Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans ( WEC )
Die FIA Langstrecken Weltmeisterschaft hat letzte Woche weitere Details zum aufgrund der Absage der asiatischen Meisterschaftsrund angesetzten geplanten Doppellauf-Finale in Bahrain (wir berichteten) veröffentlicht. Demnach hatte man wohl tatsächlich erwogen, die beiden Rennen auf dem Kurs am arabischen Golf wie von uns spekuliert auf verschiedenen Streckenvarianten abzuhalten. Allerdings haben die dazu konsultierten Teams der Idee wohl eine Absage erteilt und so werden beide Rennen – das 6h-Rennen am 30 Oktober und der 8h-Lauf am 6.November auf der selben, üblichen 5,4km langen GP-Variante abgehalten werden.
Einen kleinen Unterschied gibt es bei der Uhrzeit – während das 6h-Rennen zur Mittagszeit von 11-17 Uhr bei den wohl landesüblichen Temperaturen jenseits der 30°C-Marke über die Bühne geht wird das Finale um 14 Uhr gestartet und wohl ab Rennmitte in die Dunkelheit hinein ausgetragen werden, wo um 22 Uhr Ortzeit die Zielflagge fällt. Da im Laufe beider Finalläufe insgesamt 63 Punkte für evtl. Doppelsieger zu vergeben sind (25 bei den 6h, 38 bei den 8h) rechnet man mit einem weitestgehend kompletten Teilnehmerfeld.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Sonstige GT (D/A)
Wir schulden euch das Ergebnis des 4.Laufs der DTM-Trophy am vorletzten Wochenende am Lausitzring. Dort gewann der britische Mercedes AMG GT4 Pilot William Tregurtha auf seinem CV Performance Group AMG nach 18 absolvierten Runden mit einem Vorsprung von 0,316s auf seinen Landsmann Ben Green im FK Performance Motorsport BMW M4-GT4. Den dritten Platz belegte Hofor-Bonk BMW-Pilot Michael Schrey, dem weitere 4 BMW-Piloten auf den folgenden Plätzen folgten.
Vortagessieger Nico Verdock im Ring-Racing Toyota Supra GT4 musste das Rennen ebenso vorzeitig nach einer unverschuldeten Kollision beenden wie Polesetter Tim Heinemann im Prosport Racing Aston Martin, der nach einer Karambolage mit dem von P2 gestarteten True Racing KTM X-Bow GT4-Pilot Florian Janits nach nur 3 Runden die Segel streichen musste. Dennoch wurden 17 von 20 gestarteten Fahrern beim 4. Saisonrennen klassiert.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in FIA-GT3 ( FIA-GT3 )
Das wäre mal ein interessantes GT2-Projekt! Die australische Brabham Automotive Gruppe will beim Finale der laufenden Premierensaison der Fanatec GT2 European Series eine GT2-Version ihres BT 62 Supersportwagens vorstellen und dabei auch gleich im Rahmen der beiden Finalrennen zu einem Probeeinsatz an den Start bringen. Der BT63 GT2 concept genannte Wagen, der offensichtlich auf dem BT62 basiert, soll bei den beiden Rennen auf dem Circuit Paul Ricard in Le Castellet am 2-3 Oktober mangels Homologation in einer eigenen Einladungsklasse starten und dabei auf Kundenfang für die kommende Saison 2022 gehen. Dort soll der BT63 GT2 nach den Planungen von SRO-Chef Stephane Ratel sowie des 2-fachen ALMS-Champions & Brabham Automotive Sportchefs David Brabham als fünfte Konstruktion für die neue GT2-Klasse neben den entsprechenden Wagen von Porsche, Audi, KTM und Lamborghini an den Start gehen.
Der Wagen basiert auf dem auf offiziell 70 Exemplare limitierten, von einem 5,4l Ford V8 befeuerten BT62-Modell des australischen Kleinserienherstellers und soll in der GT2-Variante 600PS bei einem Basisgewicht von 1250-1300kg leisten. Der Wagen wird optisch durch zusätzliche Karbonanbauten (Diffusor, Heckflügel, Frontsplitter und eine Heckfinne ähnlich der des Supertropheo-Lambos) aufgepimpt und soll am Ende für einen Preis von 400.000€ unter das rennfahrende Volk gebracht werden.
Während die bisherigen Versuche den BT62 in der GT3 oder GTE-Klasse zu einer Rennkarriere zu verhelfen, mangels finanzieller Mittel oder restriktiver Homologations-Stückzahl-Vorgaben von wenig Erfolg gekrönt waren, scheint sich mit der GT2-Option endlich eine Möglichkeit zu eröffnen, dem spektakulären australischen Supersportwagen Exoten zu einem Durchbruch in der Rennszene zu verhelfen. Bislang ist erst ein Exemplar des Wagens in der zweiten Liga der britischen GT-Rennszene – der Britcar-Meisterschaft - unterwegs (Bild) das von einem wohlhabenden Privatier finanziert wurde. Die offensichtlich bei der Homologation noch freizügige GT2 würde dem Hersteller dringend benötigte weitere Kundschaft verschaffen können und die GT-Rennszene um einen weiteren Exoten bereichern können der bislang so gut wie gar nicht in der vielfältigen weltweiten Rennszene zu finden ist. Damit eröffnen sich möglicherweise auch für weitere Kleinserienhersteller Zugänge zum Rennsport-Markt, die in der GT3, der GT4 und der nun bald auslaufenden GTE wegen der Stückzahlvorgaben zur Homologation von Rennmodellen bislang quasi ausgeschlossen waren.
Die Internationale Rennpremiere der Brahham Marke würde übrigens damit auf genau der Strecke erfolgen wo man 1985 den letzten F1-Sieg des Brabham F1-Teams einfahren konnte. Am 7.Juli 1985 siegte Nelson Piquet beim französischen F1-GP auf dem Circuit Paul Ricard in einem Brabham BT54-BMW der damals noch von Teamchef Bernie Ecclestone geleiteten Mannschaft.