in die GT2-Klasse um.

  • Die starken Prototypenfelder brachten es mit sich - mehr als ein achter Platz war in den Gesamtergebnissen dieses Jahr für die GT1 nicht drin. Dieses Ergebnis wurde dreimal - in Sebring, St. Petersburg und Lime Rock Park - erzielt.

  • GT2: Sechs Siege für Ferrari, fünf für Porsche. Dennoch holte mit dem Flying Lizzard Motorsport Porsche #45 von Jörg Bergmeister und Wolf Henzler ein Kundenteam der Zuffenhausener den Titel. Vier Siege gelangen den beiden deutschen Piloten, wobei in Sebring zusätzlich Marc Lieb auf der obersten Stufe des Podiums stand. Einmal war die Farnbacher Loles Racing Mannschaft, mit der Dirk Werner, Bryce Miller und Richard Westbrook in Road America erfolgreich waren, ganz oben zu finden. Für Ferrari bildete die Tafel Racing Mannschaft von Dominik Farnbacher und Dirk Müller mit vier Siegen die Speerspitze. Nach einer ernüchternden 2007´er Saison mit Porsche schlug man nach dem Umstieg auf Ferrari heuer sogar das offizielle Importeursteam Risi Competitione, das mit Mika Salo und Jamie Melo nach einem Seuchenjahr zu Beginn lediglich zweimal in Mosport und beim PLM erfolgreich waren.

  • Risi Competitione gelang beim PLM auch der erste Sieg eines Ferrari überhaupt. Bislang hatten nur Porsche und BMW dort die Siegerliste der GT2-Klasse gebildet.

  • RennenGT1KlassensiegerGT2Klassensieger
    SebringCorvetteO´Connell/Magnussen/FellowsFl. Lizzard PorscheBergmeister/Henzler/Lieb
    St.PetersburgCorvetteBeretta/GavinTafel FerrariFarnbacher/Müller
    Long BeachCorvetteO´Connell/MagnussenTafel FerrariFarnbacher/Müller
    Salt Lake CityCorvetteO´Connell/MagnussenFl. Lizzard PorscheBergmeister/Henzler
    Lime Rock ParkCorvetteO´Connell/MagnussenFl. Lizzard PorscheBergmeister/Henzler
    Mid OhioCorvetteO´Connell/MagnussenTafel FerrariFarnbacher/Müller
    Road AmericaCorvetteO´Connell/MagnussenFarnbacher PorscheWerner/Miller/Westbrook
    MosportCorvetteO´Connell/MagnussenRisi FerrariMelo/Salo
    DetroitCorvetteBeretta/GavinFl. Lizzard PorscheBergmeister/Henzler
    PLMCorvetteO´Connell/Magnussen/FellowsRisi FerrariMelo/Salo
    Laguna SecaCorvetteBeretta/GavinTafel FerrariFarnbacher/Müller
  •  Bestes Gesamtergebnis eines GT2 war der neunte Platz von Dominik Farnbacher und Dirk Müller in Mid Ohio, als die Corvettes sich in der Boxengasse gegenseitig in die Wagen fuhren und dafür Zeitstrafen kassierten.

  •  Bis zu 16 Starter in der GT2 verschafften der Serie eine gesunde und attraktive Basis. Mit Porsche, Ferrari, Panoz, Ford, Corvette, Dodge und Aston Martin waren über die Saison sieben Hersteller engagiert. Auch wenn zuletzt Klagen über die Streubreite des fahrerischen Talents der Privatiers und deren Zusammenhang mit der Häufigkeit von Gelbphasen laut wurden: Wer wie die IMSA auf volle Felder setzt wird die GT2-Klasse weiter umsorgen müssen.

  •  Mit BMW, die ihren M3 nun in der IMSA-eigenen GT2S-Klasse homologieren werden, kommt mindestens ein weiterer Hersteller im nächsten Jahr hinzu. Die GT2-Corvettes wird neben Riley nun auch Corvette selber aufbauen.

Oktober-Test der GrandAm in Daytona

 Da Pirelli erst zum November-Test in 14 Tagen die neuen Reifen für die kommende 2009er Saison mitbringt, kamen nur einige Teams zum dreitägigen Test nach Daytona.

Neu dabei waren Penske Racing mit ihrem Riley-Porsche, Level5 Motorsports mit ihrem Riley-BMW und Forsythe Racing mit ihrem Coyote-Pontiac.

Mehr über den freien Test auf GrandAm.de.

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