40 GT bei den 35.ten 1000km Suzuka

sgtkrummnissan.jpgVier Tage vor Beginn des 35. 1000km-Rennens von Suzuka zeichnet sich das Feld bereits sehr klar ab. 40 Boliden, 15 GT500 und 25 GT300, werden den Klassiker in Japan unter die Räder nehmen. In der mit 4 Lexus SC430, 4 Honda NSX, 5 Nissan Fairlady Z und 2 Toyota Supra besetzten Top-Klasse haben sich mit Ausnahme des Epson- und des Raybrig-NSX-Teams sämtliche Mannschaften mit einem dritten Fahrer verstärkt. Auf das deutsche Kontingent mit Michael Krumm im Nissan mit der Startnummer 22 (Foto: SGT-Website) und dem Duo Lotterer/Sutil im Lexus mit der Nummer 36 sollte man allerdings nur sparsame Hoffnungen setzen. Mit 80kg bzw. 60kg „Belohnung“ aufgrund vorangegangener Erfolge dürfte das technisch und konditionell anspruchsvolle Rennen für beide Mannschaften besonders schwierig werden.

In der GT300-Klasse herrscht wie immer Markenvielfalt pur: Ferrari F360 Modena vs. Porsche (diverse Modelle) gegen Lamborghini Murcielago, Mazda RX7, Vemac 320R, Mosler MT900, Nissan Fairlady, Shiden MZ, Ford GT40 und diverse Toyotas. Das fernöstliche GT-Spektakel präsentiert sich erfrischend anders als die bekannten ACO- und FIA-bestimmten Meisterschaften.

Allerdings setzt sich die Differenz auch im Reglement fort. Die Super-GT-Regularien erlauben in beiden Klassen ungleich mehr aerodynamische und fahrwerkstechnische Modifikationen als es FIA und ACO aufgrund der Seriennähe der Fahrzeuge bisher zulassen. So sind die Wagen der GT500-Klasse wegen ihres Ground-Effekts von der Kurvengeschwindigkeiten her den LMP1 näher als übliche GT. Die Fahrwerksgeometrien der meisten GT300-Porsche sind schon derart verändert dass technische Kommissare in den meisten europäischen Rennserien nur den Kopf schütteln würden. Die Freiheiten der Super-GT sind am ehesten mit denen der DTM zu vergleichen, wobei die japansichen Fahrzeuge optisch mehr hermachen als ihre deutschen Pendants. Der Traum mancher Fans, solche Fahrzeuge in der FIA-GT oder gar an der Sarthe mal im Einsatz zu erleben, wird daher immer ein solcher bleiben.

Die ersten Trainingssitzungen auf dem 5,807 km langen Kurs beginnen am Freitag. Samstag wird das Qualifying ausgefahren werden, während Sonntag das Rennen stattfindet.

Porsche ändert die Fahrerpaarungen

penskeporsche.jpgMit einem im Motorsport gängigen Trick hat Porsche seine Chancen auf den Gewinn der LMP2-Klasse der ALMS mit einem Schlag verdoppelt. Aufgrund von viel Rennpech haben die beiden Fahrer des Porsche Nr. 7 Timo Bernhard und Romain Dumas so gut wie keine Möglichkeit mehr, bei der Vergabe um den Titel mit zu reden. Nur noch die Piloten des Porsche Nr. 6 Sascha Maassen und Lucas Luhr können sich mit einem geringen Rückstand auf die Besatzung der privaten Intersport-Lola (Clint Field / Liz Halliday) noch im Titelrennen behaupten. Um auf Nummer sicher zu gehen, hat Porsche beide Aspiranten (sprich Luhr / Maassen) getrennt - sie gehen nun in verschieden Fahrzeugen auf Punktejagd. Sollte nun einer der Porsche während eines Rennens einen Ausfall erleiden, wäre somit nur einer der beiden Titelanwärter betroffen. Ein kluger Schachzug seitens Porsche.

Die neuen Paarungen lauten wie folgt: Nr. 6 Maassen / Bernhard; Nr. 7 Dumas / Luhr.

Zakspeed - nicht vom Mistral beflügelt?

zaksaleen.jpgBeim nächsten Rennen der FIA-GT-Serie auf dem HTTT (High Tech Test Track) in Paul Ricard werden die GT1- und GT2-Boliden die Streckenvariante  mit der vollen Länge der Mistralgerade befahren. Die über 1,5 km lange Vollgaspassage, abgeschlossen von der Mistralkurve, fasziniert die Piloten des gesamten Feldes. Eher kritisch beäugt Sascha Bert, Pilot des Zakspeed-Teams die Strecke und speziell diese Passage. „Als wir Anfangs des Jahres dort testen waren, lief es ganz gut für uns. Wir werden für das Rennen dort auch nur 10kg an Handikap-Gewicht im Wagen haben, was prinzipiell gut sein dürfte. Allerdings habe ich gehört, dass wir nun die Variante ohne die Schikane in der Mitte der Mistralgerade fahren werden. Da der Saleen etwas weniger Power als die Aston Martins, Maseratis oder Corvettes hat, dürfte es für uns schwer werden vom Top-Speed her mit denen zu konkurrieren. Dennoch sollten wir auf dem Kurs schnell genug sein.“

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