Koebolt komplettiert Trophy-Kader bei Walkenhorst

maxkoebolt Walkenhorst Motorsport hat den 22 jährigen Niederländer Max Koebolt als zweiten Fahrer für das DTM Trophy Programm bestätigt. Der GT4-Pilot gewann bereits 2019 in der GT4-European Series den Titel im Silver-Cup mit der Leipert Motorsport Mannschaft auf deren Mercedes AMG GT4 und wiederholte damit seinen Titel von 2017 in der Serie als er mit der niederländischen Ekris Motorsport Truppe auf deren BMW M4 GT4 erstmals den Titel in der selben Klasse holte.

Koebolt, der 2018 und 19 bereits in diversen Meisterschaften Erfahrungen im GT3 sammelte, wird damit Teamkollege des Briten Ben Tuck, der bereits vor einer Woche als erster Pilot des Engagements in der neuen deutschen GT4-Serie von der norddeutschen Mannschaft bestätigt wurde.

Panis Racing Lexus wechselt in den Silber-Cup

Panis Racing tech1lexuswill neben dem Programm in der Europäischen Le Mans Serie 2020 auch das GT3-Engagement in der GT World Challenge Endurance weiter fortsetzen. Den Lexus RC-F GT3 der französischen Equipe wird in der kommenden Saison das französische Trio Aurelien Panis, Thomas Neubauer und Timothe Buret pilotieren. Die im Silber-Cup startende Mannschaft folgt dem letztjährigen Engagement in der AM-Klasse, bei dem Fabian Barthez, Bernard Delhez und Eric Debard den Wagen unter dem gemeinsamen Label von Tech1-Panis-Barthez Competition pilotierten. Die beiden französischen Mannschaften hatten Anfang des Jahres unter dem neuen Namen Panis Racing fusioniert.

Vorschau auf das AsLMS-Finale in Burinam

Auf burinamstartder Entry List für das Finale der 2019/20 Asiatischen Le Mans Serie in Buriram/Thailand am kommenden Wochenende, stehen die gleichen 23 Fahrzeugen welche auch in Sepang gestartet sind. Es gibt jedoch eine Reihe von Fahrerwechseln, wobei die Ersatzfahrer für die 4 Fahrer welche aufgrund des FIA Langstrecken Weltmeisterschaft-Rennens auf dem Circuit of the Americas (COTA) starten, nun auch offiziell bestätigt sind.

Hub Auto Corsa holt den V8-Supercars Star Tim Slade welcher Davide Rigon an Bord des Ferrari 488 GT3 /Evo #27 ersetzen wird. Die Car Guy Mannschaft setzt auf dem #7 Ferrari 488 GT3/Evo für den schnellen Silber Piloten Kei Cozzolino, nun den amtierenden ELMS-LMP3 Champion Mikkel Jensen ein. Alessandro Pier Guidi wird im #51 Spirit of Race Ferrari durch den neuen Werks-GT-Piloten Daniel Serra ersetzt. Und auf dem Sitz im D'Station Aston Martin Vantage AMR GT3 wird der junge Brite Tom Gamble anstelle von Ross Gunn Platz nehmen.

Auch die LMP3 Fraktion meldet noch eine Änderung. Der Australier Neale Muston ersetzt Rory Penttinen auf dem #8 Graff Racing Norma M30 LMP3.

Blickengdrive26 wir nun noch auf die engen Tabellenstände vor dem finalen Rennen. In der LMP2 Klasse führt die #26 G Drive Racing By Algarve Pro Mannschaft mit 65 Punkten vor #45 Thunderhead Carlin Racing mit 56 Punkten, dicht gefolgt von #36 Eurasia Motorsport mit 55 Punkten. Zur Erinnerung: 25 Punkte werden für einen Sieg vergeben, 18 für den 2. und 15 für den dritten Platz. Alles entschieden ist dagegen in der geschrumpften LMP2-AM Klasse. Die #52 von Rick Ware Racing führt uneinholbar mit 68 Punkten und hat somit die Einladung zu den 24h Le Mans bereits in der Tasche !

Nigel ie13Moore und Martin Hippe haben dank ihrer Aufholjagd in Sepang nun einen kleinen Vorsprung vor dem ärgsten Verfolger. Der #13 Ligier JS P3 LMP3 von Inter-Europol Competition führt in der Klasse mit 59 Punkten. Danach folgt direkt der #2 Norma M30 LMP3 von Nielsen Racing welche 56 Punkte haben. Etwas abgeschlagen mit 40 Punkten ist dagegen der #9 Norma M30 LMP3 von Graff Racing.

Zur Überraschung vieler führt in der GT Klasse nach dem Sieg in Sepang der #88 Lamborghini Huracán GT3 evo von JLOC mit 49 Punkten. Die Plätze zwei und drei okkupieren die beiden Ferrari 488 GT3/Evo von #7 Car Guy und #27 HubAuto Corsa mit jeweils 46 Zählern.

Damit jloc88dürfte in fast allen Klassen in Buriram mit dem berühmten Messer zwischen den Zähnen gefahren werden. Free Practice und Qualifying finden am 22.02. und das 4h Rennen am Sonntag, das wieder auf der Webseite der Asiatischen Le Mans Serie übertragen wird am Sonntag den 23.02.2020, von 11:45 bis 15:45 Ortszeit statt (=5.45-9.45 Uhr MEZ).

Vorschau auf die WEC-Runde in Austin

Mit einem Feld von 30 Wagen geht die FIA Langstrecken Weltmeisterschaft in das erste Rennen 2020. Die kurzfristig als Ersatz für die 6h von Sao Paulo anberaumten 6h von Austin auf dem Circuit of the Americas in Texas bieten die Bühne für die 5.Saisonrunde der Sportwagen-WM-Saison 2019/20. 3 LMP1, 9 LMP2, 7 GTE-Pro und 11 GTE-Am werden für den Lauf in Texas erwartet.

In der LMP1-Klasse fehlen die beiden Team LNT Ginetta LMP1, für die das Team logistische Umstände nach der Verlegung der WM-Runde als Grund für das Nicht-Erscheinen reklamiert. Damit starten nur 3 Wagen in der Top-Klasse. Die BoP für die 3 Autos stellt sich nach den Ergebnissen bei den letzten Rennen so dar das das Rebellion Racing-Auto theoretisch 2s schneller sein müsste wie die beiden Toyotas. Somit könnte Toyota auch dieses Mal in Texas leer ausgehen (siehe unten)...

In der LMP2-Klasse kommt der durch Hendrik Hedman, Colin Braun und Ben Hanley bewegte Dragonspeed-Oreca für ein Rennen hinzu. Möglich wurde der Einsatz unter anderem wegen der Ginetta-Absage die eine entsprechende Box in der Boxengasse frei werden liess. Somit starten nun 8 Oreca (einer als Alpine getarnt) und ein Dallara beim Rennen in Texas.

In der GTE-Pro kommt wie berichtet die durch Jan Magnussen und Mike Rockenfeller pilotierte Corvette C8.R zu ihrem WM-Debüt. Die amerikanische Werksmannschaft gönnt sich die beiden nordamerikanischen Runden als Standortbestimmung, bevor man sich in Le Mans mit Porsche, Ferrari und Aston Martin bis aufs Messer um den Klassensieg bekriegen wird. In der GTE-Am bleibt es bei den 11 regulären Teilnehmern.

Das Rennen in Austin markiert den sechsten Auftritt der FIA Langstrecken Weltmeisterschafts auf dem texanischen F1-Kurs, der von 2013-2017 fester Bestandteil des Meisterschaftskalenders war. Gleichzeitig ist es das 50.te 6h-Rennen der WEC-Geschichte und das erste Rennen der neuen Dekade. In der LMP1-Klasse gingen 3 der Siege dort bislang an Porsche. 2 mal war Audi erfolgreich. In der GTE-Pro holte Aston Martin 3 mal den Sieg. Porsche und Ferrari waren je einmal siegreich. In der LMP2 gingen je 2 Siege an Alpine und G-Drive, während SMP Racing mit dem Oreca 03 ein mal den Klassensieg erzielen konnte. In der GTE-Am schliesslich konnte Aston bislang 4 Siege einfahren, während der Sieg 2015 an den SMP-Ferrari fiel.

Turbulente Nachtpremiere der 4h Sepang

Mit thunderheadcarlin sepangeinem ersten Dallara-Sieg sind die 4h von Sepang, die dritte Runde der Asiatischen Le Mans Serie am gestrigen Samstag zu Ende gegangen. Das Thunderhill Carlin Racing Trio Jack Manchester, Harry Ticknell und Ben Barnicoat, querte beim erstmals als Nachtrennen veranstalteten Lauf der asiatischen ACO Serie die Ziellinie zwar nur als zweites Team, profitierte aber am Ende aufgrund einer Zeitstrafe von 36s gegen das zunächst vermeintlich siegreiche Eurasia Motorsport Ligier-Trio Aidan Reid, Nicholas Foster und Roberto Mehri, die diese aufgrund einer nicht angetretenen 10s Stop & Go Strafe zu Rennende wegen eines nicht reparierten Hecklichts hinnehmen mussten. Den dritten Platz belegte am Ende das Aurus-Trio Roman Rusinov, Leonard Hoogenboom und und James French, die auf dem G-Drive Racing by Algarve-Oreca dafür sorgten das alle 3 in der Serie vertretenen LMP2-Hersteller ein Fahrzeug auf dem Podium des Rennens plazieren konnten.

sepangpanorama

Das Rennen, für das sich der #1 Eurasia-Motorsports Ligier von Pilot Nick Cassidy die Pole gesichert hatte, sollte ursprünglich nur etwa die letzte halbe Stunde in der Nacht stattfinden. Doch eine durchziehende Gewitterfront mit monsunartigem Regen sorgte für eine fast 2-stündige Verschiebung des Rennstarts, weil unter anderem mehrere Blitzeinschläge Teile der Racecontrol und einige Strecken- und TV-Kameras aus dem Betrieb nahmen. Nachdem das Rennen unter dem Safetycar gestartet wurde, entwickelte sich in der Folge ein munterer Schlagabtausch an der Spitze der von gelegentlichen Ausrutschern, technischen Schwierigkeiten einzelner Teams und der abtrocknenden Strecke belebt wurde. Fast jede LMP2-Mannschaft war zu irgendeinem Zeitpunkt des Rennens mal in Führung. Insgesamt verzeichnete das Rennen 11 Führungswechsel. graffsepangDoch weder die Polesetter, die nach 19 Runden das Rennen mit einem Radlagerbruch vorzeitig beendeten, noch die beiden Inter-Europol Competition Ligiers, die wegen nicht funktionierender Startnummernbeleuchtungen bzw aufgrund einer Kollision zurück fielen, konnten am Ende die Siegerloorberen ernten.

In der LMP3-Klasse gab es mit dem Norma-Doppelsieg der Teams von Graff Racing (Eric Trouilllet, Sébastian Page, David Droux) und Nielsen Racings #3 Wagen neue Gesichter auf dem Podium. Das das von der Pole gestartete Inter-Europol Duo Martin Hippe und Nigel Moore trotz eines 3 Runden-Rückstands zu Rennbeginn aufgrund einer wegen des Monsunschauers durchnässten ECU es nach einer furiosen Aufholjagd noch bis auf P3 nach vorne schaffte zahlte sich für die Hamelner Mannschaft voll aus: das Duo übernahm aufgrund der indisponierten Meisterschaftskonkurrenten mit 3 Punkten Vorsprung die Tabellenführung in der LMP3 und geht nun in der kommenden Woche als Führende in die Final-Runde in Burinam.

In jlocsepangder GT-Klasse war das Hub-Auto-Corse Team auf dem Weg zu einem sicheren Klassensieg, als man 5 Minuten vor dem Rennende eine 60s Stop&Go Strafe für eine Geschwindigkeitsüberschreitung während einer Full Course Yellow kassierte. Dadurch erbte das japanische JLOC-Lamborghini Trio Takashi Kogure, Yuya Motojima und Yusaku Shibata den Sieg vor den beiden Ferraris von Hub Auto Corsa und Spirit of Race.

Sieger der LMP2-Am-Klasse wurde der #52 Rick Ware Racing Ligier JS P2 LMP2 von Cody Ware und Gustas Grindbergas, die als 20.te und letzte ins Ziel kamen.

23 Wagen waren in das Rennen gestartet das 20 Teams in Wertung beendeten. Die beiden chinesischen Astro Veloce Motorsports BMW fehlten, weil das Team – und damit auch BMW-Pilot Jens Klingmann - aufgrund der aktuellen Quarantäne-Situation in China auf die Anreise verzichten musste. Wahrscheinlich wird man auch die kommende Runde im thailändischen Burinam verzichten müssen, bei der am nächsten Wochenende die Meisterschaftentscheidungen fallen werden.

MRS mit DTM-Trophy-Plänen

Auch MRS GT-Racing springt nun auf den Zug der DTM-Trophy auf. Die BMW und Porsche-Mannschaft aus Lonsee bei Ulm will laut ihrer FB-Seite mindestens ein Fahrzeug in der kommenden Premierensaison der deutschen GT4-Serie an den Start bringen.

MRS GT-Racing wäre damit nach Walkenhorst Motorsport die zweite BMW-Mannschaft die einen BMW M4-GT4-Einsatz in der Im Rahmenprogramm der DTM startenden GT4-Serie erwägt.

McLaren verfeinert den GT4

McLarenbalfe McLarens hat für seinen McLaren 570S GT4 ein neues optionales Langstrecken-Kit auf den Markt gebracht, das eine bessere Bremsleistung besonders bei Langstreckeneinsätzen verspricht. Das Kit kam erstmals bei den Gulf 12 hours 2019 in den beiden in der GT4-Klasse siegreichen Balfe Motorsports McLarens (Bild) zum Einsatz und umfasst neue Querlenker für die Aufhängungen sowie einen Bremssattel mit 6 Bremszylindern, überarbeitete Bremsscheiben und -Beläge. McLaren verspricht seinen Kunden mit dem neuen set einen reduzierten Verschleiss besonders in Bezug auf Langstreckeneinsätze.

Der Preis für den überarbeiteten McLaren 570S GT4, dessen letztjährige version Meisterschaftserfolge in Nord-Amerika, England und Schweden einfuhr, hat man für 2020 auf 180.000 britische Pfund (216.000€) zuzüglich landesspezifischer Mehrwertsteuer angesetzt, wobei der Wagen in Kontinentaleuropa bei McLaren Frankfurt (bei Dörr Motorsport) und McLaren Zürich bezogen werden kann.

Zudem ist als optionale technische Erweiterung ein Sprint Power Upgrade erhältlich mit dem der Wagen bei Veranstaltungen abseits der SRO-BoP-Vorgaben nun mit einem relativ preiswerten Chiptuning auf eine Leistung von 540PS aufgebohrt werden kann. Dafür kämen evtl die DTM-Trophy oder die SP8T-Klasse der Nürburgring-Langstreckenserie in Frage.

Toksport WRT mit Stolz/Engel im ADAC GT

Mit dem eingespielten AMG-Stammfahrerduo Maro Engel und Luca Stolz wird die aus Quiddelbach in der Eifel stamende Toksport-WRT Mannschaft 2020 im ADAC GT-Masters den Titelgewinn anpeilen. Trotz der Tatsache, das man sich in der Debütsaison befindet peilt die schon im Rallysport erfolgreiche Truppe von Teamchef Emre Buyukbayrak gleich mit dem eingesetzten Mercedes AMG GT3 evo das oberste Ziel an. "Lucas und Maros Erfahrung und ihre Professionalität werden ohne Zweifel unserer Mannschaft helfen - auf und neben der Strecke. Wir wollen ab dem ersten Rennen vorn dabei sein. Nach den Gaststarts 2019 wollten wir unbedingt eine komplette Saison im ADAC GT-Masters bestreiten. Das Niveau der Serie ist eines der höchsten im GT3-Sport weltweit, daher freuen wir uns, dabei zu sein. Wir können es kaum erwarten, dass es endlich losgeht."

Dass dies möglich ist, zeigte Toksport-WRT bereits bei seinen Gastauftritten im vergangenen Jahr. Engel und Stolz fuhren bei den 4 Starts in Zandvoort und auf dem Nürburgring einen zweiten und einen dritten Rang ein. 2019 war die Truppe auch im Rallyesport erfolgreich und gewann mit dem britischen Duo Chris Ingram-Ross Whittock die Europäische Rally Meisterschaft auf einem Skoda Fabia. Auch in der WRC war die Mannschaft mit einem Skoda vertreten. Zudem absolvierte man zur Eingewöhnung an den Mercedes AMG GT3 erste Auftritte in der 24 Stunden-Serie.

Abwegig ist die Zielsetzung nicht: letztes Jahr stieg eine zuvor im Masters unbekannte Audi-Mannschaft namens HCB Rutronik Racing in das ADAC GT-Masters ein und sorgte gleich beim 2. Rennwochenende für den ersten Sieg – der Ausgang der Meisterschaft ist bekannt: Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde holten sich am Ende in überragender Manier den Titel...

3. Masters-Pilot für Grasser

Mit lagrange grasserdem Markenpokal-Aufsteiger Niels Lagrange hat das Grasser Racing Team einen weiteren Fahrer für das ADAC GT-Masters verpflichtet. Der 28-Jährige Belgier testete bereits Ende des vergangenen Jahres in Paul Ricard mit dem österreichischen Team. Lagrange startete in den vergangenen Jahren mit dem Leipert Motorsport Team in der Lamborghini-Supertropheo, in dem er mehrere Podestplätze sowie Klassensiege einfuhr. Zudem gewann er 2018 die 24 Stunden von Zolder an Bord des Independent Motorsports Cup-Porsche 991 wobei er dort u.a. Dries Vanthoor und Christian Engelhart als Teamkollegen mit auf dem Wagen hatte.

"Ich freue mich sehr auf den Saisonstart", so der Pilot aus Limburg. "Nach 3 Jahren in der Lamborghini Super Trofeo fühle ich, dass ich bereit bin, diesen Schritt zu machen. Ich möchte Gottfried Grasser für die Gelegenheit danken. Wir werden gemeinsam versuchen, Lamborghini so oft wie möglich auf das Podium zu bringen."

Lagrange ist damit neben dem Deutschen Tim Zimmermann und Steijn Schothorst aus den Niederlanden der dritte Pilot, der für die drei Lamborghini Huracán GT3 evo des Teams von Gottfried Grasser feststeht.

Peugeot sichert sich Unterstützung von Ligier

Peugeot hatpeugeot hyp render einer Meldung der französischen Sportzeitung L´Équipe zur Folge die ursprünglich geplante Zusammenarbeit mit Oreca zur Konstruktion des geplanten Hypercar-Prototypen beendet und statt dessen Ligier als Dienstleister für aerodynamische Weiterentwicklungen mit an Bord geholt. Die Umorganisation wurde nötig nachdem Oreca nach vergeblichen Versuchen Peugeot von der neu geschaffenen LMDh-Reglements-Option zu überzeugen von den gemeinsamen Gesprächen für den 2022 geplanten Le Mans und WEC-Eintritt zurücktrat. Beobachter werten dies als Indiz, das Peugeot reglementsseitig weiter auf dem Pfad für die Konstruktion eines Hypercars nach dem nun LMH genannten Reglement wandelt und damit Toyota , Aston Martin und Glickenhaus ab 2022 Gesellschaft in der neuen technisch anspruchvollsten Top-Klasse des ACO leisten will.

Laut einem Interview mit unseren Kollegen von Sportscar 365 glaubt Oreca-Boss Hugues de Chaunac das die teurere Le Mans Hypercar-Klasse in Zeiten sinkender Motorsport-Budgets gegenüber dem voraussichtlich nur halb so teuren LMDh-Reglement keine Zukunft haben wird. Während sich ein Hypercarprogramm laut Informationen des ACO für 30 Mio € pro Saison realisieren lassen soll, werden für die LMDh nur Budgets knapp über den derzeitigen DPi prognostiziert die bei etwa 15 Mio € pro Wagen liegen werden. Oreca sei aktuell in Gesprächen mit 4-5 interessierten Herstellern an der LMDh-Klasse, die in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft auf lange Sicht auch die ähnlich teure GTE-Pro ersetzen könnte und zudem die Budgets in eine Region bringt, in der abseits der Werksengagements auch Kundeneinsätze für Privatteams in der Top-Klasse wieder in bezahlbare Regionen rücken könnten. Dies würde somit auch den Absatz potentieller Chassis von Oreca befördern, was erklären könnte, warum die „french connection“ von Oreca und Peugeot in diesem Falle aus wirtschaftlichen Überlegungen seitens Oreca beendet wurde.

Laut der just beschlossenen Convergence-Vereinbarungen (wir berichteten) werden Hersteller die einen LMDh-Wagen haben sowohl in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft als auch in Le Mans startberechtigt sein. Noch steht hingegen eine offizielle Bestätigung aus ob LMH-Hypercars auch in der IMSA-Serie starten dürfen oder deren Teilnahme an den 4 IMSA-Langstrecken-Klassikern in Daytona, Sebring Watkins Glen und Road Atlanta limitiert wird. Dies müsste in Richtung weiterer Hypercar- und LMDh-Interessenten vom ACO und der IMSA in nächster Zeit klar gestellt werden.

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