Britcar 24: Duller-Mannschaft komplett

Bei Duller Motorsport ist das Puzzle für das große britische 24-Stunden-Spektakel in Silverstone jetzt komplett: das neue BMW Z4 M Coupé ist für renntauglich befunden - und an den Fahrern solls auch nicht liegen. Dieter Quester und Dirk Werner standen bereits fest, hinzu kommen zwei sehr schnelle Briten, genauer gesagt, Schotten. Gerade noch vermelden die Printmedien die Verpflichtung Robin Liddell und Tim Mullen, da haben die Internet-Yogis wieder die Nase vorne: statt GrandAm-As Liddell kommt Jamie Campbell-Walter zum Einsatz.

Man muß ihn nicht groß vorstellen: am ehesten wird "JC-W" von Sportwagenfans auch heute noch mit den schwarzen Flugobjekten von Lister assoziiert. Am Steuer des Jaguar-motorisierten Storm holte er auch seine größten Erfolge, wie den britischen Titel 1999 oder die FIA-GT-Meisterschaft 2000. Seit 2004 fährt er für Creation Autosportif, das jüngste LMS-Rennen in Donington beendete er gemeinsam mit Felipe Ortiz und Beppe Gabbiani auf dem dritten Platz.

Den Namen Tim Mullen hört man meist im Zusammenhang mit den schnellen Rennern aus Maranello. Für das schottische "Nationalteam" Scuderia Ecosse fährt er GT2-Ferraris in der FIA-GT-Meisterschaft und der britischen Meisterschaft. Zuletzt war er Klassenzweiter beim FIA-Rennen in Paul Ricard, davor siegreich in der nationalen Serie in Brands Hatch. Die britische Wertung führt er momentan auch an, in der FIA-Fahrertabelle der GT2 liegt er auf Rang 4.

Auch Rob Huff fährt Britcar 24

huff.jpgDas Interesse britischer Racer an ihrem heimischen 24-Stunden-Rennen ist dieses Jahr sehr groß: auch WTCC-Fahrer Rob Huff hat einen Platz ergattert. Der Werkspilot für Chevrolet, im letzten Tourenwagenrennen in Brünn erstmals siegreich, sitzt in einem vergleichsweise bescheidenen Fahrzeug, aber bei einem erfolgreichen Team.

Mardi Gras Motorsport hat 2005 mit einem Honda Civic Type R und einem Integra einen Doppelsieg in der Klasse errungen, immerhin auf den respektablen Gesamträngen 9 bzw. 12. In einem Civic wird auch Huff dieses Mal Platz nehmen, sein Teamkollege unter anderem: Phil Bennett.

Team Hoffmann erfolgreich in Most

matzingermost.jpgNach Anfangs-Problemen in den bisherigen Läufen hat das Team Hoffmann Racing nun vor einer Woche ein planmäßiges Rennwochenende im tschechischen Most verzeichnen können. Mit einem neuen Unterboden versehen belegte im ersten Zeittraining Karl-Heinz Matzinger den dritten Platz. Im ersten Lauf fiel er nach einer leichten Kollision und Dreher beim Kampf um Gesamtrang 3 fast ans Ende des Feldes zurück. Mit der schnellsten 2l-Runde im Rennen holte er aber wieder auf und beendete den 1. Lauf auf dem dritten Klassenrang.

Der tschechische Regen bescherte Matzinger Elektronik-Probleme so dass er am 2. Zeittraining nicht teilnehmen konnte und den zweiten Lauf am Sonntag vom letzten Startplatz in Angriff nehmen musste. Doch wie schon am Samstag zeigte sich Matzinger und der vom Team Hoffmann Racing vorbereitete Sportprototyp PRC-Challenge C3 gut in Form. Der Oberösterreicher zeigte auf der zuerst nassen und dann auftrocknenden Strecke eine Aufholjagd, die ihn mit der erneut schnellsten Runde auf den 2. Platz in seiner Klasse und den dritten Gesamtrang (unter 24 Startern) brachte. Teamchef Roman Hoffmann zeigte sich sehr zufrieden: „Wir sind beide Rennen durchgefahren, das Auto ist jetzt endlich schnell und zuverlässig, Karl-Heinz ist beide Male die schnellste Runde gefahren."

Carlo Bermes (D), Sieger der Team-Hoffmann Nachwuchs Sichtung, trat in Most erstmals in einem PRC-CN an. Leider war er in beiden Läufen mit Getriebeproblemen gehandikapt und musste jeweils ein paar Runden vor Schluss aufgeben. Möglicherweise kommt Bermes beim Langstrecken-Rennen in Monza erneut zum Einsatz.

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