RfH - Vorbereitungen für die Saison 2007

 Jan Lammers hat ein umfangreiches Testprogramm mit dem Dome H-101 in Spa begonnen. Bei Reifentests mit dem diesjährigen Fahrzeug erreichte man eine 2:05.68, die schneller als die heurige Polezeit des Pescarolo von 2:06.687 war - freilich bei anderen meteorologischen Bedingungen und nach ca. 1400 Testkilometern auch sicherlich unter anderen Voraussetzungen als in einem Qualifying. Dabei erreichte man die Zeit auf Michelin-Reifen, während Dome und RfH bislang Dunlop-Pneus verwendeten.

Da in der nächsten Saison der Hybridwagen nicht mehr startberechtigt ist und Jan Lammers von einer Intensivierung der Zusammenarbeit mit Dome sprach, ist von einem neuen LMP1 von Dome für die Saison 2007 auszugehen. Die Tests, die in den kommenden Wochen fortgesetzt werden sollen, dienten laut Team ausdrücklich der Vorbereitung auf LeMans und der LMS 2007, die somit wieder eine erstarkte RfH-Mannschaft als Konkurrenz für Pescarolo, Peugeot und vielleicht auch Audi erleben dürfte.

Marc Lieb nun gemeinsam mit Joel Camanthias Meister

gt2champs.jpgMarc Lieb (auf dem Bild links) hat nun endlich seine Punkte für den Lauf in Spa zurückbekommen, die er aufgrund der angeblichen Überschreitung seiner maximal vierstündigen Renndauer - bedingt durch die fast einstündige Rennunterbrechung nach dem Startunfall - zunächst abgezogen bekommen hatte. Gegen diesen Punktabzug hatte das Autorlando-Team den nun erfolgreichen Einspruch eingelegt. Auch Tim Bergmeister und Anthony Beltoise dürften ihre Punkte aus Spa wiederbekommen. Damit stehen Marc Lieb und Joel Camanthias (rechts) als gemeinsame Fahrerchampions der GT2-Klasse der LMS für 2006 fest.  Mit jeweils 34 Punkten haben beide Autoorlando-Piloten vor der letzten Runde 17 Punkte Vorsprung auf Ferrari-Pilot Luca Drudi. Für Marc Lieb ist es der 2. Titel in der LMS und nach den beiden Titeln in der FIA-GT der 4. insgesamt.

Doppelsieg für Wallenborn in Most

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Im tschechischen Most wurden Erinnerungen wach. Exakt vor 11 Monaten fand dort das UHSport-Divinol-Cupfinale-2005 statt. Highligts wie die allerersten Ferrari-Führungskilometer des Schweizers Pierre v. Mentlen oder der Erfolg des Österreiches Grasser sowie der hauchdünne Sieg von Tom Probst im Finalrennen, nur einen Wimpernschlag vor einem furios fahrenden Klaus Horn - das schien kaum zu toppen.

Rennen 1 sah vom Start weg einen entfesselten Klaus Horn. Der Pfälzer wußte, nur ein Sieg schiebt alle Probleme bezüglich Tabellenführung und Meisterschaftsambitionen zunächst mal auf die Seite. „Wally“ Wallenborn folgte Horn wie ein Schatten und bog nach 5 Runden als Erster in die Zielgerade ein. Nun liefs umgekehrt. Horn biss sich bei Wallenborn in dessen dickem Heck fest. „Wally“ justierte an der Kennfeldverstellung etwas nach und konnte sich so wieder Luft verschaffen. Probleme bei Chikhani, „Doc Henry“, Nickel und Herold halfen dem hier großartig sortierten Schweizer Milan Bezak seinen Porsche GT3 als Gesamtdritter hinter Wallenborn und Horn aufs Treppchen zu katapultieren.

Vor Rennen 2 konnten die kränkelnden GT’s wieder repariert werden. Vom Start weg schoß – das darf man mit Fug und Recht so sagen –  Wallenborn auf seinem schwarzen Porsche 997 in Führung. Die Reifenwahl war perfekt und das Motorkennfeld bedurfte keiner weiteren Korrektur. Horn, in diesen Momenten als Zweiter wohl untröstlich, sah rot. Herold kam von hinten näher. „Ich habe es gleich nach dem Start gefühlt“, so der Landauer später. „Meine Leistung war im Keller“. Aber er konnte seinen 2. Platz gegen die Angriffe von Bezak, Herold und einem von ganz hinten kommenden Chaouki Chikhani verteidigen. „Was wäre da heute für mich drin gewesen, wenn ich nach einem Schaden an der Radbefestigung nicht aus der Box gestartet wäre“, schüttelte der Libanesische Ingenieur Chikhani den Kopf. Platz 3 hinter Wallenborn und Horn war eine satte Leistung. Horn stellte nach dem Rennen wie schon befürchtet einen Laderschaden fest. „Hört das bei mir damit nie auf“, fluchte er.

In der UHSport-Divinol-Cup-Tabelle und in der UHS-EM-Trophy liegt Robert Wallenborn (Porsche 996 GT2) nach Most auf Platz 1. Doppelsieger Robert Wallenborn, Klaus Horn, Martin Zajicek, Jens Smollich und auch Thomas Probst könnten den UHSport-Divinol-Cup-2006  übrigens noch für sich entscheiden. In Dijon und Hockenheim wird der Sack in der EM und der DM zugemacht. Die EM-Trophy-Entscheidung fällt bereits in 14 Tagen im französischen Dijon.

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