Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans ( WEC )
26 Autos, 10 LMP1, 3 LMP2, 7 GTE-Pro und 6 GTE-Am, wurden am vergangenen Mittwoch vom ACO als Teilnehmer am Intercontinental Le Mans Cup enthüllt. Damit ist das Feld hinreichend gross um eine interessante seperate Meisterschaft zu gewährleisten. Bei den europäischen Auftritten könnte es jedoch eng auf den Strecken werden.
In der LMP1-Klasse werden zwei Audi, gegen drei Peugeot (zwei neue 908 & ein älterer 908-Hdi-FAP von Oreca) sowie einer der neuen Aston Martin AMR-One werksseitig um den Titel mitfahren. Diese drei Hersteller sind auch für die Herstellerwertung eingeschrieben. Auf Seiten der Privatteams starten Hope Pole-Vision und Rebellion Racing mit je einem Auto und Oak Racing mit zwei Pescarolos. In der LMP2 werden nur drei Teams die Saison über antreten. Level5 Motorsport setzt eines seiner beiden Lola-LMP2-Coupés ein, je ein Signatech-Nissan und ein Oak Racing-LMP2 sind die Gegner.
In der GTE-Pro-Klasse fahren Porsche, Ferrari, BMW, Corvette, Lotus und Aston Martin als Hersteller um den Titel. Die Einsatzteams in der GTE-Pro sind AF-Corse und Luxury Racing auf Seiten Ferraris sowie BMW-Motorsport und Jetalliance Racing (Lotus) mit je zwei Autos. Die Kontingent wird durch je ein Auto von Larbre Competition (Corvette), Felbermayr-Proton (Porsche), dem Gulf-AMR Team Middle East (Aston Martin) sowie drei F430 von AF-Corse, Krohn Racing und CR Scuderia Ferrari in der GTE-Am verstärkt.
Damit wird in diesem Jahr ein logistisches Problem bei den LMS-Läufen offenbar, das nicht ohne weiteres zu lösen sein wird. Denn zusammen mit dem Feld der europäischen Serie werden bei den drei gemeinsamen Läufen in Spa-Francorchamps, Imola und Silverstone theoretisch bis zu 62 Starter erwartet. Glücklicherweise überschneiden sich einige der Nennungen, z.B. von Rebellion Racing, AF Corse, der CR Scuderia Ferrari und Felbermayr-Proton, so das die Anzahl der reellen Starter bei diesen drei Läufen auf 57 Starter absinken könnte. Doch für Gaststarter wie dem WR-Salini-Team, das heuer in Le Mans nicht berücksichtigt wurde, könnte es eng werden, was die Akzeptanz deren Nennung angeht.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans ( WEC )
Im Feld des 24 Stunden Rennens von Le Mans überraschte zunächst die Nennung von zwei Oreca O03 LMP2 des Teams Signatech-Nissan. Dahinter steht die seit zwei Jahren in der Le Mans Serie engagierte Mannschaft von Signature, die in der vergangenen Saison einen privat eingesetzten Aston Martin-LMP1 für das Trio Pierre Ragues, Franck Mailleux und Vanina Ickx an den Start brachte. Nun hat das Team offenbar einen zweijährigen Deal mit Nissan gelandet. Unter dem neuen Namen Signatech-Nissan wird man nun für den japanischen Hersteller an der Sarthe und im Intercontinental Le Mans Cup in der LMP2 Flagge zeigen.
Damit wären nun alle drei grossen japanischen Hersteller in Le Mans und dem angeschlossenen Intercontinental-Cup in der LMP-Szene engagiert. Toyota hat mit Rebellion Racing ein ähnliches Engagement in der LMP1 gestartet. Honda ist über Acura/HPD bereits seit einigen Jahren in der ALMS aktiv und trat 2010 auch beim Klassiker an der Sarthe an. Und auch in der GT-Klasse soll sich seitens der Japaner was tun. In einer der letzten Mitteilungen der SRO bezüglich der Blancpain Langstreckenserie wird das Debüt eines Nissan Skyline GT3 noch für dieses Jahr angekündigt. Zwar ist hier von einer GTE-Version noch nicht die Rede, doch die soll angeblich bei Toyota ins Haus stehen – in Form des Lexus LF-A.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans ( WEC )
Ein solch grosses GT2-Feld hat sich schon lange nicht mehr zu einem 24h-Rennen aufgemacht. 28 Autos – zehn Ferrari, acht Porsche, drei Corvette, je zwei BMW, Aston Martin und Lotus sowie ein Ford GT. Das sind schon mal sieben Hersteller, die in Le Mans um den Sieg in den beiden Fahrerkategorien – GTE-Pro und GTE-Am – fahren. Der Schmerz über den Verlust der GT1 dürfte sich bei den Fans in Grenzen halten.
Die Ferrari teilen sich in sechs aktuelle F458 Italia – allesamt in der GTE-Pro – und vier F430 in der GTE-Am auf. Das aktuelle Modell bringen das deutsche Farnbacher Racing Team als Hankook Team Farnbacher, JMW Motorsport und – jeweils mit zwei Wagen – AF Corse und Luxury Racing an den Start. In der GTE-Am fahren seitens Ferrari der dritte AF Corse-Wagen, Krohn Racing, die CR Scuderia Ferrari und JMB die Vorjahresmodelle des Cavallione Rampante aus. Porsche wird in der GTE-Pro durch die vier Teams Felbermayr-Proton (mit zwei Autos), Prospeed Competition, IMSA-Performance und Flying Lizard Motorsport vertreten. In der GTE-Am kommen das dritte Auto von Felbermayr-Proton, das zweite von Flying Lizard Motorsport und ein 997 RSR von Larbre Competition hinzu.
Die Franzosen bringen ausserdem in der selben Klasse die erste Kunden-Corvette an den Start, während Corvette in der Pro-Kategorie mit zwei Autos zumindest auf das Podium fahren möchte.
Neu in der GT2 ist Lotus, die mit der alpenländischen Einsatzmannschaft von Jetalliance Racing zwei Evora GT2 ins Rennen werfen. Zu viel sollte im Premierenjahr von der Truppe allerdings nicht erwartet werden. Dafür lasten um so mehr Erwartungen auf der BMW-Werksmannschaft, die zum zweiten Mal in Folge an der Sarthe antritt. Aston Martin ist mit je einem Auto in beiden Kategorien – das Team Jota in der GTE-Pro und First Racing alias Gulf AMR Middle East in der GTE-Am – vertreten. Letztlich beschliesst Robinson Racing mit dem einzigen Ford GT – aufgebaut von Doran in den USA – das Feld in der GTE-Am-Klasse.
Aus dem einen Ford GT könnten schnell zwei werden. Auch bei den GT gibt es eine Reserveliste und der zweite Robertson-Ford ist dort an erster Stelle angesiedelt. Weiters folgen der zweite Prospeed Competition-Porsche, das deutsche tolimit-Team unter der Nennung von Tolimit Arabia mit einem weiteren Porsche, Young Driver AMR mit einem dritten Aston Martin Vantage GT2 für die GTE-Pro-Klasse sowie das Siegerteam der 24 Stunden von Spa-Francorchamps 2010, BMS Scuderia Italia, die mit ihrem Porsche 2010 auch in Le Mans als letzte Mannschaft auf das Podium kamen. Sollte die Reserveliste ausgereizt werden, könnten im Extremfall bis zu elf Porsche im Feld vertreten sein, was das grösste Kontingent der Zuffenhausener an der Sarthe seit annähernd zehn Jahren bedeuten würde.