DMV-GTC plant zusätzliche Mittelstreckenrennen

Gleich dmvrbr.jpgzweimal hat der DMV-GT und Touring Car Cup in dieser Saison neben den Sprintrennen ein zusätzliches Langstreckenrennen angesetzt. 2 Jahre nach der Einstellung der AvD 100 Meilen plant Veranstalter Ralph Monschauer eine Wiederbelebung des Mittelstreckenformats bei zumindest 2 Läufen am Red Bull Ring (22. bis 24.5) und am Eurospeedway Lausitzring (14. bis 16.8). Dort werden jeweils zusätzlich zu den Sprintläufen ein 60, bzw. 70-Minuten-Rennen mit 5 Minütigem obligatorischem Boxenstop angesetzt. Damit erhöht sich die Tracktime für die Teilnehmer an diesen Rennwochenende auf fast 3 1/2h.

Monschauer versteht die beiden Rennen, zu denen noch ein drittes hinzukommen könnte, erst mal als Versuchsballon. „Wir sehen dies als Einzelevents und haben noch keine Serienwertung, da wir 2015 erst mal sehen wollen wie die Idee bei unseren Teilnehmern ankommt. Derzeit laufen noch Verhandlungen mit dem Hockenheimring wo wir einen weiteren solchen Event planen. Wir hatten das Feedback von unseren Teilnehmern das speziell die GT3-Piloten sich längere Laufzeiten für ihre Wagen wünschen. Denen sind 2 mal 30 Minuten Sprint nicht genug Rennen am Wochenende. Das Rennformat ist so ausgelegt das auch ein Fahrer alleine ohne Fahrerwechsel das Rennen bestreiten kann. Wir haben uns da ein wenig an der alten 100 Meilen Serie orientiert. Man merkt ja an dem Erfolg der 24 Stunden-Serie das die Langstrecke für mehr und mehr Teams attraktiv wird. Dieses extrem lange Format ist allerdings für die meisten unserer Kunden zu teuer, so das wir mit den Rennen knapp über einer Stunde einen guten Kompromiss bei Kosten und Trackzeit für unsere Kunden sehen.“

Der neue Terminkalender der DMV GTC 2015 sieht demnach so aus:
17./18.04.2015 Hockenheimring
08./09.05.2015 Oschersleben
22.-24.05.2015 Red Bull Ring (AT) + Langstreckenrennen
03./04.07.2015 Hockenheimring
24./25.07.2015 Hockenheimring
14.-16.08.2015 Eurospeedway Lausitzring + Langstreckenrennen
04./05.09.2015 Spa-Francorchamps (BE)
09./10.10.2015 Nürburgring

12h Mugello - O-Ton der Sieger

renauer_allemenn_bohn_renauer.jpgDamit hatten sie selbst nicht gerechnet: das HB Racing Team Herberth konnte sich am vergangenen Wochenende als Sieger der 12h von Mugello (der Link führt zum vollständigen Rennbericht auf unseren Seiten) abwinken lassen. Die beiden Porsche Carrera Cup Deutschland-Piloten Ralf Bohn und Daniel Allemann sowie die beiden fahrenden Teamchefs Alfred und Robert Renauer - Letzterer ersetzte den kurzfristig verhinderten ADAC GT-Masters-Gentleman-Champion Herbert Handlos – wurden nach 342 Runden als Sieger der zweiten Ausgabe des Langstreckenrennens in der Toscana abgewunken. Die Mannschaft begann damit ihren verspätet angetretenen Einstieg in die 24 Stunden-Serie auf die denkbar beste Art und Weise und holte nebenbei für Porsche auf der Ferrari-Hausstrecke einen prestigeträchtigen Sieg

„Unser Programm für die Serie ist leider sehr spät zusammen gekommen, daher haben wir die 24h von Dubai ausgelassen und erst hier den Einstieg vollzogen.“ erklärte uns Robert Renauer nach dem Rennen. „Wir wollten unbedingt neben dem ADAC GT-Masters noch ein Langstreckenprogramm starten und da bot sich die 24 Stunden-Serie an, da sie ein schönes Programm mit einem für Kundenpiloten attraktiven Kalender bietet. Wir haben alle 4 restlichen Rennen der Serie nun fest im Programm für dieses Jahr.“

fr_7_borgsanlor.jpgRobert und sein Bruder werden dabei aber nicht um die Fahrerwertung der Meisterschaft fahren, wie Alfred erläuterte. „Hier ist Robert für Herbert Handlos eingesprungen, der beim nächsten Rennen in Zandvoort mit ins Team dazukommt. Allerdings werde ich 2 Rennen auslassen müssen und bei diesen wird erneut Robert als Pro-Fahrer die Mannschaft verstärken.“ Die beiden Porsche Carrera Cup Deutschland und ADAC GT-Masters-erfahrenen Brüder waren sich klar das sie nicht nur zum Mitrollen in der Serie angetreten sind. „Wir hatten uns schon ausgerechnet das wir ein Wort im Kampf um einen Podiumsplatz mitreden konnten. Das es gleich ein Sieg werden würde hatten wir allerdings nicht eingeplant.“ so Robert Renauer.

Die Rundenzeiten der beiden schnellen Zwillingsbrüder waren eine Bank im Kampf um den Sieg. Allerdings leisteten sich Bohn und Allemann als erfahrene Carrera-Cup-Piloten auch keine Fehler. „Es ist das erste Mal das wir in Mugello fahren, das erste Mal das wir hier in der Serie antreten und dabei gab es gleich den ersten Sieg – Wahnsinn!“ freute sich Bohn, der 2015 auch wieder im Porsche Carrera Cup Deutschland anzutreten gedenkt. Der schweizer Daniel Allemann dagegen wird voraussichtlich aus der Markenpokalserie ins GT-Masters wechseln. „Auch für mich war das hier die Mugello-Premiere. Der Schlüssel zum Sieg war, das wir in diesem brutal dichten Verkehr wirklich ganz ohne Berührungen und fast ohne technische Schwierigkeiten durchgekommen sind. Dazu haben wir mindestens einmal bei den Code 60 Phasen Glück gehabt, als der uns verfolgende Mercedes zum Stop drin war, während wir draussen auf der Strecke den Vorsprung ausgebaut hatten.“

12hmug_sa_7_race.jpgGenauer gesagt passierte dies sogar zweimal, was den RAM-Racing Mercedes SLS AMG GT3 der Verfolger Tom-Onslow-Cole, Adam Christodoulou und Paul White sogar zwischenzeitlich um 3 Runden hinter den Jedenhofener Porsche zurück fallen liess. Aber auch die Herberth Motorsport Mannschaft musste eine Schrecksekunde verdauen, als Ralf Bohns Motor in einer Code 60-Phase überhitzt ins Notprogramm wechselte. „Ralf ist auf dem Anlasser zum Tanken reingekommen und damit weiter an die Box gerollt. Zudem musste er eine 20s-Strafe wegen Überholen unter gelb absitzen. Zum Glück hatte die Batterie noch genug Saft um diesen Strafstopp zu überstehen, sonst hätten wir ein Problem gehabt.“ erläuterte Allemann.

Auch wenn die Punkte aus Dubai fehlen – Allemann musste das Rennen aus gesundheitlichen Gründen auslassen – dürfte die HB Racing Team Herberth-Mannschaft in diesem Jahr eine der Top-Mannschaften in der 24h-Serie bleiben. „Mit den fehlenden Punkten wird es natürlich schwer im Kampf um die Meisterschaft wirklich eine Rolle zu spielen. Aber weitere Top-Ergebnisse könnten das noch mal drehen.“ schätzt Alfred Renauer die Chancen ein.

Marc VDS fixiert seine GTE-Besatzung

henryhassidportrait.jpgDas Marc VDS Team hat seine Besatzung für die Europäische Le Mans Serie komplett. An Bord des BMW Z4 GTE werden neben Andy Priaulx BMW Junior Jesse Krohn und Henry Hassid ins Lenkrad greifen.

Der 55 jährige französische Pilot Hassid war zwischen 2007 und 2011 4 facher Meister der Privatier-Wertung des französischen Porsche Carrera Cups und 2012 zusammen mit Anthony Beltoise Meister der FFSA-GT-Serie. krohn.jpg2014 beim Finale der ELMS trat Hassid bereits auf dem BMW Z4 GT3 der Marc VDS-Truppe an, nachdem er bereits die Blancpain Endurance Serie auf einem BMW Z4 GT3 der TDS Racing-Mannschaft bestritten hatte.

Jesse Krohn wurde unter den 4 Werks-Junioren des Münchner Herstellers aus dem letzten Jahr zum Junior des Jahres bestimmt, und soll neben dem ELMS-Programm auch ein nationales Programm mit dem Z4 GT3 in der VLN Langstreckenmeisterschaft bestreiten, wobei sein Einsatzteam noch bestimmt werden muss. Unsere Leser dürften Krohn noch aus der ADAC GT-Masters Saison 2012 als der junge Finne zusammen mit Nico Verdonck als Pilot des Lambda Performance Ford GT brillierte.

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